Ich möchte ein Einzelunternehmen gründen.Es handelt sich um die Herstellung von Heimspringbrunnen,welche ich noch patentrechtlich schützen lassen werde.
Nun meine Frage:
Brauche ich dafür die Qualifikation eines Meisters oder nicht?
Gruß Jürgen!
Ich möchte ein Einzelunternehmen gründen.Es handelt sich um
die Herstellung von Heimspringbrunnen,welche ich noch
patentrechtlich schützen lassen werde.
Nun meine Frage:
Brauche ich dafür die Qualifikation eines Meisters oder nicht?
Hallo Jürgen,
wenn Du in Serie fertigen willst, brauchst Du keinen Meisterbrief. Für Serienfertiger sind nicht die Handwerkskammern, sondern die Industrie- und Handelskammern zuständig.
Du kannst z. B. als Autodidakt ohne weiteres ein Flugzeugwerk gründen und Flugzeuge in Serie bauen, oder Autos. Es gibt auch keinerlei Probleme, wenn Du jeden Tag ganze LKW-Ladungen Gardinenstoff produzierst. Oder Schiffsbäuche voller Hemden. Aber wehe Dir, Du willst auch nur eine einzige Gardine aufhängen oder ein einziges Hemd schneidern und Du hast keinen Meisterbrief. Dann macht Dir die Handwerkskammer den Laden dicht. Auch wenn Du auf die Idee kämst, die Jürgen Fensterling Fernsehwerke aus dem Boden zu stampfen und mit Deinen Fernsehapparaten alle bundesdeutschen Haushalte beglückst, geht die Sache ohne jeden Qualifikationsnachweis in Ordnung. Geht aber eine der von Dir gebauten Flimmerkisten kaputt und Du willst das Teil reparieren, schlägt wieder die Handwerkskammer gnadenlos zu.
Sei ein guter Deutscher und frage nicht nach Gründen. Ist einfach so. Bürokraten wollen auch leben.
Gruß
Wolfgang
haha,
kann wolfgangs aussagen aus eigener erfahrung bestätigen, ist halt mal so, um es aber den bürokraten wieder ein bisschen recht zu machen es gibt auch ein paar ausnahmeregelungen - etc.
aber um gaaaanz sicher zu sein, geh doch einfach auf dein landratsamt, oder da wo du ein gewerbe anmelden kannst/ musst, hol dir die unterlagen und frag gleich mal nach ob du da für das was du machen willst besondere nachweise brauchst und wenn ja wekche und wo du die herbekommst - bis dahin alles kostenlos -
nochn tip, wenn du ein gewerbe anmelden willst, dann halte die beschreibung möglichst weit -sprich versuch es gaaanz allg. zu erklären und zieh alle möglichen eventualitäten mit ein (z.b. herstellung, vertrieb, import- export etc.) -erspart dir später ne menge arbeit und geld wenn du wieder was ändern musst bzw. du dich erweiterst oder so, außerdem darfst du ja nur das machen was dann in der gewerbeerl. drin steht, zumind. im hauptbetrtieb, ich glaub die grenzen für das was nicht drin steht sind so beo 10 % des umsatzes (ohne gewähr),
aber richtig ist, dass du erstmal das ganze schützen lässt, sonst hat auf einmal kurze zeit später ein anderer deine idee vermarktet - man sollte ja niemanden in versuchung bringen - ach ja für die patentanmeldung gibt es teilweise kostenlose beratungen von speziellen anwälten- frag mal die ihk in deiner gegend - aber auch wieder wenn du da hingehst, nur allg. fragen, keine details, die tust du erst beim patentamt aus den sack lassen
- ich weis ja nicht was das springbrunnenpatent für potential hat, aber je gewinnträchter um so schneller sind die haie da,
und wenn ich gerade eben so bei mschreiben bin - warum willst du alles selbst herstellen, find nen hersteller mach mit dem konditionen aus und lass fertigen - kümmere dich „nur“ um das marketing und den absatz - damit hast dann schon genug zu tun UND du kannst schnell wachsen
so genug tips
uwe
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Hallo!
