Hallo zusammen,
denkt ihr, das Messiasgeheimnis im Markusevabgelium wäre ein geeignetes Thema für eine 20 min Prüfung?
Würde gerne eure Meinung hören.
Danke schonmal…
Hallo zusammen,
denkt ihr, das Messiasgeheimnis im Markusevabgelium wäre ein geeignetes Thema für eine 20 min Prüfung?
Würde gerne eure Meinung hören.
Danke schonmal…
Jetzt machst Du mich aber neugierig
Hallo Spirit
denkt ihr, das Messiasgeheimnis im Markusevabgelium wäre ein
geeignetes Thema für eine 20 min Prüfung?
Wenn Du der Prof wärst und die Prüfung abnimmst - warum nicht! 
Nein, aber jetzt will ich erstmal wissen: Was hat(te) denn der Messias für n prickelndes Geheimnis???
Gespannt:
Branden
denkt ihr, das Messiasgeheimnis im Markusevabgelium wäre ein
geeignetes Thema für eine 20 min Prüfung?
Nein! Das ist so ein verqueerer Ansatz und Versuch zu erklären, warum denn Jesus, wenn er denn wirklich der Messias gewesen wäre, nicht einfach zur Macht gegriffen hätte, die er nach seinen eigenen Aussagen von seinem Vater im Himmel erhallten hatte, die Palästineser, die Araber die Römer aus dem Land und ins Meer geworfen hat, sondern stattdessen elendiglich am Kreuz krepieren musste.
Blein bei den Reich-Gottes-Gleichnissen!
Gruß Fritz
Hallo zusammen,
denkt ihr, das Messiasgeheimnis im Markusevabgelium wäre …
Danke schonmal…
Hallo,
ich würde auch gern wissen,von welchem „Geheimnis“ Du sprichst.
Über das Markusevangelium kann man sicher 20 min.sprechen,
je nach dem,was man aus diesem Evangelium hervorheben möchte.
Beispiele:
Die Wunder,die er vollbrachte.
Das Auswählen der zwölf Jünger.
Die Lehrtätigkeit Jesu.
Die Gleichnisse und ihre Bedeutung.
Oder auch eine Zusammenfassung des Evangeliums in 20 min.
Gruss Gerhard
Nein, aber jetzt will ich erstmal wissen: Was hat(te) denn der Messias für n prickelndes Geheimnis???
Gespannt:
Er wars gar nicht! Pffft!
Nein! Der „Messias des NT“ ist halt nicht der, den sich die Juden erwartet hatten. Denn die hatten einen König auf Erden erwartet, so wie sie sich den König David vorstellten, der die … aber das kannst du oben lesen.
Fritz
Hallo,
es scheint hier schon vorher eine Diskussion gegeben zu haben, die mir entgangen ist.
Da ich gesehen habe, dass Du Grundschullehramt halte ich das Thema grundsätzlich für brauchbar, schön zu lernen, denn man kommt darüber auch auf die Theologie des Markus und die Frage nach dem kurzen Markusschluss. Nicht zu vergessen die die Christologie des Markus!
Die Prüfung würde also über den eigentlichen Zweck hinaus sehr sinnvoll sein, denn man erhält einen guten Überblick über ein Evangelium, der, so man am Anfang / in der Mitte des Studiums ist, für alles weitere sehr hilfreich ist. Jedenfalls rate ich meinen Studenten immer, sich danach Prüfungsthemen auszusuchen, wenn sie eh schon gezwungen sind, etwas zu intensiv zu lernen, dann möglichst im Hinblick auf das weitere Studium.
Vielleicht lieferst Du auch etwas mehr Informationen: Was für eine Prüfung (Zwischenprüfung/Examen/normale Vorlesungsprüfung?)
Ein anderes schönes Thema wäre der Lieblingsjünger im Johannes-Ev (dazu gibt es einen schönen Exkurs im Ökumenischen Taschenbuchkommentar), das Apostelverständnis des Lukas oder aber das Eheverständnis bei Paulus.
Ich selbst würde, so es hier „nur“ eine Vorlesungs- oder Zwischenprüfung geht, von Gleichnissen abraten, da man hier in die Untiefen der Gleichnistheorie geht.
Grüße,
Taju
Also du meinst, es ist gut zu lernen, dieses Thema?
Ich habe nämlich leider nicht so gute Seminarthemen, die ich gerne für meine „Staatsexamensprüfung“ vorschlagen würde.
Ich würde erst allgemein in das Markusevangelium einführen und dann speziell auf das Messiasgeheimnis kommen.
Ist das angemessen oder dann doch zu komplex?
Ich habe nämlich leider einen nicht ganz so sympathischen Professor, der mir gute Tipps gibt, deshalb bin ich auf mich selbst und auf eure Hilfe angewiesen…
Danke für die Antworten.
Hallo,
Er wars gar nicht! Pffft!
Nein! Der „Messias des NT“ ist halt nicht der, den sich die
Juden erwartet hatten. Denn die hatten einen König auf Erden
erwartet, so wie sie sich den König David vorstellten, der die
… aber das kannst du oben lesen.
