Hallo,
ich kann langsam nicht mehr. Jeden Tag mindestens 1 Stunde aufräumen, putzen etc. - und das neben Schule/Praktikum, Fahrschule und Pferden. Ich bin am Ende meiner Kräfte.
Einmal eine kurze Schilderung: seit meine Mutter ihren letzten (mittlerweile Ex)Freund hatte ist alles eskaliert. Sie war schon immer etwas unordentlich aber noch im normalen Bereich, es stand hier und da was rum. Ja, nicht schlimm. Aber dann als ich 9 war kam dieser komische Freund. Mit ihm und mir gab es nur Probleme, bis dahin, dass ich nicht mehr aus meinem Zimmer kam wenn er da war (er war arbeitslos, hat gesoffen und den ganzen Tag im Wohnzimmer auf dem Sofa gelegen und ferngesehen) bis meine Mutter nach Hause kam, weil er mich nur runtergemacht hat. So, das hat bei mir schonmal nen Knacks gegeben. Dann als ich etwa 11 war, war es schon so weit, dass die Wohnung so zugemüllt und dreckig war, dass ich seitdem niemals mehr Freunde mitgebracht hab geschweigedenn meinen Geburtstag gefeiert hab. Seit ich 17 bin ist der Typ zwar endlich weg aber meine Mutter räumt trotzdem nicht auf. Sie flüchtet sich in diverse Ausreden. Alle Gesprächsversuche werden erstickt, zur Not indem sie mir mein Trommelfell wegbrüllt. Einmal habe ich sie tatsächlich dazu bekommen aufzuräuen, das war vor dem 30.1. wo ich laaange angekündigt eine kleine Party geschmissen hab… seither, seit dem 30.1. halte ich alleine Ordnung in der Wohnung (Bad, Küche, Flur, mein Zimmer, Treppenhaus; Wohn- und Esszimmer sowie ihr Zimmer [da hab ich ja eh nix drin zu suchen] sind so eingemüllt, das geht nicht… war auch zu dieser Party da so unordentlich, einfach nur Tür zu…) nunja. Ich komme ohnehin abends schon total geschafft vom Tag (entweder schule oder Praktikum, Fahrschule und Pferde versorgen, wohlgemerkt ihres noch mit…) nach Hause und muss mich dann noch immer 1-2 Std täglich(!) hinstellen um aufzuräumen und zu schrubben, weil sie am späten Abend bzw morgens wenn ich schon aus dem Haus bin und auch während ich noch da bin wieder anfängt alles einzumüllen und einzudrecken. Könnt ihr euch vorstellen, wie fertig ich bin? Jetzt bin ich 18… könnte ja theoretisch ausziehen, praktisch aber nicht… mache gerade mein Fachabi, gehe also noch zur Schule. Zeit für einen Nebenjob habe ich nicht (woher auch?) und ein Einkommen dementsprechend gar nicht.
Nur bin ich so verdammt verzweifelt. Und darüber hinaus scheine ich jetzt auch schon psychisch krank zu werden, nämlich das genaue Gegenteil von ihr zu werden: Ordnungswut (gibts dafür auch nen Begriff?)Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Ich hab versucht mit ihr zu sprechen, ich hab argumentiert, hab sie gefragt warum, habe ihr meine Hilfe angeboten, habe ihr meine Wünsche geäußert, habe sie auch schon angeschrien das sie krank sei. Irgendwann fragte sie mich mal ob ich keinen Respekt vor ihr habe, ich solle mal meine Wortwahl überdenken. Da frage ich mich: Woher soll ich noch Respekt nehmen? Als Mutter ist sie für mich gestorben. Ich habe eine unglaubliche Wut in mir ihr gegenüber, ich will eigentlich nicht sagen Hass aber doch, es ist so. Und das ist mir durchaus unangenehm, eben weil sie meine Mutter ist. Aber es lässt sich eben auch nicht leugnen. Nach allem was sie zugelassen hat ist der Schmerz einfach zu groß als das ich noch verzeihen könnte.
Was gibt es denn für mich für Mölglichkeiten? Was soll ich tun? Ich muss ja zwangsweise den Haushalt aufrecht erhalten, wenn ich nicht in ihrem Dreck ersticken möchte! Ich hab schon oft gelesen man soll nicht im Haushalt helfen aber was bleibt mir anderes übrig? Ausziehen geht ja leider nicht weil ich kein Einkommen habe… Ich bin verzweifelt!! Ich weiß nicht mehr weiter. Wisst ihr Rat?
Grüße
