Menschlicher Müll - warum?

Als Mann, der genau für eine Personalvermittlung arbeitet und in D ziemlich vorne im Markt steht:

Warum werden Menschen ab Mitte 40 als zu alter menschlicher (Arbeits-)müll betrachtet?
Warum werden Erfahrungen nicht genutzt?

Warum in aller Welt soll ein 55jähriger, der zwar dringend Arbeit sucht, aber einfach resigniert hat, als „nicht mehr arbeitssuchend“ gestempelt und nach dem neuen Ansatz des Nachfolgers von Jagoda in die soziale Armut exportiert werden.

Wer hat Ideen, aber wirklich praktisch umsetzbare, um das in diesem Lande zu ändern.

Hallo Heinz,

ob und was Jagodas Nachfolger bewirken wird, hängt entscheidend von politischen Vorgaben ab. Da hörte ich bisher nur Phrasen, jedenfalls war von konkreten Maßnahmen noch nicht die Rede.

Das Problem älterer Arbeitnehmer am Arbeitsmarkt hat viele Ursachen, die ich hier aus Zeitgründen nur anreißen kann:
Seit vielen Jahren hat sich der Gedanke an Vorruhestand in vielen Köpfen etabliert. Ursprünglich sollten Vorruhestandsregelungen dazu dienen, Arbeitsplätze für Jüngere frei zu machen. Ferner gehört permanente Fortbildung für den durchschnittlichen Inhaber eines vermeintlich sicheren Arbeitsplatzes überhaupt nicht zum Vokabular. So muß jemand nur lange genug am gleichen Arbeitsplatz tätig sein, um geistig zu verknöchern und bei der erstbesten Veränderung hinten herunter zu fallen.

Ein Teil des Problems löst sich auf mittlere Sicht von allein über die demographische Entwicklung. Es wachsen nicht genug junge Leute nach, so daß man auf die älteren Arbeitskräfte auf Dauer nicht mehr verzichten kann. Gleichzeitig wird über wirtschaftliche Zwänge in der Finanzierbarkeit der Altersversorgung erzwungen, daß man das Wort Vorruhestand wird streichen müssen und es dauert nicht mehr lange, bis ernsthaft von einer Anhebung des Rentenalters die Rede sein wird.

Bis dahin halte ich die Entwicklung für klar vorgezeichnet. Es wird noch das übliche Parteiengezänk geben und mancher Politiker wird versuchen, unbequeme Wahrheiten zu leugnen und so sein Süppchen zu kochen. Ändern wird das alles nichts.

Echten Handlungsbedarf sehe ich bei laufender Fortbildung. Es gibt einen schon lange pervertierten Ansatz, nämlich den Bildungsurlaub. Pervertiert daran ist, daß die Betonung auf Urlaub statt auf Bildung liegt und pervertiert ist die Idee häufig auch hinsichtlich der Inhalte. Es kann und darf dabei nicht z. B. um „die Rolle der Frau im Mittelalter“ und ähnlich Tiefschürfendes gehen. Alle 2 Jahre eine Woche reicht auch nicht.

Mehr Zeit habe ich jetzt leider nicht.

Gruß
Wolfgang

Hallo Heinz,

ich glaube (aber das ist natürlich nur meine ganz persönliche Meinung und nicht fachlich fundiert), dass das soziale Netz in D ziemlich eng geflochten ist. Aus persönlichen Erfahrungen weiß ich, dass vor „Älteren“ bei einer Neueinstellung nicht zurückgeschreckt wird, weil sie vielleicht zu dumm oder so erschienen, sondern da sie ab einem bestimmten Alter auch praktisch unkündbar sind. Gerade in mittleren bis größeren Unternehmen, die einem Tarif angehören, ist das ein Problem. Die Wirtschaftslage kann sich schnell ändern heutzutage…

