Meine guete.radikal oder sekte

MOD: Stop!
Hallo Raimund, Schorsch, Semjon!

Jetzt ist aber genug.
Das ist nicht das Politikbrett!

Gruss Hareld

Hier wird versucht, die Welt wieder zu ewrpressen! Das ist
alles.

LOL, ist schon amüsant, wie manchen aus ihren antisemitischen Klischees nicht mehr ausbrechen können und die hier bei jeder unpassenden Gelegenheit an den Mann bringen müssen.

Könnte diese Propagandaschlacht bitte im Auslandspolitik-Forum fortgeführt werden? Danke.

Nur eines und dann Schluss: Schwachsinn! o.w.T.
.

Hi,

Nee, idea ist schon eine sehr eigene Geschichte und keineswegs „landeskirchenkonform“. Extrem konservativ, die haben z.B. mal gegen Angela Merkel geschossen, weil sie nicht verheiratet war + auch nichts gegen Schwule gesagt hat. Pro-Israel sind sie, aber aus einer Ablehnung des Islams heraus - ähnlich wie der NAI http://www.nai-israel.com/)habenhaben) die einen Islam vor Augen, der langsam und gewaltätig unsere Grundfesten der Gesellschaft unterwandert. Weil Israel halt (aus komplett anderen Gründen) in den letzten Jahrzehnten mehrere Kriege gegen islamische Staaten geführt hat (und die Juden ja irgendwie zur Familie gehören) sind diese Protestanten wahrscheinlich proisraelischer als der durchschnittliche Israeli selbst. Natürlich ist man auch radikal contra Abtreibung - die ganze Palette konservativer Einstellungen.

In den Volkskirchen gibt es eben (wie der Name sagt) ein sehr breites Spektrum an Meinungen und den gleichen Pluralismus, den es auch in der Gesellschaft gibt. Von der lesbischen Pfarrerin in der Stadt über den Nicaragua-Freiwilligen und Befreiungstheologen bis eben hin zu radikalen Abtreibungsgegnern findest du in den evangelischen Kirchen alles - dass sich das auch beisst, ist klar:smile:.

Grüßli,
Barbara

hi Barbara,

in der tat. so sehe ich das auch .
ich war nur verbluefft, dass diese seite gerade protestantisch ist…
auf alle faelle fand ich deinen beitrag am interessantesten.

grusz

PixelKoenig

Hallo Elimelech,

Könnte diese Propagandaschlacht bitte im
Auslandspolitik-Forum fortgeführt werden? Danke.

Schon richtig, der Thread war ja ursprünglich auch
nicht politischer, als Religion heute eben politisch
ist.

Meine Frage an den gläubigen Juden. Gibt es eine
Möglichkeit, die „Institution“ des Judentums von
innen heraus zu kritisieren, wenn statt der
Menschlichkeit diese einmal die „Staatspolitik“
in den Vordergrund stellt? Wird diese Möglichkeit,
so es sie gäbe, genutzt? Hat das einen Effekt?
Wenn nicht, wie geht der gläubige Jude damit
(mit seiner Wirkungslosigkeit) um?

Kurz gesagt: fühlt man sich als gläubiger
und menschlich veranlagter Jude von den
Zielen und Methoden des Zionismus beein-
trächtigt oder „vergewaltigt“?

Falls das so wäre, dürfte man das öffentlich
zugeben?

Grüße

CMБ

Pro-Israel sind sie,
aber aus einer Ablehnung des Islams heraus

nicht nur das.

im religiösen weltbild der sgn. evangelikalen, wo auch schneider und sein NAI dazugehören, spielt israel bzw. die juden eine herausragende rolle im in der zukunft erwarteten endzeitszenario. der messias=jesus würde (wieder)kommen, der dritte tempel gebaut und gleichzeitig würden alle juden christen werden, da sie erkennen würden, daß der erwartete messias jesus wäre. usw.

diese „liebe zu israel“ ist also keineswegs politische sympathie oder gar humanitäre solidarität mit terroropfern, sondern israel ist für diese gruppen nur katalysator in diesem apokalyptischen spiel, an dessen ende nichts geringeres als die auslöschung des judentums steht.

gruß
datafox

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Gibt es eine
Möglichkeit, die „Institution“ des Judentums von
innen heraus zu kritisieren

es gibt keine institution wie eine „jüdische kirche“.

