Wenn Menschen natürlicherweise nach den 10 Geboten leben, wie
erklärt man dann, daß viele Naturvölker so ganz andere
Traditionen haben? Beispiele: Kopfjäger, Kannibalen, sexuelle
Riten…
Ich habe mich vermutlich etwas einseitig ausgedrückt. ich meine nicht, daß Naturvölker immer von allein nach den 10 Geboten leben, sondern daß auch Naturvölker die Fähigkeit haben zu wissen, daß der Nächste gleichwertig ist und kein Ding. Genau wie auch wir, können Naturvölker gegen diese Prinzipien verstossen.
Jagen also Stämme andere Menschen, nur weil sie Schrumpfköpfe so toll finden, dann zählt das sicherlich zu den Verletzungen der Nächstenliebe.
Kannibalismus sollte vom christlichen Standpunkt eigentlich kein Problem sein (es sei denn, man hat sein Opfer vorher absichtlich umgebracht, was bei den meisten Kannibalen nicht der Fall ist). Hier heisst es in der Bibel „Nichts was von aussen in Dich herein kommt, macht Dich unrein“. Das soll nicht heissen, daß ich Kannibalismus befürworte (ich lebe schliesslich auch in einem kulturellen Kontext).
Das Stichwort „sexuelle Praktiken“ ist zu allgemein. Geht es um Erniedrigung oder Demütigung seines Partners, dann ist das nicht ok, aber das wissen die Naturvölker in der Regel auch. Das ist es, was Paulus mit seinem Stichwort meint.
Unterm Strich ist die grundsätzliche Ausrichtung kein Problem, es geht immer darum, wie diese - wenn notwendig auch gegen den Strom - umgesetzt wird. Es gilt hier auch meine Meinung, daß an verschiedene Menschen verschiedene Maßstäbe angelegt werden. Ein Kindsoldat in Uganda hat sicherlich andere Maßstäbe für Barmherzigkeit (von Gott) als ein Mitteleuropäer.
nach auffassung einiger religionen gibt es das natuerlich, zb.
die pflicht zum gebet und anderes. aber wenn auf dieser insel
gar
keine religioese umgebung ist, woher sollte das alles kommen?
eingebung? das ist doch etwas naiv.
Ja, schon. ABER ich frage mich: WIESO gibt es denn diese „Pflicht“ zum Beten?? Woher begründet sich das???
wenn der erwachsene religioes ist, wird er das kind in diese
richtung erziehen. wenn nicht, dann eben nicht. da sehe ich
persoenlich kein problem. falls es eine feindliche umgebung
ist,
wird zu religionsunterricht ohnehin keine zeit bleiben.
Naja - vielleicht zwischen Löwen und Gruben mal eine kleine Unterweisung in Religion?! Ich denke, das kann schon auch „nebenher“ laufen - die Naturreligionen der Völker, die ja auch in zum Teil feindlichen Gegenden ihre Art Zivilisation geschaffen haben, konnte ja auch entstehen. Oder?
der
erwachsene waere besser beraten, dem kind fischen und jagen
beizubringen als zu beten.
Ja, schon. ABER ich frage mich: WIESO gibt es denn diese
„Pflicht“ zum Beten?? Woher begründet sich das???
ich würde das nicht „Pflicht“ sondern „Recht“ nennen.
Beten ist doch das Gespräch mit Gott.
Und dass ich ein Recht dazu habe, mit dem Schöpfer des Universums zu reden, ist etwas so besonderes, dass ich es gerne meinen Kindern erkläre.
Und wenn ein Mensch erlernt hat, mit Gott zu reden, kommt alles andere von selbst.
so es denn eins gibt, warum denn nicht, schließl. und endlich
wurde er nie im Leben „neutral“ erzogen, schon durch die
Erfahrungen des Erziehenden, seine Lebenshaltung, seine
Einstellung zu den Dingen im nahen und weitesten Sinne…
Charakterformung usw.
PS: ich halte schon allein die Vorstellung auf einer Insel
zu leben für paradisisch genug…
wenn der andere Mensch stirb kommt er dann trotzdem ins
Paradies?
Dieses Senario legt insgesamt nahe, dass es sich hierbei wirklich um das Paradies handelt, in welches nur Christen Zutritt haben. Den Zugang hierzu wird dieser Mensch wohl nicht erhalten, da sich ansonsten alle Christen in diesem abgeriegeltem Bereich beschweren würden - immerhin sollen diese ja denken, dass sie hier alleine sind
Bei allen anderen Religionen ist diese Frage zu speziell oder stellt sich erst garnicht. So ist Unwissenheit im Judentum keine „Sünde“ - würde ja auch zu einem „rachesüchtigen“ G’ttesbild führen ))
Dieses Senario legt insgesamt nahe, dass es sich hierbei
wirklich um das Paradies handelt, in welches nur Christen
Zutritt haben. Den Zugang hierzu wird dieser Mensch wohl nicht
erhalten, da sich ansonsten alle Christen in diesem
abgeriegeltem Bereich beschweren würden - immerhin sollen
diese ja denken, dass sie hier alleine sind
das ist nicht richtig, im wahren Christentum werden ja Kinder nicht getauft, diese würden aber trotzdem ins „Paradies“ kommen. Man muss unterscheiden zwischen christlicher Lehre und Lehre der katholischen Kirche.
Ja, schon. ABER ich frage mich: WIESO gibt es denn diese
„Pflicht“ zum Beten?? Woher begründet sich das???
Nach meiner Auffassung liegt die Idee des Betens darin, daß der mensch an einen allmächtigen schöpfer und lenker des universums und unseres lebens glaubt. das gebet, so glaubt er führt ihn nicht nur näher an diesen heran, sonder kann ihn (Gott) auch dazu bringen, uns auf dieser welt zu helfen und umstände zu verändern.
im übrigen ist mir,zumindest im christentum nicht bekannt, daß beten pflicht sei. bei anderen religionen???