Hi Rentier,
auch dazu eine Korrektur:
Blech bedeutetet dünnes Metall
Das ist so nicht ganz Richtig. Bleche, speziell Grobbleche gehen in Dickenbereiche von weit über 200mm.
Eisen ist eine landläufige Bezeichnung für Bau- oder
Werkzeugstahl. Eisen (rein) wird nicht für Bauzwecke
verwendet.
Auch das entspricht nicht so ganz den Tatsachen. Eisen bzw. Roheisen und Gusseisen enthalten Kohlenstoffanteile von bis zu 3,5%.
Alle Materialien mit beschränkten Kohlenstoffgehalten und mehr oder weniger LE werden als Stahl bzw. Edelstahl bezeichnet, wobei dies nicht zwingend eine Korrosionsbeständigkeit bedeutet.
Fakt ist, je dünner das Blech bzw. das Profil, desto feiner muss die Zahnung des Sägeblatts sein. Auch spielen dabei die Eigenschaften des Werkstoffes eine Rolle. Bei NE-Metallen und deren Legierungen kann die Zahnung gröber gewählt werden als bei Stahl.
Grob gesagt gilt die Regel - je höher Rm bzw. Rp0,2, desto feiner die Zahnung.
Sägen im Zusammenhang mit der spanenden Verarbeitung ist eine Wissenschaft für sich. Da spielen so viele Faktoren mit wie:
- Art der Kühlung
- Art der Kühl- und Schmiermittel
- Mechanische Eigenschaften des zu zerspanenden Werkstoffes
- Wahl der Zahnform, der Hinterschnitte, Schränkung und spanbrechenden Geometrien
- Spanabfuhr
- Geometrie des zu schneidenden Werkstoffes
Alu (Aluminium) ist ein relativ weiches Metall, die passende
Zahnung ist ähnlich der für Holz.
Das stimmt nicht. Al hat einen geringeren E-Modul (ca. 1/3 des von Stahl), bedeutet aber nicht, daß es mit einem Blatt für Holz oder Kunststoff geschnitten werden kann. Geht im Prinzip schon aber mit den dementsprechenden Ergebnissen - miese Schnittkanten und Verformungen. Bei diesem duktilen Werkstoff und einer groben Zahnung wird mehr gerissen als geschnitten.
Metallstangen können aus Blei, aus Gold, aus Stahl, aus
Messing usw. bestehen, es bedeutet nur das ein bestimmtes
Metall in eine bestimmte Form gebracht wurde.
Das ist korrekt.
Gruß vom Raben