So, ihr Fachmänner, damit habt ihr euch sicher auch schon befaßt
:
Es gab bei der deutschen Luftwaffe (Wehrmacht) die MG-Kaliber 13 mm und 15 mm. Bei der Armee dagegen wurde (nach all meinen Erkenntnissen) nur das Kaliber 7,92x57 verwendet. Andere Staaten verwendeten und verwenden bis heute auch großkalibrige Maschinengewehre, etwa 12.7 mm.
Mir ist zwar bekannt, daß zu Ende des Krieges auch umgerüstete großkalibrige Luftwaffen-MG am Boden eingesetzt wurden, als Notbehelf, aber es gab nie ein für die Armee entwickeltes großkalibriges MG, auch nicht zur Flugabwehr.
Hat es auf deutscher Seite einfach keinen Bedarf gegeben, ein großkalibriges Maschinengewehr auch zu Lande einzusetzen?
Hallo !
Notbehelf, aber es gab nie ein für die Armee entwickeltes
großkalibriges MG, auch nicht zur Flugabwehr.
Hat es auf deutscher Seite einfach keinen Bedarf gegeben, ein
großkalibriges Maschinengewehr auch zu Lande einzusetzen?
Zur Flugabwehr gab es das MG 42 auf Lafette als schweres MG (sMG).
Das MG 42 war/ist ein MG, welches bis heute von keinem übertroffen wird. Es ist heute Standard bei italienischen Heer und vielen anderen Armeen. Bei der Bundeswehr sowieso.
Warum gößere Kaliber, wenn man eine so wirkungsvolle Waffe hat.
Die Sowjets haben im 2. Weltkrieg nach dem Beispiel der deutschen kaliber, die kalaschnikow entwickelt.
Gruß max
Hallo !
Notbehelf, aber es gab nie ein für die Armee entwickeltes
großkalibriges MG, auch nicht zur Flugabwehr.
Hat es auf deutscher Seite einfach keinen Bedarf gegeben, ein
großkalibriges Maschinengewehr auch zu Lande einzusetzen?Zur Flugabwehr gab es das MG 42 auf Lafette als schweres MG
(sMG).Das MG 42 war/ist ein MG, welches bis heute von keinem
übertroffen wird. Es ist heute Standard bei italienischen Heer
und vielen anderen Armeen. Bei der Bundeswehr sowieso.
Ja, das ist ja unbestritten. Das MG 42 war natürlich unter Verwendung einer Flubabwehr- oder Erdziellafette auch ein schweres MG (und das beste). Die Frage war aber doch nach dem Kaliber.
Warum gößere Kaliber, wenn man eine so wirkungsvolle Waffe
hat.
Also war meine Vermutung richtig, daß es keinen Bedarf für ein schwereres MG Kaliber auf deutscher Seite gab?
Die Sowjets haben im 2. Weltkrieg nach dem Beispiel der
deutschen kaliber, die kalaschnikow entwickelt.
War das Kaliber der Kalaschnikow nicht 7.62 x 39? Ich weiß, die Kalaschnikow war nach dem Vorbild des Sturmgewehr 44 oder Maschinenkarabiner 43 entworfen, aber das Kaliber wurde doch nicht übernommen?
Lies mal etwas tiefer meine Antwort bei Stacheldraht. Die Sowjets hatten vor der Kalaschnikov größere Kaliber.
Gruß Max
Hallo,
das überschwere MG im Kaliber .50 Browning (12,7 mm) war nicht das Standart-MG der aliierten Truppen im 2. WK.
Es war vorzugsweise auf Panzern sowohl als Turm-MG als auch als Koaxialwaffe zum Rohr eingesetzt, oder auch auf Befestigungen und Anlagen. Für den Vormarsch im Feld auf Zugebene war es nicht eingesetzt.
Auf US.Seite war das Standart MG ein Browning im Kaliber 30 (7,62). Die Briten hatten ein schweres und ein leichtes MG, beide im Kaliber .303 brit.
