Vielleicht kennt sich ja jemand noch ein bisschen mit dieser Schaltung aus!?
Ich habe darin eigentlich alles verstanden. Aber ein Teil der Schaltung will anscheinend nicht in meinen Kopf!
Nur zum Verständnis…
wär nett wenn ihr euch kurz die Skizze auf dieser Site anguckt: http://www.physik.uni-muenchen.de/leifiphysik/web_ph…
Warum brauche ich darin die Spannungsquelle U3??
Wäre es nicht möglich die Basis der Röhre mit der Kathode von U2 zu verbinden?
Ich meine der Glühelektrische Effekt tritt ja dann trotzdem auf und liefert Elektronen!?
oder lieg ich da jetzt falsch?
wär wirklich nett wenn ihr mir schnell weiterhelft!
Philipp
Warum brauche ich darin die Spannungsquelle U3??
Wäre es nicht möglich die Basis der Röhre mit der Kathode von
U2 zu verbinden?
Ich meine der Glühelektrische Effekt tritt ja dann trotzdem
auf und liefert Elektronen!?
oder lieg ich da jetzt falsch?
wär wirklich nett wenn ihr mir schnell weiterhelft!
Philipp
Hallo Phillip
Das Röhrengitter(nicht die „Basis“) soll den Elektronenstrom etwas bremsen.
Danach kann der Strom sowohl stärker als auch schwächer gestellt werden, und das ist eine Vorraussetzung für Oszillatoren.
Das Gitter soll keine Elektronen aus der Röhrenkathode ziehen.
Der mögliche Röhrenstrom wird allein mit der Spannung zwischen Anode und Kathode in Verbindung mit der Kathodenbeheizung erzeugt.
Der „Glühelektrische Effekt“ wie Du es nennst, erzeugt einen zu geringen Strom um hier alleine verwendet werden zu können.
MfG
Warum brauche ich darin die Spannungsquelle U3??
Wäre es nicht möglich die Basis der Röhre mit der Kathode von
U2 zu verbinden?
Möglich schon, aber es bringt nix
Ich meine der Glühelektrische Effekt tritt ja dann trotzdem
auf und liefert Elektronen!?
oder lieg ich da jetzt falsch?
Der „Glühelektrische Effekt“ liefert nur eine Elektronenwolke, wie es auch in jeder Glühbirne auch geschieht.
Erst wenn an die Anode eine positive Spannung angelegt wird, werden die Elektonen von der Anode angezogen und es fliesst der Anodenstrom.
Zwischen Kathode und Anode befindet sich das Steuergitter (nicht die Basis). Im Prinzip könnte man am Gitter auch eine positive Ladung anlegen und damit einen Teil der Elektronen „absaugen“ und somit den Strom durch die Anode verringern. Allerdings ist dann von Verstärkung keine Rede mehr da dann der Gitterstrom in die Grössenordnung des Anodenstroms gerät.
Bekommt aber das Gitter eine negatives Potential so werden die Elektronen vom Gitter abgestossen. Bei modernen Röhren besteht das Gitter aus feinen Drähten, welche mit einem Abstand in der Grössenordnung von 1mm gespannt sind.
Da die Elektronen nun von den einzelnen Drähten abgestossen werden müssen sie durch den restlichen zwischenraum zwischen den Drähten hindurchfliegen. Eigentlich wird dadurch der freie Querschnitt für die Elektronen zwischen den Gitterdrähten verkleinert, was einer Erhöhung des Widerstandes zwischen Kathode und Anode gleichkommt.
Da hierbei nur elektrostatische Felder wirksam sind fliesst im Gitter praktisch kein Strom, im Gegensatz zu einem Transistor, welcher über den Basisstrom gesteuert wird.
Eigentlich funktionieren Feldeffekt-Transistoren gleich wie Röhren.
Die nötige negative Vorspannung am Gitter hängt von der Konstruktion der Rähre ab, wie auch die nötige Anodenspannung.
Die ersten Röhren (Trioden) waren übrigens recht gross und recht primitiv aufgebaut. Die Kathode bestand eigentlich aus einem Glühwendelt wie bei einer damaligen Glühbirne (Zylindrisch im Zick-Zagg gespannt). Die ANode bestand aus einem Metallteller mit einigen Zentimetern Durchmesser. Das Gitter bestand aus einem „Salatsieb“, einem Lochblech mit etwa 5mm Löchern. Die ganze Röhre war so um die 20 bis 30cm hoch.