Merkwürdige Ampelschaltung

Hier kommt eines der größten Rätsel meines Lebens:

Eine Fußgängerampel in meinem Viertel schaltet nur auf Knopfdruck auf grün.

Wenn die letzte Grünphase für Fußgänger ein bisschen her ist (vielleicht eine Minute oder länger), dauert es ganz schön lange, bis sie auf grün schaltet. Ist die letzte Grünphase aber gerade erst gewesen (ca. 1 - 20 Sekunden her), lässt sie die Autos nur kurz fahren und schaltet sehr schnell wieder auf grün.

Welches ist der tiefere Sinn dahinter? Umgekehrt fände ich viel logischer: Grünphase gerade vorbei = länger warten, damit die Autos zu ihrem Recht kommen, Grünphase länger her = schnell auf grün schalten, denn die Autos durften ja nun länger ungehindert fahren.

Hi,

Ist die Ampel vielleicht in der Nähe einer Einrichtung, in der zu bestimmten Zeiten viel Fußgängerverkehr zu erwarten ist? Eine Schule z.B.?

Vielleicht kann man die Schaltung gar nicht logisch erklären, weil die evtl einfach kaputt ist?

VG
J~

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Naja, auch dann machten meine Beobachtungen keinen Sinn. Warum sollen Schüler länger auf eine Grünphase warten, wenn die Ampel gerade lange rot war?

Es gibt eine Schule nicht allzuweit entfernt, aber die Schüler kommen aus verschiedenen Richtungen und nützen nur zu einem kleinej Teil diese Ampel?

Oder der Programmierer hat was verwechselt.
Die haben auch echt komische Gedankengänge oder Vorschriften.
Bei uns: abknickende Bundesstraße im Stadtzentrum wird gegenüber den Geradeausfahrenden überproportional bevorzugt. Obwohl dort zu fast jeder Tageszeit der Hauptverkehr statt findet.
Folge: Zeitweise Rückstau bis über zwei benachbarte Kreuzungen.
Dazu kommt noch viel zu kurze Abbiegespur zum einordnen.

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Ok, aber dafür kann der arme Programmierer nun wirklich nichts. :sweat_smile:

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Echt nicht? :blush:

ChatGPT spricht von bestimmten Zeitfenstern, in denen es schneller grün wird. Klar, so etwas kann ich mir vorstellen, eine Einstellung, dass alle 2 min ein Zeitfenster aufgeht, in der es grün werden darf. Das erklärt aber meine jahrelange Beobachtung (die hoffentlich Fakten nicht durch Emotionen verkennt) nicht wirklich.

Ich maile jetzt an die von der KI genannte Informations-Adresse in Hamburg.

Bin gespannt, ob ich als Antwort bekomme:

Äh, also das wissen wir auch nicht so genau, das hat vor 10 Jahren mal ein Techniker so eingestellt, weil er das sinnvoll fand, und außer Ihnen hat sich bis jetzt noch niemand beschwert….

Moin,

Ich kannte eine Ampel, allerdings direkt vor einer Schule, die genau so funktioniert hatte. Vielleicht war das damals schon ein Fehler, oder es sind nicht alle Parameter der Programmierung bekannt.

Hmm, also ich finde es schon logisch und verstehe die Problematik nicht.

Fußgänger kommt, hat “Vorrang", Ampel schaltet auf grün, damit er nicht so lange warten muss. Oder ist das eine Durchzugsstrasse?

Hast du meinen ersten Text oben gelesen?

Ja, dreimal. Und ich verstehe noch immer nicht die Problematik. Vielleicht weil ich neuerdings selber gebehindert bin.

Also: Wenn die Ampel gerade grün war (für Fußgänger) und du drückst, brauchst du nur kurz zu warten und schon wird sie wieder grün.

Ist dagegen seit der letzten Grünphase einige Zeit vergangen und du drückst, wartest du sehr lange, bis sie endlich grün wird.

Und genau so war das bei meiner beschriebenen Ampel. :woman_shrugging:

Eine hohe Frequenz von Anforderungen durch Fußgänger resultiert in kürzerer Wartezeit.

Das kann bedeuten, dass die Logik vermutet, es seien gerade besonders viele Fußgänger unterwegs - und ihnen daher eine höhere Priorität einräumt. Diese kann durch längere Grünphasen oder kürzere Wartezeiten umgesetzt werden.

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Sowas gibt es?
An der Stelle wäre KI sinnvoll.
Ich kenne Grünphasen von 5 oder 7 Sekunden. Da hat der erste in der Schlange gerade mal seinen ersten Gang entdeckt.

Was soll’s, wenn nichtmal die menschliche Intelligenz in der Lage ist, dem Verkehr sinnvoll zu begebnen.
Fußgänger muss unbedingt über den Zebrastreifen latschen, obwohl er sieht, dass drei voll beladene LKWs anrollen. Er hätte seinen Schritt 5 Meter vor dem Übergang auch etwas verhalten können um dem Verkehr den Vorrang zu lassen.

Also eine Bedarfsampel regelt ja unterschiedliche Bedarfe auch, wenn die Warte-Intervalle immer gleich sind: Drücken innerhalb einer Stunde viele Menschen den Knopf: viele Grünphasen. Kommen wenige Fußgänger und drücken: wenig Grünphasen.

Dein Gedanke ist aber der erste, bei dem ich ein sinnvolles Element sehen kann:

Morgens kurz vor Schulanfang kommt vermutlich ein großer Schwung Schüler. Die Ampel wird dann auch direkt nach der Grünphase schnell wieder grün, damit die vielen Schüler schnell weiterkommen und nicht dazu angeregt werden, bei rot über die Straße zu rennen.

Ab 8 Uhr, wenn alle Schüler in der Schule sind und weniger los ist, macht es aber gar keinen Sinn. Aber vielleicht ist das Programm für so eine Amlel extrem unflexibel?

Ampeln, deren Phasen sich flexibel an die Verkehrsverhältnisse anpassen, gibt es.
In größeren Städten erledigen das Verkehrsleitrechner und die Ampeln unterhalten sich auch untereinander. Früher über Datenfunk (ich sehe auch heute noch kurze Stummel-Antennen an Ampelmasten), heute wohl über Mobilfunkmodems.

Dann sollte meine Ampel mal langsam in die Unterhaltung einsteigen.

Steht da Dein Name drauf ?