Meine Mutter erwacht nach OP nicht mehr aus Narkos

Meine Mutter(83)ist nach einer OP an den Beinen(Verschluß)nicht mehr aus der Narkose erwacht.Bereits am 2.Tag nach der OP hat man alle Ihre Medikamente abgesetzt.Am dritten Tag wurde die künstliche Ernährung eingestellt.Auf mein Drängen wurde die Flüssigkeitszufuhr wieder aufgenommen.Trotz Absetzen der Medikamente hat sich Ihr Zustand nach einer Woche Intensiv stabilisiert.Nach Auskunft des Oberarztes soll Sie eine Endokarthitis haben und eine Herz-OP nötig haben.2 Tage später bestätigte sich jedoch diese Aussage nicht,weil die Herzklappen vollkommen in Ordnung sind.Auch die angedrohte Dialyse bestätigte sich nicht,weil die Entzündungswerte der Niere vollkommen in Ordnung sind.Laut Arzt kann die Endokarthitis durch Antibiotika behandelt werden,was jedoch vom Krankenhaus aufgrund des Alters meiner Mutter(83)abgelehnt wird.
Die Mutter wurde dann auf die Gefäßchirurgie verlegt,wo sich Ihre Werte weiter stabilisierten.Von der Gefäßchirugie wurde meine Mutter nun auf die Palliativstation verlegt.Die Oberärztin setzte jetzt auch die Flüssigkeitszufuhr wieder ab.Sie sprach von einen Schlaganfall mit Schädigung der Milz,Leber und Niere.
Die Entzündungswerte der Niere befinden sich im Normalbereich.Es wird trotzdem keine Flüssigkeit zugeführt wird,immer noch Urin ausgeschieden.Eine Schädigung der Leber ist optisch für mich nicht feststellbar.
Meine Mutter bekommt seit einer Woche 2 ml Morphin für die Schmerzen.Wacht Sie deshalb nicht auf?Meine Mutter nimmt mich und weitere Angehörige war,durch Drücken meiner Hand und
Gestik bzw.Mimik im Gesicht.
Trotzdem wollen die Ärzte keine Nahrung und keine Flüssigkeit mehr zuführen.Begründet
wird dies mit einer neurologischen Schädigung im Gehirn,dennoch kommuniziert meine Mutter mit mir und anderen,durch Ihre linke Hand eindeutig.
Welche Meinung habt Ihr zu diesen schrecklichen Vorgang?Warum wollen alle Ärzte meine Mutter sterben Lassen?

Hallo

Frag doch sowas nicht in einem Forum, hier kann doch niemand helfen.

Frag ein anderes Krankenhaus, oder einen anderen Arzt, oder den medizinischen Dienst deiner Krankenkasse. Vielleicht kann man deine Mutter verlegen lassen, wenn jemand einen Sinn darin sieht.

Hat deine Mutter vielleicht eine Patientenverfügung, in der drinsteht, dass sie nicht künstlich ernährt werden möchte?

Viele Grüße

Hallo,

sicher eine schwer zu akzeptierende Angelegenheit, ich denke trotzdem das kein Arzt in Deutschland „einfach so“ jemanden sterben lässt, zumal das ja nicht nur ein Arzt entscheidet, sondern ein ganzes Team von interdisziplinären Fachärzten so wie sich das für mich anhört, sprich Ober- u. Chefarzt der Intensivmedizin, der Neurochirurgie und sicher auch der Inneren Medizin. Wenn Angehörige betroffen sind möchte man manchmal die Wahrheit nicht so wahrnehmen wie es denn tatsählich ist, man klammert sich an Details…wie beispielsweise der Reaktion mit der Hand, welche absolut keinen Aufschluß über die med. Schädigung des Körpers gibt.

Der häufig beschriebene Teufelskreis zieht da seine Bahnen, das bedarf einer sehr ausführlichen Erklärung, bitte doch dafür nochmal die behandelnden Ärzte um etwas Zeit für dich, diese MÜSSEN dich adäquat und so, dass du es verstehst, aufklären. Das ist dessen Pflicht, auch wenn Ärzte das öfter mal vergessen aufgrund von Zeitdruck etc.

