Mensch aufwachs o. Religion auf Insel

Hallo,

folgendes Zenario:

ein Erwachsener Mensch und ein neugeborennes Stranden auf einer Menschenleren Insel.
das Neugeborende wächst heran und wird neutral in punkto Regilon
erzogen. Ihm wird alles beigebracht was es brauchtt um zu überleben dan stirb der andere Mensch.

wenn der andere Mensch stirb kommt er dann trotzdem ins Paradies?

Dank Im vorraus.

Mfg Cb

Nachtrag
meine Frage bezieht sich auf den noch lebenden Menschen.

Hmmmmm …
Ich denke, er kommt nicht ins Paradies.
Jedenfalls nicht in dieses

Zutritt nur fuer Christen ## - Paradies.

Fuer uns Nicht-Gott-Anhaenger haben sie ja die Hoelle
vorbereitet.
Es sei denn, wir finden noch den Weg.
Aber diese Suche ist vergebens.
Aber wohin mag er dann kommen, der Noch-Lebende ?

Nun, er wird wieder dorthin zurueckkehren, wovon er
schon immer Teil war. Und das Spiel beginnt von vorn …

Die Menschen glauben nur was sie sehen, denn
was sie glauben, sehen sie.

Jump

Der Mensch hat zwei Beine und zwei Überzeugungen: eine, wenns ihm gut geht, und eine, wenns ihm schlecht geht. Die letztere heißt Religion…

Tucholsky

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Entwickelt er einen eigenen Glauben?
Hallo Christian,

ja er kommt ins „PAradies“(wie auch immer man sich es vorstellen kann). Er kennt Gott ja nicht, hat nie von ihm gehört.

Obwohl es interessant wäre, ob er nicht von allein einen Glauben entwickelt. Interessante Überlegung oder?

alex

Hi!

Mir ist zu deiner Frage folgender Witz eingefallen:

Ein überzeugter Atheist, der gerade gestorben ist, findet sich selbst auf einmal in einem dunklen Gang wieder. Er entdeckt ein Schild: „Zur Hölle“. Er hat keine andere Wahl als den Gang zur Hölle zu folgen. Er trifft nach geraumer Zeit an eine Türe, die nicht verschlossen ist. Der Atheist betritt die Hölle und traute seinen Augen nicht. Heller Sonnenschein, angenehme Temperaturen, Palmen, Meeresstrand, alle 100 Meter eine Strandbar, fröhliche Menschen tummeln sich, kurzum paradiesische Verhältnisse. Der gerade verstorbene Atheist geht am Strand entlang, bis er plötzlich eine Gestalt mit einem Pferdefuß und einem Schwanz in einem Strandkorb sitzen sieht. Er geht auf die Gestalt zu und fragte diese, ob er denn der Teufel sei. Dieser bejaht dies und begrüßt den Neuankömmling in der Hölle äußerst herzlich. Er schickt den Atheisten nach dem Geplauder an eine der Strandbars, um sich dort einen Drink zu besorgen. Der Atheist holte sich einen Drink und schlendert am Strand entlang um die Hölle weiter zu erkunden. Zwischen Dünen entdeckt er ein großes, tiefes Loch. Neugierig blickte er in die Tiefe und erschrickt sich fürchterlich. Er sieht am tiefen Grund von diesem Loch wimmernde, unbekleidete Menschen. Es lodert ein heißes Feuer und wilde Bestien schlagen auf die Körper der Menschen ein. Sogleich rennt der Atheist verwirrt zum Teufel und fragte aufgelöst, was denn das für ein Loch sei? Der Teufel versteht die Frage nicht und so fragte der Atheist nochmals nach dem tiefen Loch mit dem Feuer, den Bestien und den Menschen dort hinten bei den Dünen. Ach, meint der Teufel, „Das is für die Christen, die wollen das so…

ciao Armin

Hallo

Also zunächst einmal müsste man den verstorbenen tadeln, daß er nichts von seinem Glauben erzählt hat.

