Merkwürdiges Verhalten der Katzen nach Kastration

Hallo,
Ich habe zwei Hauskatzen, eine Katze und einen Kater. Beide sind ca.
sieben Monate alt, allerdings keine Geschwister. Bisher haben sie
sich immer gut miteinander verstanden, sogar zusammen im gleichen
Korb geschlafen.

Seitdem allerdings gestern der Kater kastriert wurde, verhält sich
die Katze ihm gegenüber eher abweisend. Wenn sie sich zu nahe kommen,
faucht die Katze den Kater an, manchmal kommt es sogar zu kleinen
Raufereien.
Der Kater verhält sich genauso wie vorher und ist der Katze gegenüber
überhaupt nicht abgeneigt, obwohl sie von ihr eher „unfreundlich“
behandelt wird.

Weiß Jemand von euch, womit dieses Verhalten der Katze zu erklären
ist?

Gruß,
Mondmann

Hallo Mondmann!

Wahrscheinlich riecht Dein Kater nach „Tierarzt“. Meine Katze verhält sich auch immer so, wenn eine der anderen Katzen vom Tierarzt kommt. Sie schnuppert erst kurz an der jeweils anderen, faucht und haut erstmal ab. Später wird dann auch schon mal angegriffen. Das hält für etwa 1 - 2 Tage an (bis sich der Geruch zu 100 % verflüchtigt hat), danach liegt man wieder friedlich beieinander. Ich vermute, der Geruch macht ihr Angst - daher das unfreundliche Verhalten. Verstärkt wird diese Angst natürlich noch, wenn das Tier, das vom Tierarzt kommt, sich auch noch anders verhält, z. B. noch etwas wackelig auf den Beinen ist und daher leicht torkelt.

Ich hoffe, das gibt sich bald bei Deiner Katze und die beiden lieben sich wie zuvor!

Gruß,

Jacqueline

Vielen Dank für deine Hilfe!
Das klingt durchaus plausibel. :smile:

Gruß,
Mondmann

Hallo Mondmann,

dieses Phänomen tritt v. a. bei Wohnungskatzen häufig auf. Obwohl sich die Katzen scheinbar gut vertragen, bestehen trotzdem unterschwellig Spannungen zwischen ihnen.

Wird die eine Katze dann aus der Wohnung gebracht, nimmt die andere alles für sich in Beschlag. Kommt die vermeintlich verschwundene Katze wieder zurück, wird diese als Konkurrent betrachted. Normalerweise pendelt sich das aber wieder ein.
Wenn Katzen derartige Probleme haben, diese immer gemeinsam aus der Wohnung nehmen, Rückzugsmöglichkeiten schaffen und möglichst viel Beschäftigung bieten.

Bei Freiläufern kommt dieses Verhalten weit seltener vor, die können sich bei Bedarf besser aus dem Weg gehen und anderweitig abreagieren.

Gruß

Johnny