Meisenfutter

hallo
wir möchten unsere kleinen Meisenfreunde für den winter füttern.
was, ausser haferflocken, gemahlene sonnenblumkerne…
können wir ihnen anbieten?
gekochten reis?
gemahlene nüsse?
fett?
danke:smile:

p.s wir wollen kein fertigfutter geben, sondern uns selbst ums futter „kümmern“

Hallo Martina!

Du kannst ja selbstgemachte Meisenknödel oder -ringe machen:

Ungesalzenes Fett (Rindertalg oder Kokosfett) flüssig machen und Körner, getrocknete Beeren, Apfelschnitze und Obstschalen reingeben. Die erkaltete Masse zu Ringen formen oder in Netze geben und aufhängen. Auch umgedrehte kleine Blumentöpfe eignen sich scheints sehr gut als Futternapf, weil andere Vögel dann keinen Zugang zum Fressen haben (müssen es ja von unten rauspicken).

Aber hoffentlich brauchen wir’s noch nicht allzu bald - mir gefällt das Wetter eigentlich noch ganz gut so. :smile:

Viel Spaß damit,
Juli

Hi!

Der Grund ist mir gerade entfallen, aber man soll keine Wildvögel füttern.

Tara

Hallo,

schau mal hier: http://www.natur-lexikon.com/Texte/HWG/001/00031/HWG…

Warum Du Sonnenblumenkerne mahlen willst ist mir nicht ganz klar; meine Meisschen schnappen die sich im ganzen.

Kleiner Tip: Auf Pinienkerne sind sie völlig heiss…damit hab ich meine Meisschen handzahm bekommen…wenn man das will…es ist nicht jedermanns Sache ständig von Meisen angeflogen zu werden *g*

Grüssle
Suse

Hi!

Der Grund ist mir gerade entfallen, aber man soll keine
Wildvögel füttern.

Doch!
Ohne Zufütterung gäbe es keine Stadt- und Hausvögel mehr.
Ich erkläre das gerne in einem sehr langen Aufsatz.

mfgConrad

Hi!

Egal ob so oder so

Hier ist ein guter Link über die Winterfütterung

http://www.wildvogelhilfe.org/winterfuetterung/winte…

Hallo!

„Für die Ansiedlung von Vögeln besitzen die Gärten allein schon aufgrund ihrer Fläche einen ungeheuren Wert“, so der Nabu-Bezirksgeschäftsführer Rüdiger Wohlers.
Die Gesamtfläche der Hausgärten in Deutschland sei größer als alle Naturschutzgebiete zusammen.
Diese Flächen sind für den Fortbestand der Vogelpopulation von großem Wert.

Folgende Vogelarten sind nach Angaben des Naturschutzbundes - trotz zum Teil deutlich zurückgehender Bestände - in den hiesigen Gärten (Norddeutschland) zu Hause :

Haussperling, Amsel, Kohl- und Blaumeise, Zaunkönig, Singdrossel, Star, Buchfink, Dompfaff, Hausrotschwanz.

Natürlich dürfen Vögel im Winter gefüttert werden! Ganz sicher, auch wenn viele sagen, man behindert die „natürliche Auslese“. Das ist natürlich falsch! Sie müssen sogar gefüttert werden, weil sie das seit Jahrtausenden so gewöhnt sind.

Vögel wurden schon immer gefüttert, weit mehr als heute. Ohne das jahrtausendelange Füttern der sogenannten Hausvögel, gäbe es sie nicht.

Früher hatte, auch in den Städten, bis in die 50er Jahre des 20. Jahrhunderts, fast jedes Haus einen Schweinestall und Hühner. Dazu einen funktionierenden Garten mit Misthaufen.
Das Füttern dieser Haustiere ging nie ohne Teilnahme der Singvögel ab. Fütterte man die Hühner draußen, fraßen die Vögel ihr Teil davon weg. Schweinefutterherstellung war auch für ein oder zwei Hausschweine eine aufwendige Arbeit. Meistens draußen oder in der offenen Remise wurde das Futter gekocht. Zuschauer und Mitfresser waren immer die Vögel.

Der Mist der Schweine kam auf den Misthaufen hinter dem Haus. Vögel fanden dort einen Großteil ihrer Nahrung. Haus- und Küchenabfälle kamen entweder zu den Schweinen oder auf den Misthaufen, Stammgäste waren dort die Vögel.

Wo findet man heute in den sterilen Städten und Ortschaften noch Plätze wie Misthaufen, Hühnerstall ?
Kein Stadtgarten hat heute noch einen Misthaufen. Nirgends wird mehr Futtergetreide offen gelagert, für die Vögel erreichbar.
Alles ist steril und schön eingepackt, für den Vogel unerreichbar!! Die sogenannte Biotonne bleibt immer schön geschlossen.

Vögel haben seit Jahrtausenden mit dem Menschen und vom Menschen gelebt. Dass Vögel ihren Teil abbekamen, dafür haben die Menschen gesorgt. Heute stirbt der normale Haussperling aus, weil die Lebensbedingungen nichts mehr für ihn sind. Er war immer dort, wo die Menschen noch Hühner hielten. In den Hühnergehegen lebten mehr Spatzen, als Hühner.

Also ist es falsch zu sagen, Vögel dürfen im Winter nicht gefüttert werden. Vögel sollten gefüttert werden, weil es seit Jahrtausenden gemacht wird. Weil sie ohne Zufütterung verhungern!

mfgConrad

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Hi Tara,

was Du meinst ist vermutlich, dass man im Frühjahr keine Meisenknödel oder ähnliches mehr anbieten soll, da die Reste dieser unter Umständen in den Mägen der ersten Jungvögel des Jahres landen können, wo sie nicht hingehören, denn sie können den Tod des Jungvogels zur Folge haben.

Gruß
Maja

Hi,

was Du meinst ist vermutlich, dass man im Frühjahr keine
Meisenknödel oder ähnliches mehr anbieten soll, da die Reste
dieser unter Umständen in den Mägen der ersten Jungvögel des
Jahres landen können, wo sie nicht hingehören, denn sie können
den Tod des Jungvogels zur Folge haben.

Zufütterung ist nur sinnvoll, wenn es ein harter Winter ist, mit dicker Schneedecke etc. - was man in Deutschland aber schon lange nicht mehr hat. Man macht die Tiere damit nur abhängig von der Zufütterung.

Gruß
Cess

vielen danke euch allen
hallo
danke euch allen:wink: