Metoprolol

Hallo liebe Experten,

ich bin aus gegebenem Anlass auf der Suche nach Informationen über den Wirkstoff Metoprolol (-succinat oder -tartrat: egal).

Metoprolol:

  1. Kumuliert es?

  2. Wie groß ist die ther. Breite?

  3. Was passiert bei Überdosierung?

Betablocker und Ca-Antagonist in Kombination:

  1. Wie steht es um die oft propagierte arrhythmogene Wirkung?

  2. Warum will mancher Arzt es trotz dieses Wissens (Quelle?) verschreiben?

  3. Geht das vielleicht nur kurzfristig (mehrere Tage bis Wochen)?

Die Rote Liste gibt nicht viel her, im Internet habe ich mir bereits den Wolf (naja … das Wölfchen) gesucht. Wäre nett, wenn jemand was wüsste. Kardiologen bevorzugt :wink:

Liebe Grüße
Huttatta

Hallo liebe Experten,

Hallo!

ich bin aus gegebenem Anlass auf der Suche nach Informationen
über den Wirkstoff Metoprolol (-succinat oder -tartrat: egal).

Metoprolol:

  1. Kumuliert es?

Wie meinen? Hängt von der Dosis ab. Das ist bei allen Arzneistoffen so. Allerdings gehört Metoprolol nicht zu den Arzneistoffen mit extrem langer Halbwertzeit.

  1. Wie groß ist die ther. Breite?

Frage sit konkret schwer zu beantworten. Jedenfalls hat Metprolol keine große therap. Breite wie z.B. Penicillin. Aber auch keine ganz kleine (so um 2) wie Marcumar.

  1. Was passiert bei Überdosierung?

Der Puls und daher auch der Blutdruck sinken. Atemschwierigkeiten und Schwindel können auftreten.

Betablocker und Ca-Antagonist in Kombination:

Kommt auf den Ca-Antagonisten an. Verapamil ist oft problematisch.

  1. Wie steht es um die oft propagierte arrhythmogene Wirkung?

Grob vereinfacht gesagt bessert sich eine Tachyarrhythmie und verschlechtert sich eine Bradyarrhythmie.

  1. Warum will mancher Arzt es trotz dieses Wissens (Quelle?)
    verschreiben?

Doch, diese Kombination kann Sinn machen. Wenn auch nicht oft.

  1. Geht das vielleicht nur kurzfristig (mehrere Tage bis
    Wochen)?

Tja, wüßte ich jetzt nicht.

Die Rote Liste gibt nicht viel her, im Internet habe ich mir
bereits den Wolf (naja … das Wölfchen) gesucht. Wäre nett,
wenn jemand was wüsste. Kardiologen bevorzugt ;-

Ja, Kardiologe wäre nicht schlecht. Ich habs aus der Sicht eines Apothekers beantwortet.

med.eon

Liebe Grüße
Huttatta

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Michael

  1. Wie steht es um die oft propagierte arrhythmogene Wirkung?

Beta-Blocker kann zur Verlangsamung eines zu schnellen Herzschlages eingesetzt werden.
Ca-Antagonist (Nicht-Dihydropyridin(Verapamil)) kann zur Verlangsamung eines zu schnellen Herzschlages eingesetzt werden.
Verapamil allein oder in Kombination mit Beta-Blocker kann zur Erregungsleitungsstörung des Herzens führen.
Dihydropyridin-Ca-Antagonisten haben keine so ausgeprägte Wirkung auf das Erregungsleitungssystem des Herzens.

  1. Warum will mancher Arzt es trotz dieses Wissens (Quelle?)verschreiben?

Beta-Blocker und Dihydropyridin-Ca-Antogonist sind laut der Gesellschaft für Kardiologie zur Kombination einer Hypertonie ausdrücklich zugelassen, da eine Monotherapie in den meisten Fällen nicht ausreicht.

Die Rote Liste gibt nicht viel her, im Internet habe ich mir bereits den Wolf (naja … das Wölfchen) gesucht. Wäre nett, wenn jemand was wüsste. Kardiologen bevorzugt :wink:

leider nicht Kardiologe, nur Chirurg und Notfallmedizininer

MfG

Dr. J. Sauer

Danke! (o.w.T)