Um nochmal ganz kurz auf den Teufelskreis zurückzukommen, du sprachst von einer Endocarditis, das ist eine Entzündung der Herzklappen, eine ernsthafte Erkrankung. Ich denke du bist der Meinung, wenn man nun hochdosierte Antibiose verabreicht erledigt sich das Problem. Dem ist leider nicht so, bzw. lässt es sich nicht so vereinfacht sagen. Die hochdosierte Antibiose wird dem sehr geschwächten und kranken Organismus deiner Mutter wieder auf andere Art und Weise negativ zusetzten ( Niere, Darm …etc. )…somit entsteht ein Teufelskreis.

Ebenso sieht es mit der künstlichen Ernährung aus, dafür muss man erst mal Grundlagen schaffen, sprich man muss eine PEG legen oder einen Port, das erfordert wieder eine Operation was in dieser Phase warscheinlich gar nicht mehr machbar wäre und enorme Belastung darstellen würde…ich hoffe du kannst verstehen was ich ausdrücken will.

Eine zweite Meinung steht dir natürlich immer zu, wende ich an andere Ärzte und schilder deine Problematik wenn es dir persönlich hilft. Alles Gute

Marc

Hallo,
dein Schreibstil zeigt mir, dass du wohl alles nicht so verstanden hast oder es dir nicht verständlich erklärt wurde: man spricht z.B. nicht von Entzündungsparameter der Niere sondern von Rententionsparameter, nur weil Urin kommt heißt das nicht, dass auch die Niere funktioniert. Schlaganfall: gab es eine eine Bildgebung vom Kopf, Schädel CT oder MRT? Wie erkennst du optisch eine Schädigung der Leber? Morphin: würde ich vielleicht wirklich mal absetzen (Scmerzen???)… Hast du mit deiner Mutter mal über eine solche Situation im Vorfeld gesprochen (Patientenverfügng)? Mein Rat an DICH: setz dich bitte mit alen wesentl. Beteiligten zusammen, und lass DIR die Situation erklären, bis DU sie auch verstehst. Scheue dich auch nicht zum Professor bzw. klnikdirektor zu gehen.

Gruß, mic

Hallo,

die ganze Geschichte ließt sich etwas verzweifelt, verstört und darum vlt. auch etwas ungereimt und wirr…

Meine Mutter(83)ist nach einer OP an den
Beinen(Verschluß)nicht mehr aus der Narkose erwacht.

Sie ist zunächst einmal nicht verstorben. Das assoziieren nämlich die meisten mit einer solchen Aussage!
Mit anderen Worten: man hat die Narkose (aus welchem Grund?) nicht ausgeleitet…?
Oder man hat ausgeleitet und sie ist nicht zu Bewusstsein gekommen?

Bereits am
2.Tag nach der OP hat man alle Ihre Medikamente abgesetzt.Am
dritten Tag wurde die künstliche Ernährung eingestellt.Auf
mein Drängen wurde die Flüssigkeitszufuhr wieder
aufgenommen.Trotz Absetzen der Medikamente hat sich Ihr
Zustand nach einer Woche Intensiv stabilisiert.

Sie ist jetzt noch immer intubiert auf der IS? Warum hat man die Medikamente abgesetzt, warum die Ernährung eingestellt?

Nach Auskunft des Oberarztes soll Sie eine Endokarthitis haben und
eine Herz-OP nötig haben.
2 Tage später bestätigte sich jedoch diese
Aussage nicht,weil die Herzklappen vollkommen in Ordnung
sind.

Eine Endokarditis hat erst einmal primär nichts mit einer Klappeninsuffizienz zu tun (OP???), sondern kann antibiotisch behandelt werden. Außerdem stellt man in der Situation - so sie denn wirklich so ist und ich sie nicht absolut fehlinterpretiere - keine Indikation zur Herz-OP

Auch die angedrohte Dialyse bestätigte sich nicht,weil
die Entzündungswerte der Niere vollkommen in Ordnung sind.

Mit einer Dialyse droht man nicht…
Woher kommt jetzt auf einmal die Indikation?
Hatte sie doch ein Multiorganversagen, u. a. der Nieren?

Laut Arzt kann die Endokarthitis durch Antibiotika behandelt
werden,was jedoch vom Krankenhaus aufgrund des Alters meiner
Mutter(83)abgelehnt wird.

