ein Finanzberater hat mir (20 Jahre, Student, 400Euro Einkommen) folgenden Vorschlag zur BU-Versicherung und Basisvorsorge vorgelegt.
Basisrente klassik mit BU-Versicherung bei der Allianz
Beiträge wären etwa 100Euro/Monat, davon die eine Hälfte für die BU und die andere für die RV.
Darin das übliche: 10% Dynamik pro Jahr, zwei Jahre hintereinander ablehnbar, 3% Inflationsausgleich (durch den sich allein der Beitrag nach 47 Jahren vervierfacht hat), steuerlich absetzbar später
Versicherungsschutz sind so erstmal 1000,- monatlich im Fall der BU, Rentenanfang ab frühestens 60
Optionssschein+Zusätze auf eine private Krankenversicherung
Kostet etwa 18,- monatl. (Will ich überhaupt in eine PKV?)
Rentenversicherung mit Beitragsbefreiung bei BU (Alte Leipziger)
Beiträge 120,- monatl. (???)
Soviel zu dem mir vorgelegten Konzept. Die Beiträge liegen insgesamt bei 250,- Euro, was mich nicht stört da ich die 400,- aus dem Nebenjob nicht brauche (->Tagesgeldkonto im Moment) und ich auch die nächsten zwei Jahre arbeiten werde, neben dem Studium.
Ich würde mich über einige unabhängige Meinungen und Skizzen von Alternativen freuen.
Meine Mutter rät mir z.B. zu Kapitalaufbau in Form von Immobilien, allerdings ist der Versicherungsberater meiner Eltern im Moment verhindert und so konnte ich noch nicht eine! qualifiziertere Zweimeinung zu dem Konzept hören.
Basisrente klassik mit BU-Versicherung bei der Allianz
Halte ich in Deinem Fall für Unsinn. BU-versicherung ist oK, aber Basisrente ist quatsch.
Darin das übliche: 10% Dynamik pro Jahr
Das ist alles andere als üblich. Überlege mal, was aus Deinem Beitrag in 10 Jahren geworden ist.
steuerlich absetzbar später
Und jetzt ?
Optionssschein+Zusätze auf eine private Krankenversicherung
Kostet etwa 18,- monatl. (Will ich überhaupt in eine PKV?)
Zu teuer, ist auch für 4 € im Monat zu haben.
Rentenversicherung mit Beitragsbefreiung bei BU (Alte
Leipziger) Beiträge 120,- monatl. (???)
Für einen Studenten ? 120 € im Monat ? Alter Schwede !
insgesamt bei 250,- Euro, was mich nicht stört da ich die
400,- aus dem Nebenjob nicht brauche (->Tagesgeldkonto im
Und was ist,wenn Du mit Deinem Studium fertig bist und vielleicht von Deinem Einkommen eine Familie ernährenmußt. Kannst Du Dir dann immer noch die 250 € plus 10 % p.a. leisten ?
Moment) und ich auch die nächsten zwei Jahre arbeiten werde,neben dem Studium.
Die Verträge laufen aber mehrere Jahrzehnte. Kannst Du die Beitragszahlung aufrecht erhalten ?
Ich würde mich über einige unabhängige Meinungen und Skizzen
von Alternativen freuen.
Ich halte das Konzeot für einen Studente, der noch keine Vorstellung von seinem berufsweg und seiner Einkommensentwicklung hat, für völlig übertrieben.
das ganze „konzept“ (ich würde das nicht mal so nennen!) zielt zum größten teil darauf ab, provisionen der feinsten sorte einzukassieren, nicht mehr. daß dabei noch ein bißchen versicherung abfällt… - naja, muß wohl sein, irgendwas muß ja verkäfft werden
koppelung von versicherungen ist in den meisten fällen unsinnig und teuer, dynamik von 10% maßlos überzogen, 250euro monatlich für einen studenten weit über der schmerzgrenze, was eine basisrente für einen studenten soll, weiß ich beim besten willen nicht zu beantworten etc.pp.
also: finger weg, lieber zu ein paar anderen maklern gehen und sich beraten lassen, dann angebote miteinander vergleichen und entscheiden. man muß als kunde nie alles aus „einer hand“ nehmen; diese vertragsbündelungen dienen in den allermeisten fällen nur dem versicherungsverdreher - sorry, -vertreter.
