servus,
Moin,
ich hab den Film erst heute abend gesehen, hab dank des Spoiler Hinweises dein Posting erst jetzt gelesen.
aber mir sind da ein paar logische fragen aufgekommen und
jetzt frage ich mich ob ich das nur falsch verstanden hab oder
ob der film handlungsmäßig garkeinen sinn macht:
- die zwei cops schleusen sich in die organisation als
lieferanten ein und haben gerade einen (viell. zwei)
lieferungen erledigt. die mission wird aber fortgeführt weil
sie tiefer drin sind alle alle zuvor - os schwer war das ja
nicht, oder?
Naja, zumindest betreiben sie einen Materialaufwand, der ungewöhnlich ist. Und der Türöffner ist anscheinend, dass sie die erste Lieferung ohne Kosten zurück geben. Die FBI Typen vom Anfang wären ja auch weiter gekommen, wenn sie nicht verraten worden wären.
- die mission wurde angesetzt um die undichte stelle zu
finden, ausser dass sie rausgefunden haben dass sie sich im hq
in washington befindet (wo wahrscheinlich tausende leute
arbeiten) haben sie aber nichts erreicht!?
Naja, die Anzahl der Leute, die in DC davon gewusst haben, wird sich überschauen lassen. Die Eingrenzung durch diesen Hinweis war schon Gold wert. Wobei, wenn der Mensch nicht Castillo heissen würde, hätte ich ihn ja in Verdacht gehabt.
- die geldübergabe gegen die gestohlenen drogen wird angesetzt
um den kollegen mit dem schwulen bart festzunehmen, da war
klar dass es auf eine eskalation hinausläuft. im endeffekt
werden aber alle bösen buben nur abgeknallt, war das der sinn
der sache?
Tote Dealer können nicht mehr dealen?
- am schluss wird die supervilla mitten im bolivianischen
urwald von diesem oberbösling von spezialeinheiten
eingenommen, verlassen natürlich. woher wussten die denn auf
einmal wo der sich rumtreibt? um den direkt gings doch
garnicht, und mit dem hatten sie ja direkt nichts zu tun?
Nimmt man die Polizeiserienlogik zur Hilfe, dann fehlten die Beweise, um den Erzengel festzunageln. Die waren nun durch die Aussage von Crockett und Tubbs gegeben. Selbst in Kolumbien.
- mr. supercool fährt mal eben von florida mit einem speedboat
nach cuba. hat mal jemand ausgerechnet wie lange man dafür
unterwegs ist, und an wievielen tankstellen der halt machen
muss? so ganz ums eck ist das ja nicht gerade.
Es sind, wie wir unten erfahren haben, ca. 140 km. Bei einer vorher genannten Reichweite von 1400 km und einem Tempo, bei diesem Boot mit ca. 50 km/h, was langsam ist, wie ich vor ein paar Wochen vor Travemünde feststellen konnte, dauert das ganze nur etwa 3, max 4 Stunden.
Warum ist die Route von Kuba nach Florida wohl für Flüchtlinge so beliebt.
- der mit dem schwulibart kann (wahrscheinlich per funk oder
was weiß ich) mit einer kamera bei den nazibösewichten in den
trailer reinschauen. nachdem die polizistin befreit ist sieht
er alle tot und die frau fehlt. da müsste dem aufmerksamen
berufsverbrecher doch dämmern dass die zwei kollegen von der
lieferfirma vielleicht polizisten sein könnten, oder dass was
nicht stimmt. und dann kommt er wegen ein paar mille in die
usa und fängt eine mords-ballerei an. hä?
Er hat ja vorher schon festgestellt, dass die beiden zu „professionell“ sind. Eine Veranstaltung wie diese kann auch von einer gut organisierten Gangstergruppe durchgeführt werden. Dass Trudy zur Polizei gehört, war ja keinem klar, dass sie entführt wurde, dagegen eindeutig.
- WIESO TREFFEN DIE COPS IMMER UND DIE BÖSEN NIE??? das ist
wohl ein ehernes gesetz der hollywoold-bibel.
Wobei das in diesem Fall durchaus realistischer war als in manch anderem.
Es scheint sich ja um eine Spezialeinheit zu handeln, die durchaus regelmäßig den Gebrauch der notwendigen Waffen üben. Somit ist die Ausbildung der eingesetzten Kräfte schon eine besondere (warum kann Tubbs fliegen? Crockett tanzen?). Nch dem gängigen Filmvorurteil haben Gangster keine ausgebildeten Kräfte sondern eher hochgediente Gangster auf der Lohnliste für den Personenschutz. Die sind halt nicht so gut bei Schießereien. Das fand ich sogar gut dargestellt, das Verhalten bie der Schießerei war bei den Gangstern ein komplett anderes, was auf mangelnde Ausbildung bei Personenschutz schließen lässt.
Was mich eher störte, waren folgende Sachen:
Ein professioneller Polizist verliebt sich nicht. Und schon gar nicht auf Gegenseitigkeit. Eine Überraschung des Films bestand darin, dass beide wirklich verliebt waren.
Wir lernen in jedem Krimi, dass Paare nicht zusammen arbeiten dürfen, daher waren Tubbs und Trudy unrealistisch.
Eine derartige Materialschlacht kann ich real kaum glauben? Einen Ferrrari, ok, ein Speedboat, okay; einen Flieger, bedingt, und die sind dann doch so gut, dass sie die gesamten Zoll- und Einwanderungsbehörden austricksen? Woher kam der Flieger, mit dem sie das Radarsignal geteilt haben?
Wie haben sie die geschmuggelten Waren landeinwärts gekriegt, wenn sie keinen einweihen durften?
Aber mir hat der Film dennoch richtig gut gefallen, er war auf einem Coolness Grad wie die Serie in den 80ern.
Aber mal als Frage am Rande? War der weisse ein M6?
Gruß
ALex