Kurz gesagt: fühlt man sich als gläubiger
und menschlich veranlagter Jude von den
Zielen und Methoden des Zionismus beein-
trächtigt oder „vergewaltigt“?

im gegenteil. der zionistische jude fühlts sich durch die religion vergewaltigt…!

zionismus hat mit religion absolut nichts zu tun. extremreligiöse gruppen wie neturei karta lehnen israel als staat sogar ab. manche meinen, daß der säkuläre staat israel „der untergang des judentums“ wäre usw usf.

du kommst nicht weit, wenn du ständig kirchliche strukturen auf das judentum überträgst. es gelten prinzipien ähnlich denen im islam, wo es ebenfalls keine institutionen gibt, sondern jeder moslem für sich selbst steht, selbst gruppen gründet, auch politische, usw.

gruß
datafox

noch dazu in derart plumper wortwahl.

datafox

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

ja, du hast absolut recht. Danke für die Ergänzung. Dazu hatte ich auch mal einen hagalil-Link, find ich aber gerade nicht.

beste Grüße,

barbara

Dazu hatte
ich auch mal einen hagalil-Link, find ich aber gerade nicht.

google fand ihn :smile:

http://www.hagalil.com/israel/fundamentalismus/nai-2…

grüße
datafox

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Hallo Semjon.

Meine Frage an den gläubigen Juden. Gibt es eine
Möglichkeit, die „Institution“ des Judentums von
innen heraus zu kritisieren, wenn statt der
Menschlichkeit diese einmal die „Staatspolitik“
in den Vordergrund stellt?

Welche „Institutionen“ sollte ich von ihnen heraus kritisieren wollen? Es gibt unter frommen Juden keine solchen Institutionen. Es gibt Autoritäten und diese sind sehr wohl kritisierbar. Das Judentum lebt von Kritik.

Wenn nicht, wie geht der gläubige Jude damit
(mit seiner Wirkungslosigkeit) um?

Welcher Wirkungslosigkeit? Nach meine Auffassung gibt es kein wirkungsloses menschliches Handeln.

Kurz gesagt: fühlt man sich als gläubiger
und menschlich veranlagter Jude von den
Zielen und Methoden des Zionismus beein-
trächtigt oder „vergewaltigt“?

Was hat jetzt der Zionismus mit deinen Fragen zu tun? Soll das eine Institution sein, welche zu kritisieren wäre und ich bin ein Teil davon? Nu, davon ist mir nichts bekannt.

Falls das so wäre, dürfte man das öffentlich
zugeben?

Ich kritisiere den Zionismus und dieses auch öffentlich. Sag’ einmal, was für sonderbare Vorstellungen hast Du von uns Juden?

Scholem,
Eli

Es leben durch die Israelis ¾ der Palästinenser unter der
Armutsgrenze. Warum sollte ich dann die Palästinenser verurteilen
wenn sie sich wehren.

Ich liebe diese Kausalkette im Nahostkonflikt. Erst fange ich mit Terror an, dieser wird in Folge verständlicherweise bekämpft und danach geht es mir aufgrund der Bekämpfung wirtschaftlich schlechter. Nun, lasse den Anfang weg und schon sind die Israelis die Bösen.

Und jetzt noch die Antwort auf die Frage, was das mit dem Thema hier zu tun hat?

Hallo datafox,

im religiösen weltbild der sgn. evangelikalen, wo auch
schneider und sein NAI dazugehören, spielt israel bzw. die
juden eine herausragende rolle im in der zukunft erwarteten
endzeitszenario. der messias=jesus würde (wieder)kommen, der
dritte tempel gebaut und gleichzeitig würden alle juden
christen werden, da sie erkennen würden, daß der erwartete
messias jesus wäre. usw.

so weit, so gut, kann man doch gar nichts dagegen sagen, oder?

diese „liebe zu israel“ ist also keineswegs politische
sympathie oder gar humanitäre solidarität mit terroropfern,
sondern israel ist für diese gruppen nur katalysator in diesem
apokalyptischen spiel, an dessen ende nichts geringeres als
die auslöschung des judentums steht.

Das ist aber ein falscher Blickwinkel.

Israel ist kein „Katalysator“ sondern das „auserwählte Volk“ und, wie es so schön heißt, „Gottes Augapfel“.
Ein Christ wird also schon deshalb Israel lieben, weil Gott selbst Israel liebt.

An eine Auslöschung des Judentums ist in keiner Weise gedacht (auch nicht von Ludwig Schneider).