Ich weiß, das ist irgendwie pervers.
Jana

Das mit der Kündigung stimmt. Unsere Hängematte ist zu eng, die maschen meine ich.
Zweitens: Die wirtschaft ist eine glaubensleere und keine wissenschaft. Ich kann meinen Gewinn, und nur darauf kommt es an, auch dadurch steigern das ich die effektivität meiner mitarbeiter steigere. die heutige Wirtschaft kennt aber nur effizienz. und das ist leider nicht dasselbe.
Kommt ein neuer Manager oder ein problem, erste amtshandlung leute raus. stellt der markt dann besondere anforderungen an den betrieb ist er doppelt in der klemme. die alten mit erfahrung hat man gekündigt und die jungen wissen leider keinen rat. aber selbst wenn sie ihn wüssten sie sind einfach zu wenig leute.
mit acht mann gewinnt keine Fußballmanschaft.
hinzu kommt noch die obrigkeitsgläubigkeit. kritik ist zunehmend unerwünscht. wir haben uns da früher ganz anders gefetzt.
und dann wundert man sich das in pisa nichts rauskommt und wir auf einer stufe mit den sardinenbändigern aus portugal stehen.
friedrich

Warum in aller Welt soll ein 55jähriger, der zwar dringend
Arbeit sucht, aber einfach resigniert hat, als „nicht mehr
arbeitssuchend“ gestempelt und nach dem neuen Ansatz des
Nachfolgers von Jagoda in die soziale Armut exportiert werden.

Wer hat Ideen, aber wirklich praktisch umsetzbare, um das in
diesem Lande zu ändern.

Lebenslanges lernen, Altersteilzeit uvm.
Hallo Heinz,

zur Zeit streiten sich ja die Wissenschaftler darüber, wie katastrophal sich der demographische Wandel der nächsten Jahrzehnte auf den Arbeitsmarkt auswirken wird…d.h. es müssen dringenst Lösungen gefunden werden!

Ich denke, dass Unternehmen zunehmend erkennen (müssen), dass Ihnen beim Verlust von älteren Arbeitnehmern wirklich etwas verloren geht: Erfahrung, Know-how! Und das nicht nur im Sinne von Fähigkeiten, sondern auch von Lebenserfahrung und „Charakter“, Einstellungen.

Ein paar Stichworte, die Lösungen beinhalten, sind für mich: lebenslanges Lernen, Employabilty (Beschäftigungsfähigkeit), Altersteilzeit und Lebensarbeitszeitkonten.

Altersteilzeit
Einen ganz guten Ansatz finde ich Altersteilzeit, eine Broschüre zum Download als Info:
www.bma.bund.de/download/broschueren/a145.pdf

Warum?

  1. der Arbeitnehmer selbst kann sanfter in den Ruhestand rutschen, sich an das „Mehr“ an Freizeit gewöhnen, gleichzeitig aber sein Know-how weiter einbringen.
  2. Man muss einfach sagen, dass es Berufe gibt, die körperlich und konstitutionell sehr anstrengend sind, ab einem gewissen Alter gibt es also wirklich Verschleißerscheinungen. Es macht für mich Sinn, die Leute weniger zu fordern und zu belasten, sie aber nicht einfach abzuschieben, weil sie nicht mehr fit wie ein 27jähriger sind. Wir müssen auch weg von dem Denken, dass voller Einsatz für alle gleich definiert wird. Unterschiedlichkeiten anerkennen. Vielleicht braucht ein älterer Mitarbeiter länger, um sich an einem neuen Gerät einzuarbeiten. Dafür hat er mit seiner ruhigen Art vielleicht schon manchen Konflikt in der Schicht geebnet. Potenziale der Menschen liegen je nach Alter, Erfahrung (Geschlecht, Bildung, Kultur…) eben auch in verschiedenen Bereichen. Das ist dann auch Frage der Personalentwicklung in der Firma.

