Guten Tag,
wir haben im Flur eine Deckenlampe die ich mit einer Energiesparlampe betreibe.
Nachts, also wenn es dunkel und die Lampe ausgeschaltet ist, blinkt sie im gleichmäßigem Rhythmus (ca.jede sekunde)… Wenn ich dann noch den Glaskolben der Lampe mit der Hand anfasse, wird das aufblinke deutlich heller…
Andere Energiesparlampen- und ich benutze sie fast im gesamten Haus, tun dies nicht.
schon wieder Aladdins Wunderlampe? Spukts im Gewölbe?
Jedenfalls reif für „Wahre Wunder“
vorab, es gibt keine Erklärung, ist wohl so’n Phänomen, deren es in der modernen Elektrotechnik viele gibt. zB weiss ich heute noch nicht so genau, warum manche LS-Röhren im Dunkeln schimmernd nachleuchten.
Bei Dir gibts aber vielleicht doch eine (halbe) irdische Erklärung:
Der Treppenlichtautomat, der über die Taster das Licht ansteuert, haut eine Spannung raus, damit die Glimmlämpchen in den Tastern lämpeln können, dieser Strom - hohe Spannung bei ~null Stromfluss - geht oftenfalls durch die Leuchten hindurch. Da die Sparlampen nun ebenso empfindlich für Streuspannungen sind wie die Glimmlämpchen, schimmern diese im Dunkeln gespenstisch.
Das ist aber nur ne halbe Erklärung, Theorie selbstgestrickt. Es erklärt noch nicht den Blink-Rhythmus. „Schuld“ ist auf jeden Fall der Treppenlicht-Zeitschalter, wahrscheinlich hast du einen neumodischen elektronischen Typ eingebaut, der unmotivierte Sens-Signale abgibt. Leg doch mal ein Foto von deiner Verteilung bei, wo der Zeitschalter erkennbar ist…
Dann kommen wir dem Gespenst schon auf die Schliche…
Das ist aber nur ne halbe Erklärung, Theorie selbstgestrickt. Es erklärt noch nicht den Blink-Rhythmus.
Ich versuchs mal.
Ursache des zeitweiligen Leuchtens könnte sein, dass bei der Lampe nicht die Phase, sondern der Neutralleiter geschaltet wird. Dann könnte im ausgeschalteten Zustand über die Kapazität zwischen (ausgeschaltetem) Neutralleiter und dem Schutzleiter ein geringer Wechselstrom fließen.
Das Blinken hat folgende Ursache:
In der Energiesparlampe wird die anliegende Wechselspannung gleichgerichtet und lädt einen Elektrolytkondensator auf.
Die Leuchtstoffröhre in der Lampe hat eine Zündspannung, ab der ein Stromfluss in der Röhre zustandekommt, und eine um einiges darunter liegende Löschspannung, bei der der Stromfluss wieder zum Erliegen kommt.
Im Betrieb bleibt die Spannung am Elektrolytkondensator weit über der Löschspannung, so dass die Röhre kontinuierlich leuchtet. Wird die Leuchtstofflampe jedoch über einen hochohmigen Widerstand betrieben, wie es der Kondensator Neutralleiter/Schutzleiter ist, fließt nicht genügend Strom in den Elko, dass die Röhre kontinuierlich leuchten kann. Die Spannung am Elko sinkt unter die Löschspannung der Röhre und diese erlischt.
Jetzt wird der Elko aber mehr oder weniger langsam durch den Strom über Neutralleiter/Schutzleiter wieder aufgeladen, bis die Spannung des Elkos die Zündspannung der Röhre überschreitet. Die Röhre zündet, der über die Röhre fließende Strom entlädt den Elko bis zur Löschspannung und die Röhre erlischt wieder. Dieses Spiel setzt sich fort, bis der Schaltkontakt für die Lampe wieder geschlossen wird
vielen Dank für die Antworten und die möglichen Ursachen.
@schorsch_kluni
um die Sache evtl. noch was gespenstischer zu machen da ist kein Zeitschaltautomat- nur eine normale ein/aus Wippe
@merimies
Ich bin zwar nicht vom Fach, hab´ aber so ein bisschen grundverständniss und das mit dem Elko und der Zündspannung habe ich verstanden.
