Metall-Oxide mit hoher Dielektrizitätszahl

Hallo,

das mit dem RC-Teiler habe ich anfänglich missverstanden. Das war für mich lediglich ein Tiefpass. Was Du meinst, sind für mich frequenzkompensierte Spannungsteiler.

Aber um nochmals auf die Problematik zu kommen: Wie sicher ist denn eigentlich, dass die Funkenstrecke nach dem Verlöschen wirklich sehr hochohmig ist?

Gruß

Dieter

Hallo Dieter,

das mit dem RC-Teiler habe ich anfänglich missverstanden. Das
war für mich lediglich ein Tiefpass. Was Du meinst, sind für
mich frequenzkompensierte Spannungsteiler.

Ok, das unterschiedliche Vokabular der Hochspannungstechniker & der Elektroniker … :smile:
Ich bin wohl davon ausgegangen, dass bei dem Wort „Teiler“ im Zusammehang mit der Hochspannung jedem sofort klar ist, um was es geht. Ich versuche, mich für das nächste Mal zu bessern …

Aber um nochmals auf die Problematik zu kommen: Wie sicher ist
denn eigentlich, dass die Funkenstrecke nach dem Verlöschen
wirklich sehr hochohmig ist?

Gegenfrage: wie sicher ist denn eigentlich, dass ein x-beliebiger Luftschalter (0815-Lichtschalter z.B.) nach dem Verlöschen sehr hochohmig ist?
Das Prinzip ist das Gleiche, nur die Dimension variiert. Bei uns ist die Spannung höher, der Isolationsabstand aber auch!

Gruss
peherr

Hallo,

Gegenfrage: wie sicher ist denn eigentlich, dass ein
x-beliebiger Luftschalter (0815-Lichtschalter z.B.) nach dem
Verlöschen sehr hochohmig ist?
Das Prinzip ist das Gleiche, nur die Dimension variiert. Bei
uns ist die Spannung höher, der Isolationsabstand aber auch!

Bei den Messergebnissen, die Du hast, ist es naheliegend, alles erst mal in Frage zu stellen.

Der ‚normale‘ Schalter verbindet metallisch leitfähige Stücke miteinander, die Funkenstrecke hingegen baut ein Plasma auf. Aber da ich sehr wahrscheinlich wieder ganz falsche Vorstellungen habe, wenn ich von Funkenstrecke spreche, ist die oben gemachte Annahme vielleicht auch abwegig.

Dieter

Hi Dieter!

Bei den Messergebnissen, die Du hast, ist es naheliegend,
alles erst mal in Frage zu stellen.

Ja! Ich weiss …

Der ‚normale‘ Schalter verbindet metallisch leitfähige Stücke
miteinander, die Funkenstrecke hingegen baut ein Plasma auf.

Soweit richtig - zum Einschalten. Du hast aber gerade eben vom Ausschalten gesprochen. Und da wirken die gleichen Prinzipien:
Bei der Trennung der Kontakte im Schalter bildet sich ein Lichtbogen aus. Und ab jetzt ist egal, ob Bogen in Funkenstrecke und Bogen in Schalter. Der Bogen verlöscht, wenn die treibende Spannung zu gering ist (und das ganze nicht mit zuviel Induktivität behaftet ist) bzw. wenn die Kühlleistung der Umgebung zu gross wird.
Im 230V-Netz wird normal spätestens beim nächsten Stromnulldurchgang gelöscht, wenn der Strom nicht zu induktiv ist. Ansonsten muss man etwas nachhelfen … (Man nennt das dann Leistungsschalter, im Gegensatz zum Lastschalter).
Unterschied Funkenstrecke & 0815-Lichtschalter: Funkenstrecke hat freie Konvektion für die Wiederverfestigung der Luftisolation, im Schalter ist’s sogar behinderte Konvektion

Alternativ zum Bogen gibt’s noch die Möglichkeit „Stromabriss“ - macht ein wenig Überspannung, und ist jedenfalls im Hochleistungsbereich ein ziemlich kritischer Schaltzustand.

