'Meine Familie ist mein e i n z i g e r Halt'

Wenn jemand, über 30, sagt:

„Meine Familie ist mein e i n z i g e r Halt“

wie ist das psychisch zu werten?

Wenn er dann mit über 40 noch seine mutter unbedingt bei sich sehen wil, obwohl er genau diese für seine heutige unkomfortable Situation mitvernatwortlich macht?

Wenn er viel zu einer Schwester/Schwager rennt, die ihn zwar finanziell unterstützen, aber ansonsten ihn bei fast jeder Gelegenheit sagen „DU bist selbst schuld an Deiner Sitation“

Was hat diesr Mann für ein Problem?

Gruss
Michael, „MultiVista“

Was hat diesr Mann für ein Problem?

Ein großes.
Ich denke, er ist ziemlich unselbständig und die Familie unterstützt das bewußt oder unbewußt auch noch.

Gruss
Torsten

Vielleicht hätte ein FREUD etwas dazu gewusst, den der hier angesprochene für „überholt“ hält…
Tja - er wird schon wissen warum :smile:
Oder eben nicht!!
Er weiss es nicht, warum er Freud für überholt hält, weil er es auch gar nicht wissen will…

Aber nun gut:
Freud und das Thema „Familientrieb“ ? :smile:

Übrigens Löwensöhne verlassen ihre Familie nach 2 Jahren schon für immer!

Hm, ich weiß nicht,
wir spielen doch Alle auf der uns übergebenen und von uns angenommenen Harfe. Wenn er dies so empfindet, ok, dann sollte man dies akzeptieren.

Wenn jemand, über 30, sagt:
„Meine Familie ist mein e i n z i g e r Halt“
wie ist das psychisch zu werten?

Positiv, wenn dies Sinn macht. Negativ, wenn es zum Stillstand führt.

Wenn er dann mit über 40 noch seine mutter unbedingt bei sich
sehen wil, obwohl er genau diese für seine heutige
unkomfortable Situation mitvernatwortlich macht?

Nun, dann hat er noch nicht die Verantwortung für sich übernommen.

Wenn er viel zu einer Schwester/Schwager rennt, die ihn zwar
finanziell unterstützen, aber ansonsten ihn bei fast jeder
Gelegenheit sagen „DU bist selbst schuld an Deiner Sitation“

Dann hat er noch nicht gelernt, für sich selbst einzustehen.

Was hat diesr Mann für ein Problem?

Ein großes. Aber es ist seine Entscheidung…

Hallo Michael,

Was hat diesr Mann für ein Problem?

Auf diesem Planeten gab es schon seit Anbeginn der Menschheit Leute mit den unterschiedlichsten Schwerpunkten in ihrem Leben. Normalerweise, aber nicht immer, verlassen die, Flügge gewordenen, Kinder das Haus ihrer Eltern.

Ein Beispiel aus meinem Leben:

Wir sind 8 Geschwister. Davon 6 Mädchen und 2 Jungs. Alle Mädchen sind verheiratet. Der älteste Bub ist schwul und traut sich nicht sich zu outen, der jüngste Bub lebt immer noch bei Mutter, obwohl er eigentlich schon vor 10 Jahren das Haus verlassen wollte. Da aber alle anderen vor ihm aus dem Haus gerannt sind, traut er sich nicht die Mutter im Stich zu lassen. Seine Freundin ist zu ihm gezogen, da er sich in all den Jahren weigerte ihre Wohnungen _(sie hat öfters versucht ihn aus Muttis Haus zu locken)_zu besuchen.
Zuerst habe ich diese Feigheit belächelt, aber heute sehe ich das nicht mehr so eng. Warum soll es nicht auch Kinder geben die bei ihren Eltern leben bleiben wollen? Sie gehören nicht einmal zu einer Minderheit.
Wenn du selbst also kein Problem darin siehst, dann frage dich warum du ein Problem suchst?
Deine Familie ist dein einziger Halt! Ok! Dann geniesse es und sehe dein Leben nicht als Problem.

Aber solche Aussagen:

Wenn er dann mit über 40 noch seine mutter unbedingt bei sich
sehen wil, obwohl er genau diese für seine heutige
unkomfortable Situation mitvernatwortlich macht?

