Miami-Rolf war gestern

Was haltet Ihr davon, ist wohl juristisch auch ok, aber sollte man sich da nicht vera…t fühlen???

Der Fall „Teneriffa-Claudia“ dürfte allerdings etwas heftiger sein.
Es handelt sich bei Claudia um eine Lehrerin, die im fortgeschrittenem Alter (Ende 30) eine Kinderallergie bei sich feststellte.
Selbst eine etwa 2-jährige Psychotherapie konnte ihr nicht helfen. Sie wurde als „nicht therapierbar“ eingestuft und zu ihrem Bedauern in den wohlverdienten Ruhestand versetzt. Mit einer angenehmen Beamtenpension lebt sie nun mehrere Monate im Jahr auf Teneriffa. Wenn sie sich in Deutschland aufhält, verdient sie sich ein kleines Zubrot als Heilpraktikerin in der Praxis in ihrer Eigentumswohnung (das Finanzamt muss dabei ja nicht unbedingt beteiligt werden).
Kann es denn tatsächlich sein, daß eine Beamtin nicht in einem anderen Tätigkeitsbereich eingesetzt werden kann, sondern ganz legal auf Kosten der Steuerzahler ein Leben im Schlaraffenland führt?
Wo ist Deutschland hingekommen?

In gespannter Erwartung Eurer Meinung

Hi!

Was haltet Ihr davon, ist wohl juristisch auch ok, aber sollte
man sich da nicht vera…t fühlen???

Ist das juristisch wirklich o.k.?

Der Fall „Teneriffa-Claudia“ dürfte allerdings etwas heftiger
sein.
Es handelt sich bei Claudia um eine Lehrerin, die im
fortgeschrittenem Alter (Ende 30) eine Kinderallergie bei sich
feststellte.
Selbst eine etwa 2-jährige Psychotherapie konnte ihr nicht
helfen. Sie wurde als „nicht therapierbar“ eingestuft und zu
ihrem Bedauern in den wohlverdienten Ruhestand versetzt. Mit
einer angenehmen Beamtenpension lebt sie nun mehrere Monate im
Jahr auf Teneriffa. Wenn sie sich in Deutschland aufhält,
verdient sie sich ein kleines Zubrot als Heilpraktikerin in
der Praxis in ihrer Eigentumswohnung (das Finanzamt muss dabei
ja nicht unbedingt beteiligt werden).
Kann es denn tatsächlich sein, daß eine Beamtin nicht in einem
anderen Tätigkeitsbereich eingesetzt werden kann, sondern ganz
legal auf Kosten der Steuerzahler ein Leben im Schlaraffenland
führt?
Wo ist Deutschland hingekommen?

Auf den Hund.
Gerade bei Lehrern, die ja ohnehin zum größten teil nur einen Halbtagesjob haben, sind solche Gefälligkeitsregelungen besonders infam.
Natürlich könnte die Dame woanders eingesetzt werden. Aber solnage in den Amtsstuben kein Kostenbewusstsein vorherrscht und es ja auch in der eigenen Tasche nicht schmerzt (Beamte haben ja keine Probleme mit Beiträgen für ihre Alterssicherung), wird es solche Skandale immer wieder geben.
Solange, bis eine nachfolgende Generation aufwacht und gleich alle Transferempfänger radikal in den Leistungen beschneidet, was ja auch wieder nicht das Ziel sein soll.

Mit solchen Regelungen wie der der o.g. Lehrerin jedenfalls wird man keinem deutschen handwerker klarmachen können, dass er nicht mehr schwarz arbeiten soll. Oder weshalb sollte der kleine Kaufmann alle seine Steuern bezahlen, wenn sie zu solchen Leuten nach teneriffa überwiesen werden?

Grüße,

Mathias

Hallo!

Wo ist Deutschland hingekommen?

