Hallo,
der Durchmesser der Spritze beträgt 29,3mm. Also bewegt sich
der Kolben nicht mal 0,5mm bei 180ul in 3 Minuten.
Das ist eben sehr wenig Meßeffekt.
Sicher gibt es Methoden, das zu messen, aber IMHO so wie du das
haben willst sehr aufwendig und sehr teuer.
Wie wäre es, wenn man den Kolben mit einem Meßmikroskop
beobachtet. Daran könnte man dann auch eine normale
handelsübliche Kamera adaptieren.
Oder eine Kamera mit gutem Makroobjektiv.
Dann muß die Kopplung zu Spritze robust sein.
Um den Meßeffekt (Weg) deutlich zu verlängern, könnte man auch
eine hydraulische Übersetzung machen.
Lass die Flüssigkeit über einen Schlauch in eine kleinere
Spritze laufen. Bei ca. 5mm Durchmesser hättest du einen Hub,
der ca. 40-fach größer wäre.
Wenn Du einen langen Schlauch bzw. eine Kapilare als Anzeige
nimmst, kann man auch eine Übersetzng von 1:1000 und mehr
erreichen. Dann hättest du ca. 500mm pro 3min.
Weitere Methode wäre z.B. die Flüssigkeit über Schlauch in ein
geschlossenes Volumen zu leiten. Dort kann man eine Druckmessung
machen (bis ca. 0,01 mbar Auflösung ist gut realisierbar).
Das ganze wäre aber natürlich Temperaturabhängig.
Temperatur kann man aber recht genau messen und so den
Fehler kompensieren oder wenn möglich während der Messung
konstant halten.
Man kann auch die flüssigkeit in eine Kammer mit einer Membrane
einleiten, so daß die Flüssigkeit einen Ausschlag verursacht.
Meßuhren mit 1um Auflösung sind kein Problem.
Das mit der Kamera habe ich mir auch schon durch den Kopf
gehen lassen. Nur benötige ich dazu eine ziemlich kleine, da
das ganze System auch noch in ein möglichst kleines Gehäuse
eingebaut werden soll.
Minikamera mit passender Makro-Optik kann bestimmt bis zu
einem Sehfeld von wenigen mm bekommen.
Könnte man nicht einfach die austretende Flüssigkeit mit einer
Feinwaage auswiegen?
Das wäre auch eine sehr gute Idee. Nur sehe ich ein Problem
darin, wenn man das System kippt oder gar auf den Kopf stellt.
Wenn die Flüssigkeit über einen Schlauch geführt wird und
der Austritt durch eine Kanüle erfolgt, dann tropft es nur
langsam heraus. Da könnte sogar die Tropfenzahl ein gutes
maß für den Volumenstrm sein. Detection z.B. Lichtschranke
oder messen des Aufpralls per Drucksensor usw.
Der Schlauch muß doch nicht mitbewegt werden, oder?
Habe mir auch noch überlegt, aus einem Scanner die
Scannerzeile auszubauen und diese zu nutzen. Nur habe ich
keine Ahnung, wie man eine Scannerzeile anspricht.
Du solltest dich nicht an solche Varianten festbeißen, die
du eh nicht realisieren kannst. Denke mal bischen mehr über
alternative Konzepte nach, anstatt immer nur irgend einen
Hightec-Schnickschnack nach zulaufen.
Gruß Uwi