Sind, in deinem Alter, einfach nur ungerecht!

Wieso machst du deine Mutter für deine „unkomfortable Situation“ verantwortlich? Wenn du 14 oder 16 Jahre wärst hätte ich das ernst genommen, aber ab einem Alter welches mehr als 3 mal 7 ist müsste man schon sich selbst und nicht irgendeine ehemals Erziehungsberechtigte im Spiegel sehen.

Grüsse
Paula

Tja nun … Meinungen

„Meine Familie ist mein e i n z i g e r Halt“

Kontext?

Ah ja. Ganz grob.

Wenn er dann mit über 40 noch seine mutter unbedingt bei sich
sehen wil, obwohl er genau diese für seine heutige
unkomfortable Situation mitvernatwortlich macht?

Natürliche Selbstverteidigung des konsistenten (aber nicht ganz vorhandenen) ICHs. (es ist niemals mein Fehler - „robuste“ Menschen sind dankbar für Fehlermeldungen der Umwelt - also kritikfähig).

Wenn er viel zu einer Schwester/Schwager rennt, die ihn zwar
finanziell unterstützen, aber ansonsten ihn bei fast jeder
Gelegenheit sagen „DU bist selbst schuld an Deiner Sitation“

Unterstützung eines Menschens mit Suchtverhalten (Sucht nach Abhängigkeit, Unselbstständigkeit, Unfähigkeit für sich SELBST verantwortlich zu sein). Sie sollten damit aufhören.

Was hat diesr Mann für ein Problem?

Keine Abnabelung.
Nicht Erwachsenwerden.
Kein ICH-Gefühl.
Zu wenig Selbstvertrauen.
Faulheit, Antriebsschwäche.

Gehen wir mal im Guten von mangelndem Selbstvertrauen aus (ICH schaff das).

„Wenn du 21 bist und deine Mutter immer noch dein Bett macht, dann hast du etwas falsch gemacht.“ (sinngemäß von Billy Joel)

Gruß

Stefan

Was hat diesr Mann für ein Problem?

Ein großes.
Ich denke, er ist ziemlich unselbständig und die Familie unterstützt das bewußt oder

unbewußt auch noch.

Torsten

Das könnte gut sein, da er der JÜNGSTE ist… und die anderen immer sehr „mütterlich“ in ihrer Denk- und Gefühlsart veranlagt sind, was nicht schlecht ist… aber eben nicht, wenn man seine Familienmitglieder auch so entspr. behandelt… unbewusst!
Dazu passt, dass ER mal erwänte, dass für ihn seine 3 Schwestern seine „Engel“ gewesen wären. Wahrscheinlich denkt er unterbewusst noch heute so…

Kann man/muss man ihm helfen… ?

Michael (MultiVista)

hi

Was hat diesr Mann für ein Problem?

wenn er nicht darunter LEIDET hat er garkein Problem !

Gruß H.

wenn er nicht darunter LEIDET hat er garkein Problem !

H.

Aber sonst weiste genug über Psychologie - oder?
Schon mal davon gehört, dass die meisten Menschen mit solcherart Probleme leiden, ohne sich dessen bewusst zu werden, bewusst werden zu wollen.
Denk mal darüber nach!

MfG
Michael

Aber sonst weiste genug über Psychologie - oder?
Schon mal davon gehört, dass die meisten Menschen mit
solcherart Probleme leiden, ohne sich dessen bewusst zu
werden, bewusst werden zu wollen.
Denk mal darüber nach!

MfG
Michael

Das klingt erschreckend. Wieso soll es die Aufgabe von anderen Menschen sein, zu entscheiden, wer unter was gefälligst zu leiden hat?
Solange es keine schwerwiegende Gründe gibt, die an dem Urteilsvermögen einer Person zweifeln lassen (z.B. Alkoholismus, Drogen, Geisteskrankheiten) und die Person mit ihrem Verhalten anderen nicht schadet kann sie doch machen was sie lustig ist!
Spontan fallen mir mindestens 20 Leute in meinem Bekanntenkreis ein, die meiner Meinung nach zumindest in Teilbereichen Sachen ändern könnten, aber deswegen klappere ich die doch nicht alle ab und analysiere sie küchenpsychologisch. Wer weiß, was denen an mir nicht passt!
Scheinbar handelt es sich um einen etwas unselbstständigen Menschen, bei Deinem Bekannten, aber Du spielst das Spiel doch voll mit, weil Du ja auch noch über ihn mitbestimmen willst!