Die Frage hört sich danach an, als sei ein Weg zurückgelegt worden. Dem ist aber nicht so. Ursache für Fälle wie bei der erwähnten Lehrerin ist das Beamtenrecht. Und das ist mindestens so alt wie diese Republik. Danach ist die Versetzung in vergleichbarer Funktion an einen anderen Ort möglich, nicht aber die Übertragung einer anderen Aufgabe. Ein beamteter Lehrer kann nicht etwa in so „völlig artfremder“ Tätigkeit wie z. B. in der Schulbürokratie eingesetzt werden. Da gibts die Fälle von Lehrkräften für Maschinenschreiben. Man kann von der Lehrkraft nicht verlangen, sich mit dem PC zu beschäftigen. Wird dann kein Maschinenschreiben als Unterrichtsfach angeboten, bleibt der/die Beamte bei vollen Bezügen für den Rest des Lebens zu Hause. Viele Staatsdiener sind mit spätestens 50 derart ausgebrannt, daß sie dienstunfähig nur noch ein Haus bauen können.

Solche Zustände zu ändern - nichts leichter als das. Man müßte vorher nur die Zusammensetzung der Parlamente in Bund und Ländern verändern. Die sind nämlich mehrheitlich mit Vertretern des öD besetzt. Daher ist es nicht sehr wahrscheinlich, daß die Damen und Herren Parlamentarier an solchen elementaren Grundlagen des Daseins etwas ändern. Jedenfalls nicht, solange sich noch das nötige Geld auftreiben läßt.

Gruß
Wolfgang

Danke, Wolfgang & Matthias,
die Problematik liegt ja wohl doch etwas tiefer. Vielleicht brauchen wir tatsächlich erst einen Staatsbankrott mit anschließendem Neuanfang. Aber ob dann alles besser wird??
Gruss
TeeBird

Hi!

Ein
beamteter Lehrer kann nicht etwa in so „völlig artfremder“
Tätigkeit wie z. B. in der Schulbürokratie eingesetzt werden.

Das ist auch völlig korrekt so. Denn ein beamteter Lehrer hat vom realen Leben etwa so viel Ahnung wie die Kuh vom Sonntag (und soll trotzdem die Kinder und Jugendlichen auf das reale Leben vorbereiten: „Non scholae, sed vitae discimus!“

Wie sieht denn der Lebenslauf eines verbeamteten Lehrers aus?

Sechs Jahre unbescholtene Kindheit, dann dreizehn Jahre Schulausbildung mit Hochschulabschluss. Danach der direkte Übergang in die Universität zum Studium des Lehramtes. Nach erfolgreichem Abschluss Rückkehr in das Schulleben, wenn auch jetzt auf die andere Seite des Pultes. Wenn Lebensalter und Beschäftigungsdauer stimmen, kommt die Verbeamtung.

Wie kannst du da erwarten, dass ein Lehrer am eigenen Leib solche Probleme wie Neuorientierung im Berufsleben, Risiko des Arbeitsplatzverlustes, finanzielle Engpässe. Und wer sich nicht am Leben reibt, der packt mit 45 seine Koffer, hält das Schild „Burn-out-Syndrom“ hoch und zieht in sein kleines Landhaus in Cornwall, in der Provence oder nach Umbrien. Ein Lehrer kennt nichts anderes als die Bildungsanstalten unseres Landes.

Mag sein, dass es einige wenige Ausnahmen unter den Lehrern gibt, aber im Endeffekt kann ein Lehrer jedes Jahr sein 08/15-Programm abspulen und frustrierte Schüler genau das sein lassen: frustrierte Schüler.

Und bevor jetzt das große „Buh! Kreuziget ihn!“ von der Gemeinschaft hier kommt: ich habe drei Lehrer in meiner unmittelbaren Verwandtschaft - und ich bin immer wieder schier entsetzt darüber, wie weltfremd diese Leute sind.

Grüße
Heinrich

ein bißchen offtopic
Hallo Mathias,

Gerade bei Lehrern, die ja ohnehin zum größten teil nur einen
Halbtagesjob haben,

woher hast du dieses Märchen?
Ganz ehrlich: Der Unterricht bereitet sich nicht von selbst vor, Schulaufgaben müssen korrigiert werden, Zeugnisse geschrieben…
Wenn man seinen Beruf als Leher ernst nimmt, ist er tatsächlich ein Vollzeitjob.

