Hi, Leute,
In letzter Zeit sammelt meine 4jährige Tochter einfach alles, einen Teil lasse ich verschwinden, jedoch räumt sie in ihrem Zimmer gar nicht mehr auf, verteilt überall ihre Sachen.
Im Kiga oder bei anderen Kindern auf Besuch, hilft sie mit…
Daheim auch nicht, wenn ich ihr helfe.
Sie hört auch nicht mehr zu, wenn ich dieses Thema anschneide, Antwort: „Morgen habe ich dafür mehr Zeit“ Nun, weder streng noch nett, weder wegnehmen von einem Teil des Spielzeugs hat bisher Erfolg gebracht. Auch was Dreck angeht, wird es immer schlimmer, sie achtet nicht mehr darauf, ihren Saft nicht zu verschütten, Ostern sah die Wohnung aus - in allen Zimmern, als habe es Schokolade geregnet, was letztes Jahr nicht der Fall war…Ich bin wirklich nicht besonders pingelig, aber inzwischen, wenn ich das hier sehe, könnte ich die Krise kriegen und davonlaufen…
Wer ist schonmal einem solchen Problem beigekommen und wie? oder hat jemand einen Tip für mich? Bin für alle Einfälle und Erfahungswerte dankbar.
Eure Christin.
Hallo Christin,
villeicht läßt Du das Zimmer einfach mal unaufgeräumt,
und bestärkst deine Tochter noch in ihrem Dreckigsein!!!
Laß die Schokoflecken auf die Bettdecke, Spielsachen ebenfalls,
usw.
bekräftige sie darin, das Eure Tochter Euer liebes Aschenprödel ist und besuche doch einmal eine Mülldeponie mit ihr.
Frag sie, ob sie mit Dir ( Euch) einmal eine solche Besichtigen möchte?
Ob sie sich dort wohlfühlt bei diesem Geruch?
( Denn so wird es demnächst ja auch bei ihr im Zimmer stinken, falls nicht regelmäßig aufgeräumt wird).
Mir würde noch mehr einfallen, aber jetzt schließ ich erstmal.
Viel Erfolg und hoffentlich noch weitere Vorschläge.
Gruß Heiner
Hallo Christin!
Irgendwie kommt mir das bekannt vor!
Mein heute 14-jähriger Sohn fing ebenfalls im Alter von ca.4 Jahren damit an, jeden „Mist“ zu horten, er ließ einfach alles überall liegen und in seinem Zimmer sah es einfach erbärmlich aus. Man konnte nirgend wo mehr hintreten, der Boden war übersät mit allem möglichen.
Auch in der Wohnung ließ er alles liegen!
Damit ich nicht ständig hinter ihm her sein mußte (was die Wohnung betraf), durfte er nur am Esstisch essen und trinken, so wie wir auch.
Aber was sein Zimmer anbelangte, da hatte ich nie Erfog! Mir erging es da wie dir. Aufräumen tat er nicht und wenn doch, sah es nachher nicht ordentlicher aus.
Ich habe es irgendwann aufgegeben. Alle paar Monate mache ich in seinem Zimmer einen Kahlschlag und fülle dann ohne Probleme 5-6
120L-Müllsäcke! Was dabei alles zu Tage kommt, ist unvorstellbar! Alte Dosen, alte Brote, Verpackungen, Stofffetzen, die Liste könnte ich unendlich fortsetzen.
Ich hoffe nicht, dass deine Tochter in die Richtung meines Sohnes schlägt, aber wenn doch, dann mußt du dir ein dickes Fell zulegen.
Aber für den Fall, dass du eine Lösung findest, wäre ich froh, wenn du mir einen Tipp geben würdest, vielleicht kann ich den dann ja auch umsetzen.
Liebe Grüße
Suse
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Hier auch eine vielleicht Antwort.
Trinken - nur in der Küche unter Aufsicht, nicht in ihrem Zimmer
Gleiches mit Süßigkeiten. In der Küche wird gegessen nicht im KZ
Mit dem Aufräumen klappte das bei uns, nachdem ich nachts, wenn das Fenmster im Kinderzimmer zugemacht werden sollte, mit Holzschuhen ins Zimmer gegangen bin.