Aber dann wird der zurückgebliebene (oder die zwei - machen wir doch gleich eine blaue Lagune auf) auf jeden Fall seine eigene Religion entwickeln, das ist bei allen Naturvölkern so.

Er wird dann natürlicherweise nach den zehn Geboten leben, denn die meisten Gebote beziehen sich auf seine Beziehung zum Nächsten und da er keine Nächsten hat…

Paulus nennt dies „Gottes Gesetz von Natur aus im Herzen haben“ und damit ist alles ok. Im Gegensatz zur auch hier von Unkundigen vertretenen Meinung besteht Gottes Gesetz in der Nächstenliebe und nicht in der Einhaltung katholischer Rituale.

Gruß
Thomas

Gilt nicht fuer alle …

Der Mensch hat zwei Beine und zwei Überzeugungen: eine, wenns
ihm gut geht, und eine, wenns ihm schlecht geht. Die letztere
heißt Religion…

Mir gings auch schon richtig mies. Aber Religion war auch
de kein Thema.
Gings mir also noch nicht mies genug, um an Gott zu
glauben ???

Jumpi

Hi Jumpi,

Tucho wollte damit wohl auf das Pharisäertum hinweisen. Tucholsky war Pantheist. Genau wie ich…:wink:

Grüße

wenn der andere Mensch stirb kommt er dann trotzdem ins
Paradies?

muesstest du gott fragen. also wenn ich gott waere, wuerde ich
ihm das paradies nicht verwehren, wenn er ein gutes leben
gefuehrt hat. was er glaubt oder nicht, wuerde fuer mich keine
rolle spielen. wenn er der einzige mensch auf der insel ist, kann
man das gute leben ja daran festmachen, dass er keine tiere
sinnlos gequaelt hat oder so. fehlendes rituelles vehalten oder
aehnliches kann man ihm wohl nicht vorwerfen. denn woher sollte
er wissen, was er im religioesen sinne alles zu tun haette, wenn
es ihm keiner sagt?!

Hi Mousehounter,

Was ist ein Pantheist ?

Jump

Hi Jumpi,

Gott (Name ist egal) wird mit dem Universum (Schöpfung, Urknall etc.) und dessen lebenden Prinzip gleichgesetzt. Gott und die lebende Natur (naturalistischer Pantheismus) sind eins. Wer das für möglich hält (glaubt) ist ein Pantheist.

Grüße

PS.: Siehe auch Pantheismus bei Xenophanes/Aristoteles

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Verständnisprobleme
Wieso gibt es denn ein rituelles Leben, das der „Neutrale“ lernen hätte sollen? Gibt es eine Form des rituellen Lebens, die man „einhalten“ sollte?
Wieso hätte man den Erwachsenen schelten sollen, weil er das Kind nicht religiös unterrichtet hat?
Könnt Ihr mir Eure Ansichten vielleicht näherbringen?

Heidi

Auf der Suche nach dem ewigen Paradies
Was verstehst Du denn unter „Paradies“?

Wieso gibt es denn ein rituelles Leben, das der „Neutrale“
lernen hätte sollen? Gibt es eine Form des rituellen Lebens,
die man „einhalten“ sollte?

nach auffassung einiger religionen gibt es das natuerlich, zb.
die pflicht zum gebet und anderes. aber wenn auf dieser insel gar
keine religioese umgebung ist, woher sollte das alles kommen?
eingebung? das ist doch etwas naiv.

wenn der erwachsene religioes ist, wird er das kind in diese
richtung erziehen. wenn nicht, dann eben nicht. da sehe ich
persoenlich kein problem. falls es eine feindliche umgebung ist,
wird zu religionsunterricht ohnehin keine zeit bleiben. der
erwachsene waere besser beraten, dem kind fischen und jagen
beizubringen als zu beten.

Kopfjäger und Kannibalen?
Hallo Thomas,

Aber dann wird der zurückgebliebene (oder die zwei - machen
wir doch gleich eine blaue Lagune auf) auf jeden Fall seine
eigene Religion entwickeln, das ist bei allen Naturvölkern so.