Gruss Harald

An eine Auslöschung des Judentums ist in keiner Weise gedacht
(auch nicht von Ludwig Schneider).

wenn alle juden christen werden sollen, was ist es dann?

gruß
datafox

An eine Auslöschung des Judentums ist in keiner Weise gedacht
(auch nicht von Ludwig Schneider).

wenn alle juden christen werden sollen, was ist es dann?

eine Wortspielerei :wink:

Wenn der Messias kommt, werden die Juden an ihn glauben.
Was sind sie dann? Messianer? und wie heißt das auf griechisch?

Aber eigentlich ist es egal, wie man die Leute nennt, solange sie an den selben Gott glauben und friedlich miteinander umgehen.

Gruss Harald

Hallo datafox,

Gibt es eine Möglichkeit, die „Institution“
des Judentums von innen heraus zu kritisieren

es gibt keine institution wie eine „jüdische kirche“.

Ich meinte eher eine beliebige „Organisationsform“,
hierarchischer Art, von mir aus auch eine „Gemeinde“.

Kurz gesagt: fühlt man sich als gläubiger
und menschlich veranlagter Jude von den
Zielen und Methoden des Zionismus beein-
trächtigt oder „vergewaltigt“?

im gegenteil. der zionistische jude fühlt sich durch
die religion vergewaltigt…!

Das kann ja durchaus auf Gegenseitigkeit beruhen.

zionismus hat mit religion absolut nichts zu tun.

Gehe ich recht in der Annahme, dass sich die
meisten erklärten Zionisten trotzdem das Deck-
mäntelchen des „Judentums“ überziehen? Aus
welchen Gründen auch immer?

extremreligiöse gruppen wie neturei karta lehnen israel als
staat sogar ab. manche meinen, daß der säkuläre staat israel
„der untergang des judentums“ wäre usw usf.

Damit haben sie ja auch recht, wennd das stimmen sollte,
was Du weiter oben sagst.

du kommst nicht weit, wenn du ständig kirchliche strukturen
auf das judentum überträgst. es gelten prinzipien ähnlich
denen im islam, wo es ebenfalls keine institutionen gibt,
sondern jeder moslem für sich selbst steht, selbst gruppen
gründet, auch politische, usw.

OK, aber diese Gruppen scheinen auch hierarchisch auf-
gebaut zu sein, sie scheinen auch eine reale Wirkung zu
haben und sind damit (mehr oder weniger) Träger von
Macht und Entscheidung.

Und von daher kam meine ursprüngliche Frage.

Grüße

CMБ

Hallo Elimelech,


Ich kritisiere den Zionismus und dieses auch öffentlich. Sag’
einmal, was für sonderbare Vorstellungen hast Du von uns
Juden?

Sicher liege ich in einigen Konzeptionen etwas daneben,
Aber ich bemühe mich ja zumindest, meine „Vorstellungen“
weiterzuentwickeln :wink:

Grüße

CMБ

Ich meinte eher eine beliebige „Organisationsform“,
hierarchischer Art, von mir aus auch eine „Gemeinde“.

es gibt hunderte „gemeinden“, von denen eine keine macht über die andere hat. (leicht anders ist es in israel, wo man sich entschieden hat, der orthodoxie den vorrang zu geben. ein vergleich mit einer kirche und einem papst (?) ist aber dennoch zu weit gegriffen.)

Das kann ja durchaus auf Gegenseitigkeit beruhen.

tut es auch. wer einige zeit in israel lebt, erkennt sofort den tiefen graben zwischen der säkulären und der religiösen welt. (in wirklichkeit sind es dutzende kleine gräben, da die gesellschaft sehr fragmentiert ist. aber das führt zu weit.)

Gehe ich recht in der Annahme, dass sich die
meisten erklärten Zionisten trotzdem das Deck-
mäntelchen des „Judentums“ überziehen?

was meinst du mit deckmäntelchen? soll „judentum“ hier „jüdische religion“ bedeuten? dann ist die antwort nein.

Damit haben sie ja auch recht, wennd das stimmen sollte,
was Du weiter oben sagst.

die frage ist, ob dieser „untergang“ sowieso nicht schon längst stattgefunden hat. auch das religiöse christentum ist seit ein paar jahrhunderten „untergegangen“. was wir heute haben, sind säkuläre staaten christlicher prägung mit einer ca. 10% starken religiös-observanten minderheit, und *einen* solchen staat mit jüdischer prägung… (sorry für den vergleich, auch wenn er nicht 100% paßt.)

OK, aber diese Gruppen scheinen auch hierarchisch auf-
gebaut zu sein, sie scheinen auch eine reale Wirkung zu
haben und sind damit (mehr oder weniger) Träger von
Macht und Entscheidung.

du meinst parteien? da gibt es allerdings eine menge.

gruß
datafox