Lebenslanges Lernen
…okok, leider ist das ja schon fast zur Floskel verkommen bei Politikern. :frowning:(…mir geht es dabei aber nicht darum, die Verantwortung abzuschieben auf die Arbeitnehmer, sondern es muss für für alle klar sein: Lernen ist wichtig! Berufliche Weiterbildung macht Sinn. und alle, das heißt für mich: Politik, Unternehmen, Arbeitnehmer. Das ist auch eine Frage der Unternehmenskultur, Wolfgang scheibt ganz richtig. Leider sehen viele unternehmen Weiterbildung zur Zeit bestenfalls als „nice to have“ an, nicht aber als essenziell für die Zukunft des Unternehmens. Meistens reicht es aber nicht mal dafür.

Es fehlt aber oft auch auf Arbeitnehmerseite die Motivation, sich weiterzubilden (die paar Jährchen noch…)…das geht natürlich auch nicht (mehr). Stichwort: meine „Employability“ geht auch mich selbst was an.

Also nochmal ein paar Ideen:
-Da muss sich ne Menge ändern: Lernangebote entwickeln, die Sinn machen und eine Lernkultur schaffen, die akzepiert, dass Lernen Teil der Arbeit ist und der Arbeitsfähigkeit bis ins Alter!!
-Unterschiedlichkeiten anerkennen, auch unterschiedliche Fähigkeiten in verschiedenen Lebensphasen
-Flexiblere Arbeitszeiten, Lebensarbeitszeitkonten etc.

Keine kleine Aufgabe, ich weiß und nur mal ein paar angedachte Stichpunkte:smile:,

viele Grüße,

barbara

hallo Wolfgang:

ob und was Jagodas Nachfolger bewirken wird, hängt
entscheidend von politischen Vorgaben ab. Da hörte ich bisher
nur Phrasen, jedenfalls war von konkreten Maßnahmen noch nicht
die Rede.

der gute Mann redet wirr: erst wollte er den Wasserkopf an die Front schicken und tönte, dass er diese leute zur Beratung braucht. 3 Tage später heißt es: Kehrtwendung in die alte Richtung.
Ich glaube, es wird sich nichts ändern. Kurzer Wirbel… das war´s.
Wieder eine Chance vertan.
Grüße
Raimund

Barbara barbara …

Hallo Heinz,

zur Zeit streiten sich ja die Wissenschaftler darüber, wie
katastrophal sich der demographische Wandel der nächsten
Jahrzehnte auf den Arbeitsmarkt auswirken wird…d.h. es
müssen dringenst Lösungen gefunden werden!

Ich denke, dass Unternehmen zunehmend erkennen (müssen), dass
Ihnen beim Verlust von älteren Arbeitnehmern wirklich etwas
verloren geht: Erfahrung, Know-how!


…dein wort in gottes ohr !
…aber verstanden heißt nicht einerstanden und schon gar nicht
…getan ! da liegt der hase im pfefer !

Und das nicht nur im Sinne

von Fähigkeiten, sondern auch von Lebenserfahrung und
„Charakter“, Einstellungen.

Ein paar Stichworte, die Lösungen beinhalten, sind für mich:
lebenslanges Lernen, Employabilty (Beschäftigungsfähigkeit),
Altersteilzeit und Lebensarbeitszeitkonten.


… ältere mitarbeiter machen nicht jeden quatsch blind mit.
… sie haben öfter als einmal erlebt was geht und was nicht.
… junge dynamiker sind da wesentlich more easy.(zu handeln)
… und sie haben in der regel auch nur verantwortung für sich
… selbst.

Altersteilzeit
Einen ganz guten Ansatz finde ich Altersteilzeit, eine
Broschüre zum Download als Info:
www.bma.bund.de/download/broschueren/a145.pdf

Warum?

