Kurzer Auszug:
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Wie der Rheinländer die Sprache am Verdrehen ist
Von Bastian Sick
Es gibt in der deutschen Sprache so manches, was es offiziell gar nicht gibt. Die sogenannte Rheinische Verlaufsform zum Beispiel. Die hat weniger mit dem Verlauf des Rheins zu tun, dafür umso mehr mit Grammatik. Vater ist das Auto am Reparieren, Mutter ist die Stube am Saugen. Und der Papst war wochenlang im Sterben am Liegen.
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Kenne ich sowohl aus meinem Geburtsort in Niedersachsen, als auch aus den Gegenden in welchen ich danach gewohnt habe bzw. jetzt wohne (Köln, Münster, Berlin, Frankfurt (Oder)). Scheint wohl ziemlich weit verbreitet zu sein.
Naja, wenn ein Ausdruck in Bayern verwendet wird, heißt das
noch lange nicht,dass man ihn auch in Österreich verwendet.
Eher im Gegenteil…
Hallo Peter,
also ich finde sehr viele Gemeinsamkeiten, z. B. „Ich bin ganga“ für „gegangen“, „Ich hab’s gfunna“ für „gefunden“. Von einer Deutschen wurde ich aufgefordert, die Endung -a zu unterlassen.
Grüße
Franz
Auch Hallo.
Soweit hier einige Bezüge zum Kölner Raum gemacht worden sind, handelt es sich offensichtlich um ‚Krampf-Konstruktionen‘ von Nicht-Muttersprachlern.
… sagte: „Hier habe ich
was für zu trinken drin“
Dieser Satz würde im Kölner Dialekt lauten: „He han ich jet för ze drinke dren!“ und er wäre durchaus üblich. Die hochdeutsche Version hieße: „Hier habe ich etwas zum Trinken drin!“ Und dieser Satz wäre vollkommen in Ordnung.
… oder auch „Hier ist mein zu trinken“
und zeigte, wo er seine Getränke aufbewahrt.
Diese Ausdrucksweise ist im Kölner Raum nicht gebräuchlich, wo immer sie auch her ist. Würde der Kölner hier eine Substantiv-Form benutzen, nähme er: ‚ming Jetränke, mi Bier, Kölsch, minge Schabau, Wing, Kaffee usw.‘
Etwas anderes verhält es sich mit ‚essen‘, da dieses Verb auch im Hochdeutschen als ‚das Essen‘ verwendet wird, also:" He es mi Esse dren!"
Kurzer Auszug:
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Wie der Rheinländer die Sprache am Verdrehen ist
Von Bastian Sick
Es gibt in der deutschen Sprache so manches, was es offiziell
gar nicht gibt. Die sogenannte Rheinische Verlaufsform zum
Beispiel. Die hat weniger mit dem Verlauf des Rheins zu tun,
dafür umso mehr mit Grammatik. Vater ist das Auto am
Reparieren, Mutter ist die Stube am Saugen. Und der Papst war
wochenlang im Sterben am Liegen.
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‚Ich bin die Kuh am Schwanz am Ziehen‘ wäre - wörtlich übersetzt - vollkommen korrektes Holländisch. Und von den Niederlanden ist es ja auch nicht weit zum Rheinland…