Messung geringer Gewichts- & Volumenveränderung

Hallöchen erstmal,

mein Name ist Petra Hollerer und ich bin Studentin an der Wirtschaftsuniversität Wien (www.wu-wien.ac.at) am Institut für Entrepreneurship und Innovation (www.e-and-i.org) und führe gemeinsam mit meinen KollegInnen gerade als Semesterarbeit ein Innovationsprojekt durch. Bei diesem Projekt geht es darum, innovative Lösungen zur Reduktion von Unsicherheiten der Eltern bei und rund um die Geburt zu finden.

Na jedenfalls sind einige Kollegen & ich an einer Detailfrage hängen geblieben & ich hoffe, dass ich hier vielleicht eine Lösung finde?

Aaaaalso, viele Mütter haben laut zahlreicher Interviews Angst, dass ihr Kind nicht genug Muttermilch erhält, weil sie es nicht messen können! Das Kind vor & nach dem Trinken abzuwägen ist aber eher unmöglich, weil es vermutlich rumzappelt!

Habt ihr eine Idee wie man am Kind o. an der Mutter o. an beiden irgendwie messen kann, wieviel getrunken wurde? Oder kann man eine Waage „zappelsicher“ machen? Wir Wirtschaftler sind hier leider mit unserem Latein am Ende… :wink:

Danke schon mal im Voraus! Bin gespannt! :wink:

Petra

hi,

wie genau sind eure waagen?

Wirtschaftsuniversität Wien (www.wu-wien.ac.at) am Institut
für Entrepreneurship und Innovation (www.e-and-i.org)

welche ungetüme die unireform erzeugt …

Aaaaalso, viele Mütter haben laut zahlreicher Interviews
Angst, dass ihr Kind nicht genug Muttermilch erhält, weil sie
es nicht messen können! Das Kind vor & nach dem Trinken
abzuwägen ist aber eher unmöglich, weil es vermutlich
rumzappelt!

Habt ihr eine Idee wie man am Kind o. an der Mutter o. an
beiden irgendwie messen kann, wieviel getrunken wurde? Oder
kann man eine Waage „zappelsicher“ machen? Wir Wirtschaftler
sind hier leider mit unserem Latein am Ende… :wink:

mutter vor dem stillen und nach dem stillen abwiegen, differenz bilden. würde jedenfalls zeigen, wie viel die mutter an milch verloren hat.
oder: baby vor dem stillen mit einer vertrauensperson (dem papi vll?) und nach dem stillen mit derselben vertrauensperson abwiegen. zeigt, wie viel das baby zugenommen hat. man könnte das auch als variante mit einer art wiege / korb o.dgl. machen.

so weit theoretisch. praktisch dürfte das daran scheitern, dass waagen, die das körpergewicht eines erwachsenen zeigen, i.a. zu ungenau für so geringe differenzen sind und dass waagen, die so geringe unterschiede anzeigen, keine so hohen beträge anzeigen können.

m.

wow, das war ja quasi eine antwort mit lichtgeschwindigkeit! vielen dank! :wink: um ehrlich zu sein, weiß ich leider nicht wie genau babywaagen sind?

tja, das mit dem wiegen der mutter ist uns wirtschaftlern nicht eingefallen *g* … wieviel dürfte denn die mutter maximal wiegen, dass sie sich auf einer super genauen waage wiegen könnte & wie genau müsste die waage sein, um die geringe gewichtsveränderung überhaupt messen zu können? ojehmineh, auf dem gebiet der physik bin ich ziemlich nackig…

danke jedenfalls gleich mal für die schnelle antwort!

petra

MOD: Überflüssiges Vollzitat gelöscht.