  1. der Arbeitnehmer selbst kann sanfter in den Ruhestand
    rutschen, sich an das „Mehr“ an Freizeit gewöhnen,
    gleichzeitig aber sein Know-how weiter einbringen.
  2. Man muss einfach sagen, dass es Berufe gibt, die körperlich
    und konstitutionell sehr anstrengend sind, ab einem gewissen
    Alter gibt es also wirklich Verschleißerscheinungen. Es macht
    für mich Sinn, die Leute weniger zu fordern und zu belasten,
    sie aber nicht einfach abzuschieben, weil sie nicht mehr fit
    wie ein 27jähriger sind. Wir müssen auch weg von dem Denken,
    dass voller Einsatz für alle gleich definiert wird.
    Unterschiedlichkeiten anerkennen. Vielleicht braucht ein
    älterer Mitarbeiter länger, um sich an einem neuen Gerät
    einzuarbeiten. Dafür hat er mit seiner ruhigen Art vielleicht
    schon manchen Konflikt in der Schicht geebnet. Potenziale der
    Menschen liegen je nach Alter, Erfahrung (Geschlecht, Bildung,
    Kultur…) eben auch in verschiedenen Bereichen. Das ist dann
    auch Frage der Personalentwicklung in der Firma.


… weniger arbeit bedeutet auch weniger geld.
… soll er sich ne kleinere wohnung nehmen ?
… freizeit gibts auch nicht zum nulltarif.
… auch die ÖVM und die parkplätze verschlingen € € € € €
… weist du was ein gutes buch kostet ?
… und was kinder die studieren ?
… oder die oma/der Opa für die die stadt dich zu kasse bittet
… wenn oma oder opa kein geld mehr haben ?

Lebenslanges Lernen
…okok, leider ist das ja schon fast zur Floskel verkommen bei
Politikern. :frowning:(…mir geht es dabei aber nicht darum, die
Verantwortung abzuschieben auf die Arbeitnehmer, sondern es
muss für für alle klar sein: Lernen ist wichtig! Berufliche
Weiterbildung macht Sinn. und alle, das heißt für mich:
Politik, Unternehmen, Arbeitnehmer. Das ist auch eine Frage
der Unternehmenskultur, Wolfgang scheibt ganz richtig. Leider
sehen viele unternehmen Weiterbildung zur Zeit bestenfalls als
„nice to have“ an, nicht aber als essenziell für die Zukunft
des Unternehmens. Meistens reicht es aber nicht mal dafür.


… auch weiterbildung ist ein kostenfaktor.
… darum bieten ihn die unternehmen nur bedin gt an.
… selbst ein simpler kurs an der VHS kostet schon über 100€
… und urlaubszeit. (arbeitszeit) auch die ist ein wert
… und verlußt an produktivität
… das ist zwar positiv gedacht - hält aber der realität in die
… diesem unserem lande nicht stand.

Es fehlt aber oft auch auf Arbeitnehmerseite die Motivation,
sich weiterzubilden (die paar Jährchen noch…)…das geht
natürlich auch nicht (mehr). Stichwort: meine „Employability“
geht auch mich selbst was an.


… wofür soll er sich weiterbilden ?
… mit welchem ziel ?
… ich habe einen, wirklich excellenten Programmierer, >50 J.
… nicht vermittelbar, weil, der kann doch nicht kompetent sein
… der mensch macht nur dinge die sich „lohnen“
… so einfach ist das
… es fehlt an perspektive´n in diesem unserem land !

Also nochmal ein paar Ideen:
-Da muss sich ne Menge ändern: Lernangebote entwickeln, die
Sinn machen und eine Lernkultur schaffen, die akzepiert, dass
Lernen Teil der Arbeit ist und der Arbeitsfähigkeit bis ins
Alter!!
-Unterschiedlichkeiten anerkennen, auch unterschiedliche
Fähigkeiten in verschiedenen Lebensphasen
-Flexiblere Arbeitszeiten, Lebensarbeitszeitkonten etc.

