Methoden zur Entscheidungshilfe

Hallo!

Man steht ja im Leben öfter mal vor sehr wichtigen, tragenden Entscheidungen. Nicht selten kommt es dabei vor, dass es wirklich fifty - fifty steht, also dass man tatsächlich genau in der Mitte steht und nicht weiß, welchen Weg man gehen soll.
Gerade wenn es eine wirklich schwerwiegende Frage ist und die Entscheidung große Veränderungen mit sich bringt und womöglich weitreichende Folgen nach sich zieht, tut man sich ja nicht so leicht.

Also würde mich interessieren, ob es bes. Methoden gibt, sich bei der Entscheidung leichter zu tun bzw. vielleicht etwas Ordnung in die eigenen Gedanken zu bringen, um so klarer zu sehen.
Es gibt ja z.B. die so oft empfohlene Pro- und Contra-Liste, aber ich denke eine wirklich wichtige Entscheidungsfrage wird man sich nicht unbedingt nach einer schlichten Liste selbst beantworten können.

Bin für Tipps und Anregungen sehr dankbar!

Gruß

hallo gruß,

ich kehre die methode der ergebnisfindung bei schwerwiegenden entscheidungen bisweilen um: dann überlege ich, was ich auf keinen fall will. dadurch wird die zahl der alternativen oft schon sehr eingegrenzt.

schöner grüße
ann

Also würde mich interessieren, ob es bes. Methoden gibt, … vielleicht etwas Ordnung in die eigenen Gedanken zu bringen

Also genau dazu ist eine Pro- und Contra-Liste schon sehr gut geeignet, auch bei schwierigen Entscheidungen.
Ansonsten hilfts mir, mit möglichst vielen Leuten über das Thema zu reden. Dadurch kommt man (oft) tatsächlich zu neuen Anregungen, aber auch wenn der Gesprächspartner nichts substantiell neues beisteuern kann, hilft es mir weiter, die Gedanken mal auszuformulieren und mir die Reaktionen darauf anzuhören.

Hi bikinikill
Ich kenne auch noch zwei Möglichkeiten der Entscheidungsfindung.
Die erste habe ich von einem verhaltenstherapeutisch ausgerichteten Kollegen. Er schlug mir vor, mir intensiv die Wahl A vorzustellen und was sich weiter daraud ergeben würde und wie ich mich dabei dann fühle.
Nach Abschluss dieser Vorstellung dann dasselbe Procedere mit Wahl B.
Danach könnte sich eine der beiden Möglichkeiten als die angenehmere, bekömmlichere, passendere, authetischere herausstellen.
Die zweite Möglichkeit ist aus dem schamanischen Bereich. Innerhalb einer tieferen Versenkung, einer schamanischen Reise in die innere Wwelt oder auch die „Anderswelt“ kann der schamanisch Bewanderte innere Anteile, die vielleicht als äußere Berater (Projektionen?) oder gar Krafttiere erscheinen, befragen und diese können ihm Antwort geben.
Der zweite Weg ist natürlich nicht unumstritten und etwas aufwendiger. :wink:
Aber beide sind garnicht so weit voneinander entfernt. Es geht letztlich wohl darum, tiefer liegende, authentischere Gefühle und Wünsche zu der Problematik zu finden.
Gruß,
Branden

Hm, naja, manchmal ist es schon verzwickt mit den Entscheidungen. Ich habe es gelernt, „auf meinen Bauch“ zu hören. Ok, er ist mit den Jahren größer geworden (wer lacht da?!), aber dennoch. Ich mache es einfach so, dass ich dem Körper, dem Geist und der Seele die Möglichkeit einräume, darüber nachzudenken und mir eine Entscheidung anzubieten. Soll heißen, ich nehme ein Problem (=Entscheidungszwang) auf und lausche in mich hinein. Empfange ich kein Ergebnis und habe Zeit, dann lege ich das Problem „ab“. Heißt, ich denke nicht bewusst darüber nach, überschlafe es. Wir haben eine Menge an Entscheidungsinstanzen in uns und eigentlich treffen sie - wenn man ihnen die Zeit einräumt bzw. einräumen kann - die richtige Entscheidung. Klingt vielleicht blöd und esoterisch, aber es stimmt.

