Meine Gedanken zur Hamburger Wahl

Hi Ihr,

wie Ihr vielleicht wisst, wird in Hamburg bald gewählt - ich bin diesmal echt gespannt, ob die SPD/Gruenen es schaffen weiterhin die Mehrheit im Rathaus zu stellen. Meiner Meinung nach verdienen es weder die SPD, noch die Gruenen Hamburg weiter zu regieren! Natuerlich habe ich auch einige Argumente!

Beispiel Drogenpolitik:

Ein Crackraucher (davon hat Hamburg die meisten in Europa) braucht ca. 30 Pfeifen pro Tag. Eine Pfeife kostet 10DM - macht mindestens 300DM/Tag, bzw. 9000DM (!) im Monat! Die weiblichen Crackjunkies gehen alle, ausnahmslos alle, anschaffen. Die männlichen Junkies müssen anderweitig an das Geld kommen, wie, könnt Ihr Euch sicherlich vorstellen! St. Georg (beim Haubtbahnhof) ist der größte Drogenumschlagsplatz in Europa (nicht von der Fläche, sondern von der Anzahl Dealer/Junkies). Was hat die Regierung bisher getan? Eine weitere Station fuer Süchtige, damit Sie Ihre Drogen in Ruhe konsumieren können. Um die Szene zu dezentralisieren, wurde diese Staion ca. 10KM vom HBF. entfernt aufgebaut. Problem: Die Station ist nicht ausgelastet, weil die Junkies es nicht schaffen (Pysisch zu schwach) zu dieser Station zu fahren…
Ich habe das Gefühl, die Verantwortlichen doktorn nur an den Auswirkungen, nicht aber an den Ursachen herum. Das Problem Crack war schon vor Jahren absehbar, nichts wurde unternommen. Täter, wie der Junkie, der Einbrueche macht, um an Geld zu kommen, sind wichtiger als die Opfer (ich weiss, klingt abgedroschen, ist aber leider so). Warum wird nicht endlich gehandelt?? Wie wäre es damit: Wer dealt und zweimal erwischt wird, kommt in den Knast. Junkies kommen in geschlossene Anstalten, bekommen einen Entzug (körperlich) unter Narkose, danach werden Sie psychologisch 1 bis 2 Jahre betreut. Wer sich weigert, wird dazu gezwungen! Schliesslich kommen Sie nur illegal an das Geld fuer Ihre Drogen! Das Geld fuer eine solche Therapie ist vorhanden, allein diese ueberfuessige Station kostet inkl. Anschaffungskosten mehrere Millionen! Warum nur musste es soweit kommen??

Was meint Ihr?

Gruss

Peter

Was meint Ihr?

Widerspricht Grundgesetz und Menschenrechten - mehr möchte ich dazu lieber nicht sagen. Wollen ja anständig bleiben.

Was meint Ihr?

Widerspricht Grundgesetz und Menschenrechten - mehr möchte ich
dazu lieber nicht sagen. Wollen ja anständig bleiben.

Hallo.

Andererseits ist es bei „aufgefundenen hilflosen Personen“ (platt gesagt Besoffenen) durchaus möglich und üblich, diese richterlich in therapeutische Einrichtungen einweisen zu lassen. Über die Qualität der dann durchgeführten „Therapie“ läßt sich dann natürlich noch streiten …

aber eine solche Möglichkeit besteht im Rahmen der geltenden Gesetzgebung auch bei Junkies,

meint kw

Zwangstherapie …
Hallo.

gehandelt?? Wie wäre es damit: Wer dealt und zweimal erwischt
wird, kommt in den Knast. Junkies kommen in geschlossene

„… kommt in den Knast …“ ist zwar grundsätzlich richtig, so aber für meinen Geschmack zu platt. Für so etwas haben wir Gerichte (die mir allerdings auch oft unverständlich urteilen), und wenn wir ein Rechtsstaat bleiben wollen, gehört sich das auch so.

Anstalten, bekommen einen Entzug (körperlich) unter Narkose,
danach werden Sie psychologisch 1 bis 2 Jahre betreut. Wer
sich weigert, wird dazu gezwungen!

