Hallo an alle!
Ich hoffe ich bin mit meiner Frage hier im richtigen Forum konnte sie aber nicht richtig einordnen…
Meine Frage: Es heißt (zumindest bei uns) dass Messer immer nur mit kaltem Wasser gereinigt werden sollten, weil sie mit warmen Wasser ihre Schärfe schneller verlieren als mit kaltem. Stimmt das und wenn ja welche Erklärung gibt es dazu?
Meine Frage: Es heißt (zumindest bei uns) dass Messer immer
nur mit kaltem Wasser gereinigt werden sollten, weil sie mit
warmen Wasser ihre Schärfe schneller verlieren als mit kaltem.
Stimmt das und wenn ja welche Erklärung gibt es dazu?
Würde das Problem eher dann sichten, wenn Du Messer in der Spülmaschine wäschst.
Wenn hochwertige Küchenmesser nebeneinander in den Besteckkorb gesteckt werden, kann es durchaus sein, dass das gegenseitge Reiben die Klinge beeinträchtigt.
Auch Edelstahlmesser sind nicht völlig rostfrei. Durch Flugrost zum Beispiel von einer rostigen Schraube in einem Topf können sie „infiziert“ werden.
Nach dem Schneiden von säürehaltigen Materialien wie z.B. Obst oder Zwiebel sollte ein gutes Messer immer sofort nach Gebrauch gereinigt werden. Steht das Messer längere Zeit schmutzig im Korb kann die Säure ihr zerstörerisches Werk tun und die Schneide angreifen.
Ebenso können aggressiven Spülmittel und vor allem Salz in der Spülmaschine auf den Klingen chemische Abtragungsprozesse bewirken.
Des Weiteren kann kalkreiches Wasser durch die Verdampfungstrocknung der Spülmaschine Kalkreste auf der Klinge hinterlassen, die dann später beim Schneiden einen zusätzlichen abrasiven Effekt hervorrufen, der der Klinge nicht immer zuträglich sein muss.
Schlussendlich könnte man argumentieren, dass das Erhitzen des Messers in der Spülmaschine und dessen langsames Abkühlen nach dem Ende des Spülvorganges Ähnlichkeit mit den Anlass-Prozess bei der Stahlherstellung hat, der dazu dient, ursprünglich sprödem Stahl, wie er nach dem Härten entsteht, eine gewisse Zähigkeit zu verleihen, ihn also wieder weicher zu machen. Dadurch wäre es eventuell denkbar, dass ein Spülmaschinenmesser im Vergleich zu einem normalen nach einem Schleifvorgang schneller seine Schärfe verliert, weil der Stahl nach zahlreichen Spülvorgängen mit anschließendem langsamen Abkühlen des Messerstahls einfach weicher ist.
Grüße Safog
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Regelmäßig geschliffen werden müssen aber alle Messer .
Ich habe mal ein Messer mit Keramikklinge gesehen, das angeblich nicht geschliffen werden muss (hat der Hersteller behauptet). Stimmt das, hat jemand damit Erfahrungen gemacht?
ich kenne jemanden, der die toll findet. Schleifen kann man die natürlich nicht, die Frage ist aber, ob die scharf bleiben
Leider sind die zerbrechlich. Da kann schon mal die Sptze abbrechen.
Es heißt (zumindest bei uns) dass Messer immer
nur mit kaltem Wasser gereinigt werden sollten…
Der Stahlklinge ist die Temperatur des Waschwassers egal, je nach Material aber nicht dem Griff. Besonders Holzgriffe leiden, wenn sie einige Zeit im Wasser liegen oder in die Spülmaschine gesteckt werden.
…weil sie mit warmen Wasser ihre Schärfe schneller verlieren…
Stahlmesser verlieren ihre Schärfe durch den normalen Gebrauch. Das stört aber nicht, wenn man Messer, mit denen nicht nur Margarine geschmiert wird, vor Benutzung mit dem Abziehstahl behandelt. Die Verrichtung dauert nur zwei, drei Sekunden.
Ja das stimmt! Ich hatte mal so ein Keramik-Messer. Ist wirklich dauerhaft scharf wie ein Skalpell. Aber sehr empfindlich. Nicht nur gegen Bruch beim Herunterfallen, das dürfte klar sein. Solche Klingen vertragen auch keinerlei Querkräfte. Meine Frau wollte eine Vanilleschote mit dem Keramikmesser auskratzen. Es machte „pling“ und die Klinge war ab.
Mein Fazit: Als vernünftiges Werkzeug nicht zu gebrauchen, da viel zu empfindlich. Deshalb habe ich auch noch nie einen Profikoch mit Keramik-Messern arbeiten sehen.
Liebe Grüße,
Thomas.
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Ja das stimmt! Ich hatte mal so ein Keramik-Messer. Ist
wirklich dauerhaft scharf wie ein Skalpell. Aber sehr
empfindlich. Nicht nur gegen Bruch beim Herunterfallen, das
dürfte klar sein. Solche Klingen vertragen auch keinerlei
Querkräfte. Meine Frau wollte eine Vanilleschote mit dem
Keramikmesser auskratzen. Es machte „pling“ und die Klinge war
ab.
Danke für die Antwort. Was micht jetzt noch interessiert: wie scharf (und damit gefährlich) sind die Bruchkanten, die entstehen, wenn sich das Messer in seine Bestandteile auflöst?
Mein Fazit: Als vernünftiges Werkzeug nicht zu gebrauchen, da
viel zu empfindlich. Deshalb habe ich auch noch nie einen
Profikoch mit Keramik-Messern arbeiten sehen.
Schade, aber vielleicht erleben wir es noch, dass sie stabiler werden…
Schlussendlich könnte man argumentieren, dass das Erhitzen des
Messers in der Spülmaschine und dessen langsames Abkühlen nach
dem Ende des Spülvorganges Ähnlichkeit mit den Anlass-Prozess
bei der Stahlherstellung hat,
diese Befürchtung habe ich nicht, denn Edelstahl läßt sich nun mal nicht härten und somit kann man ihn auch nicht anlassen.
Härtbare Stähle sind üblicherweise nicht rostfrei.
Außnahmen sind Sonderlegierungen, die zwar auch bei Messern verwendet werden, aber eine Verwendung bei Küchenmessern ist mir nicht bekannt.
Hallo,
welches Wasser (Temperatur) man nimmt, ist dem unleg., niedrigleg., oder hochleg. Stahl egal. Hat mit Scharfhaltigkeit usw. garnichts zu tun!
Nur z.Kts.:
EDELSTAHL ist besonders erschmolzener Stahl mit spezieller reinheit oder Legierung. Also ist z.B. ein unleg. Ck 45 ein EDELSTAHL, genauso wie der 42CrMo4, der 16MnCr5, der X5CrNi1810.
Im Sprachgebrauch wird Edelstahl gerne als Synonym für nichtrostenden Stahl benutzt; ist aber gemäß Definition falsch.
Es gibt unmagn. (austenitischen) Nirosta Stahl und magn. (ferritischen, martensitischen, Duplex usw.) Stahl. Für Messerklingen nimmt man üblicherweise (nebst anderen, auch N (Stickstoff) legierten Sonderstählen) den martensitischen X46Cr13, einen härtbaren Nirostastahl. Für Löffel und Gabeln eher einen weicheren, gut umformbaren ferritischen (X7cr14) oder austenitischen (X5CrNi1810, evtl. +Mo zwecks Lochfraßbeständigkeit) hochleg. Stahl.
Der Anlaßeffekt in der Spülmaschine (