ich bin gerade am Grübeln, welche DigiCam wohl meine demnächst fällige Anschaffung werden wird. Mit Grausen denke ich an meine alte Videokamera (Baujahr 94), und an das leidige Geschäft mit den Akkus. Immer erst entladen, bevor sie neu aufgeladen werden konnten, wegen Memory Effekt. Das mitgelieferte Ladegerät hatte natürlich keine Entladefunktion, also teures Zusatzgerät kaufen, oder zumindest den Akku immer erst ganz leer filmen - was ja nicht jeden Tag passiert, aber am nächsten Tag mit halbvollen Akkus losziehen ist auch doof. Habe auch einen damals angeblich fortschrittlichen Akku probiert, der den Effekt nicht haben sollte, war doppelt so teuer und hat sich überhaupt nicht bewährt.
Deshalb meine Frage an Euch: Sind die heutigen Akkus immer noch so sensibel, wenn sie halbvoll wieder aufgeladen werden? Gibt es Unterschiede zwischen den verschiedenen Systemen? Worauf muss ich beim Ladegerät achten (falls ich das extra kaufe, bei manchen Kameras ist es ja im Lieferumfang drin)?
Und wie sind eure diesbezüglichen Erfahrungen mit der Sony DCS-V1? In diversen Foren ist die Akkuleistung gerade bei dieser Kamera umstritten, aber wegen der kurzen Auslöseverzögerung ist sie bei mir in der ganz engen Wahl.
mittlerweile benutzt man eigentlich nur noch sog. NiMH (Nickel-Metall-Hydrid)-Akkus, die keinen Memory-Effekt besitzen. Die Kapazität ist auch erstaunlich (Mignon-Zelle mit 2100 mAh). Die Zukunft werden aber wohl LiPoly (Lithium-Polymer)-Akkus sein. Diese haben eine weitaus höhere Kapazität, keinen Memory-Effekt und gaaaanz geringes Gewicht. Diese werden z.B. bereits in Handys und im Modellbau eingesetzt.
Gruß, Jürgen
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
NiMh Akkus sind derzeit fast schon standard. Diese sollen keinen Memory Effekt haben, sie haben jedoch einen, nur das dieser nicht so ausgeprägt ist wie bei NiCd Akkus. Das a und o ist ein regelmäßiges vollständiges entladen der Akkus. NiMh sind jedoch sehr pflegeleicht und Du solltest nicht mehr so heftige Probleme damit bekommen.
Lithium-Akkus sind die andere Alternative, diese haben keinen Memory-Effekt, sind aber preislich deutlich teurer.
Hallo,
die Frage stellt sich ja so gar nicht mehr, wenn man auf spezielle
Akkupacks verzichtet und ein Gerät kauft, welches mit Standartzellen
betrieben wird.
Dafür gib’s auch gute Ladegeräte (ab ca. 50€). Die Standardzellen
sind unschlagbar billig im Vergleich zu den Akkupacks, so daß man
sich locker 2 oder 3 Sätze zulegen kann.
Die immer zu empfehlende Akkupflege mit einem ordentlichen
Ladegerät beinhaltet dann sowieso die obligatorische Entladung
vor dem Laden, weil nur so eine definierte Ausgangsposition
geschaffen wird und so die Qualität des Akkus lange erhalten bleibt
und dabei noch gut überwacht wird.
Als Ladegerät in ein „Ansmann“ zu emfpehlen.
Noch ein wichtiger Hinweis: Akkusätze markieren und nicht
durcheinander würfeln! Nie Akkus mit unterschiedlicher Kapazität
oder Ladezustand zusammen benutzen und natürlich nicht mit
Primärzellen zusammentun. Akkus nicht leer liegen lassen und
nach längerer Lagerung (ca. 2…3 Monate) wieder warten (entladen/laden).
Gruß Uwi
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
NiMH Akkus haben im Vergleich zu den „alten“ NiCd tatsächlich keinen Memory-Effekt mehr - er wurde einfach in „Lazy Battery“ (=faule Batterie) Effekt umbenannt.
Dieser Effekt bei den NiMH-Akkus ist aber bei weitem nicht mehr so schlimm, wenn eine Zelle vorzeitig mit der Leistung nachlässt muss man sie nur 2-3 Mal komplett entladen und laden, dann ist sie wieder so gut wie neu. Diese „Lade/Entlade“ - Zyklen beherrschen die meisten besseren Akkuladegeräte, da muss man sich selbst um nichts kümmern.
Womit wir beim Ladegerät für NiMH-Akkus wären, es sollte auf jeden Fall ein prozessorgesteuertes Ladegerät sein und kein Zeitlader (steht meistens in der Beschreibung als „Timergesteuert“).
Auch sollte es den Ladevorgang individuell für jede Akkuzelle steuern können, so kannst du unterschiedlich entladene Akkus zusammen laden.
Ein schönes Exemplar ist z. B. das Ansmann Powerline 4 traveller: http://www.ansmann.de/de/index.htm?view=detail&pid=4…
LiIon Akkus (und auch LiPol) haben die höchste Energiedichte, halten also relativ zur Größe gesehen am längsten. Ausserdem kennen die Dinger weder Memory noch Lazy Battery Effekt. Sie haben nichts dergleichen. Sie sind aber von der Konstruktion her recht aufwändig und dadurch recht teuer.
Hände weg von No-Name LiIon Akkus, hier wird meistens auf die Schutzelektronik im Akku verzichtet, was böse Folgen haben kann.
Meiner Erfahrung nach (Handy, Notebook) halten LiIon-Akkus etwa 2-3 Jahre, dann sind sie am Ende. LiIon Ladegeräte gibt es i.d.R. vom Hersteller der Kamera gleich mitgeliefert oder sie laden in der Kamera selbst.
Die Sony DSC-V1 ist eine tolle Kamera, in Punkto Akkulaufzeit gehört sie zwar nicht zu den Besten, hat aber immer noch brauchbare Laufzeiten: http://www.dpreview.com/reviews/sonydscv1/page11.asp
(ganz unten auf der Seite)
Ein zweiter Akku wäre hier wohl anzuraten.
Das Sony „Info-Lithium“ System ist war teuer, aber auch gut, so wie ich finde. Meine Canon G2 kann mir über den Akkuzustand nur mitteilen „Akku voll“ oder „Akku bald leer“ - dann habe ich in etwa nur noch 5 Minuten. Sonys Info-Lithium kann dir relativ exakt die Akkulaufzeit in Minuten mitteilen.