mir ist heute was interessantes aufgefallen, mal sehen, ob ich es auch so in worte fassen kann, daß ihr versteht, was ich meine…
„denkwürdig“ bedeutet ja wörtlich „wert, daran zu denken“ bzw. „wert, darüber nachzudenken“.
„merkwürdig“ sollte „wert, es sich zu merken“ meinen.
interessanterweise sind aber meist sachen, die als merkwürdig tituliert werden, eher so, daß man über sie nachdenken muß, um eventuell eine erklärung zu finden, und denkwürdige dinge sind solche, an die man sich erinnern sollte.
beispiele:
der fall der mauer war ein denkwürdiges ereignis.
(da gibt es nicht gerade viel drüber nachzudenken, aber man sollte es sich merken)
was für ein merkwürdiger zufall!
(nein, daran muß man sich nicht jahrelang erinnern, aber in diesem moment wundert es mich, wie es passieren konnte…)
beide sätze klingen mit jeweils dem anderen wort komisch, obwohl die wörter ja eigentlich relativ eindeutig gebildet sind.
gibt es diese bedeutungsverwechslung tatsächlich, oder spinne ich mir da was zusammen? und wenn es sie gibt, wie ist sie entstanden?
(hat „denkwürdig“ vielleicht eher was mit „gedenken“ als mit „denken“ zu tun?