Dabei mußte auch geliebtes Legospielzeug dran glauben. Danach lag nichts mehr rum.
Schubse die Sachen unters Bett und reg Dich nicht auf. Du schonst dann Deine Nerven.
Ich habe auch immer die Mülltonne der Nachbarin liebendgern runtergetragen, die unsere? immer ich.
Manches heilt die Zeit
PiRo
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Hallo Christin,
einfach verdrecken lassen, wie es Heiner vorschlägt, bis es dem Kinde selbst zuviel wird, kann man eventuell bei 10- oder 13-jährigen machen, aber mit 4 nicht.
Ordnung und Sauberkeit als Erziehungs_erfolg_ wäre in dem Alter ohnehin nur mit strengster Dressur zu erreichen.
Einem so kleinem Kind kann man allenfalls ein paar klare Verbote einbleuen, wie sie z.T. hier schon vorgeschlagen wurden: Gegessen und getrunken wird nur in der Küche (Erwachsene dürfen im Wohnzimmer Kaffeetrinken, sollten aber auch nicht mampfend durch die Wohnung laufen). Man darf kein Essen werfen. Kinder dürfen nicht alleine den Kühlschrank aufmachen. Verschütten ist schlecht.
Um solche Verbote durchzusetzen, ist ein wenig Strenge nötig. Man darf keine Ausnahmen machen und muß schon mal Tränen in Kauf nehmen, wenn man das Kind am Verlassen der Küche hindert, oder ihm etwas mit Entschiedenheit aus der Hand nimmt oder es eben ohne Mitnahme von Lebensmitteln aus der Küche verweist.
Auf dem Verhandlungswege kommt man aber bei Vorschulkindern meist nicht recht zum Erfolge.
(Von Herzen kommende Schimpfe bis hin zu… als extreme Gefühlsäußerung der Eltern ist genauso natürlich und gut, wie das spielende Kind unvermittelt aus einer Gefühlswallung heraus zu herzen und zu liebkosen.)
Ein so kleines Kind kann nicht zwischen Sachen und Müll unterscheiden und auch nicht zwischen Ordnung und Unordnung.
Ein so kleines Kind versteht auch nicht die Bedeutung von: „Morgen habe ich dafür mehr Zeit“. Man kann mit ihm noch keine Terminplanungen durchsprechen.
Wenn es zuviel herumliegenläßt, dann hat es vielleicht zuviele Sachen. Für ein Vorschulkind sind z.B. 200 oder 100 Duplo-Steine keineswegs besser als 50.
Du tust gut daran, Sachen wegzunehmen, die nur herumliegen, nicht geliebt noch genutzt werden. (Nicht: Sachen strafweise wegnehmen!)
Wenn Saft verschüttet wird, dann muß man sofort hinterherwischen, damit nichts zuckerklebrig eintrocknet. Reichte man stattdessen Leitungswasser, so würde man eine Menge Hektik aus dieser Aktion herausnehmen, außer auf Parkettboden.
Wenn die Kinder größer werden, dann spielen sie auch weniger im Wohnzimmer und mehr im Kinderzimmer. Man kann allmählich dazu übergehen, die anderen Räume aufgeräumt zu halten, und dort angesammelte Kindersachen jeweils einfach ins Kinderzimmer zu werfen.
Das Kinderzimmer selbst räumt man gelegentlich auf, aber nur dann im Beisein des Kindes, falls man sehr sehr viel Zeit Geduld und starke Nerven hat.
Das Schulkind dann kann zwischen Schulsachen und anderen Sachen unterscheiden und zwischen Spiel und Hausaufgabe. Dann können auch wir Eltern beginnen, selbständiges Aufräumen und Ordnunghalten von ihm zu verlangen.
Wolfgang
Hi, Leute,
In letzter Zeit sammelt meine 4jährige Tochter einfach alles,
einen Teil lasse ich verschwinden, jedoch räumt sie in ihrem
Zimmer gar nicht mehr auf, verteilt Eerall ihre Sachen.
Im Kiga oder bei anderen Kindern auf Besuch, hilft sie mit…
Daheim auch nicht, wenn ich ihr helfe.