Guten Tag noir,
ausgehend von der Annahme, dass Sie diese Geschichte nicht erfunden haben, meine ich, dass Ihr Finanzberater einer der besten seines Faches ist. Ich halte ihn für dermaßen gut, dass es schon kaum mehr zu beschreiben ist. Wie kommt ein 20-Jähriger an solch einen Ausbund
an Sachverstand, Menschenkenntnis und Zukunftsoptimismus ?
Ein Glücksfall. Zweifelsohne.
Sie können hingehen und alles bedenkenlos unterschreiben.
Das ist die eine Möglichkeit.
Die andere Möglichkeit ist die, dass Sie sich von Stund an um Ihr
Studium kümmern und daran denken, dass Sie ein Reifezeugnis besitzen.
Dadurch haben Sie nicht nur eine erste Qualifikation für Ihren
Lebensweg erworben. Das schließt auch eine Verpflichtung ein, Sinnvolles zu tun und Blödsinn zu unterlassen.
Gruß
Günther
Das ist alles andere als üblich. Überlege mal, was aus Deinem
Beitrag in 10 Jahren geworden ist.
Wenn sich die 10 % Dynamik auf den jeweiligen Beitrag bezieht, dann hat sich der Beitrag nach 47 Jahren nicht vervierfacht sondern ist 88-fach höher. Hab mir mal den Spass gemacht das auszurechnen.
Deshalb owt.
Du sollst jetzt einmal eine klare Aussage erhalten.
Die BU-Versicherung ist dann in Ordnung,auch in der Höhe der Rente,wenn in den Bedingungen der Gesellschaft dein Studium auch richtig eingordnet ist.
Nenne mir den Namen der Versicherung und ich sage dir ob sie für dich in Frage kommt.
Du brauchstvorerst keine Basisrente, dies geht an deinem Bedarf vorbei.
Was die KV anbelangt - über einen Anwartschaft zu einer privaten KV muss man diskutieren.Dies kann man hier natürlich nicht.
Ob du dir Gedanken zu einer Altersvorsorgung machen sollst, das musst du selbst entscheiden,denn du kennst die Situation unserer GRV und kannst daher sehr gut selbst entscheiden was zu tun sein soll oder eben nicht.
Und wenn du dir Gedanken darüber gemacht hast - dann erst folgt die Auseinandersetzung mit den verschiedenen Varianten der Altersvorsorge und nicht umgekehrt.Und dann bitte mit einem Berater, der neutral ist.
meine Vorschreiber haben zum „Konzept“ ja schon alles gesagt.
Einige Versicherer bieten für Studenten spezielle Tarife mit niedrigem Anfangsbeitrag an.
Eine BU Absicherung (die zweifelsohne sinnvoll ist) incl. Rentenversicherung (wenn denn gebündelt werden soll) ist da auch schon für ca.50 Euro mtl. zu haben. (Anfangsbeitrag bei 1000 Euro BUZ).
Die übrigen 200 Euro bis zur Aufnahme einer beruflichen Tätigkeit schön weiter aufs Tagesgeldkonto. Mann weiss nie was kommt.
nein,leider nicht.Denn da heißt es nur BU ok.
Aber er möchte sich ja einen vergleich holen, und da gehört dazu, dass er den richtigen Versicherer wählt.3 von 5 versicheren zahlen ja deshalb nicht, weil sie eben nur für bestimmte berufsgruppen gute bedingungen bieten.und der rest ist dann quasi auslegungssache.
Am liebsten würde ich mich zurzeit nur auf mein Studium und Praktikum konzentrieren, weshalb ich einen Berater ganz passend fand.
Das dabei solche Dinge rauskommen habe ich nicht geahnt. Nocheinmal „Danke“ für die direkten Worte. Somit werde ich mich wohl selbst umfangreich mit der Materie auseinandersetzen müssen, wenn ich was anständiges will.
Im Moment habe ich nichts unterschrieben und habe es auch nicht vor zu tun, ohne mir weitere Meinungen zu holen. Deshalb auch der Thread.
Was oft falsch verstanden wurde:
Zu den 10% Dynamik: die müssen nur einmal alle drei Jahre angenommen werden, macht einen Faktor 15 nach 45 Jahren (inkl. 3% Inflationsausgleich)
Was oft falsch verstanden wurde:
Zu den 10% Dynamik: die müssen nur einmal alle drei Jahre
angenommen werden, macht einen Faktor 15 nach 45 Jahren (inkl.
3% Inflationsausgleich)
Aha, und warum dann nicht gleich 3% Dynamik? Wirst du immer daran denken, deiner Dynamik zu widersprechen, die passiert sonst nämlich automatisch. Auch etwas, was oft falsch verstanden wird…