Menschen sind Viren?

Hallo,
kennt jemand von Euch Literatur über das Thema „Sind Menschen Viren?“ - bzw. Vergleichende Verhaltensforschung zwischen Menschen und Viren. Was haben diese Spezies gemeinsam und was nicht…

Über jegliche Info wäre ich sehr dankbar,

Axel

Hi,

kennt jemand von Euch Literatur über das
Thema „Sind Menschen Viren?“ - bzw.
Vergleichende Verhaltensforschung
zwischen Menschen und Viren. Was haben
diese Spezies gemeinsam und was nicht…

Ich kann mir nicht erklaeren, was daran witzig sein soll, daher nehme ich mal an, dass die Frage irgendwie ernst gemeint ist… Nein, das kann nicht Dein Ernst sein.
Egal, hier der Versuch einer Antwort. Viren haben kein Verhalten, Verhaltensforschung geht von anderen Praemissen aus als Du (soweit ich das bei Deinen Praemissen beurteilen kann). Menschen und Viren haben auch sonst nicht viel gemeinsam. Das ganze klingt so Fragen nach dem Motto „Was haben Luftballons und Ferraris gemeinsam?“ (Antwort: „Je lauter desto Peng!“). Alles klar?
Wenn Du allerdings nach wirklich platten und wertlosen Analogien für Teilaspekte menschlichen Verhaltens suchst - bitte, wieso nicht Viren.

Sollte ich Deine Frage falsche verstanden haben entschuldige ich mich im voraus.

Gruss

Thorsten

Hallo!

Obwohl ich nicht wirklich eine Ahnung von Verhaltensforschung hab, oder gerade deswegen, denk ich schon, daß diese Frage seriös ausduskutiert werden kann;

Das Mißverständnis besteht vielleicht darin, daß man bei dieser Fragestellung den Menschen bzw. das Virus nicht als Individuum betrachten sollte (so sind sicher nur sehr schwierig Gemeinsamkeiten zu finden), sondern immer in der Masse. Und dann kann ich mir schon vorstellen, daß gewisse Analogien bestehen.

Also was sagt ihr anderen dazu?

mfg!

BStefan

SEHR ernst gemeint!
Definitiv war die Frage ernst gemeint. Auf die Frage gebracht hat mich der Film „Matrix“, denn darin gab es eine kurze, aber meiner Ansicht nach treffende Analyse des Menschen als Masse (richtig, NICHT als Individuum!).
Wir leben nicht in Einklang mit der Natur, sondern VON unserem Wirt (die Erde), wir breiten uns aus auf andere Gebiete dieses Wirts und zerstören ihn langsam (damit aber auch uns selbst, was uns allerdings keineswegs im Verhalten beeinflusst - jedenfalls im Groben und Ganzen), außer, dass wir einen weiteren Wirt zur Besiedelung und Ausbeutung suchen (Mond, Mars…).

Gibt es darüber echt noch keine Literatur?? Geht unsere Selbstkritik wirklich nicht soweit?

Eine Diskussion fände ich sehr spannend.

MfG

Axel

Wir leben nicht in Einklang mit der
Natur, sondern VON unserem Wirt (die
Erde), wir breiten uns aus auf andere
Gebiete dieses Wirts und zerstören ihn
langsam (damit aber auch uns selbst, was
uns allerdings keineswegs im Verhalten
beeinflusst - jedenfalls im Groben und
Ganzen), außer, dass wir einen weiteren
Wirt zur Besiedelung und Ausbeutung
suchen (Mond, Mars…).

dies trifft für den Menschen schon zu, aber das Bild hängt schief. Das hat nichts mit Viren zu tun sondern eher mit Schimmelpilzen und Bandwürmern.

Gruß

Johannes

Wie oft hast du " Matrix" gesehen ?

Hi,

na gut, es sieht tatsaechlich so aus, als ob Ihr das Ernst meint. Dann will ich doch auch mal meinen neunmalklugen Senf dazugeben (You are a disease of this planet - we are the cure … im Original einfach ueberragend, hat der Mann eigentlich einen Oskar gekriegt?).

Also erstens: Mit Verhaltensforschung hat das garnichts zu tun, die betrachtet naemlich nur Individuen. Das ginge eher in Richtung Oekologie, Evolutionsforschung.

