Menschen kennenlernen

Hi Leute,

ich habe keine so konkrete Frage, aber ich würde im Urlaub gerne Menschen kennen lernen, sehen wie sie leben und so.

Gerne liege ich auch einfach faul am Strand in der Sonne, könnte mir aber auch vorstellen vielleicht mal zu einem Abendessen, Kaffeetrinken oder Hausrundgang eine einheimische Familie zu besuchen oder so.

Letztes Jahr war ich in Portugal/Algarve (s.u.) und fand das Land, die Küstenformationen, die Stimmung dort usw einfach toll und interessant. Es fehlte mir nur noch ein wenig der Kontakt zu den Portugiesen.

Ich habe nicht vor eine wissenschaftliche „Gesellschaftsstudie“ o.ä. zu machen :wink: , ebenso suche ich kein Animationsprogramm . Ich muss auch nicht wochenlang bei denen wohnen, aber vielleicht die eine oder andere Sache aus deren Sicht gezeigt bekommen.

Gibt es sowas? Ich habe vage Erinnerungen daran, mal auf einer Site über solche „Abendessenvermittlungen“ gelesen zu haben.

Wisst ihr was darüber?

Dank und Grüße,
J~

Abendessenvermittlung
Hi Jame,

dass Du nicht ausschließlich an den Strand liegen möchtest ehrt Dich.
Abendessenvermittlung zu Privatfamilien gibt es - soweit ich weiss aber nur auf Mauritius. Man kann sich an das Fremdenverkehrsamt wenden und wird dann "vermittelt. Eine gute Möglichkeit, wenigstens einen kleinen Teil des dortigen Lebens aufzuschnappen.

Relativ guten Kontakt zur Bevölkerung bekommt man, meiner Erfahrung nach, immer dort wo der Tourismus noch nicht sooo stark Einzug gehalten hat. Trotzdem gibt es manchmal die Möglichkeit, jemanden kennenzulernen. Dass darunter auch Pleiten sein können, die Dir anlässlich der Einladung zum Tee nur das Geld aus der Tasche ziehen wollen, ist natürlich möglich. Trotzdem lohnt es sich, mit offenen Augen durch die Welt zu reisen, freundlich zu sein und Gespräche zu suchen.

Bye
Rolf

Hallo,

schon mal an einen B&B-Urlaub gedacht? Meine Frau und ich haben diese Urlaubsform schon einige Male genutzt und sehen hierin eigentlich die ideale Möglichkeit mit den Einheimischen in Kontakt zu kommen. Dabei gibt es B&Bs nicht nur auf dem Lande, sondern auch in großen Städten.

Allerdings muss man ein wenig aufpassen, dass man auch wirklich an ein familiär und privat geführtes B&B gerät. Leider wird der Begriff B&B nämlich inzwischen auch gerne von billigen Absteigen missbraucht. Ein B&B-Führer für dein Urlaubsziel sollte dir aber helfen, Pleiten zu vermeiden.

Wir haben es oft erlebt (und wollten dies auch so und haben hierfür durch geeignete Fragen die passenden Brücken gebaut), dass sich innerhalb weniger Muinuten mit B&B-Hosts die interessantesten Gespräche ergeben haben und man dann recht schnell eine persönliche Ebene findet, auf der man dann auf seine Fragen die richtigen Antworten bekommt und dann eben nicht in den Nationalpark X geschickt wird, sondern den Tipp auf das kleine versteckt gelegene einsame Wildreservat bekommt. Oder eben auf die Äußerung, dass man am Abend in den bekannten Fresstempel Y gehen will, den Hinweis bekommt, dass es da einen besseren und günstigeren Laden etwas versteckt geben würde, der „erst im Kommen sei“, aber bei den Einheimischen schon heiß gehandelt wird (aber eben noch nicht im Fremdenführer steht).

Hin und wieder gibt es auch die Chance mit der Gastfamilie den Tisch zu teilen und dies ist dann in vielen Fällen ein echtes kulinarisches Erlebnis und so nebenbei bekommt man dann den Hinweis, dass Cousin Z ein Motorboot hat und man ihn morgen beim Lachsfischen begleiten könnte, …

Werde nie ein B&B in Brooklyn vergessen, wo uns die Dame des Hauses am späten Vormittag sanft mit der Bemerkung vom Frühstückstisch verscheuchte, dass wir doch sicher auch noch etwas von NYC sehen wollten. Wir hatten uns so festgequatscht, dass wir von den Tipps dann den Rest der Woche zehren konnten.

Ideal finde ich B&B übrigens bei Rundreisen, wo du ggf. ungeplant am frühen Abend in einer fremden Stadt landest. Nach dem Check-In waren wir regelmäßig im Bilde, was wir mit dem Abend anfangen sollten.