Nix für ungut
Gruß
Camilla

Sicher fühlst Du dich ungerecht behandelt weil Du wahrscheinlich selbst Lehrerin bist. Es gibt natürlich auch eine Menge Lehrer und Lehrerinnn die ihren Job nicht ausnutzen und voll dabei sind.
Leider muß ich aber Heinrich zustimmen das die meisten Lehrer ein anderes Bild von sich zeichnen. Auch in meinem Bekanntenkreis gibt es dazu genügend Beispiele.
Hier nur eins: Mein Sohn weiß heute noch nicht wer ihn in einem halben Jahr unterrichtet. Sein Lehrer geht bald in Rente und die Lehrerin, die an seine Stelle treten soll ist seit 6 Jahren im Erziehungsurlaub gewesen (Zufall ?). Nun überlegt sie noch ob sie überhaupt wieder kommt. Solange sie nicht entschieden hat kann die Schule auch niemand anderen einplanen. So jemand wäre in der Industrie längst gefeuert oder anders gesagt; So ein Verhalten ist schlicht unsozial.

Hallo Mathias,

Gerade bei Lehrern, die ja ohnehin zum größten teil nur einen
Halbtagesjob haben,

woher hast du dieses Märchen?

also, wenn ein lehrer 6 stunden unterrichten muss, ist er 13.10 uhr ( + - ) durch mit seinem programm. besonders schwer haben es die, die fachfremd sport unterrichten, und als hauptfach erdkunde haben. die müssen dann nämlich an den tagen, wo sie bei sagen wir mal 21 unterrichtstunden, schon um 10.45 zu hause sind, überlegen, wie sie die von wißbegierde gebeutelte schülermeute am nächsten tag, wo sie dann bis sage und schreibe 11.15 in der geburtsstätte deutscher genies verweilen müssen, am laufen halten.

bei einem solchen freizeitpotential wird die korrektur der " klausuren " zu einem erschwerenden hinderniss, da man ja angesichts des letzten sommers ja wohl mit recht gg. 14 uhr in einem städtischen freizeitbad zugegen sein sollte, als sich damit herumschlagen, daß 67 % der zu bewertenden " klausuren " von schülern stammen, die nun mal nicht deutsche muttersprachler sind, aber man doch erdkunde unterrichtet, und das staatsexman für die sek II nun mal gar nicht vorsah, auf fremdländische mentalitäten einzugehen…

bei diesem stress sollte ein grossteil der verbeamteten freizeitkünstler eine medizinische vorsorguntersuchung ins programm mit aufnehmen, idealerweise für sich selbst, dann klappt es sicherlich auch mit der nächsten pisa studie…

ganz herzliche grüsse vom lieben TOM

Hi Tom,

du scheinst,sehr schlechte Erfahrungen mit Lehrern gemacht zu haben…
Ich bin auch Lehrerin, allerdings keine Beamtin, da ich Ausländerin bin. Ich arbeite bei einem privaten Bildungsträger.
Wenn ich fünf Stunden Unterricht habe, bin ich tatsächlich um 13:00 Uhr fertig. Am Nachmittag bereite ich allerdings meinen Unterricht für den nächsten Tag vor: Meistens handelt es sich um zwei-drei Fächer (Deutsch, Geschichte, Arbeitslehre…), das bedeutet ziemlich viel Arbeit. Ich bereite auch eigene Übungen am PC vor und recherchiere im Internet, dokumentiere mich…
Oft muss ich auch Schulaufgaben nicht nur vorbereiten, sondern auch korrigieren. Eine Textarbeit zu korrigieren dauert beispielsweise ca. 20 Min. pro Schüler, das mal 28 Schüler.
Und ich kann dir versichern, dass man nach fünf und manchmal auch acht Stunden Unterricht NICHT frisch ist.

