Aus gegebenem Anlaß, wollte ich nochmals die Hintergründe von Midi und Audio beleuchten!
Oft kommt die Frage: „Wie mache ich aus einer wav-Datei eine MIDI-Datei?“
Dazu ein paar Erläuterungen:
WAV-Dateien sind, wie aiff, oder voc oder andere Soundformate (nicht MP3 oder REAL oder der gleichen) digitale AUfnahmen. Wenn ich jetzt hier von Aufnahmen spreche, begehe ich schon einen Fehler, da es sich schon hier um keine AUfnahme im klassischen Sinne, sondern eine Beschreibung des ursprünglichen Signals. (Um das ganze mit bildlichem Vergleich zu schildern, ich male nicht den Baum, sonder beschreibe ihn: Braune Rinde; 45 cm Durchmesser; 2:35m hoch…) Je mehr Details ich von dem Signal (Baum im Beispiel) habe, desto exakter ist das Abbild. Digitale Audiodaten kommen von der Soundkarte (A/D-Wandler, wobei A für analog und d für digital steht) auf die Festplatte, und von dort über die Soundkarte (D/A-Wanlder) zurück ans Ohr! Die Qualität ist NUR von der Qualität der Wanlder abhänig. Die Platte, oder gar die Mouse haben damit nix zu tun. (Nat. ist die Qualität auch von verwendeten Mikrofonen abhänig …) Ein HiFi-Magazin wollte zwar mal unterschiede zwischen versch. Festplatten hören können, aber das ist Bullshit.
MIDI-Daten sind auch Steuerdaten, jedoch von anderer Art! MIDI Dateien dienen dem Computer (oder Soundmodul, ja nach dem) als „Notenblatt“. Allerdings ist in einer MIDI-Datei ALLES exakt festgelegt. In einem MIDI-File ist jede Form von Ausdruck, Dynamik etc. exact festgelegt, und es gibt, anders als beim „echten“ Notenblatt KEINE Möglichkeit der Interpretation.
MIDI-Daten sind also nichts anderes als, früher bei der Spieluhr, die Walze mit den Zinken drauf!
Der Zusamenhang zwischen WAV (od. AIFF etc) und MIDI ist dabei eigentlich gar nicht gegeben! Wenn man eine MIDI-Datei (ohne dabei die Klangerzeuger, wie Soundkarte etc. mitzuschicken) Jemandem gibt, wird das auf seiner Anlage ganz und komplett anders klingen. Die Instrumente sind anders, die Lautstärkenverhältnisse, etc! Das liegt daran, daß der Synthesizer seiner Soundkarte anders ist, als der eigene. Das Musikstück wird quasi neu „vom Blatt“ gespielt.
WAV-Dateien sollten (nat ohne zusätzliche Effekte, EQ`s etc.), von den minimalen unterschieden der Wandler abgesehen, überall gleich klingen.
es gibt Proggis, die können aus Midi-Dateien WAV-Dateien „rendern“. Das findet im RAM und auf der CPU statt, und nicht, wie einige glauben, auf der Soundkarte! (http://www.computerchannel.de/download/dl_detailseit… habe ich leider noch nicht testen können!)
Umgekehrt geht das auch. Mann kann sich ja auch ein Musikstück anhören, und daraus die Noten rekonstruieren (Transkribieren). Es gibt auch Programme, die sowas können, allerdings nicht wirklich gut, nach meiner Erfahrung. Das Proggi unter http://www.computerchannel.de/download/dl_detailseit… habe ich jetzt noch nicht getestet.
Ich hoffe, daß Euch jetzt einige Dinge klarer sind als vorher!
Grüüüüße
Florian