Menschlich verwerflich?

hi,

nur eine kurze dikussionsgrundlage:

in D werden 400.000 rinder geschlachtet und vernichtet, nur um den preis zu stabilisieren … ausschluss des liberalismus in reinstform!

wenn diese tiere getestet würden und kein erreger entdeckt würde, wäre es nicht vertretbar, diese nahrungsmittelmassen in dritte welt länder zu exportieren?
da leben kinder von der hand in den mund und haben eine lebenserwartung weit unter der möglichen inkubationszeit von bse. oder sind die grünen gar nicht mehr sozial-ökologisch ?
stimmt ja, trittin will ja sitzblockaden wegen kastor in seiner partei verhindern. wann tritt er zur spd über? egal!

gruss

shob

hallo, Showbee

…wenn diese tiere getestet würden und kein erreger entdeckt
würde, wäre es nicht vertretbar, diese nahrungsmittelmassen in
dritte welt länder zu exportieren?

Geht nicht! Das würe zum einen Transportkosten verursachen (die unverschämten Hungernden holen sich ja das Fleisch nicht selbst ab), zum anderen würde es den Preis kaput machen. Kann man ja an denen nichts mehr verdienen! Also wird das gleiche Fleisch an diese Verkauft. Das bringt Geld. Und damit sie nicht zu viele werden verkauft man der Regierung und den Rebellen zugleich Waffen. Und schon hat man wieder Geld verdient.

da leben kinder von der hand in den mund und haben eine
lebenserwartung weit unter der möglichen inkubationszeit von
bse. oder sind die grünen gar nicht mehr sozial-ökologisch ?
stimmt ja, trittin will ja sitzblockaden wegen kastor in
seiner partei verhindern. wann tritt er zur spd über? egal!

Was interessiert das alles die Politiker?!
Grüße
Raimund

Hi showbee

Die Moral, 400000 Rindviecher (2 Mio in der Eu) zu töten und das Fleisch zu vernichten, sei nun mal dahingestellt. Fakt ist, das diese Tiere eh geschlachtet worden wären, wenn die BSE-Krise nicht gekommen wäre. Das Fleisch ist derzeit unverkäuflich und es fehlen die Lagerkapazitäten für das Fleisch.

wenn diese tiere getestet würden und kein erreger entdeckt
würde, wäre es nicht vertretbar, diese nahrungsmittelmassen in
dritte welt länder zu exportieren?

Nein!
In den meisten Entwicklungsländern mit chron Unterernährung/Hunger ist dies nicht auf eine prinzipielle Unterproduktion zurückzuführen, sondern auf Verteilungsprobleme bzw auf ein bewusstes „Aushungern“ einzelner Volksgruppen durch die Machthaber (z.B. Sudan)
In echte Kriesengebiete kann man ja nicht richtig liefern. Bei kurzfristigen Nahrungsengpässen ist woanders immer genug Nahrung vorrätig, um diesen zu überwinden.
Praktisch alle Länder wären durchaus in der Lage, sich mit Nahrungsmitteln selbst zu versorgen. Duch einen kostenlosen Export von Nahrungsmitteln würde man die lokale Nahrungsproduktion zerstören. Oder was glaubst du, wieso sich alle Welt über die Dumpingpreise beschwert, mir denen die EU ihre Überschüsse auf den Markt warf und wirft.
Ganz ähnlich lief und läuft die Geschichte ja mit Textilien. Textilien aus der Altkleidersammlung werden in die 3 welt verfrachtet und dort billigst verscherbelt. Dadurch wird die lokale Textilindustrie schwer geschädigt. Und wir haben ein „gutes Gewissen“ wiel die Einnahmen ja wieder in die Entwicklungshilfe fliessen.

da leben kinder von der hand in den mund und haben eine
lebenserwartung weit unter der möglichen inkubationszeit von
bse.

Richtig, hängt aber in friedlichen Regionen mehr an der mangelden medizinischen Versorgung.

