Eine Billardkugel zum Beispiel bekommt einen Impuls und gibt
diese Energie weiter an andere Dinge, mit denen sie
interagiert.
Ein Lebewesen macht doch das selbe, auch wenn die
aufgenommenen und weitergegebenen Informationen komplexer
sind.
Ich würde salopp und auf die Schnelle sagen die Billiardkugel ( tot) wird nie darüber nachdenken ob sie dem Impuls folgen soll und rollen, sondern sie wird es einfach machen, falls sie nicht angeklebt, getackert oder festgenagelt ist.
Ein Lebewesen, nehmen wir mal den Menschen, wie du ihn im Betreff auch genannt hast, ist immer noch (meist) in der Lage sich gegen diesen Impuls bzw. seine Folgen zu wehren.
Nehmen wir mal die spezielle Gattung Fussballer, im 16er werden sie schnellstmöglich der Länge nach die Nase in die Grasnarbe schieben und heulen was das Zeug hält, ausserhalb oder bei Verteidigung wird versucht sich so lange wie möglich auf den Beinen zu halten.
Also muss es wohl der Wille sein, der die Billiardkugel von dir unterscheidet, oder irre ich mich?
Eine Billardkugel zum Beispiel bekommt einen Impuls und gibt
diese Energie weiter an andere Dinge, mit denen sie
interagiert.
Ein Lebewesen macht doch das selbe, auch wenn die
aufgenommenen und weitergegebenen Informationen komplexer
sind.
Ich würde salopp und auf die Schnelle sagen die Billiardkugel
( tot) wird nie darüber nachdenken ob sie dem Impuls folgen
soll und rollen, sondern sie wird es einfach machen, falls sie
nicht angeklebt, getackert oder festgenagelt ist.
Ein Lebewesen, nehmen wir mal den Menschen, wie du ihn im
Betreff auch genannt hast, ist immer noch (meist) in der Lage
sich gegen diesen Impuls bzw. seine Folgen zu wehren.
Nehmen wir mal die spezielle Gattung Fussballer, im 16er
werden sie schnellstmöglich der Länge nach die Nase in die
Grasnarbe schieben und heulen was das Zeug hält, ausserhalb
oder bei Verteidigung wird versucht sich so lange wie möglich
auf den Beinen zu halten.
Also muss es wohl der Wille sein, der die Billiardkugel von
dir unterscheidet, oder irre ich mich?
Ich bestreite ja nicht, daß es Unterschiede gibt zwischen Lebewesen und toten Gegenständen. Ich habe zwar eine starke Brille, bin aber zum Glück nicht ganz blind. Deshalb habe ich auch explizit nach dem physikalischen Unterschied gefragt. Und da könnte eine Billardkugel eine größere Auswirkung auf die Zukunft haben als ein Mensch.
Auch ein Lebewesen funktioniert nach dem Prinzip Actio = Reactio, wenn das auch nicht so einfach berechenbar ist wie bei der Billardkugel.
Ich glaube, die würden mich zu den Philosophen schicken und die wieder zu den Physikern. Nicht zu vergessen die Theologen und die Chemiker. Bei der Billardkugel werden die Biologen mich lynchen. Habe ich das bei den Physikern auch zu fürchten, wenn ich den Menschen ins Spiel bringe?
Gruß Maitre
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
was lebt, hat einen Stoffwechsel, es nimmt etwas aus der Umwelt auf, zerlegt es, gewinnt Energie daraus und entlässt den nicht nutzbaren Rest wieder in die Umwelt. Kurz gesagt, Billardkugeln scheißen nicht (Verzeihung).
Ich glaube der Vergleich mit der Billiardkugel ist ein wenig zu einfach. Menschen haben diesen Kugeln folgendes Voraus:
Reproduktionsfähigkeit. Das kann im Rahmen der Physik zur Not noch untergebracht werden. Sonnen oder Kristalle wachsen/verändern sich ja auch.
Individuelle Reaktionsfähigkeit auf äussere Einflüsse
Hier wirds interessant. In der Physik behandelt man solche Systeme mit der Einführung innerer Parameter, die die Reaktionen steuern. Das klappt schon bei gewöhnlichen Festkörpern nicht immer so toll. Bei Lebewesen sieht die Sache recht hoffnungslos aus. Die beste Näherung an diese Situation ist ein Computer. Aber stell mal die Frage, ob ein Computer jemals die Fähigkeiten eines Lebewesens erlangen wird und Du wirst die verschiedenen Weltmodelle aufeinanderprallen sehen.
Persönliches Reflexionsvermögen über mich selbst und meine Umwelt
Hier verlassen wir endgültig die Zuständigkeit der Physik. Mir konnte bis heute niemand beweisen, daß er tatsächlich in der Lage ist, in dieser Weise zu denken. Unglücklicherweise konnte ich auch noch niemanden anderem beweisen, daß ich auf jeden Fall zur Menge der denkenden Menschen gehöre. Die Philosophen hauen sich über diese Frage immer noch die Köpfe ein.
was lebt, hat einen Stoffwechsel, es nimmt etwas aus der
Umwelt auf, zerlegt es, gewinnt Energie daraus und entlässt
den nicht nutzbaren Rest wieder in die Umwelt. Kurz gesagt,
Billardkugeln scheißen nicht (Verzeihung).