Sie hört auch nicht mehr zu, wenn ich dieses Thema anschneide,
Antwort: „Morgen habe ich dafE mehr Zeit“ Nun, weder streng
noch nett, weder wegnehmen von einem Teil des Spielzeugs hat
bisher Erfolg gebracht. Auch was Dreck angeht, wird es immer
schlimmer, sie achtet nicht mehr darauf, ihren Saft nicht zu
verschEten, Ostern sah die Wohnung aus - in allen Zimmern,
als habe es Schokolade geregnet, was letztes Jahr nicht der
Fall war…Ich bin wirklich nicht besonders pingelig, aber
inzwischen, wenn ich das hier sehe, könnte ich die Krise
kriegen und davonlaufen…
Wer ist schonmal einem solchen Problem beigekommen und wie?
oder hat jemand einen Tip fE mich? Bin fE alle Einfälle und
Erfahungswerte dankbar.
Eure Christin.
Schön, daß jeder irgendwie anders an das Problem herangeht. Will
ich mal auch noch meinen Senf dazu geben: Meine Maxime ist jetzt
auch 4, ihr Zimmer räumt sie dann auf, wenn ich den Anfang mache
(ist auch ok, alleine macht´s doch keinen Spaß - und der Ernst
fängt doch früh genug an, und wir machen das ja auch nur
f"freiwillig", weil wir wissen, daß wir nicht drum herum kommen).
Also, ich gehe da so rein nach dem Motto „oh oh, wer war hier
denn ? Hattest Du Besuch?“ Sie geht natürlich voll drauf rein,
erzählt von allerlei Tiervieh, welches ihr Zimmer so zugerichtet
hat. Während dem Erzählen wird nebenbei ganz toll aufgeräumt.
Klappt eigentlich ganz gut.
Wenn im Wohnzimmer das Chaos herrscht (und das tut es jeden Tag)
räumen wir auch zusammen auf. Das findet sie nicht so gut, weil
es öfter vorkommt. Aber ich sage ihr klipp und klar, daß wir eine
Familie sind, und bei einer Familie helfen alle zusammen, sonst
funktioniert das nicht. Und ich glaube, daß sie das auch schon
versteht. Nicht in jeder Feinheit, aber zumindest soweit, daß,
wenn man zusammen Spaß haben will wie z.B. Ausflüge machen,
Basteln, Backen o.Ä. muß man halt auch den Rest vereint schaffen.
Das hat aber am Sauberkeitsverhalten an sich nichts geändert. Ich
hoffe nur, daß die Zeit ihr übriges tut und meine Große
irgendwann den Spaß an der Sauerei verliert …
einfach verdrecken lassen, wie es Heiner vorschlägt, bis es
dem Kinde selbst zuviel wird, kann man eventuell bei 10- oder
13-jährigen machen, aber mit 4 nicht.
Hallo Wolfgang,
stimme ich Dir voll zu.
War ein bischen übertrieben gemeint, aber unsere sind auch schon ein bischen älter.
Euch allen eine angenehme Nachtruhe.
Gruß Heiner
Hallo, Christin,
ob es bei einer Vierjährigen hilft, weiß ich nicht.
Aber bei uns wird das so gehandhabt:
Irgendwann, wenn es gar zu doll aussieht, hängt so ein blauer Müllsack an der Zimmertür. Das ist das Alarmsignal, dass dann Tags darauf alles was sich dann noch auf dem Fußboden, wirr auf dem Schreibtisch usw. befindet, in diesem blauen Sack landet. Nachdem der Sack auch einmal wirklich entsorgt wurde (Wertvolles wurde natürlich vorher aussortiert, erschien aber erst nach und nach wieder) war die Schockwirkung derart, dass es nun meist reicht, den bösen blauen Sack zu zeigen.
Und Essen und Trinken wird einfach nicht im Kinderzimmer gereicht - dafür gibt’s den Küchentisch.
Übrigens ist unserer nunmehr 17 und sein Zimmer sieht (meist) recht manierlich aus. Dafür bekommt der Vater gelegentlich den blauen Sack angedroht (seufz)
Eckard.