gibt es sowas? Also eine Methode, direkt die absolute Luftfeuchte zu messen, ohne die relative Luftfeuchte in Bezug zu Temperatur und Druck zu benutzen?
Wenn ja - wie geht das?
Gruß
Sibylle
(worüber man Sonnabends-Vormittags beim Kaffee so in Diskussionen gerät…)
klares Jein - natürlich gibt es eine solche Messmethode, aber ich glaube nicht, dass man irgendwo ein Messinstrument kaufen kann, das danach arbeitet.
Als Methode würde ich einem Liter Luft das Wasser entziehen z.B. mit stark hygroskopischem Material und dessen Gewichtszunahme messen. Auf solche oder ähnliche Art musste ja schliesslich auch mal der Zusammenhang zwischen relativer und absoluter Feuchtigkeit bestimmt werden.
Gruss Reinhard
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
ja, das gibt es.
Zum einen kann man das Wasser aus einer definierten Menge Luft abscheiden und wiegen, wasaber recht aufwendig ist, zum anderen kann man mit einem Infrarot-Spektroskop die Menge an Wasser bestimmen.
Das kann man sogar zeitaufgelöst machen, also alle x Sekunden.
Diese Geräte kann man kaufen, sind für einen Privatmenschen aber doch recht teuer.
gibt es sowas? Also eine Methode, direkt die absolute
Luftfeuchte zu messen, ohne die relative Luftfeuchte in Bezug
zu Temperatur und Druck zu benutzen?
Wenn ja - wie geht das?
Ein Messverfahrenm, das es in Praxis als Gerät gibt, funktioniert
durch Messung des Taupunktes.
Beispiel: Das Messgas wird auf eine gekühlte Metallplatte geblasen,
deren Reflektionsgrad mittels Fotometer ständig überwacht wird.
Bei Variation der Temp. der Metallplatte wird der Übergang
erfasst, bei dem die Kondensation auf der Platte gerade eben
aufhört.
Man kann natürlich auch andere Verfahren verwenden.
z.B. gravimetrisch:
Das Messgas durch ein Trockenmittelturm (Kieselgel) geleitet.
Durch Auswiegen kann man die eingefangene Feuchte bestimmen.
Natürlich ist die exakte Bestimmung des durchgeleiteten
Vol. nötig.
ja, das gibt es.
Zum einen kann man das Wasser aus einer definierten Menge Luft
abscheiden und wiegen, wasaber recht aufwendig ist, zum
wenn man das Wasser abscheidet, indem man die Luft einfach gaaanz weit runterkühlt, dann güldet dit aba nich… geht’s auch anders?
anderen kann man mit einem Infrarot-Spektroskop die Menge an
Wasser bestimmen.
Das kann man sogar zeitaufgelöst machen, also alle x Sekunden.
Einfach in die Luft „schießen“ und der abgelesene Wert ist es dann? Keine Beachtung von „bei 22,4°c“?
Diese Geräte kann man kaufen, sind für einen Privatmenschen
aber doch recht teuer.
Mir persönlich reicht es ja, die relative Luftfeuchtigkeit zu wissen … es fing eigentlich mit der Behauptung an, daß Haar-Hygrometer den absoluten Wassergehalt der Luft messen würden, also steht keine Erwerbsabsicht hinter der Frage („Lieber Weihnachtsmann…“ *gg*)
Bei Variation der Temp. der Metallplatte wird der Übergang
erfasst, bei dem die Kondensation auf der Platte gerade eben
aufhört.
nee, nee - das ist geschummelt - der Taupunkt wird ja durch die veränderte Temperatur der Metallplatte erreicht (je kälter, desto tau). Kennst Du die aktuelle Temperatur der Platte nicht, nutzt die Info, daß es nicht mehr kondensiert, herzlich wenig.
Man kann natürlich auch andere Verfahren verwenden.
z.B. gravimetrisch:
Das Messgas durch ein Trockenmittelturm (Kieselgel) geleitet.
Durch Auswiegen kann man die eingefangene Feuchte bestimmen.
Ahhh…
ääh - wie bekommt man Kieselgel wieder trocken? (Sach jetzt nich’, durch kräftiges Erwärmen, dann funktioniert’s ja bei sehr heißer Luft doch wieder nicht)
wenn man das Wasser abscheidet, indem man die Luft einfach
gaaanz weit runterkühlt, dann güldet dit aba nich… geht’s
auch anders?
