Hallo alle,
ich würde gerne „halbe Tropfen Wasser“ (genauer gesagt: Volumina von 5 µl) mit möglichst hoher Genauigkeit messen. Bei der Flüssigkeit handelt es sich um destilliertes Wasser, andere Flüssigkeiten sind nicht möglich.
Das Problem ist nun, daß Wiegen schon zu ungenau ist (höchstens ±1% sollte die Meßgenauigkeit sein) und sämtliche optischen Standard-Meßtechniken auch rausfallen wegen dem Wasser. Ich kann auch nicht „viele“ Tropfen zusammen messen, denn ich will die Genauigkeit genau eines Tropfens wissen 
Hat von Euch jemand noch ne Idee, die ich vielleicht übersehen habe?
Liebe Grüße
Petzi
Hallo alle,
Hallo Petzi,
ich habe sowas mal für ein Meßgerät für geologische Labore entwickelt, wo die Wasserdurchlässigkeit von Bodenproben mit sehr geringer Durchlässigkeit gemessen wird. Dazu tropft das Wasser durch eine Meßzelle, wobei das Volumen jedes Tropfens kapazitiv gemessen und aufaddiert wird. Bei guter Kallibrierung lassen sich bei einem Testvolumen von 10 ml problemlos Meßgenauigkeiten um 1% erreichen. Es ist allerdings nicht möglich, eine Aussage über die Genauigkeit der einzelnen Tropfenmessung zu machen, was bei dieser Anwendung auch nicht nötig ist. Die unterliegt u.U. statistischen Schwankungen, die sich bei 10 ml wieder ausmitteln.
Wenn’s Dich näher Interessiert, mußt’ Dich mal direkt bei mir melden.
Jörg
Hallo Petzi,
wie wärs mit einem Glaskapillarrohr mit 0,1 mm Innendurchmesser?
Bei 159mm wäre die Füllmenge von 5 µl erreicht.
1 mm Abweichung in der Füllhöhe entspricht 0,63%.
Bitte unbedingt nachrechnen! Mein Matheunterricht liegt 30Jahre zurück.
Gruß Manfred
Hallo Petzi,
Das Problem ist nun, daß Wiegen schon zu ungenau ist
(höchstens ±1% sollte die Meßgenauigkeit sein)
gibt es in Deiner Umgebung keine Mikrowaagen? Es gibt Modelle, die zwar nur ca. 5 g Maximalbelastung haben, dafür aber auf 0,1 µg genau wiegen und das ist für Deine Belange doch genau genug?
Andere Modelle können 10 oder 20 g vertragen, haben dann aber ‚nur‘ eine Auflösung von 0,2 µg.
und sämtliche
optischen Standard-Meßtechniken auch rausfallen wegen dem
Wasser. Ich kann auch nicht „viele“ Tropfen zusammen messen,
denn ich will die Genauigkeit genau eines Tropfens wissen 
Hat von Euch jemand noch ne Idee, die ich vielleicht übersehen
habe?
Ne andere Methode wäre eine chemische. Karl-Fischer Wasserbestimmung.
Deine 5 µl entsprechen 5 mg Wasser und so was läßt sich mit Karl-Fischer meines Wissens ohne Probleme bestimmen.
Gandalf
Ergänzung
Hallo Petzi,
du brauchst doch nicht nachrechnen denn im Laborfachhandel gibt es Kapillare mit 5µL bei 125mm Länge also 0,8%/mm.
Gruß Manfred
Hallo Jörg,
sehr geringer Durchlässigkeit gemessen wird. Dazu tropft das
Wasser durch eine Meßzelle, wobei das Volumen jedes Tropfens
kapazitiv gemessen und aufaddiert wird.
Das klingt interessant, aber ich hab doch nur 5 µ l (also wie gesagt, nur ein „halber Tropfen“. Schon ab 100 µl geht’s ja auch unkritisch zu wiegen 
Trotzdem vielen Dank für Deine Antwort
Petzi
Hallo Manfred,
die Lösung klingt mir sehr interessant, vielen Dank. Ich hab sogar (eigentlich für was ganz anderes genutzte) Kapilarröhrchen da, das werd ich gleich mal ausprobieren.
Vielen Dank für die tolle Idee!
Petzi
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Huhu Gandalf,
ja, wahrscheinlich wird’s mit so ner Waage enden - aber ich wollte halt nochmal schauen, ob’s nicht was anderes gibt. Vor allem weil das Wasser ja schlimmstenfalls auf der Waage auch vor sich hin verdunstet *jammer*
Ne andere Methode wäre eine chemische. Karl-Fischer
Wasserbestimmung.
Da muß ich mal schauen, wie das funktioniert, sagt mir jetzt spontan nix (ich hab aber auch noch nicht gegoogelt *g*)
Lieber Dank!
Petzi
Hi Petzi,
http://www.schulchemie2.de/fehler.htm
und
http://www.wiley-vch.de/contents/jc_2006/200003.html
letzteres ist ein Inhaltverzeichniss der Zeitschrift ‚Chemie in unserer Zeit‘ und der Artikel war, wenn ich mich recht erinnere sehr gut geschrieben.
Gandalf
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Hallo Manfred,
dafür hab’ ich nachgerechnet und komme bei 0,1 mm Innen radius auf 159 mm Länge. *Hrghrghrg*
Sowas brauch ich ab und zu. More sophisticated: Traue niemandem!
Roland
Hallo Roland Schlaumeier,
dieses habe ich in meinem vorhergehenden Beitrag bereits erwähnt
allerdings mit 0,1 mm Innendurchmesser(nicht Radius). Das handelsübliche 5 µL-Kapillar kann natürlich bei 125mm Länge nicht den Innendurchmesser 0,1 mm haben sondern 0,112837916 mm.
Manfred
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