Gruss
Mike

Hi showbee

Die Moral, 400000 Rindviecher (2 Mio in der Eu) zu töten und
das Fleisch zu vernichten, sei nun mal dahingestellt. Fakt
ist, das diese Tiere eh geschlachtet worden wären, wenn die
BSE-Krise nicht gekommen wäre. Das Fleisch ist derzeit
unverkäuflich und es fehlen die Lagerkapazitäten für das
Fleisch.

???

hi michael,

getötet worden wären sie, ok! aber verbrannt? nahrungsmittel???
warum muss man alles verkaufen?

wenn diese tiere getestet würden und kein erreger entdeckt
würde, wäre es nicht vertretbar, diese nahrungsmittelmassen in
dritte welt länder zu exportieren?

Nein!
In den meisten Entwicklungsländern mit chron
Unterernährung/Hunger ist dies nicht auf eine prinzipielle
Unterproduktion zurückzuführen, sondern auf
Verteilungsprobleme bzw auf ein bewusstes „Aushungern“
einzelner Volksgruppen durch die Machthaber (z.B. Sudan)

nun gut, wenn dem so ist, ist das deren problem, fragt man sich nur, wieso hier dann nicht die USA und/oder NATO eingreiffen… ach so. dort gibts ja nichts zu holen, ausser kosten und tote GI’s …

In echte Kriesengebiete kann man ja nicht richtig liefern. Bei
kurzfristigen Nahrungsengpässen ist woanders immer genug
Nahrung vorrätig, um diesen zu überwinden.

meinst du?

Praktisch alle Länder wären durchaus in der Lage, sich mit
Nahrungsmitteln selbst zu versorgen.

ich dachte ja auch nur an eine einmalige lieferung, die rosinenbomber über berlin haben ja auch nicht berlins wirtschaft nachhaltig behindert, oder?

Duch einen kostenlosen Export von Nahrungsmitteln würde man die :lokale Nahrungsproduktion zerstören.

soviel sind ja dann 400.000 rinder auf halb afrika und asien auch nicht … (es gibt ja neben sudan und äthipien, die einem immer gleich einfallen, auch nordkorea, bangladesh usw. ach nein, die in b. sehen die kuh ja als heilig an, oder?)

Oder was glaubst du, wieso sich
alle Welt über die Dumpingpreise beschwert, mir denen die EU
ihre Überschüsse auf den Markt warf und wirft.
Ganz ähnlich lief und läuft die Geschichte ja mit Textilien.
Textilien aus der Altkleidersammlung werden in die 3 welt
verfrachtet und dort billigst verscherbelt. Dadurch wird die
lokale Textilindustrie schwer geschädigt. Und wir haben ein
„gutes Gewissen“ wiel die Einnahmen ja wieder in die
Entwicklungshilfe fliessen.

da leben kinder von der hand in den mund und haben eine
lebenserwartung weit unter der möglichen inkubationszeit von
bse.

Richtig, hängt aber in friedlichen Regionen mehr an der
mangelden medizinischen Versorgung.

Gruss
Mike

meinst du? ich denke, grade durch hunger wird doch ein kleinkindkörper anfällig auf krankheiten. erst dann braucht man doch medizinische hilfe. ich glaube bis auf ein paar impfungen und kinderverletzungen brauchte ich neben fieber und schnupfenmitteln nichts vom doc…

naja, diese welt ist halt eben ungerecht. nicht umsonst besitzen ja 10% der weltbevölkerung 90% des vermögens …

gruss

shob

§ 1
Zweck dieses Gesetzes ist es, aus der Verantwortung des :Menschen für das Tier als Mitgeschöpf dessen Leben
und Wohlbefinden zu schützen.
Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, :Leiden oder Schäden zufügen.