Zweitens: Viren sind ein ziemlich schlechter Vergleich, das haengt an allen Ecken und Enden. Ein paar Analogien kann man zwar ausschlachten, aber das ganze scheint mir doch gar zu bloed.

Drittens: Die Matrix-Stelle, die Du meinst spricht von „Seuche“ (disease) und das ist mindestens 50% Lautmalerei. John Schmith, der den Satz sagt hat recht wenig Text, der den er hat ist aber extrem akzentuiert, wie er etwas spricht ist mindestens ebenso wichtig wie was er spricht (Ein Wiesel/ Sass auf einem Kiesel/ In mitten Bachgeriesel/ Um seinen Durst zu stillen/ Und wofuer?/ Das kluge Tier/ Tats um des Reimes Willen … Morgenstern)

Und last not least ein paar sachdienliche Hinweise (wenn ich von Erde rede, meine ich auch das Leben auf selbiger):
Nein, wir menschen richten unseren Planeten nicht zugrunde, das koennen wir garnicht. Soweit wir das beurteilen koennen, koennen wir das garnicht - zumindest noch nicht. Die Erde hat offensichtlich schon schlimmeres ueberstanden, als das, was wir ihr jetzt zumuten und sie wird noch schlimmeres ueberstehen - ob das auch fuer uns gilt ist mindestens fraglich. Wir koennen zwar nicht die Erde und Ihr Oekosystem zerstoeren, aber vermutlich koennen wir uns die Lebensgrundlage entziehen. Das macht uebrigens kein Virus, keine Made und kein Wurm. Die hatten naemlich in langer Evolution Zeit, sich an die Gegebenheiten anzupassen; Die die sich die Lebensgrundlage entzogen haben weilen nicht mehr unter uns. Keine gute Analogie wuerde ich sagen.
Wir konnten uns nicht anpassen, weil unsere kulturelle Evolution sich staendig selbst ueberholt, bevor ein Gleichgewicht erreicht wird - die kulturelle Evolution scheint zu schnell fuer das System Erde zu sein. Doch auch das ist keine gesicherte Erkenntnis.

Sich als Wurm, Made oder Virus zu bezeichnen, scheint mir Ausdruck der ewigen menschlichen Lust an der Selbstverstuemmelung zu sein. Anzunehmen, wir koennten mehr sein als ein Schluckauf der Evolution (wir koennten diese gar beenden) ist dagegen Ausdruck menschlicher selbstueberschaetzung (Krone der Schoepfung … bla bla). Und beides ist Ausdruck unserer zwangslaeufig anthropozentristischen Perspektive - und wenig hilfreich bei der Loesung der derzeitigen Misere.
Es moeglicherweise immernoch nicht die Zeit fuer Verzweiflung und Selbstkasteiung. Es besteht durchaus Hoffnung, dass wir die Menschheit die naechsten 200 Jahre uebersteht. Das ist ein Zeitraum in dem man schon was machen koennte.

Gruss

Thorsten

Einmal.

Spielt das eine Rolle?

Welchen Bezug nimmst Du zu den Viren? Bezogen auf das Verhalten zur Umgebung bestehen Ähnlichkeiten: Grenzen werden erkannt, aber der Raum nicht erfaßt. Letztlich kommt der Tod durch die Zerstörung des Wirtes. Von Intelligenz keine Spur.
Heinz

Halli Hallo
Schau Dir doch mal die Diskussion mit dem Titel „Mensch und Gaya“ da haben wir ein wenig in die richtung philosophiert…
Viel Spaß…

)

Holger

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Halli Hallo

Selber hallo:smile:

Schau Dir doch mal die Diskussion mit dem
Titel „Mensch und Gaya“ da haben wir ein
wenig in die richtung philosophiert…
Viel Spaß…

)

Nur: WO??

Holger

Axel :smile:

Halli Hallo

Selber hallo:smile:

Schau Dir doch mal die Diskussion mit dem
Titel „Mensch und Gaya“ da haben wir ein
wenig in die richtung philosophiert…
Viel Spaß…

)

Nur: WO??

Oh sorry…natürlich im Bio/Chemie Forum…

Holger

Hallo.

Dann mußt du die Frage echt anders formulieren. Streiche Verhalten, setze Epidemioloie.