Das ist meine eigene Erfahrung. Andere nennen das „frei haben“.

Lehrer sind nicht die (einzigen) Verantwortlichen für die Ergebnisse der PISA-Studie. Wenn DEUTSCHE Schüler in die Schule kommen und NOCH NIE ein Buch GESEHEN haben und nicht einmal wissen, was ihre Eltern beruflich machen (ich versichere dir, das passiert oft), können die Lehrer wenig machen. Sie können die Eltern nicht ersetzen…
Und Spielraum hat man bei den Lehrplänen auch nicht.

Dass eine Lehrerin sechs Jahre Mutterschaftsurlaub nehmen darf, liegt vielleicht am System und nicht am Beruf.

Frag dich auch, warum immer weniger Leute Lehramt studieren. Eigentlich sollte jeder einen Job machen wollen, der angeblich nur halbzeit geht aber voll bezahlt wird.
Ich persönlich empfinde den Beruf zwar als schön und bereichernd (ansonsten würde ich ihn nicht ausüben), aber auch als anstrengend.

Gruß
Camilla

Erziehungsberechtigte

Lehrer sind nicht die (einzigen) Verantwortlichen für die
Ergebnisse der PISA-Studie. Wenn DEUTSCHE Schüler in die
Schule kommen und NOCH NIE ein Buch GESEHEN haben und nicht
einmal wissen, was ihre Eltern beruflich machen (ich
versichere dir, das passiert oft), können die Lehrer wenig
machen. Sie können die Eltern nicht ersetzen…

Das ist eines der zentralen Themen: die sog. Erziehungsberechtigten vergessen nämlich leider häufig, dass sie auch Erziehungsverpflichtete sind. Und eigentlich sollten Eltern zumindest in der Grundschule noch in der Lage sein, ihre Kinder beim Lernen zu unterstützen. Ausnahme aufgrund sprachlicher Probleme sind hier sicherlich Zugezogene.

Und Spielraum hat man bei den Lehrplänen auch nicht.

Dass eine Lehrerin sechs Jahre Mutterschaftsurlaub nehmen
darf, liegt vielleicht am System und nicht am Beruf.

Das darf übrigens nicht nur eine Lehrerin, sondern auch ein Bergwerksarbeiter (männlich), also dumme Argumentation. Dieses ist einer der Rechte, die unser Sozialsystem vorsieht, damit eben die Erziehung (siehe oben) sicher gestellt wird.

Frag dich auch, warum immer weniger Leute Lehramt studieren.
Eigentlich sollte jeder einen Job machen wollen, der angeblich
nur halbzeit geht aber voll bezahlt wird.
Ich persönlich empfinde den Beruf zwar als schön und
bereichernd (ansonsten würde ich ihn nicht ausüben), aber auch
als anstrengend.

Allerdings ist Lehrer einer der wenigen Berufe, die nicht zwingend nach Leistung erfolgen. So kann der Lehrer eben mehr oder weniger wählen, ob er motiviert wie Du einen guten Unterricht mit aktuellen Bezügen durchführen will oder ob er sämtliche Unterlagen seit 1965 (!) bis zu seiner Rente vor 3 Jahren nutzt. Das mag in einer privaten Lehranstalt anders sein, in den öffentlichen Schulen ist es nach meinen Quellen häufig so, dass die eine Krähe der anderen kein Auge ausbeisst.

Gruß

ALex

Dass eine Lehrerin sechs Jahre Mutterschaftsurlaub nehmen
darf, liegt vielleicht am System und nicht am Beruf.

Das darf übrigens nicht nur eine Lehrerin, sondern auch ein
Bergwerksarbeiter (männlich), also dumme Argumentation. Dieses
ist einer der Rechte, die unser Sozialsystem vorsieht, damit
eben die Erziehung (siehe oben) sicher gestellt wird.

Aber keiner nutzt diese Möglichkeit so dreist aus wie manche Lehrer.
Als Beamter hat man eben nichts zu fürchten, oder ?