Also wenn ich das richtig sehe,dann muß ich die defekte Pumpe beim Kunden von einem Handwerksbetrieb reparieren lassen,darf es also nicht selbst tun.Ich denke da nicht logisch drüber nach,nehme es einfach zur Kenntnis.
Über die Sache mit der Fremdfertigung muß ich noch nachdenken,es erscheint günstig,denn der Aspekt mit dem Wachstum ist wichtig.
Bei Patenten kenne ich mich etwas aus,habe schon eines angemeldet.In Magdeburg ist jede Woche einmal kostenlose Beratung durch einen Patentanwalt,außerdem findet im Erfinderzentrum MD eine ausführliche Beratung für Erfinder statt.
Gruß Jürgen!
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du kannst das ganze ja mal …
versuchen,
wie gesagt
ne erstmal hi,
also wie gesagt, wenn du dein gewerbe anmeldest, halte das sehr allg. und dann verpacke ein paar der kleine „nettigkeiten“ in unverfängliche Wörter (z.b. import, export, vertrieb und serviceleistungen von patentpumpen aller art, sowie deren entwicklung, verbesserung, vermarktung …) ich hoffe ich hab das jetzt ein bisschen eindeutiger erklärt, denn verbessern kannst du dann soviel du willst und service musst du ja auch bieten 
manche gewerbeämter sind da nicht so kleinlich und du gehst schnurstraks als ihk betrieb durch und die deutsche handwerkskammerberufsethikpflichtdurcheinanderseinwertarbeitsgedanke wird wieder mit füßen getreten ;-D,
na ja was solls
uwe
(p.s. wir sollten doch hier wahrlich nicht anfangen das geniale arbeitsbeschaffungsprogramm und die in jahrelanger „kleinarbeit“ aufgebaute handwerksordnung zu kritisieren, also wo soll denn dann deutschland hinkommen, wenn es keine deutsche Handwerkswertarbeit mehr gibt - zumindest die offiziell und mit brief bestätigte - weil der brief machts nicht die arbeit beim kunden gr****)
Hallo!
Vielen Dank für die ausfürlichen Antworten. Das mit der Gewerbeanmeldung und mit dem Verfassen von allgemeinen Inhalten habe ich schon verstanden.Mich interessiert noch einmal das Suchen eines Herstellers.Was könnten da für Nachteile auftreten,nur Vorteile kann es ja nicht geben,wenn man die Produktion an einen Hersteller übergibt.Dann würden es ja alle machen!
Gruß Jürgen!
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Hallo!
Vielen Dank für die ausfürlichen Antworten. Das mit der
Gewerbeanmeldung und mit dem Verfassen von allgemeinen
Inhalten habe ich schon verstanden.Mich interessiert noch
einmal das Suchen eines Herstellers.Was könnten da für
Nachteile auftreten,nur Vorteile kann es ja nicht geben,wenn
man die Produktion an einen Hersteller übergibt.Dann würden es
ja alle machen!
Gruß Jürgen!
hi,
nun ja alles hat so seine vorteile und nachteile, da du aber die nachteile wissen willst hier mal ein paar aus meiner sicht:
- was tust du alles „outsorcen“, nur die fertigung (lohnarbeit), die kompl. herstellung (du kaufst ein stck. patentpumpe marke dein eigen bei betrieb xyz), die fertigung und/ oder auslieferung etc.