Keine kleine Aufgabe, ich weiß und nur mal ein paar angedachte
Stichpunkte:smile:,

viele Grüße,

barbara


… ich will dir nicht den mut nehmen …aber
… warum, glaubst du, ist die pisastudie so excellent ausge-
… fallen ?
… warum steht deutschland mit portugal, den sardienen-
… bändigern, auf einer stufe ?
… warum mußte jagoda gehen ?
… warum, meint dabbelju Bush, deutschland hat seine zukunft
… bereits hintersich ?
… wegen der desolaten bundeswehr ?
… wer nichts …geh zum Bund !
… schau dir daraufhin mal die letzte kanzlerreise an.
… W.B. hatte sich nicht mal im ansatz auf den besuch
… vorbereitet.
… das sagt alles.

friedrich

… warum, meint dabbelju Bush, deutschland hat seine zukunft
… bereits hintersich ?

Seit wann ist der Maßstab George W. Bush ein ernstzunehmender Faktor?

… W.B. hatte sich nicht mal im ansatz auf den besuch
… vorbereitet.
… das sagt alles.

Weiß nicht, wie sehr sich Bush vorbereitet hat. Kann ich nicht beurteilen. Nur sollte es so sein, sagt das viel über Bush und nichts über Deutschland aus.

Friedrich, friedrich :wink:
Hallo Friedrich,

na, ich sage ja nicht, dass die Dinge, die ich mal zur Diskussion gestellt habe und die ja auch de facto diskutiert werden, durchgesetzt sind oder gar voll ausgereifte Programme wären…ich sah sie ja als „angedachte Stichpunkte“…:smile:

Für notwendig halte ich sie nichtsdestotrotz! Und wenn du das Konzept der Lebensarbeitszeitkonten nimmst hast du z.B. eben nicht das Problem einer Teilzeit im Alter, die finanzielle Einbrüche mitsich bringt. (ich weiß nicht, ob du das Konzept kennst, ich finde es interessant: es ist flexibel und intelligent und kann ein pfiffiger Lösungsansatz sein für genau die Dinge, die ich im letzten Posting angesprochen habe.)

… ältere mitarbeiter machen nicht jeden quatsch blind mit.
… sie haben öfter als einmal erlebt was geht und was nicht.
… junge dynamiker sind da wesentlich more easy.(zu handeln)
… und sie haben in der regel auch nur verantwortung für sich
… selbst.

Das stimmt nicht, ein 35jähriger, der gerade sein Haus frisch gekauft hat und zwei Kinder und Frau hat, dürfte fast erpressbarer sein, als ein Mann, der 55 ist, die Kinder haben fertig studiert und seine Frau hat wieder begonnen sich halbtags selbst zu verwirklichen :wink:…das sind doch Klischees!

… auch weiterbildung ist ein kostenfaktor.
… darum bieten ihn die unternehmen nur bedin gt an.
… selbst ein simpler kurs an der VHS kostet schon über 100€
… und urlaubszeit. (arbeitszeit) auch die ist ein wert
… und verlußt an produktivität

Und genau deine Einstellung ist die falsche. Kurzfristig mag Produktivität verloren gehen ( 2 Arbeitstage), aber mittel und langfristig bedeuten schlecht aus- und weitergebildete Mitarbeiter einen viel größeren Verlust an Produktivität! Das ist ja genau mein Punkt, dass sich hier die Einstellung - nicht nur in den Unternehmen, sondern auch bei den Arbeitnehmern und im Staat- ändern muss! Wissen ist ein Produktivitätsfaktor in unserer Gesellschaft geworden! und deshalb halte ich Pisa und Co für hochdramatisch! Ich habe selbst schon Weiterbildungen gegeben und bin auch von erwachsenen Menschen teilweise geschockt gewesen. Meine Erfahrung ist: Das Lernen selbst müsste erstmal, auch von Erwachsenen wieder oder überhaupt mal gelernt werden.

… das ist zwar positiv gedacht - hält aber der realität in
die
… diesem unserem lande nicht stand.