Frag dich auch, warum immer weniger Leute Lehramt studieren.
Eigentlich sollte jeder einen Job machen wollen, der angeblich
nur halbzeit geht aber voll bezahlt wird.
Ich persönlich empfinde den Beruf zwar als schön und
bereichernd (ansonsten würde ich ihn nicht ausüben), aber auch
als anstrengend.

Das immer weniger studieren ist mir neu. Ich kenne einige die sich nur deshalb für das Lehramt entschieden haben, weil man da später …
Anstrengend ist mein Beruf auch, wie die meisten.

Hallo Heinrich,

… und ich bin immer wieder schier
entsetzt darüber, wie weltfremd diese Leute sind.

Der Satz sagt mir, dass Du kein Versicherungsvertreter sein kannst: Lehrer wissen alles!
Grüße
Raimund

hallo Camilla,
ein Lehrer muss in den ersten Jahren sich ausgibig vorbereiten. Da hast Du Recht. Nach ein paar Jahren ist das Routine, ruckzuck erledigt.
Genauso ist eigentlich vorgeschrieben, dass Lehrer sich weiterbilden müssen und zwar in den Ferien.
Über das erste will ich lieber nicht urteilen, beim zweiten? hast Du schon mal einen Lehrer in den Ferien arbeiten sehen?
Nein, es wird dafür lieber wärend der Schulzeit „gelernt“.
Eines ist allerdings am Lehrerberuf nicht schön: in fast allen Schulen ist das Mobbing unter den Lehrern ganz extrem.
Grüße
Raimund

hallo Camilla (noch mal:smile:)

Ich bin auch Lehrerin,

das ist glaube ich uns allen bekannt, :smile:

allerdings keine Beamtin, da ich
Ausländerin bin. Ich arbeite bei einem privaten
Bildungsträger.
Wenn ich fünf Stunden Unterricht habe, bin ich tatsächlich um
13:00 Uhr fertig. Am Nachmittag bereite ich allerdings meinen
Unterricht für den nächsten Tag vor: Meistens handelt es sich
um zwei-drei Fächer (Deutsch, Geschichte, Arbeitslehre…),
das bedeutet ziemlich viel Arbeit. Ich bereite auch eigene
Übungen am PC vor und recherchiere im Internet, dokumentiere
mich…
Oft muss ich auch Schulaufgaben nicht nur vorbereiten, sondern
auch korrigieren. Eine Textarbeit zu korrigieren dauert
beispielsweise ca. 20 Min. pro Schüler, das mal 28 Schüler.
Und ich kann dir versichern, dass man nach fünf und manchmal
auch acht Stunden Unterricht NICHT frisch ist.

Und wie lange bist Du schon Lehrerin? 3 Jahre? Wart´s ab: nach 8-10 Jahren bereitest Du Dich nicht mehr vor. Du schüttelst das aus den Ärmeln.

Frag dich auch, warum immer weniger Leute Lehramt studieren.
Eigentlich sollte jeder einen Job machen wollen, der angeblich
nur halbzeit geht aber voll bezahlt wird.

Das liegt nicht an derr Bezahlung und nicht an der Arbeit: es liegt daran, dass immer weniger Lehrer angenommen werden und immer mehr arbeitslos sind. Wir haben einen „Lehrerberg“.
Ich habe es schon mal hier geschrieben: Siemens hat vor jahren versucht, Lehrer anzustellen (Erwachsenenbildung) Ich weiß nicht mehr die genauen Zahlen, nur in etwa: 200 wurden angeschrieben (Adressen stammten vom Arbeitsamt). 50 haben geantwortet, 10 haben einen Termin mit Siemens vereinbart, 3 sind gekommen. Weisst Du, wieviel angestellt wurden?
0!!!
Und nicht deswegen, weil Siemens sie abgelehnt hätte! Nein, weil sie zu wenig Ferien gehabt hätten! Weil sie 7 Stunden am Tag arbeiten hätten müssen! Und weil sie keine Pension sondern Rente später erhalten hätten!
Das sind unsere Junglehrer!
Grüße
Raimund

Hallo Alex,

Das darf übrigens nicht nur eine Lehrerin, sondern auch ein
Bergwerksarbeiter (männlich), also dumme Argumentation. Dieses
ist einer der Rechte, die unser Sozialsystem vorsieht, damit
eben die Erziehung (siehe oben) sicher gestellt wird.