Abgesehen vom Recht auf körperliche Unversehrtheit, das hier massiv verletzt würde : eine Therapie muß bei Süchtigen auf zwei Grundvoraussetzungen aufbauen. Zum einen muß der Leidensdruck durch die Sucht stärker sein als die mit der Sucht verbundenen Lusterlebnisse, zum anderen muß Krankheitseinsicht vorhanden sein. Solange diese beiden Voraussetzungen nicht erfüllt sind, werden alle Therapieversuche ins Leere laufen. Der richtige Weg ist daher, m.E., die Arbeit vor Ort und das Gespräch. Was dann allerdings nicht passieren darf, ist, daß der Therapiewillige (oft monatelang) auf einen Platz warten muß. Entgiftung allein ist nicht der richtige Weg! Auch mit psychologischer Betreuung ist es nicht getan, denn zum Grundmuster einer Suchtkrankheit gehört immer das Leugnen, Verschleiern und Vertuschen. Da unterscheidet sich der Junkie nicht vom Alkoholiker, Tabletten - oder was auch immer - Süchtigen. Und jedem Süchtigen, der aus der „Zwangstherapie“ kommt, einen Psychologen 24 Stunden am Tag auf die Fersen zu setzen, ist unrealistisch,

meint kw

Zwangstherapie ?..Freigabe ?
Hallo Peter,

eine Zwangstherapie ist aus den Gründen, die kw bereits sehr richtig formuliert hat, absolut wertlos. Sie würde lediglich imense Kosten erzeugen…for nothing.

Wegsperren macht auch keinen Sinn, denn bekanntlich ist die Droge in den Fällen, in denen der Süchtige keine Therapie anstrebt, stärker als alles andere. Und auch hier wieder nur unnötige Kosten.

Ich weiß leider gerade nicht, was so ein Tag im Knast kostet, aber es sind irrsinnige Gelder…und ehrlich gesagt bin ich nicht bereit, durch meine Steuergelder dazu beizutragen, dass ein Süchtiger weggesperrt wird, weil es zu nichts führen wird…klingt abgedroschen, ist aber so.

Ebenso sehe ich es im Bezug auf therapeutische Maßnahmen, die auch wahnsinnige Gelder verschlingen. Wenn ein Junkie sich seiner Situation bewußt ist und wirklich den Versuch starten will, aus dem Sumpf der Abhängigkeit herauszukommen, so soll er diese Möglichkeit selbstverständlich haben. Aber nicht, wenn ein Junk meint, die Therapie einem Knastaufenthalt vorzuziehen, nur weil es dort angenehmer für ihn ist.

Was bleibt also übrig ?
Drogen und ihre Konsumenten wird es immer geben.
Und solange sich in der Drogenpolitik nichts ändert, wird es auch die Dealer und die Beschaffungskriminalität geben.

Mein Fazit : Freigabe !

Freigabe unter kontrollierten Bedingungen an Schwerstabhängige.

Was spricht dagegen ?

Für mich spricht alles dafür und ich begreife nicht, mit welch fadenscheinigen Argumentem immer wieder gegen eine Freigabe gehalten wird.

Durch die Freigabe würde viel Elend erspart bleiben, sowohl dem Junk als auch dem „Normal-Bürger“.
Weniger Beschaffung/Prostitution.
Weniger Krankheiten und Todesfälle, da kein gestreckter Stoff.
Weniger überfüllte Knäste.
„Saubere“ Städte.

Was sagt ihr zur Freigabe ?

Gespannte Grüße,
Vanessa

Was sagt ihr zur Freigabe ?

Ich denke, es kommt auf die Droge an. Man kann Hasch wohl kaum genauso behandeln wie Heroin. Eine Freigabe von Hasch (auch unter wenig kontrollierten Bedingungen, meinetwegen wie Schnaps) finde ich nicht verkehrt.

Heroin (z.B.) sollte nicht freigegeben werden. Auch bei „kontrollierter Abgabe“ wird man es wohl kaum so zu kontrollieren können, dass nicht nachher „staatliches“ Heroin an Kinder und Jugendliche weiterverkauft wird.