Meningitis bei Spirochäten

Hallo,
ist es richtig, dass bei Spirochäteninfektionen (z.B. Neurolues bei Treponema pallidum, Neuroborreliose bei Borrelia burgdorferi, Morbus Weil bei Leptospira icterohaemorrhagiae) eine nicht eitrige Meningitis verursacht wird?
Die Erreger sind doch extrazellulär, da müssten doch neutrophile Granulozyten an der Abwehr beteiligt sein, so dass es zu Eiterbildung kommt.
Grüße, Franz

Vermutung
Hallo Franz,

es könnte vielleicht darum nicht zu Eiterbildung kommen, weil die hauptsächliche zelluläre Immunantwort, zumindest bei der Borrelliose, eine der Lymphocyten und Plasmazellen ist, in der Haut zumindest zu Knötchenbildung und Verhärtungen führend.

Finde das auch sehr interessant, auch betreffs der sonstigen Spirochäteninfektionen, die Du anführst. Eins scheint ja wohl allen gemeinsam - schwierig in der Labordiagnostik, häufig vieldeutig in deren Ergebnissen, oft nur zweifelhaft den Krankheitsstadien zuzuordnen …
und unangenehm alle miteinander. S.I.