(cut&paste aus dem brett Recht von wolfgang)

eigentlich interessant. demnach verstoßen unsere polit-futzis
gegen das tiergesetz wenn sie die Rinder nur zur Preisstabilisierung abschlachten?!
Im grunde seh ich das problem wie im bergbau, in der stahlindustrie etc etc. Wenn die märkte nicht permanent mit subventionen zugebuttert würden (insbesondere kurz vor wahlen), würden sie sich in der tat selbst regulieren. dann gäb es solche ausuferungen mit an sicherheit grenzender wahrscheinlichkeit nicht mehr.
sollten die rinder tatsächlich infiziert sein bzw nicht 100% gewährleistet wird daß der verzehr unbedenklich ist,sieht die sache natürlich anders aus. aber das argument dient zur zeit bei den politikern leider nur als alibi.
grüße rené

gut!!! sehr guuuuuut!
endlich wurde klar ausgesprochen, dass diese aktion dazu dient, den rindfleischpreis zu stabilisieren!
das ist eine gute politische entscheidung unter beruecksichtigung der oekonomischen notwendigkeiten, dennn nun wird spielraum fuer weitere massnahmen getroffen:

als naechstes sollten 200.000 rentner euthanisiert werden … das wuerde naemlich die renten ueber mehrere jahrzehnte stabil halten, und es ist damit zu rechnen, dass nichtausgewaehlte fuer diese aktion aus gram und verzweiflung lebensenergie verlieren, so dass hier ein noch besserer, als geplanter effekt, eintritt.

ebenso studenten: wenn man ca 50.000 notschlachten wuerde, dann koennte man bafoeg in der form umverteilen, dass es keinerlei sozialen sachzwaenge mehr gaebe, ein studium nicht zu beenden, unddas leistungsprinzip waere wieder da, um unsere besten zu foerdern.

anbetracht der zahlreichen auslaender waere ein keulung von ca 2 millionen angebracht! nicht nur, dass sie den deutschen die arbeitsplaetze wegnehmen + deren frauen vergewaltigen, waere eine geringere auslaenderzahl auch ein politisches mittel, den rechtsradikalismus in der brd einzudaemmen, denn je weniger auslaender es hier gibt, umso weniger gruende gibt es, gegen sie anzutreten.

also hut ab, vor unseren politikern, die den direkten weg bei problemloesungen gehen, und sich nicht von sachzwaengen einlullen lassen.
gruss
khs

sauber…langsam kommen wir hier in die pötte!
nu geht das ab hier
cu rené

Hallo,

wenn diese tiere getestet würden und kein erreger entdeckt
würde, wäre es nicht vertretbar, diese nahrungsmittelmassen in
dritte welt länder zu exportieren?
da leben kinder von der hand in den mund und haben eine
lebenserwartung weit unter der möglichen inkubationszeit von
bse.

Grundsaetzlich ist der kostenlose Export von Nahrungsmitteln in die dritte Welt nicht geeignet, das Hungerproblem zu loesen. Neben den genannten Verteilungsproblemen und der Zerstoerung der eigenen Produktion in der dritten Welt, haette ein solches Vorgehen eine Bevoelkerungsexplosion zur Folge, die das Nahrungsproblem wenige Jahre spaeter um ein Vielfaches verschaerfen wuerde.

Gruss, Niels

Die Moral, 400000 Rindviecher (2 Mio in der Eu) zu töten und
das Fleisch zu vernichten, sei nun mal dahingestellt. Fakt
ist, das diese Tiere eh geschlachtet worden wären, wenn die
BSE-Krise nicht gekommen wäre. Das Fleisch ist derzeit
unverkäuflich und es fehlen die Lagerkapazitäten für das
Fleisch.

Hallo Michael,

BSE ist zwar die Ursache, aber als Begründung für die beabsichtigte Tötung von 400.000 Rindern ohne Krankheitsverdacht wird ausschließlich die Preisstützung angeführt.
Über Moral und Ethik kann man lange streiten. Deshalb hatte ich meine Frage auch im Recht-Brett gestellt. Es gibt nun einmal das
Tierschutzgesetz, das auch „Nutztiere“ ausdrücklich einschließt. Danach müssen „vernünftige“ Gründe vorliegen, wenn man
einem Mitgeschöpf (ja, so steht’s wörtlich im Gesetzestext) ans Leben will. Wenn nun ein als zu niedrig empfundener Marktpreis als „vernünftiger Grund“ schon ausreicht, kann man das Tierschutzgesetz gleich ersatzlos streichen.