Aber da ich sehr wahrscheinlich wieder ganz falsche
Vorstellungen habe, wenn ich von Funkenstrecke spreche, ist
die oben gemachte Annahme vielleicht auch abwegig.

Ich glaub’, bei der Funkenstrecke sind wir uns einig.
Viele Grüsse
peherr

Hallo,

Der ‚normale‘ Schalter verbindet metallisch leitfähige Stücke
miteinander, die Funkenstrecke hingegen baut ein Plasma auf.

Soweit richtig - zum Einschalten. Du hast aber gerade eben vom
Ausschalten gesprochen. Und da wirken die gleichen Prinzipien:
Bei der Trennung der Kontakte im Schalter bildet sich ein
Lichtbogen aus. Und ab jetzt ist egal, ob Bogen in
Funkenstrecke und Bogen in Schalter. Der Bogen verlöscht, wenn
die treibende Spannung zu gering ist (und das ganze nicht mit
zuviel Induktivität behaftet ist) bzw. wenn die Kühlleistung
der Umgebung zu gross wird.

Das mit dem Lichtbogen beim konvetionellen Schalter habe ich erwartet… Aber die Diskussion ging ja ursprünglich nicht um die Unterschiede zw. Schalter und Funkenstrecke.

Kann es denn nicht sein, dass schon vor der Überschlagsbildung ein Strom fließt – denn die Luftionisation erfolgt doch nicht in der Zeit Null? Genauso der Abriss – sind da nicht noch Restionen da, die diese Leitfähigkeit aufbringen, was zu den von Dir genannten flachen Flanken führt? Kannst Du ein Monitoring der Restspannung des HV-Kondensators bewerkstelligen?

Würde mich interessieren, wenn Du irgendwann wirklich die Erklärung finden würdest. Ich kenne unsere Phänomene leider nur von max. 5 kV bei EMV-Messungen. Aber auch da sind oft komplexe Dinge mit im Spiel.

Dieter

Hi!

Das mit dem Lichtbogen beim konvetionellen Schalter habe ich
erwartet… Aber die Diskussion ging ja ursprünglich nicht um
die Unterschiede zw. Schalter und Funkenstrecke.

Richtig.

Kann es denn nicht sein, dass schon vor der Überschlagsbildung
ein Strom fließt

ein gewisser Entladungsstrom wird immer da sein - nur messen kann ich ihn nicht, weil dieser natürlich räumlich verteilt gegen alle Punkte niedrigeren Potentials abfliest.

– denn die Luftionisation erfolgt doch nicht
in der Zeit Null?

Nein, das nicht. Aber die Zeit zwischen Trigger der Funkenstrecke und stehen des leitfähigen Kanals ist kurz genug, um bei meinen bisherigen Messungen nicht gravierend aufzufallen.

Genauso der Abriss – sind da nicht noch
Restionen da, die diese Leitfähigkeit aufbringen, was zu den
von Dir genannten flachen Flanken führt?

Möglich. Bis jetzt war ich der Meinung, das Ding entläd sich ziemlich vollständig. Aber jetzt, wo du’s sagst …
Mal ein wenig nachrechnen! Kannst du mir einen durchschnittlichen Luftwiderstand nennen?

Kannst Du ein
Monitoring der Restspannung des HV-Kondensators
bewerkstelligen?

Prinzipiell: ja. Aber: hier ist zur Zeit Ruhe wegen Revision der Anlage - und bis die fertig ist, ist mein PRaktikum zu Ende.

Würde mich interessieren, wenn Du irgendwann wirklich die
Erklärung finden würdest. Ich kenne unsere Phänomene leider
nur von max. 5 kV bei EMV-Messungen. Aber auch da sind oft
komplexe Dinge mit im Spiel.

Mich auch … :smile:
Für einen Teil meiner Messungen und Beobachtungen hab’ ich inzwischen Erklärungen gefunden. Aber nicht für alle … :smile:

Danke für die Hilfeleistung.
Gruss
peherr