Ich denke, auf unterster Ebene haben beide Spezies (wenn man bei Viren von sowas reden kann - sie zählen ja NICHT zu den Lebewesen, sondern sind TOTE Materie) eine grudsätzliche Gemeinsamkeit: man kann sie beide betrachten als Manifestationen einer Strategie, unter bestimmten Umweltbedingungen Gruppen informationshaltige Elemente zu replizieren (konkret:Gene). Genau damit rennt man aber schon wieder ins nächste Problem: Die Gruppen sind nicht isoliert voneinander und auch nicht unabhängig. Also muß man letzendlich das System als Ganzes betrachten und die einzige Gemeinsamkeit der Teilaspekte Mensch/Virus liegt eben in der Zugehörigkeit zum selben (selbst-replikativen) System.

Virale Grüße

Jochen

Hi!

(wenn man bei Viren von
sowas reden kann - sie zählen ja NICHT zu
den Lebewesen, sondern sind TOTE Materie)

Stimmt so aber nicht ganz. Sie sind keine tote Materie, sondern haben so eine „Zwitterstellung“, an der sich die Biologen seit Jahrzehnten die Köpfe einrennen. Teilweise haben sie Eigneschaften von Leben, teilweise nicht.

eine grudsätzliche Gemeinsamkeit: man
kann sie beide betrachten als
Manifestationen einer Strategie, unter
bestimmten Umweltbedingungen Gruppen
informationshaltige Elemente zu
replizieren (konkret:Gene).

Das gilt natürlich auch für sämliche sonstigen Lebewesen…

Gruß, Kubi

Hi!

(wenn man bei Viren von
sowas reden kann - sie zählen ja NICHT zu
den Lebewesen, sondern sind TOTE Materie)

Stimmt so aber nicht ganz. Sie sind keine
tote Materie, sondern haben so eine
„Zwitterstellung“, an der sich die
Biologen seit Jahrzehnten die Köpfe
einrennen. Teilweise haben sie
Eigneschaften von Leben, teilweise nicht.

Nö. Von der theoretischen Bio aus gesehen macht die Definition von „Leben“ sowieso keinen Sinn, eben weil man so große Abgrenzungsschwierigkeiten hat. Im herkömmlichen Sinne kann sie jedoch kein ernsthafter Biologe als Lebewesen bezeichnen wollen. Dazu fehlen zuviele wichtige Eigenschaften, anhand derer der konventionell verwendete Begriff „Leben“ definiert wird. Dann müßten sich auch Ingenieure streiten, ob ein Triebwerk ein Fortbewegungsmittel ist…

lebendige Grüße

Jochen

Hi,

es gibt eine weithin akzeptierte Definition von Leben. Danach muss belebte Materie zur Replikation fähig sein (was auf Viren zutrifft) und einen Stoffwechesel haben (was auf Viren nicht zutrifft).
Daher also die Zwitterstellung der Viren. Diese Definition ist allerdings eher als „alte Bauernregel“ zu werten, da scharfe Abgrenzungen tatsaechlich sehr schwer zu treffen sind. Ein faszinierender Fall sind z.B. auch Prionen - einzelne Eiweismolekuele, die unter bestimmten Bedingungen aber zur „Replikation“ faehig sind (siehe BSE).

Gruss

Thorsten

Hallo,

Nö. Von der theoretischen Bio aus gesehen
macht die Definition von „Leben“ sowieso
keinen Sinn, eben weil man so große
Abgrenzungsschwierigkeiten hat.

Das ist wohl wahr!

Im

herkömmlichen Sinne kann sie jedoch kein
ernsthafter Biologe als Lebewesen
bezeichnen wollen. Dazu fehlen zuviele
wichtige Eigenschaften, anhand derer der
konventionell verwendete Begriff „Leben“
definiert wird. Dann müßten sich auch
Ingenieure streiten, ob ein Triebwerk ein
Fortbewegungsmittel ist…

Dazu hat Thorsten ja schon geantwortet…

lebendige Grüße

…zurück,

Kubi

Hallo Axel,dieses Buch behandelt das Verhätnis zwischen Mensch und Erde.
"Lebendes Wasser " von Olof Alexandersson über Viktor Schauberger.
Viel Freude beim Lesen.
Mit freundlichen Grüßen
Robert

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