Die Juden gab es zur Zeit Jesu von Nazareth genausowenig wie heute, wie es auch nicht die Moslems, die Christen, die Deutschen, die Atheisten gibt.
Immerhin scheint es Juden gegeben zu haben, die tatsächlich in Jesus vn Nazareth den Messias sahen, also offensichtlich eine jüdisch denkbare Vorstellung zu dieser Zeit.
Dass das sogenannte Messiasgeheimnis ein Begriff für die markinische Evangeliumskonzeption ist, weisst Du. Da der Autor dieses Evangeliums keinen Zweifel an der Messianität hatte, macht es weiterhin Sinn, von einem Messiasgeheimnis zu sprechen. Es geht hier doch letztlich um die Erfassung eines literarischen Textes.
Oder ist Mephisto nicht Mephisto und damit in Goethes Faust gar nicht vorhanden, weil er nicht der Teufel ist, den Christen sich heute vorstellen???
Grüße,
taju
Nein! Der „Messias des NT“ ist halt nicht der, den sich die
Juden erwartet hatten.
Manche sahen das offenbar anders. Der Effekt: Eine neue, mittlerweile nichtjüdische, Weltreligion
Immerhin gibt es heute (!) Juden, die Rabbi Schneerson für den Messias halten. Sein Grab wurde leer gefunden! 
Gruß
dataf0x
Hallo Gerhard
ich würde auch gern wissen,von welchem „Geheimnis“ Du
sprichst.
Ja, genau.
Ob wir das hier jemals von den Leutchen erfahren???
Ungeduldiger werdend:
Branden
Nur eine kurze Erklärung auf die oft gestellte Frage, was denn das Messiasgeheimnis ist:
Es geht darum, dass Jesus immer wieder seine Identifikation als Heilsgestallt verbirgt… Dabei gibt es mehrere Aspekte:
Jesu führt seine Wunder oft im Verborgenen aus und will auch nicht, dass davon erzählt wird (Mk 5,43a; 7,36a).
Die Jünger verstehen oft nicht was er ihnen sagt (Mk 4,13;7,18) und wer er eigentlich ist (Mk 4,40f;6,52).
Schweigegebote an die Jünger (Mk 8,30;9,9).
Oder Stellen, an denen Dämonen den Messias erkennne, Jesu sie aber zum schweigen zwingt (Mk 1,25; 1,34; 3,12).
MfG
Chris
Hallo,
Also du meinst, es ist gut zu lernen, dieses Thema?
Allerdings
Ich würde erst allgemein in das Markusevangelium einführen und
dann speziell auf das Messiasgeheimnis kommen.
Ist das angemessen oder dann doch zu komplex?
Ich habe nämlich leider einen nicht ganz so sympathischen
Professor, der mir gute Tipps gibt, deshalb bin ich auf mich
selbst und auf eure Hilfe angewiesen…
Hat der Professor keinen Assistenten? Wie sieht es mit der Fachschaft aus - oft erhält man dort gute Tipps, vor allem, was vielleicht zu meiden wäre…
Mein Vorschlag, wie ich dieses Examensthema er- und aufarbeiten würden:
I.
II.
III.
Lektüreempfehlung:
Auf jeden Fall frage Deinen Prof nach Lektüreempfehlungen und gib ihm vorab eine eigene Lektüreliste. Empfiehlt er Dir nicht nur allgemeine Literatur, sondern einen bestimmten Aufsatz, dann ist das ein wertvoller Hinweis für die Prüfung.
Grüße,
Taju
Moin, moin Spirit,
nun ist Taju doch schneller gewesen als ich. Das kommt davon, wenn man so lange mit den Hunden spazierengeht.
Entscheidende Hinweise hast du ja schon von Taju bekommen; so kann ich mich auf Literaturtips beschränken.
Ich setze voraus, dass Du William Wrede kennst, dann möglicherweise
H.J. Ebeling, Das Messiasgeheimnis und die Botschaft des Marcus-Evangelisten, Berlin 1939
R. Pesch (Hrsg), Das Markusevangelium, Darmstadt 1979
darin ein Artikel von U. Luz: Das Geheimnismotiv und die
markinische Christologie
Empfehlen möchte ich Dir Andreas Bedenbender, Das „Messiasgeheimnis“ im Markusevangelium.
Dieser Aufsatz ist erschienen in der Zeitschrift „Texte und Kontexte“,Nr 103/104, 27. Jahrgang 3-4/2004
„Texte und Kpntexte“ ist als exegetische Zeitschrift überhaupt sehr empfehlenswert. Sie hat leider nur noch etwa 300 Abonnenten, so daß sie fast unter Ausschluß der Öffentlichkeit erscheint.
Jedenfalls ist der Aufsatz von Bedenbender ausgezeichnet; er hat in TuK noch eine Reihe anderer Arbeiten zu Markus veröffentlicht.
Hier finderst Du die Zeitschrift im Internet:
http://www.texteundkontexte.de/
Dort sind auch einige Artikel online zu lesen; Du kannst Dich also von der Qualität der Zeitschrift überzeugen.
Gruß - Rolf
Vielen vielen Dank euch allen.
Das ist mir eine sehr große Hilfe.