Eine Religion wahrscheinlich schon, aber eine (wenn auch nur ansatzweise) christliche??

Er wird dann natürlicherweise nach den zehn Geboten leben,
denn die meisten Gebote beziehen sich auf seine Beziehung zum
Nächsten und da er keine Nächsten hat…

Wenn Menschen natürlicherweise nach den 10 Geboten leben, wie erklärt man dann, daß viele Naturvölker so ganz andere Traditionen haben? Beispiele: Kopfjäger, Kannibalen, sexuelle Riten…

Viele Grüsse,
Nina

bitte meine Frage nicht wertend verstehen (weder in bezug auf Naturvölker noch auf christliche Religion)!

erwachsene waere besser beraten, dem kind fischen und jagen
beizubringen als zu beten.

*lol* …das sehe ich ähnlich.

Eine Religion wahrscheinlich schon, aber eine (wenn auch nur
ansatzweise) christliche??

sicher nicht. aber war das die frage?

Wenn Menschen natürlicherweise nach den 10 Geboten leben, wie
erklärt man dann, daß viele Naturvölker so ganz andere
Traditionen haben? Beispiele: Kopfjäger, Kannibalen, sexuelle
Riten…

ist doch unsinn von wegen natuerlicherweise. wenn alle
natuerlicherweise nach den 10 geboten leben wuerden, dann
braeuchte man gar keine 10 gebote (bzw. moderner gesprochen:
gesetze), weil dann eh niemand morden oder stehlen wuerde.

‚natuerlicherweise‘ lebt der mensch eher wie ein tier.

dazu muss man anmerken, dass in grauer vorzeit, als die 10 gebote
aufkamen (die sind ja sehr alt, aelter als die klassische
biblische sammlung), das mordverbot einen totalen
ausrottungskrieg gegen die feinde durchaus zuliess. das war
damals die normale art, kriege zu fuehren. von wegen sei brav.
auch der naechste, den man lieben soll, war zunaechst einmal
wirklich nur der nachbar. die auslegung, dass sich das auf alle
beziehe, ist viel juenger (aber nicht genuin christlich. dass
mich da keiner missversteht.)

Das isses.
Hi Mousehunter,

Gott (Name ist egal) wird mit dem Universum (Schöpfung,
Urknall etc.) und dessen lebenden Prinzip gleichgesetzt. Gott
und die lebende Natur (naturalistischer Pantheismus) sind
eins. Wer das für möglich hält (glaubt) ist ein Pantheist.

Das kommt meiner Vorstellung von ‚Gott‘ schon sehr, sehr
nahe. Naeher als alles, was ich vorher gehoert hatte.
Entscheident war deine Aussage :
Gott ( Name ist egal )
Es hat gar keinen Namen. Den braucht es ja auch nicht.
Kann ich irgendwo an Links zum Thema Pantheismus finden ?

Danke,

Jump

PS.: War Aristoteles ein Pantheist ?

Hallo Jumpi,

Entscheident war deine Aussage :
Gott ( Name ist egal )

Ich vermutete es. Ich habe das Zeeuuuusch zu einem Mesias…:smile:)

Kann ich irgendwo an Links zum Thema Pantheismus finden ?

Ich habe dazu im Web keine vernünftigen Links gefunden. Mal die Profis fragen. Ansonsten lesen.

PS.: War Aristoteles ein Pantheist ?

Ich vermute ja. *lol*

Frage mal bei den Philosophen nach. Zu Aristoteles habe ich ein etwas gespaltenes Verhältnis. Einiges von Aristo mag ich nicht. Was soll’s aber. Menschen müssen so „verstanden“ (genommen) werden wie sie sind. Nicht wie sie am einfachsten „praktikabel“ sind bzw. man sie gerne hätte. Bei bereits toten Philosophen ist das natürlich recht einfach…:wink:)

Grüße