Auf russischer Seite kamen schweres und leichtes MG im Kaliber 7,62 zum Einsatz.
Die deutsche Munition für alle MGs war die 8x57 IS. Zumindest für die Standartwaffen. Dennoch gab es auch großkalibrige Flugzeug-MGs im Erdkampf. Quellen dazu such ich bei Bedarf gern heraus.
Übrigens: Die Kalashnikov und das StGw44 haben lediglich gemeinsame Vorfahren.
Liebe Grüße,
Marcus
Lies mal etwas tiefer meine Antwort bei Stacheldraht. Die
Sowjets hatten vor der Kalaschnikov größere Kaliber.Gruß Max
Dort steht:
„Im Sommer 1943 erbeuteten die Russen einen deutschen Schnellfeuerkarabiner „MP 43“, einen Vorläufer des „Sturmgewehrs 44“. Für Kurzpatronen 7,92 x 33.
Man erkannte den Vorteil dieses Karabiners als Sturmgewehr und ließ sofort für die russische Kurzpatrone 7,62 x 39 ein neues Sturmgewehr entwickeln.“
Das sagt doch nur aus, daß die Waffe nach dem deutschen Vorbild gebaut wurde, aber nichts über das Kaliber?
Hallo,
das überschwere MG im Kaliber .50 Browning (12,7 mm) war nicht
das Standart-MG der aliierten Truppen im 2. WK.
Es war vorzugsweise auf Panzern sowohl als Turm-MG als auch
als Koaxialwaffe zum Rohr eingesetzt, oder auch auf
Befestigungen und Anlagen. Für den Vormarsch im Feld auf
Zugebene war es nicht eingesetzt.
Auf US.Seite war das Standart MG ein Browning im Kaliber 30
(7,62). Die Briten hatten ein schweres und ein leichtes MG,
beide im Kaliber .303 brit.
Auf russischer Seite kamen schweres und leichtes MG im Kaliber
7,62 zum Einsatz.
D.h. dann war das großkalibrige MG also eine rein US-amerkinanische Erscheinung?
Gab es nicht einmal ein sowjetisches Kaliber 12,7x108 und ein 14,5 mm-MG zur Flugabwehr? Ich meine irgendwann davon gelesen zu haben
Die deutsche Munition für alle MGs war die 8x57 IS. Zumindest
für die Standartwaffen. Dennoch gab es auch großkalibrige
Flugzeug-MGs im Erdkampf.
Stimmt es aber, daß das nur alte Flugzeug-MGs waren, die umgebaut wurden?
Quellen dazu such ich bei Bedarf
gern heraus.
Dsa wäre gut, wenn vielleicht Quellen zu den 13 und 15 mm Patronen darunter wären. Über die habe ich noch nie etwas herausgefunden.
Übrigens: Die Kalashnikov und das StGw44 haben lediglich
gemeinsame Vorfahren.Liebe Grüße,
Marcus
Lies mal etwas tiefer meine Antwort bei Stacheldraht. Die
Sowjets hatten vor der Kalaschnikov größere Kaliber.
ließ sofort für die russische Kurzpatrone 7,62 x 39 ein neues
Sturmgewehr entwickeln."Das sagt doch nur aus, daß die Waffe nach dem deutschen
Vorbild gebaut wurde, aber nichts über das Kaliber?
Ja, das verstehe ich nicht ! Was ist denn Kaliber? Nicht 7,62 x 39 ??
gruß max
Hallo,
7,62 mm ist der Geschossdurchmesser(Kaliber) und 39 mm ist die Patronenlânge. Es gibt ja auch die 7,62x51, die die Bundeswehr noch heute im MG 3 und G 3 verschiesst. 51 mm ist die Patronenlänge, während 7,62 mm das Kaliber angibt.