Wäre es denn einen Versuch wert nachzuprüfen was geschaltet wird und es dann ggf. zu korrigieren, falls möglich?
@schorsch_kluni
um die Sache evtl. noch was gespenstischer zu machen da ist kein Zeitschaltautomat- nur eine normale ein/aus Wippe
Mit eingebauter Glimmlampe?
@merimies
Ich bin zwar nicht vom Fach, hab´ aber so ein bisschen grundverständniss und das mit dem Elko und der Zündspannung habe ich verstanden.
Wäre es denn einen Versuch wert nachzuprüfen was geschaltet wird und es dann ggf. zu korrigieren, falls möglich?
Auf jeden Fall. Es ist sogar verboten den Neutralleiter statt den Phasenleiter zu schalten. Sonst kann man beim Lampenwechsel auch bei einer ausgeschalteten Lampe einen elektrischen Schlag bekommen.
Ich würde eher sagen, das da eine stromführende Leitung im gleichen Kabel parallel liegt. und durch die Kabelkapazität wird einiges in den stromlosen Draht übertraden. dadurch läd sich in der Lampe irgendein Kondensator auf und der wird durch das Blinken wieder entladen.
Wenn die Zuleitung dann noch recht lang ist wird das stärker. Läßt sich dann nur durch getrennte Leitungsführung ändern.
Zum Schalter führt ein Draht mit Dauerstron und wahrscheinlich ist im gleichen Kabel ein draht der zur Lampe geht. Wenn die auf relativ langer Strecke (reichen schon einige Meter) zusammen im gleichen Kabel liegen wird der Strom kapazitiv übertragen.
Das reicht um eine Energiesparlampe hurz zu zünden.
vorab, es gibt keine Erklärung, ist wohl so’n Phänomen, deren
es in der modernen Elektrotechnik viele gibt. zB weiss ich
heute noch nicht so genau, warum manche LS-Röhren im Dunkeln
schimmernd nachleuchten.
Weil der Leuchtstoff angeregt wurde, zu leuchten (während des Betriebs), siehe Fluoreszenz. Das ist ganz normal, das tun auch nicht MANCHE L-Lampen, sondern ALLE.
Bei Dir gibts aber vielleicht doch eine (halbe) irdische
Erklärung:
Der Treppenlichtautomat, der über die Taster das Licht
ansteuert, haut eine Spannung raus, damit die Glimmlämpchen in
den Tastern lämpeln können, dieser Strom - hohe Spannung bei
~null Stromfluss - geht oftenfalls durch die Leuchten
hindurch. Da die Sparlampen nun ebenso empfindlich für
Streuspannungen sind wie die Glimmlämpchen, schimmern diese im
Dunkeln gespenstisch.
Aber sicher nicht. Der Glimmlampenkreis ist immer getrennt von Treppenlicht.
Das ist aber nur ne halbe Erklärung, Theorie selbstgestrickt.
Verstrickt…
Es erklärt noch nicht den Blink-Rhythmus. „Schuld“ ist auf
jeden Fall der Treppenlicht-Zeitschalter,
auf jeden Fall? Kaum. „Möglicherweise“ schon eher.
Es kann sein, dass der Treppenlichtschalter nicht mehr richtig öffnet, dann kann es sein, dass er wie ein Kondensator wirkt. KANN sein. Kann auch sein: Eintreuungen aus andern Leitungen. Vielleicht doch mal nen Elektriker fragen.
wahrscheinlich hast
du einen neumodischen elektronischen Typ eingebaut, der
unmotivierte Sens-Signale abgibt.
Solche Signale sind aber so schwach (in Spannung und Strom), dass daraus nicht mal genug Energie zu holen ist, um auch nur ein Schimmern zu erreichen.
vielen, vielen Dank für Eure Ideen und Mühen, ich werde das mal überprüfen (lassen) und dann denke ich dürfte dieses Gespensterblinken wohl ein Ende haben.