5 „Gefällt mir“

Das klingt erschreckend. Wieso soll es die Aufgabe von anderen Menschen sein, zu entscheiden, wer unter was gefälligst zu leiden hat?
Solange es keine schwerwiegende Gründe gibt…

Scheinbar handelt es sich um einen etwas unselbstständigen
Menschen, bei Deinem Bekannten, aber Du spielst das Spiel doch voll mit, weil Du ja auch noch über ihn mitbestimmen willst!

Wieder eine Fehlinterpretation.

Ich will nicht bestimmen,
ich will ihm helfen.

Natürlich leidet er, sonst würde ich das Ganze hier doch gar nicht zur Diskussion stellen.
Er ist zum Bsp. PC-Spiele süchtig… und hat - ob selbsverschuldet oder nicht - Probleme im Berufsleben.

Gruss
MultiVista

Ich will nicht bestimmen,
ich will ihm helfen.

Und was will ER ???

das ist doch dasselbe … wenn du meinst helfen zu müssen, obwohl er sich z.B. garnicht helfen lassen will - dann bestimmst du über ihn

Natürlich leidet er, sonst würde ich das Ganze hier doch gar
nicht zur Diskussion stellen.

wieso leider er „natürlich“ ? Hat er dir das gesagt, dass er das ändern will es aber aus eigener Kraft nicht kann, oder jammert er nur vor sich hin - das ist ein grosser Unterschied

Denkst du er leidet, weil du leiden würdest wenn du in seiner Situation wärst? Oder schreibts du nur in der dritten Person …denn das Urteil darüber ob ein Mensch unter einer situation leidet oder nicht kann sich ausser den ausgesprochenen Profis und dem betroffenen selber niemand erlauben !

Und wenn ein Mensch zwar in einer für UNS unangenehmen situation steckt , darunter aber nicht SO sehr leidet, dass er ernsthaft etwas daran ändern will, solange kann man ihm auhc nicht helfen

und nichts ist unterwünschter als unerbetene Hilfe

Er ist zum Bsp. PC-Spiele süchtig…

leidet er darunter ? will er da raus ? dann soll er in eine Suchtberatungsstelle gehen

und hat - ob
selbsverschuldet oder nicht - Probleme im Berufsleben.

leidet er darunter ? sehr ? dann sollte er zu einer Beratungsstelle gehen - solange der leidensdruck nicht groß genug ist, dass ER etwas ändern will, kannst du ihm auch nicht helfen

Gruß h.

P.S: lass bitte die Doppelpunkte am Zeilenanfang der Texte drin, auf die du dich beziehst - sonst wirds unübersichtlich !

4 „Gefällt mir“

Du argumentierst - finde ich sehr linear - aber liegt es daran, dass Du Leid für etwas Gutes hältst (das redet der Betreffende sich auch gerne ein)- oder dass Du selbst leidest, und das rationalisieren willst?

Nur so mal gedacht

-)

MultiVista

Zunächst einmal ist Leid weder gut noch schlecht sondern eine Grundtatsache des Lebens. Wenn man nicht gerade Polly Pocket ist und im Carebearland lebt wird man irgendwann auch einmal Leid erfahren, so ist das. Genau wie Glück ist Leid eine sehr individuelle Sache. Was der eine als Supergau empfinden mag kann für den nächsten ein nicht weiter erwähnenswertes alltägliches Ärgernis sein.
Wenn Dein Freund Dich nervt, warum bist Du dann nicht so ehrlich zu ihm, ihm zu sagen, dass da Du unter diesen Umständen zu einer weiteren Freundschaft mit ihm nicht mehr bereit bist? Mich persönlich würde es sehr verärgern, wenn ich das Gefühl, von Freunden gegen meinen Willen auf die Couch gelegt zu werden. Du wärst ja sicher nicht mit ihm befreundet, wenn er nur und immerzu ein nerivges Muttersöhnchen wäre. Konzentriere Dich doch einfach auf seine anderen Aspekte!
Zum schönen Ende noch zwei Zitate vom von Dir bereits erwähnten Freud:
„Wenn wir die Gründe für das Verhalten der anderen verstehen könnten, würde plötzlich alles einen Sinn ergeben…“
Und wesentlich wichtiger:
„Manchmal ist eine Zigarre auch einfach nur eine Zigarre…“

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Wenn jemand mit 30 seine eigene Familie als eigenen Halt, sprich Partner und Kind, sieht, dann finde ich das normal und richtig.