… wofür soll er sich weiterbilden ?
… mit welchem ziel ?
… ich habe einen, wirklich excellenten Programmierer, >50
J.
… nicht vermittelbar, weil, der kann doch nicht kompetent
sein
… der mensch macht nur dinge die sich „lohnen“
… so einfach ist das
… es fehlt an perspektive´n in diesem unserem land !

Auch der Mensch, der Arbeit hat, muss sich ständig weiterbilden. Wie gesagt: Stichwort lebenslanges Lernen.

Das heißt nicht 1 Woche „Bildungsurlaub“ für mich, sondern schon so Kleinigkeiten, wie regelmäßig Fachzeitschriften lesen, Bücher, Kurse besuchen etcpp…Interesse zeigen, für das, was passiert.

Wer sein halbes Leben immer das gleiche macht und nichts dazu lernen will …sorry… der hat wirklich selbst Schuld!

beste Grüße,

barbara

Hallo Barbara !

hast du ICQ ?

und zeit für einen kleinen chat ?

würde mich freuen.

friedrich

… ältere mitarbeiter machen nicht jeden quatsch blind mit.
… sie haben öfter als einmal erlebt was geht und was nicht.
… junge dynamiker sind da wesentlich more easy.(zu handeln)
… und sie haben in der regel auch nur verantwortung für sich
… selbst.

Das stimmt nicht, ein 35jähriger, der gerade sein Haus frisch
gekauft hat und zwei Kinder und Frau hat, dürfte fast
erpressbarer sein, als ein Mann, der 55 ist, die Kinder haben
fertig studiert und seine Frau hat wieder begonnen sich
halbtags selbst zu verwirklichen :wink:…das sind doch
Klischees!

… auch weiterbildung ist ein kostenfaktor.
… darum bieten ihn die unternehmen nur bedin gt an.
… selbst ein simpler kurs an der VHS kostet schon über 100€
… und urlaubszeit. (arbeitszeit) auch die ist ein wert
… und verlußt an produktivität

Und genau deine Einstellung ist die falsche. Kurzfristig mag
Produktivität verloren gehen ( 2 Arbeitstage), aber mittel und
langfristig bedeuten schlecht aus- und weitergebildete
Mitarbeiter einen viel größeren Verlust an Produktivität! Das
ist ja genau mein Punkt, dass sich hier die Einstellung -
nicht nur in den Unternehmen, sondern auch bei den
Arbeitnehmern und im Staat- ändern muss! Wissen ist ein
Produktivitätsfaktor in unserer Gesellschaft geworden!

und deshalb halte ich Pisa und Co für hochdramatisch! Ich habe
selbst schon Weiterbildungen gegeben und bin auch von
erwachsenen Menschen teilweise geschockt gewesen. Meine
Erfahrung ist: Das Lernen selbst müsste erstmal, auch von
Erwachsenen wieder oder überhaupt mal gelernt werden.

… das ist zwar positiv gedacht - hält aber der realität in
die
… diesem unserem lande nicht stand.


… wofür soll er sich weiterbilden ?
… mit welchem ziel ?
… ich habe einen, wirklich excellenten Programmierer, >50
J.
… nicht vermittelbar, weil, der kann doch nicht kompetent
sein
… der mensch macht nur dinge die sich „lohnen“
… so einfach ist das
… es fehlt an perspektive´n in diesem unserem land !

Auch der Mensch, der Arbeit hat, muss sich ständig
weiterbilden. Wie gesagt: Stichwort lebenslanges Lernen.

Das heißt nicht 1 Woche „Bildungsurlaub“ für mich, sondern
schon so Kleinigkeiten, wie regelmäßig Fachzeitschriften
lesen, Bücher, Kurse besuchen etcpp…Interesse zeigen, für
das, was passiert.