Das ist bis jetzt der Höhepunkt der Unverständlichkeiten!
Wer ist das, „vom Krankenhaus“…?
Niemand kann eine Antibiose - mit der Höhe des Alters begründet - ablehnen! „Das“ Krankenhaus erst recht nicht…
Ich vermute, du hast hier etwas richtig missverstanden?

Die Mutter wurde dann auf die Gefäßchirurgie verlegt,wo sich
Ihre Werte weiter stabilisierten.

In dem AllgemeinZustand von der Intensiv auf eine allg. Station?

Von der Gefäßchirugie wurde
meine Mutter nun auf die Palliativstation verlegt.Die
Oberärztin setzte jetzt auch die Flüssigkeitszufuhr wieder
ab.Sie sprach von einen Schlaganfall mit Schädigung der
Milz,Leber und Niere.

Also doch MODS Multiorganversagen)?

Die Entzündungswerte der Niere befinden sich im
Normalbereich.

D.h., die Nieren sind nicht entzündet, oder die Nierenwerte sind im Normbereich…oder beides?

Es wird trotzdem keine Flüssigkeit zugeführt
wird,immer noch Urin ausgeschieden.

Meinst du jetzt orale Flüssigkeitszufuhr, oder Infusion?

Eine Schädigung der Leber
ist optisch für mich nicht feststellbar.

Wie würdest du denn eine solche diagnostizieren?

Meine Mutter bekommt seit einer Woche 2 ml Morphin für die
Schmerzen.Wacht Sie deshalb nicht auf?

2 ml…wie oft, in welcher Dosierung? Opioide können in der Tat - entsprechend dosiert - dafür sorgen, dass es zur ateminsuffizienz kommt…wird aber nicht zur Sedierung sondern zur Analgesie verwendet. Sie wird also wahrscheinlich noch sediert.

Meine Mutter nimmt mich
und weitere Angehörige war,durch Drücken meiner Hand und
Gestik bzw.Mimik im Gesicht.
Trotzdem wollen die Ärzte keine Nahrung und keine Flüssigkeit
mehr zuführen.Begründet
wird dies mit einer neurologischen Schädigung im
Gehirn,dennoch kommuniziert meine Mutter mit mir und
anderen,durch Ihre linke Hand eindeutig.

Das ist der Grund den Arzt beim nächsten Mal am Kittel festzuhalten, ihm die Kommunikation mit der Mutter genau so zu schildern und ihn um eine unmissverständliche Diagnose und Prognose zu bitten! Und ihn vlt. explizit darum bitten, dass er es für dich vertsändlich schildert.

Hier können die Ratschläge, bedingt durch unzureichende oder gar falsche Informationen, nur ins Kraut schießen.

Welche Meinung habt Ihr zu diesen schrecklichen Vorgang?Warum
wollen alle Ärzte meine Mutter sterben Lassen?

Ich weiß nicht, ob dir Meinungen wirklich weiterhelfen. Nicht dass du aus ihnen unberechtigte Hoffnungen zu schöpfen versuchst… Außerdem gibt es keine vergleichbarren Erfahrungen anderer (ich warne nur vor solchen Dingen wie: aber bei meiner Mutter…bla,bla,bla), weil wir viel zu wenig über den Individualfall wissen.
Zu dem „warum“, können dir nur die behandelnden Ärzte Auskunft geben.
Eins ist jedoch sicher: die Ärzte wollen deine Mutter mit Sichrheit nicht sterben lassen. So wie es sich liest, hat deine Mutter ein Gerinsel im Hirn. Wir kennen ihre sonstige Anamnese überhaupt nicht. Es wird bestimmt alles in der Macht der Ärzte stehende getan…auch wenn das für einen außenstehenden Angehörigen oft nicht zu erkennen ist.
Wenn deine Mutter keine Patientenverfügung hat, wird i. d. R. weiterhin „ernährt“ und medikamentös behandelt. Wenn die Schädigung darüber hinaus - diagnostisch gesichert - irreversiebel, ist (Hirntot), wird man die Angehörigen entsprechend aufklären. Das scheint bei deiner Mutter aber nicht der Fall zu sein.

Gruß
rolli