Gruss
Rainer
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Lies mal etwas tiefer meine Antwort bei Stacheldraht. Die
Sowjets hatten vor der Kalaschnikov größere Kaliber.ließ sofort für die russische Kurzpatrone 7,62 x 39 ein neues
Sturmgewehr entwickeln."Das sagt doch nur aus, daß die Waffe nach dem deutschen
Vorbild gebaut wurde, aber nichts über das Kaliber?Ja, das verstehe ich nicht ! Was ist denn Kaliber? Nicht 7,62
x 39 ??
das ist natürlich das kaliber. Aber dein Text besagte, daß nach vorbild einer deutschen Waffe eine neue russische waffe für ein bereits vorhandenes russisches Kaliber gebaut wurde, nicht daß dieses Kaliber nach vorbild eines deutschen kalibers entworfen wurde.
gruß max
Hallo Marcus,
Übrigens: Die Kalashnikov und das StGw44 haben lediglich
gemeinsame Vorfahren.
meines Wissens ist das StGw44 der Vorfahre aller modernen im Blechpressverfahren hergestellten Maschinenwaffen
Grüße,
TeeBird
Randbemerkung Kaliber-Erklärung
Hallo,
muß doch jetzt auch noch was loswerden. Allerdings kann man das noch weiter treiben, aber hier nur die Grundzüge.
Kaliber ist also der Geschoßdurchmesser. Da gibt es verschiedene Bezeichnungsarten. Am einfachsten ist natürlich die mm-Angabe. Wenn es heißt Kal. 45 ist damit 45/100 Inch gemeint. Also 45 durch 100 mal 25,4 ergibt Durchmaesser in mm.
Kal 38 und z. B. .223 Remington genauso.
Bei größeren Kal., z.B. Schrotflinten und Leuchtpistolen wird es historisch. Da kommen die Engländer mit ihrer Geschichte zum Tragen. Kal. 12, 16, 20 usw heißt, daß man aus einem englischen Pfund Blei eben 12 (16, 20, oder auch 2, 4 usw) Kugeln gießen konnte, die dann den richtigen Durchmesser hatten. Also je kleiner die Zahl, desto dicker der Wumm.
Kam man dann an das ganze Pfund, sprach man im Pfundbereich, also 2-pfünder usw.
Gruss
TeeBird
Hi Till,
Gab es nicht einmal ein sowjetisches Kaliber 12,7x108 und ein
14,5 mm-MG zur Flugabwehr? Ich meine irgendwann davon gelesen
zu haben
Stimmt, das waren das DSchK 1938 (12,7mm) und das KPW (14,5mm).
Daneben gab es als überschwere Infanterie-MG noch das japanische MG 93 (13,2mm) und das tschechische ZB60 (15mm).
Lt. Enzyklopädie der Infanteriewaffen (Lidschun/Wollert) gab es das Browning M2 bzw. M2 HB .50 durchaus auch als Infanteriewaffe mit Dreibeinlafette und Luftkühlung.
Gruß
Feanor
schon …
Hallo,
wenn Du die NVA auch als deutsche Seite akzeptierst,
dann ist die Frage schon positiv zu beantworten.
Allerdings natürlich mit Einschränkung, weil die MG’s durchweg
russischer Bauart waren z.B. recht bekannt das KPWT mit Kal.14,5mm.
siehe z.B. hier
-> http://home.tiscali.de/frr11wfs/Flak6.htm
Gruß Uwi
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hallo!
Jupp, in Bezug auf das Blechprägeverfahren hast Du Recht, allerdings unterscheiden sich beide Waffen technisch erheblich voneinander.
Lieber Gruß,
Marcus
Hallo,
wenn Du die NVA auch als deutsche Seite akzeptierst,
dann ist die Frage schon positiv zu beantworten.
Allerdings natürlich mit Einschränkung, weil die MG’s durchweg
russischer Bauart waren z.B. recht bekannt das KPWT mit
Kal.14,5mm.
siehe z.B. hier
-> http://home.tiscali.de/frr11wfs/Flak6.htm
Gruß Uwi
Da ich ja von der Wehrmacht sprach, kann die NVA, die natürlich auch als deutsche Seite zu rechnen ist, nicht mitzählen.