Um es abzukürzen: Ich halte die geplante Aktion für einen glatten Rechtsbruch. Leider hat sich dazu noch kein Jurist geäußert. Ich wäre bereit, zusammen mit einem erfahrenen Juristen Zeit und Geld zu investieren, um diesem Irrsinn - in meinen Augen ein Verbrechen, mindestens aber Rechtsbeugung - einen Riegel vorzuschieben.

Es handelt sich um Lebewesen! Es widerspricht Inhalt und Geist des Tierschutzgesetzes, Lebewesen zu Spielzeugen im Preispoker
von Bürokraten zu machen. Wenn Tiere getötet werden, um der Ernährung zu dienen, ist das noch mit naturgegebenen Vorgängen
nachzuvollziehen. Wenn man Tiere aber tötet, verbrennt, vernichtet, um den Markt zu stützen, halte ich das ethisch und rechtlich für vollkommen unvertretbar.

Mit richtiger Wut im Bauch

Gruß
Wolfgang

Ist doch logisch:

CDU machte Sozialpolitik,
SPD macht Arbeitgeberpolitik,
dann muessen die Gruenen ja wohl
die Atomindustrie unterstuetzen,
und Rinder schlachten…

Marco

hi karl-heinz,

auch wenn deine aeusserungen ein wenig abstrakt/streng und „krass“ sind, stimme ich dir zu. leider ist das nun so… der indirekte weg wäre mir aber lieber:

rentenmodell á la schweden oder niederlande
ausbildungssystem á la daenemark und britannien
landwirtschaftspolitik wie irland
und rechtsradikalismusbekämpfung mit äusserester keule (und nicht nur juristisches geplänkel jahrelang vorm BVerfG …), da gehört das StGB erweitert und die justiz diesbezueglich beschleunigt. ich will keine schnellgerichte, aber wenn ein obdachloser im mai oder juni 2000 auf usedom totgetreten wird, kann es nicht sein, das erst 6-7 monate später die gerichtsverhandlung ist. das muss spätestens 3 monate danach alles geklärt sein und mit 25 - 50 jahren knast enden!

mir fiel bisher auf, das steuerhinterziehungsverfahren gegen peter graf etc. viel schneller und drakonischer durchgeszogen wurden als mord und totschlag. ist das soziale marktwirtschaft?

vor allem ist das demokratie und vereinbar mit dem gewissen von regierung i.v.m. GG ???

gruss

*dersichüberfastgarnichtsmehrwundernkann*

shob

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Eßt mehr Rindfleisch!
Wenn jetzt nicht (fast) alle der BSE-Hysterie unterliegen würden und mehr Rindfleisch essen würden, müßten auch nicht soviele Tiere getötet werden, denn sie werden ja nicht getötet, weil sie etwa BSE hätten, sondern weil der Rindfleisch-Markt wegen des mangelnden Absatzes zusammenbricht.

Guten Appetit - und bei mir gibts heute mittag Güvetsch mit Rinderhackfleisch und Reis.

Hysterie hat halt in Deutschland (*huch*) Tradition.

Schönen Sonntag wünscht die Beobachterin

hi beob…

es geht doch hier gar nicht darum, warum der grund für die tötung existiert (hier fleischangst), sondern das dies reicht um 400.000 tiere zu töten…

was ist mit greenpeace und konsorten? die sind wohl wie die echten grünen, retten lieber einen wal statt 400.000 rinder …

komisch, komisch.

übrigens meine ich: wirtschaftliche aspekte duerfen nicht grund für tötung sein, nicht von mensch und nicht von tier…

gruss

shob

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