Wer sein halbes Leben immer das gleiche macht und nichts dazu
lernen will …sorry… der hat wirklich selbst Schuld!

beste Grüße,

barbara

Die Entlassung gut der Hälfte jener über 55 - ab dem Jahre 1989 -war wirtschaftlich eine Notwendigkeit: Vielfach handelte es sich um Männer, die nur einen Platz in der betrieblichen Hierarchie einnahmen, ohne groß von Nutzen zu sein. Andere hatten mit der technischen Entwicklung nicht Schritt gehalten und wurden zum Hemmnis. Leider belasten diese auch weiterhin die Allgemeinheit.
Das angewandte Gießkannenprinzip bei den Entlassungen hat natürlich auch erhebliche Nachteile, welche die Wirtschaft ebenso belasten. Ein nicht zu unterschätzender Kenntnisstand ist den Unternehmen verloren gegangen, wenn auch nicht direkt meßbar.
Gerade bei den Großunternehmen muß ich immer wieder beobachten, daß das Personal nicht mehr die eigenen Produkte kennt, besonders jene, die erklärungsbedürftig sind.
Die Unternehmen wissen wohl, was sie verkaufen, nicht aber, was sie verkaufen könnten. Und so verliert das Made in Germany immer mehr an Wert und Bedeutung.

Als Mann, der genau für eine Personalvermittlung arbeitet und
in D ziemlich vorne im Markt steht:

Warum werden Menschen ab Mitte 40 als zu alter menschlicher
(Arbeits-)müll betrachtet?

  1. zu teuer
  2. zu oft krank
  3. lassen sich nicht alles gefallen
  4. sagen ihre Meinung
  5. können Denken

Komisch, in der Politik und in den Vorständen werden nur Leute ab 40 zu gelassen!?

Ich bin unter 40

  1. zu teuer
  2. zu oft krank
  3. lassen sich nicht alles gefallen
  4. sagen ihre Meinung
  5. können Denken

Komisch, in der Politik und in den Vorständen werden nur Leute
ab 40 zu gelassen!?

Ergo bin ich blöd und habe keine eigene Meinung. DANKE!!!

Macht aber nix dann werde ich halt Politiker und mache Gesetze laut denen Leute die derartigen Quatsch behaupten 100 Stunden RTL2 schauen müssen.

SAN

Ergo bin ich blöd und habe keine eigene Meinung. DANKE!!!

Wenn du blöd sein würdest, hättest du nicht so eine Frage gestellt.
NEIN, du bist nicht blöd.
Text mit Ironie lesen. Die User in dieser Group können nicht blöd sein!!!, den die blöden sitzen ja vor der RTL2-Klotze.

Macht aber nix dann werde ich halt Politiker und mache Gesetze
laut denen Leute die derartigen Quatsch behaupten 100 Stunden
RTL2 schauen müssen.

Auch eine gute Idee.

Hallo Barbara,

zur Zeit streiten sich ja die Wissenschaftler darüber, wie
katastrophal sich der demographische Wandel der nächsten
Jahrzehnte auf den Arbeitsmarkt auswirken wird…d.h. es
müssen dringenst Lösungen gefunden werden!

Vor der kommenden Wahl wird sich nichts ändern.

Ich denke, dass Unternehmen zunehmend erkennen (müssen), dass
Ihnen beim Verlust von älteren Arbeitnehmern wirklich etwas
verloren geht: Erfahrung, Know-how! Und das nicht nur im Sinne
von Fähigkeiten, sondern auch von Lebenserfahrung und
„Charakter“, Einstellungen.

Charakter? Nein, in der heutigen Wirtschaft werden nur „Ja-Sager“ eingestellt.

Ein paar Stichworte, die Lösungen beinhalten, sind für mich:
lebenslanges Lernen, Employabilty (Beschäftigungsfähigkeit),
Altersteilzeit und Lebensarbeitszeitkonten.

Einen ganz guten Ansatz finde ich Altersteilzeit, eine
Broschüre zum Download als Info:
www.bma.bund.de/download/broschueren/a145.pdf

Warum?