Gruß vom Wiz

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Jame~,

Gerne liege ich auch einfach faul am Strand in der Sonne,
könnte mir aber auch vorstellen vielleicht mal zu einem
Abendessen, Kaffeetrinken oder Hausrundgang eine einheimische
Familie zu besuchen oder so.

passt zwar nicht zum „am Strand liegen“, aber mit dem Rad (´Radwanderung) lernst Du Land und Leute oft sehr gut kennen.

Gibt es sowas? Ich habe vage Erinnerungen daran, mal auf einer
Site über solche „Abendessenvermittlungen“ gelesen zu haben.

Wisst ihr was darüber?

Über solche Programme weiß ich nichts.

Gruß, Karin

Hi,

schon mal an einen B&B-Urlaub gedacht?

bisher nicht. Bin eher der Last-Minute-Pauschal-Touri :smile:

Obwohl das interessant klingt was du schreibst, wäre es für mich für den Anfang vielleicht der overflow :wink: Ein, zwei Kontakte pro Woche vom sicheren Hotel aus wäre vielleicht für den Anfang besser…

Ein B&B-Führer für dein
Urlaubsziel sollte dir aber helfen,

wo bekommt man sowas?

interessantesten Gespräche ergeben haben und man dann recht
schnell eine persönliche Ebene findet, auf der man dann auf
seine Fragen die richtigen Antworten bekommt

In welcher Sprache redest du denn mit denen? Leider sind Fremdsprachen nie meine Stärke gewesen, Englisch kann ich auch nur rudimentär (lerne es aber grade).

Hin und wieder gibt es auch die Chance mit der Gastfamilie den
Tisch zu teilen und dies ist dann in vielen Fällen ein echtes
kulinarisches Erlebnis und so nebenbei bekommt man dann den
Hinweis, dass Cousin Z ein Motorboot hat und man ihn morgen
beim Lachsfischen begleiten könnte, …

:smile:

Dank und Grüße,
J~

Hi Karin,

passt zwar nicht zum „am Strand liegen“, aber mit dem Rad
(´Radwanderung)

*grins*, du lässt nicht locker :wink:
Aber im Urlaub auch noch körperliche Anstrengung… Neenee, las mal :smile:

Grüße,
J~
PS: Hmm, dein neuer Nickname ist etwas gewöhnungsbedüftig. Liest sich wie Kuh-Max. Sorry, war nicht böse gemeint ;D

Hallo!

Einfach mal Leute unterwegs ansprechen. Kontakte findet mal überall, sei es im Hotel, Caffes, Supermärkten, Bars, etc. Im Urlaub kommt man schnell ins Gespräch, wenn man unterwegs ist. Oft auch durch gemeinsame Hobbys wie Wandern, Angeln etc. Einfach ins Gespräch verwickeln, irgendwann ergibt sich mal etwas oder vielleicht vorher mal unter Brieffreundschaften etwas aufbauen. Hatte da nie Probleme mit. Vielleicht mal Einheimischenorte, Plätze, Häfen oder kulturelle Einrichtungen besuchen und nicht nur da wo sich Touristen tummeln.

bisher nicht. Bin eher der Last-Minute-Pauschal-Touri :smile:

Da wird es dich freuen, dass wir unsere B&B-Urlaube auch so machen. D.h. man nehme sich für die Region ein kurzfristig verfügbares und preiswertes Fly-and-Drive Angebot (Flug/Mietwagen), nehme sich eine Landkarte und einen Reiseführer zur Hand, markiere je nach Lust, Laune und Zeit mehr oder weniger viele Stationen und begebe sich dann per Google ins Internet und sucht mit der Kombination "B&B " nach einzelnen B&Bs oder Anbietern in der Region. Dann kann man sich einige interessante Häuser aussuchen und ggf. vorbuchen.

Obwohl das interessant klingt was du schreibst, wäre es für
mich für den Anfang vielleicht der overflow :wink: Ein, zwei
Kontakte pro Woche vom sicheren Hotel aus wäre vielleicht für
den Anfang besser…

Keine Sorge, ich habe bislang nur „sichere“ B&Bs erlebt. Und im Gegensatz zu Hotelpersonal sagen dir die B&B-Hosts auf Nachfrage auch ganz klar, wo man besser wann nicht hingeht. Und wieviel Stationen du machst und wie lange du an einem Ort bleibst, und wie eng du den Kontakt zum Host haben möchtest, ist ganz dir überlassen.

Ein B&B-Führer für dein
Urlaubsziel sollte dir aber helfen,

wo bekommt man sowas?