Anders gesagt: Vertraue dem, was Du kennst, sammle Deine Erfahrungen und lerne, Dir zu vertrauen! Ich wünsche Dir Glück und Kraft dazu!

Mut zur Lücke.

Gruß
guvo

gründe festlegen!
hi,

man kann sich auch vorstellen, jemand anderes würde einem eine der beiden möglichkeiten zwangsweise verordnen und sich die frage stellen, wie man drauf reagieren würde.

oder man nimmt eine münze, wirft, stellt sich vor, was kommt und überlegt dann, ob man nochmal umdrehen möchte…

oder: man fällt eine entscheidung so, dass man heute sicher ist, sie ist gut gefällt, auch wenn sie sich hinterher als die ungünstigere wahl herausgestellt hat. man muss damit leben können, vielleicht falsch entschieden zu haben, aber man sollte sich an gute gründe für die entscheidung erinnern können.

„richtige“ oder „falsche“ entscheidungen -was für eine frage- gibt es oft gar nicht. vielleicht eher nur „gut begründete“.

Hallo Sandra,

ich denke, man sollte dem Bauchgefühl mehr Raum geben. Wir wollen alles mit Pro- und Kontra-Listen möglichst rational entscheiden. Ich habe schon öfter die Erfahrung gemacht: Was sich „falsch“ anfühlt, ist auch oft tatsächlich falsch. Man hat mitunter dafür keine Worte, schon gar keine Begründung und ignoriert es deshalb. Keine gute Idee!

Viele Grüße
Anna

Genau, Anna, das ist es!

Hallo Anna,

ich denke, man sollte dem Bauchgefühl mehr Raum geben.

Bauchgefühl ist eine Super Idee.
Doch was tun, wenn die Kommunikation nicht so klappt.
Es soll noch immer sehr viele Menschen geben, die sehr kopflastig sind, denen ihr Bauch sehr fern, wenn überhaupt vorhanden ist.
Für Entscheidungen aus dem Bauch heraus brauch man schon einiges Körperbewusstsein, um diese Entscheidungsmöglichkeiten, dass was sich da meldet überhaupt wahrzunehmen.

MfG
Sophia

Hallo noch mal ich an Euch,

Soll heißen, ich nehme ein Problem (=Entscheidungszwang) auf
und lausche in mich hinein. Empfange ich kein Ergebnis und
habe Zeit, dann lege ich das Problem „ab“. Heißt, ich denke
nicht bewusst darüber nach, überschlafe es. Wir haben eine
Menge an Entscheidungsinstanzen in uns und eigentlich treffen
sie - wenn man ihnen die Zeit einräumt bzw. einräumen kann -
die richtige Entscheidung. Klingt vielleicht blöd und
esoterisch, aber es stimmt.

Klingt mir garnicht blöd oder esoterisch.
Immer diese Begrifflichkeiten.
Mir hat das sehr gefallen, was Du geschrieben hast.
Ich erlebe das auch so, dass wir eine Menge an Entscheidungsinstanzen und diverse Zugangskanäle haben.
Ich bitte auch oft um Antworten und achte dann auf Zeichen, Hinweise, Gespräche etc.
Wahrnehmung schulen, meditieren, scham. reisen, visualisieren, …
Es gibt ein Buch, ich glaube PS I oder PS 1, brochürt, roter Deckel oder so heißt es und darin geht es um Techniken, um hilfreiche Super - Techniken zur Entscheidungsfindung.
Seit ich davon einige anwende, fallen mir Entscheidungen leichter.

Viel Erfolg

Gruß von Sophia