Ja. wie schon geschrieben wurde, kann man eine Substanz nehmen, die Wasser begierig aufnimmt (z.B. Phosphorpentoxid oder Magnesiumperchlorat) und eine Differenzwägung machen.
Einfach in die Luft „schießen“ und der abgelesene Wert ist es
dann? Keine Beachtung von „bei 22,4°c“?
Kalibriert werden muß das Ding schon, aber dann darst Du ungehemmt ballern.
Meist wird Luft durch eine Meßzelle gepumpt/gesaugt und der Wert abgelesen.
Bei Variation der Temp. der Metallplatte wird der Übergang
erfasst, bei dem die Kondensation auf der Platte gerade eben
aufhört.
nee, nee - das ist geschummelt - der Taupunkt wird ja durch
die veränderte Temperatur der Metallplatte erreicht (je
kälter, desto tau). Kennst Du die aktuelle Temperatur der
Platte nicht, nutzt die Info, daß es nicht mehr kondensiert,
herzlich wenig.
Hääää, daß die Temperatur bei einem solchen Gerät exakt gemessen
wird, sollte ja wohl klar sein.
Man kann natürlich auch andere Verfahren verwenden.
z.B. gravimetrisch:
Das Messgas durch ein Trockenmittelturm (Kieselgel) geleitet.
Durch Auswiegen kann man die eingefangene Feuchte bestimmen.
Ahhh…
ääh - wie bekommt man Kieselgel wieder trocken? (Sach jetzt
nich’, durch kräftiges Erwärmen, dann funktioniert’s ja bei
sehr heißer Luft doch wieder nicht)
Das Verfahren wird in der Umweltmeßtechnik regelmäßig angewandt.
Das heiße Rauschgas (150…300°C und höher) wird abgesagt und
kühlt in den Leitungen und im Trockenturm recht schnell ab.
Falls das nicht reicht, wird ein Gaskühler eingesetzt.
Gruß Uwi
pfffüü - ich hab hier ernsthafte Probleme und Du unterstellst mir Blödelei - los! - werd rot und schäm Dich…
Hääää, daß die Temperatur bei einem solchen Gerät exakt
gemessen
wird, sollte ja wohl klar sein.
Das glaub ich gerne, aber ich bin war doch am Grübeln, ob es denn keine temperatur un abhängige Meßmethode gäbe…
Das Verfahren wird in der Umweltmeßtechnik regelmäßig
angewandt.
Das heiße Rauschgas (150…300°C und höher) wird abgesagt und
kühlt in den Leitungen und im Trockenturm recht schnell ab.
Falls das nicht reicht, wird ein Gaskühler eingesetzt.
Hach - Du immer mit Deinem Realismus… Meine Frage dazu lautet: ist Kieselgel in der Lage, Wasser aus Luft, die so heiß ist, daß das Kieselgel gerade nicht zerstört wird, ebenso herauszuziehen, wie aus 1°c warmer Luft? Gibt es einen Temperatur-Bereich, in dem es funktioniert (also - ich meine jetzt natürlich einen kleineren als absoluter Nullpunkt - Sonnenexplosionshitze)? Oder eben: wie kriegt man das Zeug wieder trocken? Überhaupt?
pfffüü - ich hab hier ernsthafte Probleme und Du unterstellst
mir Blödelei - los! - werd rot und schäm Dich…
Nö, mach ich nicht. Da bin ich bockig.
Hach - Du immer mit Deinem Realismus…
So sin’se eben , die Ingenieure
Meine Frage dazu
lautet: ist Kieselgel in der Lage, Wasser aus Luft, die so
heiß ist, daß das Kieselgel gerade nicht zerstört wird, ebenso
herauszuziehen, wie aus 1°c warmer Luft?
Nein.
Gibt es einen
Temperatur-Bereich, in dem es funktioniert (also - ich meine
jetzt natürlich einen kleineren als absoluter Nullpunkt -
Sonnenexplosionshitze)? Oder eben: wie kriegt man das Zeug
wieder trocken? Überhaupt?
Ja, man tut es in einen Wärmeschrank bei ca. 120…130°C
Da gibt es die Feuchte wieder ab.
Das Zeugs hat einen meist einen Indikator.
Wenn es trocken ist, hat es blaue Farbe.
Wenn es feucht ist eher farblos bzw. leicht rosa.