Hallo Petra,

Aaaaalso, viele Mütter haben laut zahlreicher Interviews
Angst, dass ihr Kind nicht genug Muttermilch erhält, weil sie
es nicht messen können! Das Kind vor & nach dem Trinken
abzuwägen ist aber eher unmöglich, weil es vermutlich
rumzappelt!

das Baby hat sicherlich ein Bettchen oder eine Trage (z.B. für den Kinderwagen), in dem es sicher aufgehoben ist. Diese Trage dürfte zusammen mit Baby weniger wiegen als die Mutter. Nehmen wir als Obergrenze für die Trage mal 10 kg an (das ist sicher nicht zu wenig und kann ggf. noch durch den Besuch der Homepages entsprechender Hersteller ermittelt werden [die geben evtl. auch das Gewicht an, das ja für die Eltern auch nicht unwichtig sein dürfte, weil die das Ganze ja schleppen müssen]) und für das Kind 4 kg bis 5 kg, dann sind wir bei einem Gewicht von ca. 15 kg. Wir brauchen als eine Waage, die bis 15 kg wiegt.

Als ausreichende Genauigkeit würde ich irgendetwas im Grammbereich vermuten. Da könnt Ihr ja mal in ein Buch über Säuglingspflege schauen, dort werden bestimmt Angaben über mittlere Verzehrmengen gemacht. Ihr braucht also eine Waage, die bis 15 kg wiegt und eine Genauigkeit von ca. 0,07 Promille (1 g geteilt durch 15 kg) aufweist. Ob es eine Waage mit diesem Eigenschaften gibt, sollte eine Internetrecherche schnell zeigen.

Normalerweise werden Genauigkeiten bei Waagen angegeben durch etwas wie +/- 0,5 g + 1 % des Endwertes (oder so ähnlich), da müsst Ihr dann ggf. noch etwas rechnen, sollte aber nicht allzu schwer sein. Ggf. könnt Ihr auch Kontakt zu einem Waagenhersteller (z.B. Metzeler-Toledo)aufnehmen, Euer Ansinnen erläutern und fragen, ob es eine solche Waage gibt oder ob die gewünschte Genauigkeit prinzipiell möglich ist (und nur noch nicht realisiert wurde, weil bisher keiner einen entsprechenden Verwendungszweck gesehen hat). In letzterem Fall könnt Ihr Euch nach Abschluss des Studiums dann gleich selbstständig machen :wink:

Grüße, Thomas

Hallo,

Aaaaalso, viele Mütter haben laut zahlreicher Interviews
Angst, dass ihr Kind nicht genug Muttermilch erhält, weil sie
es nicht messen können!

Da würde ich eher eine kleine Broschüre drucken, dass diese Angst vollkommen unangebracht ist. Die Menschheit hat Jahrtausende ohne Muttermilchmessstationen überlebt.

Auf was für abstruse Ideen Wirtschaftler immer kommen, um Menschen das Geld aus der Tasche zu ziehen …

Gruß

Fritze

Hallo Fritze,

Auf was für abstruse Ideen Wirtschaftler immer kommen, um
Menschen das Geld aus der Tasche zu ziehen …

das ist erstens nicht neu, sondern gängige PRaxis in Kinderkliniken und zweitens in ettlichen Fällen nötig.

Die Waagen werden übrigens selten von den Eltern gekauft, sondern von den Kliniken/Ärtzen/Hebammen verliehen.

Gandalf

Hallo Thomas!

VIELEN DANK für deine sehr ausführliche Antwort! WOW! :wink: Werde gleich mal bezüglich deiner super Ideen im Internet weiter recherchieren!

Danke nochmals!!!

Liebe Grüße, Petra

MOD: Überflüssiges Vollzitat gelöscht.

Hallo,

Aaaaalso, viele Mütter haben laut zahlreicher Interviews
Angst, dass ihr Kind nicht genug Muttermilch erhält, weil sie
es nicht messen können!

Da würde ich eher eine kleine Broschüre drucken, dass diese
Angst vollkommen unangebracht ist. Die Menschheit hat
Jahrtausende ohne Muttermilchmessstationen überlebt.

Hallo Fritze,

ich und zahlreiche Hebammen, mit denen ich gesprochen habe, geben Ihnen natürlich Recht!

