Meine Freundin ist stark depressiv. Brauche Hilfe!

Hallo…
Meine Freundin ist stark depressiv, worunter unsere Beziehung leider teilweise stark leidet.
Ich habe auch schon versucht, sie zu überreden, zu einem Facharzt zu gehen.
Ihre Eltern wissen nichts von ihrer Krankheit und sind auch sehr schlecht auf das Thema Therapie zu sprechen.
Da sie über ihre Eltern versichert ist, hat sie Angst, das sie dadurch von einer Therapie erfahren.
Stimmt das?
Und wie kann ich sie davon überzeugen eine Fachärztliche Behandlung wahrzunehmen?

Hilfe wäre echt toll.
Danke schonmal im Voraus…

hi w.

  • wer hat das so diagnostiziert?
  • wie alt ist deine freundin?
  • was genau wurde diagnostiziert?
  • haben die eltern nichts bemerkt?
    all diese informationen bräuchte man, um dir einen guten rat geben zu können.
    aber jetzt trotzdem einen rat:

„stark depressiv“
was sagt der hausarzt dazu? den sollte deine freundin einweihen, der hat schweigepflicht – egal ob bei schnupfen oder depressionen.

sollte deine freundin eine therapie wollen, hilft er ihr eine zu bekommen. /evt.“überzeugt“ er die eltern auch/

der arzt kann auch beurteilen, ob es sich um eine depressive phase oder eine depression handelt, bei der die eltern hinhören müssen.

also rate deiner freundin, einen “schnupfen“ zu bekommen und sich ihrem hausarzt anzuvertrauen.

lg und alles gute
iq13

Hallo Wolfskult,

wenn Deine Freundin nicht zu einem Facharzt gehen mag, kommt als „niedrigschwelliges“ Angebot der Psychosoziale Dienst oder eine geeignete Beratungsstelle in Frage. Auch wenn dort keine Psychotherapie durchgeführt werden kann, findet man dort in der Regel ausgebildete PsychotherapeutInnen, die in der Lage sind, eine behandlungsbedürftige depressive Episode zu erkennen (wenn bei Deiner Freundin denn tatsächlich eine solche vorliegen sollte). Einen ersten Beratungstermin bekommt man bei Stellen dieser Art meist einigermaßen rasch.

Beste Grüße
Prokrustes

  • und wie ist das mit dem krankenschein ?

hg.iq13

Was für ein Krankenschein?

Wenn du das Ding meinst, was man früher beim Arzt vorlegen musste: Das gibt es seit Einführung der Versichertenkarte nicht mehr.

Für minderjährige gesetzlich Versicherte (wir wissen übrigens nicht, ob die Person, um die es geht, überhaupt minderjährig ist!) ist es daher ein Leichtes, einen Arzt aufzusuchen, ohne dass die Eltern davon etwas mitbekommen müssen. Gleiches gilt für einen Psychotherapeuten, zu dem ja nicht einmal eine Überweisung erforderlich ist.

Beratungsstellen rechnen nicht mit der Krankenversicherung ab. Wenn die zu einem freien Träger gehören, dann freuen die sich über eine Spende. Die ist aber keine Bedingung dafür, die Leistungen in Anspruch nehmen zu können.

Gruß
Prokrustes

Hallo, sie hat ja wohl eine eigene Kassenkarte, oder?
Damit geht Sie zum Arzt ihres Vertrauens (HAusarzt oder bereits Psychiater) und liefert die ab. Der rechnet mit der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) ab, und die gesammelt mit den Krankenkassen. dh nicht einmal die Krankenkasse erfährt bei welchem Arzt sie war, ausser sie gibt einen gelben Schein (die Kassenhälfte der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung/Krankmeldung) dort ab.
Doch wenn das ganze beim Hausarzt war, dann muss man schon die Nummern auf dem gelben Schein auseinanderdröseln und evtl schreibt der bei „Sowas“ ja auch irgendetwas harmloses oder mehrdeutiges (also etwas was sich körperlich anhört aber psychisch auch sein kann, zB. kommt Depri auch bei Schilddrüsenunterfunktion vor) rein.
Gruß B