Information ist nicht alles? Ich denke, da bist Du auf dem Holzweg. Ohne Information ist alles nichts. Anders ausgedrückt. Ein Universum, in dem Informationen nicht aufgenommen und weitergegeben werden, kann nicht existieren.
Jedes Teilchen im Universum interagiert mit jedem anderen. Dabei werden Informationen ausgetauscht. Ein Photon werden wir zwar kaum bemerken, aber die Summe aller Strahlung von der Sonne kann uns ganz schön den Pelz verbrennen.
Auch die Ausscheidung ist eine folge von Informationsverarbeitung. Magen ist voll, Schließmuskel öffnen. Wenn Entspannung einsetzt, Schließmuskel wieder schließen. Das könnte man natürlich noch in viele Einzelinformationen unterteilen, würde hier aber wohl doch zu weit führen.
Daß eine Billardkugel keine Ausscheidungen hat, und sich alleine schon dadurch vom Menschen BIOLOGISCH unterscheidet, ist völlig richtig. PHYSIKALISCH betrachtet nimmt sie aber nur Informationen auf und gibt sie weiter. Wie auch ein Mensch, eine Ameise oder ein Radio.
In der Physik betrachtet man den Menschen wie die Billardkugel als Massepunkt:
Nimmt man den Menschen im Weltraum mit einem Impuls zusammen, so kann sich der ´Mensch gegen diesen Impuls nicht wehren, er bewegt sich den Gesetzen der klassischen Physik entsprechend, wenn er nahe c fliegt der relativistischen Physik. Genau wie die Billardkugel: würde man der Kugel ein Bewusstsein geben, so könnte sie sich nicht gegen diesen Impuls wehren…
Das einzige:
Die Billardkugel ist geordneter als das chaotische System Mensch, in dem aus Zufall ein stetiger elektrischer Impuls herrscht.
Deshalb habe ich
auch explizit nach dem physikalischen Unterschied gefragt.
wenn du in eine billardkugel einen kratzer machst, passiert gar
nichts. wenn ich einen kratzer auf meiner haut habe, verschwindet
der nach 1 woche wieder. das ist doch ein gewaltiger unterschied.
ich glaube, man nennt das zeitweilige abnahme der entropie, bzw.
LEBEN.
nachdem ich die Beiträge unten gelesen habe, möchte ich mich als Biologe auch mal dazu äußern (nicht nur bio- sondern auch philosophisch):
Was GENAU Leben ist, ist nicht exakt definiert und in Grenzfällen sicher noch gegenstand von Diskussionen. Auch unter den Biologen sind sich da nicht immer alle einig…
Der Begiff „Leben“ oder „Lebewesen“ ist von Menschen eingeführt und „erfunden“, um Beobachtungen unserer Umwelt zu kategorisieren und so in „Worte fassen“ zu können. Begriffe legen Bedeutungsgrenzen fest, in denen wir dann denken können. Diese Grenzen sind mehr oder weniger willkürlich festgelegt, ohne eine reale Entsprechung zu haben. Ihren Zweck erfüllen die begriffe dann, wenn in der überwiegenden Mehrzahl der Anwendungsbeispiele alle Beteiligten wissen (können), was gemeint ist (also eine Vorstellung der abstrakten Idee dahinter haben zu können), so daß sie die damit verbundenen Informationen nutzen können.
Für den Begriff von Lebewesen hat man sich auf einige Kriterien geeinigt, die erfüllt sein müssen. Darunter z.B. die genannten: Stoffwechsel (mit lokaler Entropieminderung), Reaktionsfähigkeit (mit Informationsverarbeitung), Vermehrung (mit Vererbung individueller Eigenschaften) und noch ein paar andere.
Diese Definition funktioniert im Alltag ganz gut, aber in der Biologie giebt es viele Grenzfälle, welche die Verwendung dieses Begriffs sehr schwer machen. Beispiele sind: obligat intrazelluläre Parasiten, weiterhin Zellorganelle; Viren; Einzelzellen mehrzelliger Organismen; Dauerstadien ohne Stoffwechsel (Moose haben sowas); Sporen etc.
Letzlich beruht Leben auf nichts weiter als auf chemischen Reaktionen, die ihrerseits auf der Physik der Elektronenorbitale beruht. Wenn man genau hinsieht, gibt es keine Grenze zwischen den Naturwissenschaften. Physik, Chemie und Bio betrachten ein und die selbe Welt nur aus etwas unterschiedlichen Blickwinkeln. Ebensowenig gibt es einen wirklichen, fundamentalen Unterschied zwischen „belebter“ und „unbelebter“ Materie. Die Übergänge sind fließend und die „convenience“ (Dienlichkeit) eines Begriffes ist der wichtige Aspekt, nicht seine 1:1-Entsprechung mit der wirklichen Welt, die wir sowieso nicht kennen.
Ach ja, die Antwort auf deine Frage:
Wie unterscheidet man rein physikalisch Lebewesen von toter
Materie?
Es gibt keinen prinzipiellen physikalischen Unterschied. Lebewesen sind physikalische Objekte, Teile dieser einen Welt.