  1. der Arbeitnehmer selbst kann sanfter in den Ruhestand
    rutschen, sich an das „Mehr“ an Freizeit gewöhnen,
    gleichzeitig aber sein Know-how weiter einbringen.
  2. Man muss einfach sagen, dass es Berufe gibt, die körperlich
    und konstitutionell sehr anstrengend sind, ab einem gewissen
    Alter gibt es also wirklich Verschleißerscheinungen. Es macht
    für mich Sinn, die Leute weniger zu fordern und zu belasten,
    sie aber nicht einfach abzuschieben, weil sie nicht mehr fit
    wie ein 27jähriger sind.

Das entspricht nicht der Profitgier der Unternehmer!
Ausquetschen -> wegwerfen!

Wir müssen auch weg von dem Denken,
dass voller Einsatz für alle gleich definiert wird.
Unterschiedlichkeiten anerkennen. Vielleicht braucht ein
älterer Mitarbeiter länger, um sich an einem neuen Gerät
einzuarbeiten. Dafür hat er mit seiner ruhigen Art vielleicht
schon manchen Konflikt in der Schicht geebnet. Potenziale der
Menschen liegen je nach Alter, Erfahrung (Geschlecht, Bildung,
Kultur…) eben auch in verschiedenen Bereichen. Das ist dann
auch Frage der Personalentwicklung in der Firma.

Die Personaler sind dumm wie Stroh!
Ein Beispiel:
Arzthelferin als Systemadministrator u.s.w.
Was den jetzt einen Arzthelfer oder ein Systemadministrator???

Lebenslanges Lernen

…okok, leider ist das ja schon fast zur Floskel verkommen bei
Politikern.

Leider lernen die Politiker nicht mehr. Warum?

-((…mir geht es dabei aber nicht darum, die
Verantwortung abzuschieben auf die Arbeitnehmer, sondern es
muss für für alle klar sein: Lernen ist wichtig! Berufliche
Weiterbildung macht Sinn.

Jeder möchte sich gern weiterbilden, aber aus eigener Tasche?
Kurse bis zu 20.000,- Euro. Wer hat das?

und alle, das heißt für mich:
Politik, Unternehmen, Arbeitnehmer. Das ist auch eine Frage
der Unternehmenskultur, Wolfgang scheibt ganz richtig. Leider
sehen viele unternehmen Weiterbildung zur Zeit bestenfalls als
„nice to have“ an, nicht aber als essenziell für die Zukunft
des Unternehmens. Meistens reicht es aber nicht mal dafür.

Es fehlt aber oft auch auf Arbeitnehmerseite die Motivation,
sich weiterzubilden (die paar Jährchen noch…)…das geht
natürlich auch nicht (mehr).

Quatsch, abgesehen von wenigen.

viele Grüße,
Ralf

ich glaube (aber das ist natürlich nur meine ganz persönliche
Meinung und nicht fachlich fundiert), dass das soziale Netz in
D ziemlich eng geflochten ist.

Quatsch!!! Du warst noch nie ganz unten.
Was ist mit den tausenden Obdachlosen???

Aus persönlichen Erfahrungen
weiß ich, dass vor „Älteren“ bei einer Neueinstellung nicht
zurückgeschreckt wird, weil sie vielleicht zu dumm oder so
erschienen, sondern da sie ab einem bestimmten Alter auch
praktisch unkündbar sind.

Ab welchen Alter?
Wenn eine Fa. einen Mitarbeiter los werden will… wird etwas erfunden, womit er im Gericht keine Chance mehr hat.

Gerade in mittleren bis größeren
Unternehmen, die einem Tarif angehören, ist das ein Problem.

Ralf

hallo raimund,

nimm es den wolfgang nicht übel, daß er das vielleicht nicht versteht.
Er kommt aus einer anderen Schicht.