Außer im Internet findet man B&B-Führer auch im Buchhandel oder (heißester Tipp) oft umsonst in den Touristeninformationen am Flughafen oder im ersten Stadtzentrum des Zielgebiets.

interessantesten Gespräche ergeben haben und man dann recht
schnell eine persönliche Ebene findet, auf der man dann auf
seine Fragen die richtigen Antworten bekommt

In welcher Sprache redest du denn mit denen? Leider sind
Fremdsprachen nie meine Stärke gewesen, Englisch kann ich auch
nur rudimentär (lerne es aber grade).

In touristisch erschlossenen Gebieten verstehen die Hosts üblicherweise Englisch (wenn es sich nicht gerade um Gegenden mit großem nationalen Sprachstolz handelt). Ansonsten Hände und Füße, Vokabeln aus allen möglichen Sprachen einsetzen, … Das macht ja gerade den Reiz und Spaß an der Sache aus. Einfach mal ins kalte Wasser springen, es funktioniert. Als ich mal in Tokio war, habe ich mich die ersten Tage auch nicht vom Rockzipfel der wenigstens etwas sprachlich gebildeten Begleiterinnen entfernt, nach einer Woche bin ich ganz alleine kreuz und quer mit U- und S-Bahnen durch die Stadt gezogen (und es ist eine urban legend, dass alle Japaner wunderbares Englisch sprechen). Vor ewigen Zeiten wurden wir (noch mit meinen Eltern unterwegs) mal vom Vermieter unseres Ferienhauses nach Kopenhagen eingeladen. Seine Frau und meine Mutter hatten keine gemeinsame sprachliche Basis (kaum Englisch, wenig Deutsch/Dänisch). Die beiden haben sich stundenlang ganz ausgezeichnet miteinander unterhalten.

Wenn du dir mal einen Eindruck von einer B&B-Reise machen möchtest: Ich habe unter http://www.joerglemmer.de/canadausa1999.htm unsere schönste Reise an die kanadische und US-amerikanische Küste mal für Freunde und als „Werbung“ für B&B-Urlaub dokumentiert. Diese Reise war natürlich die Luxusvariante mit überwiegend historischen B&Bs. Man findet B&Bs aber in jeder Preisklasse inzwischen eigentlich überall auf der Welt. Man muss nur suchen. Die Dinger stehen eben nicht in den bunten Katalogen der großen Veranstalter. Das Internet hilft dabei ungemein. Übrigens: Im franko-kanadischen Teil der Reise hatten wir genau das oben geschilderte Sprachproblem mit einer sehr sprachstolzen Volksgruppe (und meine Frau und ich haben diese Sprache nie gelernt). Trotzdem hatten wir keinerlei Probleme.

Gruß vom Wiz

Die Löööööööööööööösung!!!
Hi Jame, ich habe die Lösung fuer dich! Es gibt einen Club im Internet, der sich solchen Menschen wie dir annimmt. Ich bin da auch Mitglied. Jedes Mitglied bietet dem anderen Hilfe an. Sei es bei einer Übernachtung, bei Fragen rund um den Urlaubsort, … Sie gehen mit dir irgendwohin, wenn du willst und alle sind sehr aufgeschlossen neue Menschen aus fremden Ländern kennenzulernen. Der Club kostet nichts! Wenn du dich dort einträgst, kannst du selber bestimmen, was du leisten willst. Du kannst nach Ländern aussuchen, kannst nach dem Alter gehen … Hier noch der Link zu der Webpage: http://www.hospitalityclub.org . Wirklich eine tolle Sache! Gruss Maike

Hi,

danke für den Link.
Ich werde mir das mal anschauen.

Grüße,
J~

Hallo!

schon mal an einen B&B-Urlaub gedacht?

bisher nicht. Bin eher der Last-Minute-Pauschal-Touri :smile:

Ich kann mich den Aussagen von Wiz nur anschließen. Entweder auf eigene Faust hinfahren (mit Auto oder Zug) oder sonst ein günstiges Fly and Drive Angebot buchen - je nach Belieben, Bedarf und Preis.

Nur nicht irgendeinen Pauschalurlaub in einem Clubhotel oder so buchen, wo man sich dann drei Wochen lang am Pool mit 300000 Leuten aus dem eigenen Land in der Sonne braten lässt und wo alle dann auf Befehl des Animateurs plötzlich locker und lustig sind.

Wenn du mit Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln in einem fremden Land selbst unterwegs bist und nicht unbedingt hauptsächlich in riesigen Hotelburgen übernachtest, dann lernst du ganz automatisch eine Menge einheimische Leute kennen - mir ist es jedenfalls noch nie anders ergangen und ich möchte das auch nicht missen.

Gruß
Tom