- du musst dir vorher alles haarklein mit der vertragsgestalltung überlegen (z.b. wem gehört das extra angefertigte werkzeug, wer überwacht wann und wo die qualität, wer kauft material bzw. ist dafür verantwortlich, wie ist das mit betriebsgeheimnissen deines patentes/ kunden/ absatzmarktes, wie werden die lieferzeiten etc. geregelt - um erst mal ein paar zu nennen -
- was passiert wenn dem betrieb durch deinen superverkaufstalent die kapazitäten ausgehen oder die insolvenz droht (du musst auf jeden fall einen besser zwie ausweichbetriebe parat haben)
- was ist wenn das management des betriebes unfähig ist, hast du dann steuerungsmöglichkeiten
- wer macht die reklamationsbearbeitung, in welcher zeit
- wie werden evtl. zusatzleistungen abgerechnet
- wie werden die stückkosten berechnet (z.b. anfangs wenig später mehr gaaaaanz später milionen - da müssen andere stck. kosten her)
- was passiert bei sonderanfertigungen oder extra aufträgen - bei eigenem personal kannst mal schnell den meister holen und den an die aufgabe setzen, extern musst du erst wieder verhandeln etc.)
um nur erstmal ein paar punkte zu nennen, ist sicher nicht vollständig aber soll dir mal kurz zeigen was beachtet werden muss
meines erachtens überwiegen jedoch die vorteile eines solchen vorhabens (geringe anfangsinvestionskosten, äußerst geringe fixkosten, keine personalkosten und die einhergehenden nachteile wie urlaub krank unfähig), konzentration auf das wesentliche-den vertrieb und die weiterentwicklung, faktisch unbegrenzte wachstumsmöglichgkeiten in zeit und größe und (wenn dein verkauf mal so stark läuft kannst du dir nen betrieb kompl. kaufen -z.b.), du musst dir am anfang schon alles haarklein überlegen (z.b. fürt die vertragsgestalltung), dass du faktisch einen perfekten start hast,
um auch hier wieder nur einige zu nennen und das soll auch nur als anregung dienen, sicher gibt es best. institutionen (ihk, unternehmensberater, rechtsanwälte, oder hier im www etc.) die dir da weiterhelfen, aber die brauchn unbedingt eine richtung, denn es ist ja dein betrieb den du schon von anfang an lenken willst und musst,
also z.b. konkret wie löse ich das problem mit dem werkzeugeigentum, wie mache ich flexible stck.kosten aus etc.
also erstmal hinsetzen gedanke aufschreiben, das alles setzen lassen, betriebe angucken/ anschreiben, erste gespräche führen etc.
uwe
Hallo Jürgen,
fast jeder Geräteproduzent vergibt einen Teil der Produktion an spezialisierte Lieferanten. Dahinter stehen handfeste wirtschaftliche Gründe. Bevor sich jemand für ein paar Teile ein Bearbeitungszentrum hinstellt, das wirtschaftlich nur im Mehrschichtbetrieb arbeiten kann, vergibt man solche Arbeiten an Lohnfertiger. Kunstoffbearbeitung erfolgt wieder von einem anderen Betrieb, für Galvanikarbeiten gibt es Spezialbetriebe und für die Herstellung der Verpackung ebenso. Schließlich kann man sich aussuchen, ob man für die Montage eigenes Personal einstellt oder auch diesen Schritt ganz oder teilweise vergibt.
Generelle Regeln, was vernünftig ist und was nicht, gibt es nicht, außer vielleicht dieser: Die Einstellung eigenen Personals ist für den Existenzgründer, der am Anfang nur Umsatzerwartungen, aber noch keine realisierten Gewinne hat, meistens der erste Schritt in die Pleite.
Eigene Anlagen verursachen Kosten, unabhängig davon, ob die Anlagen in Betrieb sind oder schlecht ausgelastet herumstehen. Personal verursacht Kosten, ob etwas zu tun ist oder nicht. Andererseits gibt es Fertigungsschritte, die so spezielle Einrichtung und/oder Know-how erfordern, daß man keinen Lohnfertiger dafür findet. Diese Dinge muß man dann eben selbst machen. Aber auch dabei sollte man Personalbindung nur mit ganz spitzen Fingern anfassen. Die Erfahrung lehrt ganz einfach, daß man als Gründer alle möglichen Probleme hat, aber Kapazitätsprobleme gehören i. d. R. nicht dazu.