Nur mit dem Unterschied, dass eine Lehrerin (sagen wir ganz einfach Beamte) nach 5-6 Jahren Erziehungsurlaub wieder als Lehrerin beschäftigt wird. Was aber passiert der Arbeiterin? Hat sie Anrecht auf den gleichen Job?

Grüße
Raimund

Hallo Raimund,

m. E. schon, dass sollte aber ein Arbeitsrechtler sagen können und hängt von möglichen Betriebsvereinbarungen ab. Wahrscheinlich in größernen Unternehmen eher als in kleinen. Ich kenne eine Vereinbarung von meinem frührern Arbeitgeber (Großbank), da stand der Heimkehrerin nicht nur ein gleichwertiger Arbeitsplatz zu, sondern, falls sie wollte, sogar ein Teilzeitjob.

Übrigens kann die Lehrerin nach 6 Jahren zwar ihren Job wieder bekommen, ist aber, falls Beamtin, im Zweifel verpflichtet, an einen anderen Standort zu gehen.

Gruß

ALex

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Dass eine Lehrerin sechs Jahre Mutterschaftsurlaub nehmen
darf, liegt vielleicht am System und nicht am Beruf.

Das darf übrigens nicht nur eine Lehrerin, sondern auch ein
Bergwerksarbeiter (männlich), also dumme Argumentation. Dieses
ist einer der Rechte, die unser Sozialsystem vorsieht, damit
eben die Erziehung (siehe oben) sicher gestellt wird.

Aber keiner nutzt diese Möglichkeit so dreist aus wie manche
Lehrer.
Als Beamter hat man eben nichts zu fürchten, oder ?

Naja, was heisst dreist? Was mir zusteht, versuche grundsätzlich auch zu nutzen. Es ist wie gesagt ein Recht und nicht erbettelt. Und wer kann es sich nicht erlauben, auf dieses Recht zu pochen?

Ich kenne z. B. einen Fall aus der Privatwirtschaft (Großkonzern), da hat eine Frau 12 Jahre Erziehungsurlaub erhalten (4 Kinder) und durfte dann wieder als Sekretärin arbeiten, ohne den Wandel in der Büroarbeit der 12 Jahre nachvollzogen zu haben (sie suchte die Schreibmaschine :wink:). Letztendlich hat sie sich mit einer netten Abfindung (Berechnung meines Wissens auf Basis der Arbeitsdauer inkl. der 12 Jahre) verabschiedet.

Klar ist das ein Extrem, aber denke, in allen Bereichen gibt es für alles Beispiele.

Frag dich auch, warum immer weniger Leute Lehramt studieren.
Eigentlich sollte jeder einen Job machen wollen, der angeblich
nur halbzeit geht aber voll bezahlt wird.
Ich persönlich empfinde den Beruf zwar als schön und
bereichernd (ansonsten würde ich ihn nicht ausüben), aber auch
als anstrengend.

Das immer weniger studieren ist mir neu. Ich kenne einige die
sich nur deshalb für das Lehramt entschieden haben, weil man
da später …

Die werden wohl enttäuscht werden.

Anstrengend ist mein Beruf auch, wie die meisten.

Naja, welcher ist schon einfach? Aber er sollte Spass machen und motivieren, und da ist die Situation für Lehrer sicher heute härter als vor 20 Jahren.

Gruß

ALex

Hallo Camilla,

Gerade bei Lehrern, die ja ohnehin zum größten teil nur einen
Halbtagesjob haben,

woher hast du dieses Märchen?