Aber die interviewten Eltern empfanden diese Ungewissheit als großes Problem, da sie es gewohnt sind, alles mögliche zu messen z.B. die Herztöne des Ungeborenen, sie überwachen das Kind per Babyphone, können die exakte Temperatur der Milch oder des Tees mit dem Flaschenwärmer bestimmen,…etc.

Die Menschheit hat früher auch ohne Kaiserschnitt, Ultraschall, Schnuller, Still-BHs, Mutter-Kindpass, Milchpumpen, Stillhütchen…etc. überlebt, aber wenn diverse Artikel (werdenden) Mamas das Leben erleichtern, haben sie durchaus ihr Daseinsberechtigung.

Vielen Dank für Ihre rasche Antwort und liebe Grüße aus Krems!

Petra

Auf was für abstruse Ideen Wirtschaftler immer kommen, um
Menschen das Geld aus der Tasche zu ziehen …

Gruß

Fritze

Hallo Petra,

VIELEN DANK für deine sehr ausführliche Antwort! WOW! :wink:
Werde gleich mal bezüglich deiner super Ideen im Internet
weiter recherchieren!

geschenkt. Aber wenn ich bedenke, dass Du aus Krems kommst, dann wäre mir ein Grüner Veltliner (aber aus der Sandgrube!) lieber als ein Sternchen :wink:

Grüße, Thomas

Hallo Fritze,

Auf was für abstruse Ideen Wirtschaftler immer kommen, um
Menschen das Geld aus der Tasche zu ziehen …

das ist erstens nicht neu, sondern gängige PRaxis in
Kinderkliniken und zweitens in ettlichen Fällen nötig.

Nur damit ich das richtig verstehe: Es ist üblich die verfütterte Milchmenge zu messen? Warum denn das?

Die Waagen werden übrigens selten von den Eltern gekauft,
sondern von den Kliniken/Ärtzen/Hebammen verliehen.

Ich bestreite ja gar nicht, dass es sinnvoll ist, Babies generell zu wiegen um das Wachstum zu dokumentieren und ggf. Probleme zu erkennen. Aber aus Angst vor Unterfütterung die abgegebene Milchmenge messen?

Gruß

Fritze

Hallo,

Die Menschheit hat früher auch ohne Kaiserschnitt,
Ultraschall, Schnuller, Still-BHs, Mutter-Kindpass,
Milchpumpen, Stillhütchen…etc. überlebt, aber wenn diverse
Artikel (werdenden) Mamas das Leben erleichtern, haben sie
durchaus ihr Daseinsberechtigung.

Ich sehe das nicht so. Es ist ein gewaltiger Unterschied, ob ein medizinisch notwendiger operativer Eingriff (Kaiserschnitt – übrigens eine Methode, die es schon ein paar Jahre länger gibt) oder sinnvolle Diagnostik (Ultraschall) diskutiert wird, oder Nepp wie „functional Food“, Erdstrahlendeflektoren oder eben jetzt Muttermilchmessstationen.

Gruß

Fritze

geschenkt. Aber wenn ich bedenke, dass Du aus Krems kommst,
dann wäre mir ein Grüner Veltliner (aber aus der Sandgrube!)
lieber als ein Sternchen :wink:

hihi :wink: da ich aber eine leidenschaftliche Biertrinkerin bin (bei den Heurigen in der schönen Wachau trink ich maximal einen Traubensaft:wink:, schauts eher schlecht aus mit dem Grünen Veltliner!

Hallo Fritze,

Nur damit ich das richtig verstehe: Es ist üblich die
verfütterte Milchmenge zu messen? Warum denn das?

sagen wir es mal so, es ist nicht unüblich.

Aber aus Angst vor Unterfütterung die
abgegebene Milchmenge messen?

In einigen wenigen Fällen ist es eine sinnvolle Indikation, in den meisten Fällen sicher der Unsicherheit der Eltern geschuldet.

Gandalf