Wer Lohnfertigung vergeben will, braucht zunächst Konstruktionszeichnungen, deren Stimmigkeit in einer kleinen Anfangsserie überprüft ist. Das setzt voraus, daß man grundsätzlich über die eigene Kenntnis aller Fertigungsschritte verfügt. Sonst wird leicht unbezahlbarer Unsinn zu Papier gebracht, etwa nicht einhaltbare Toleranzen, Spritzguß für Einzelstücke oder kaum herstellbare Tiefbohrungen. Die Erfahrung lehrt außerdem, daß man einen irgendwie funktionstüchtigen Prototypen recht schnell hingezaubert bekommt, daß man aber für die reproduzierbare, montierbare, funktionssichere und bezahlbare Serie über etliche Änderungsstände gehen muß. Außerdem geht man meistens mit jedem einzelnen Zulieferer einen längeren Weg, bis Wunsch und Ergebnis überein stimmen. Abhängig von gefertigten Losgrößen wird man über einzelne Fertigungsverfahren und Schritte immer wieder neu nachdenken müssen. Dabei setzt die geplante Änderung eines Fertigungsverfahrens oft komplett neue Konstruktionsunterlagen mit neuer Nullserie voraus. Schließlich ist man gut beraten, sich an die Möglichkeiten der in der Region ansässigen Firmen zu halten. Was ich damit meine, merkt man spätestens, wenn man sich gemeinsam mit dem Lohnfertiger über winzigste Details des Produkts zu unterhalten hat und die Entfernungen einige hundert Kilometer betragen. Es geht längst nicht alles per elektronischer Kommunikation. Das erwähne ich nur zu manchen Vergabe-Ideen von Fertigungs-Grünlingen, die kostensparend in Polen, der Tschechei oder in der Türkei fertigen lassen wollen. Bei solchen Gelegenheiten merkt man erst, was alles schief gehen kann und wie schön es ist, wenn ein LKW mit billiger Ware kommt, die man dringend braucht, aber nicht gebrauchen kann.
Anfänglichg macht es keinen Sinn, von riesigen Stückzahlen zu träumen. Mache Dir Gedanken über den Prototypen und eine bescheidene Anzahl erster Exemplare. Dabei kommst Du zwangsläufig mit Lohnfertigern in Kontakt. Alles andere findet sich. Verschwende keinen Augenblick an einzustellendes Personal. Verschwende keine Zeit für die Beschaffung von Krediten für größere Investitionen. Kümmere Dich statt dessen intensiv um den Verkauf Deines Produkts. Was man verkaufen kann, läßt sich auch produzieren. Aber längst nicht alles, was man produzieren kann, läßt sich auch verkaufen.
Gruß
Wolfgang
Guten Tag Uwe!
Deine Anregungen sind prima!Also mir ist jetzt klar geworden,die Fertigung gebe ich in fremde Hände,natürlich deutsche und möglichst regional.Bei einem Start läßt es sich da besser kommunizieren.Ich baue keine Pumpen,sondern ein Ding so ähnlich wie ein Zimmerbrunnen.Details kann ich jetzt natürlich noch nicht nennen.
An die Werkzeuge habe ich noch gar nicht gedacht,was ist denn da am günstigsten?Als Existenzgründer habe ich keine Lust Werkzeuge zu kaufen,wenn ich schon nicht fertige.
Aufschreiben muß ich sowieso alles,weil ich ein Existenzgründerseminar bei der BWSA belege und bis zum Juli einen Geschäftsplan vorlegen soll.Wegen der Förderung vom AA und Land.
Gruß Jürgen!
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Hallo Wolfgang!
Tolle Hinweise.Ich habe alles ausgedruckt,weil nach einiger Zeit die Beiträge in das Archiv wandern.
Gruß Jürgen!
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