Hallo
Ich hab ein Problem mit einem Metex M-4650 Vielfachmeßgerät.
(4 1/2Digit)
Und zwar ging zunächst im Gleichspannungsbereich die Anzeige je nach Polung etwas verschieden, bzw. versetzt.
Außerdem wurde die Batteriespannung manchmal fehlerhaft als zu gering angezeigt(Batteriestandswarnung).
Eben gerade hab ich das Gerät geöffnet(hat schon ein paar Jährchen auf dem Buckel, aber fast kein Verschleiß durch Gebrauch).
Ich habe festgestellt, das Potentiometer von außen zugänglich werden, wenn man die Schalterskalenfolie entfernt.
Einem Potentiometer habe ich eine Bohrung im Geräte-Gehäuse verpasst(auch noch halbwegs unter der Folie), so das es auch zugänglich wurde. Es handelte sich aber nur um die Spannungsregelung für die LCD-Anzeige, nicht um eine Referenzspannung am Chip für die Messung.
Dann habe ich rein zufällig nach langer Fummelei entdeckt, das das Kabel für die Betriebspannung vonn innen (also innerhalb der Isolierung) schwarz korrodiert war. Also der Clip hing noch fest dran. Wurde dann ersetzt und die Batteriewarnung hörte auf.
Jetzt ist aber immer noch eine Ungenauigkeit, also eine Abweichung von 0 Volt im Gleichspannungsbereich vorhanden.
Bei 2, 20, und 200 Volt etwa 360mV, bei 200mV etwa 36 mV, mit und ohne kurzgeschlossenen Eingang.
Meine Frage jetzt, wie stell ich das ein??
Im Internet fand ich nur Schaltpläne für ähnliche Geräte. Der Chip ist ein gängiger ICL7…
Es gibt folgende Potentiometer:
Ein Spindelpotentiometer(Mehrgang oder Präzisions…), welches von einer Seite aus der Platine herausschaut;
(hab ich da schon mal dran gedreht?? Ich weiß es nicht.)
außerdem diese normalen kleinen auf der Vorderseite:
Eins für die LCD-Spannung,
jeweils eins zwischen den Buchsen 20A,A,Com,V/Ohm,
und eins neben der Kapazitätsnullung. Was bedeuten die?
Ich frage auch deswegen, weil ich mich nicht recht traue, einfach auszuproberen.
Wenn aber jemand etwas Erfahrung hat oder sich auskennt, kann mir das helfen.
Werde ich keine Info erhalten, probiere ich das Spindelpoti aus.
Vielen Dank im Voraus.
MfG
Matthias
Hallo,
auf
http://elektrotanya.com
gibt es einen Schaltplan.
Grüße
godam
Guten Tag,
ohne Referenzspannungs- bzw. Stronquellen, sowie Referenzbauelemente ist die Eichung eines Messgerätes nicht möglich. Die Messwerte werden immer mit großen Fehlern behaftet sein.
Gruß
Vielen Dank.
Das hab ich auch schon mal gesehen, aber leider sagt mir der Schaltplan nicht soviel.
Der Schaltplan stimmt optisch nicht mit dem Platinenlayout überein, also ich kann die Potis nicht zuordnen, und die meisten IC’s kenn ich nicht.
Ich hoffe ja, die absolute Messgenauigkeit wird durch feste Messwiderstände bestimmt.
Es geht hauptsächlich um diese Verschiebung um 0 Volt.
MfG
Matthias
Hallo Matthias,
eine Nullpunktabweichung würde ich weniger als Ungenauigkeit bezeichnen, aber egal…
Es gibt M-4650, M-4650B und offensichtlich noch mehr. Ich habe beide. Beide dürften mit dem gleichen IC ausgerüstet sein, dem ICL7129. Dieses IC sorgt für den Nullpunktabgleich und ein Fehler hier müsste im oder sehr nahe am ICL7129 liegen.
Wenn du Schaltungen verstehst, sollte das Datenblatt dir alle wesentlichen Infos liefern: www.hestore.hu/files/ICL7129.pdf
Der Rest der Schaltung, die du ja aus http://elektrotanya.com/metex_4650b_multimeter_sch.p… wohl schon kennst, sollte eher keine Rolle spielen: Wenn 0 „in das IC 'reingeht“ (Differenzspannung zw. Pins 32 und 33), muss auch 0 angezeigt werden.
Viel Glück, Uwe
…: Wenn 0 „in das IC 'reingeht“ (Differenzspannung zw. Pins 32 und 33), muss :auch 0 angezeigt werden.
Stimmt. Das klingt nach einem Bauteilfehler, externer Nullpunktabgleich ist nicht notwendig.
Nach meiner Erfahrung ist bei diesem Fehlerbild meistens das IC defekt, z. B. durch einen ESD-Schaden ist eine Gate-Isolation defekt (CMOS-Prozess) und es fließt merklich Strom in einen der Anschlüsse.
Das passiert zum Beispiel wenn man statisch aufgeladen ist und eine Messleitung angreift oder eine Messleitung vor der Bildröhre eines Fernsehers runterhängt.
Bernhard
Hallo
Ich werde aber das ICL… Teil nicht auf Verdacht austauschen.
Da bekomm ich ja fast ein neues Gerät für(über 20€ ohne Versand).
Es ist ja auch so, das anscheinend die Fehlspannung nicht direkt am IC entsteht, sondern wahrscheinlich irgendwo auf dem Weg vom ICL… zum Eingangsspannungsteiler.
Andernfalls gäbe es ja wahrscheinlich immer die gleiche Fehlspannung in der Anzeige. Siehe auch Ausgangsartikel.
Überspannungen werden (oder sollten es) auch durch ein spezielles Bauteil kurzgeschlossen.
Einigermaßen frustriert versuch ich jetzt den Schaltplan zu verstehen.
Immerhin sind der Eingangsspannungsteiler verständlich und die mögliche Beschaltung des ICL zugänglich.
MfG
Matthias
Hallo Matthias,
Es ist ja auch so, das anscheinend die Fehlspannung nicht
direkt am IC entsteht, sondern wahrscheinlich irgendwo auf dem
Weg vom ICL… zum Eingangsspannungsteiler.
Wenn due Pin 32 und 33 (am Besten zusammenlöten) hast du 0V am Eingang.
Wenn du dann 0 angezeigt bekommst musst du richtung Spannungsteiler suchen, andernfalls im IC.
Der nächste Versuch wäre vor den 1M Widerstand an Pin 33 eine Verbindung mit Pin 32 herzustellen.
Wenn du jetzt nicht mehr 0 angezeigt bekommst, hat der Eingang einen zu grossen Leckstrom.
Wenn alles auf das IC hinweist, kämen noch die Kondensatoren und Widerstände an den Pins 25 bis 30 in Frage. Da müssten idealerweise Polysterol- oder Teflon-Kondensatoren verbaut sein.
MfG Peter(TOO)
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