Wenn man aber in dem Alter noch an seiner Mutter hängt, finde ich das krank.

Welches Problem der Mann hat, weiss ich nicht, vielleicht ist er einfach nur Italiener.

Hallo

Du argumentierst - finde ich sehr linear - aber liegt es
daran, dass Du Leid für etwas Gutes hältst

Wie kommst du auf die Idee ?!? Habe ich mich wirklich SO unklar ausgedrückt ?

Nein ich halte Leid eben nicht für etwas Gutes !

Aber einerseits halte ich „songenannte Freunde, die es nur gut mit einem meinen“, für noch schlimmer und andererseits denke ich, dass jeder Mensch für sich selber entscheiden muss, wie weit er eine Situation mitmachen oder ertragen will, bevor er anfängt darunter zu leiden.

Fängt er an darunter zu leiden, wird er auch eher bereit sein Hilfe anzunehmen, wenn er es nicht alleine schafft - das kann bei dem einen schon ganz, ganz früh sein und beim anderen auch mal zu spät.

Trotzdem sollten wir jedem Menschen das Recht lassen, selber darüber zu bestimmten, wann er mit einer Situation nicht mehr zurecht kommt und etwas daran ändern WILL.

Es gibt durchaus Menschen die gerne den Leidenden spielen (lamentier-jammer-lamentier-bla-blubb…) um von anderen Menschen beachtet und umsorgt zu werden - die werden aber meist den Teufel tun, sich aus der Situation selber heraushelfen zu lassen, weil sie ihnen eben die Aufmerksamkeit und das Mitgefühl der anderen sichert - das merkt man aber recht bald ;o)

Ich glaube, dass erst wenn ein Mensch anfängt unter seiner Situation wirklich zu leiden, er auch bereit ist, etwas daran zu ändern. Und bevor er daran nichts ändern will, ist jede angebotene und noch so gut gemeinte Hilfe für den Orkus … (passender Spruch dazu „das Gegenteil von gut - ist gut gemeint“ )

oder dass Du selbst leidest, und das rationalisieren willst?

??? nö mir gehts prima :o)))

Nur so mal gedacht

falsch gedacht ;o)

Gruß H.

1 „Gefällt mir“

Wenn jemand mit 30 seine eigene Familie als eigenen Halt…

Klar. Aber nicht - so lautet der Betreff - sein EIZIGER Halt ist… mit 30 und 40…

MultiVista

P.S.
Weshalb ich mich um ihn weiter kümmere?
Freundschaft!
Bin ein sozialer Mensch ausserdem…

ich glaub, erhat keine freunde denn wenn ich so alt wäre würde ich zu meiner besten freundin gehen

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

ich glaub, erhat keine freunde denn wenn ich so alt wäre würde ich zu meiner besten freundin gehen

DAS ist ja gar nicht mal das Problem, denn dieser Mensch hat ja eine. Aber DENNOCH sagt er, dass seine Familie sein einziger Halt wäre. Und angesprochen auf Fragen, wie denn seine Freundin zum Bsp. genau darüber denkt, denen muss er wohl notgedrungen ausweichen.
Die Frage ist - denke ich - vielmehr:
Wie kann jemand, der so auf Mutter und Schwster fixiert ist, seinem anderen großen Wunsch Wirklichkeit werden lassen, der da heisst: Ich will eigene Frau und eigene Kinder… aber in Beziehungen mit Frauen dann - wie er selbst sagt - Probleme hat?
Das scheint ein unauflösliches Problem zu sein.
Meint Ihr ei professioneller Berater/Psychotherapeut kann da was machen?