Camilla, ich werde diese Diskussion nicht wieder auf neue führen. Ich habe einige Gymnásiallehrer aller möglichen Fächerkombination im Bekanntenkreis und weiss, wovon ich rede.
Bur Deutsch macht noch etwas mehr Arbeit, alle anderen sind ab 13.30 fertig mit dem Job und gehen an den See.

Ganz ehrlich: Der Unterricht bereitet sich nicht von selbst
vor,

in den meisten Fällen einmal alle 10 Jahre.

Schulaufgaben müssen korrigiert werden,

in der Freistunde oder an zwei Nachmittagen im Monat - ausseer Deutsch.

Zeugnisse
geschrieben…

zwei Nachmittage im Jahr.

Wenn man seinen Beruf als Leher ernst nimmt, ist er
tatsächlich ein Vollzeitjob.

No way.
Wenn man es clever anstellt, ist es ein vollbezahlter Dritteljob, s. auch Pensionseintrittsalter.

Grüße,

Mathias

Hallo Camilla,

du scheinst,sehr schlechte Erfahrungen mit Lehrern gemacht zu
haben…
Ich bin auch Lehrerin, allerdings keine Beamtin, da ich
Ausländerin bin. Ich arbeite bei einem privaten
Bildungsträger.
Wenn ich fünf Stunden Unterricht habe, bin ich tatsächlich um
13:00 Uhr fertig. Am Nachmittag bereite ich allerdings meinen
Unterricht für den nächsten Tag vor: Meistens handelt es sich
um zwei-drei Fächer (Deutsch, Geschichte, Arbeitslehre…),
das bedeutet ziemlich viel Arbeit. Ich bereite auch eigene
Übungen am PC vor und recherchiere im Internet,

Ich war auch an einer „privaten“ Schule und es stimmt schon, dort tun die Lehrer mehr, denn sie sind ja auch nciht verbeamtet und müssen daher aufpassen.

dokumentiere
mich…

Darf ich da mal mitmachen…? :wink:

Oft muss ich auch Schulaufgaben nicht nur vorbereiten, sondern
auch korrigieren. Eine Textarbeit zu korrigieren dauert
beispielsweise ca. 20 Min. pro Schüler, das mal 28 Schüler.
Und ich kann dir versichern, dass man nach fünf und manchmal
auch acht Stunden Unterricht NICHT frisch ist.

Das ist meine eigene Erfahrung. Andere nennen das „frei
haben“.

Lehrer sind nicht die (einzigen) Verantwortlichen für die
Ergebnisse der PISA-Studie. Wenn DEUTSCHE Schüler in die
Schule kommen und NOCH NIE ein Buch GESEHEN haben und nicht
einmal wissen, was ihre Eltern beruflich machen (ich
versichere dir, das passiert oft), können die Lehrer wenig
machen. Sie können die Eltern nicht ersetzen…
Und Spielraum hat man bei den Lehrplänen auch nicht.

Da gehe ich mit.

Dass eine Lehrerin sechs Jahre Mutterschaftsurlaub nehmen
darf, liegt vielleicht am System und nicht am Beruf.

…auch der Halbtagesjob liegt am System. Warum gibt es keinen Nachmittagsunterricht oder Hausaufgabenbetreuung? Während dieser Zeit könnten die Lehrer ja auch ihre Korrekturen vornehmen. An meiner Schule klappte das bestens.
Nur wäre dann eben die Arbeitszeit messbar…

Frag dich auch, warum immer weniger Leute Lehramt studieren.
Eigentlich sollte jeder einen Job machen wollen, der angeblich
nur halbzeit geht aber voll bezahlt wird.
Ich persönlich empfinde den Beruf zwar als schön und
bereichernd (ansonsten würde ich ihn nicht ausüben), aber auch
als anstrengend.

Das glaube ich. Als Beamtin wäre das jedoch leichter.

Grüße,

Mathias

…und das bei Siemens, wo man theoretisch 35 und effektiv 28 Stunden im Schnitt arbeitet, wie mir ein Freund versichterte…
Was mache ich eigentlich noch in der „freien Wirtschaft“…?

Grüße,

Mathias