Midlife Crisis trifft auf PMS

Hallo!

Mein Freund (35) meinte eben am Telefon zu mir, ihm sei klar geworden, dass er wohl in der Midlife Crisis stecken würde, denn als er das einem Freund gegenüber erwähnte, meinte der zu ihm, dass sei ihm auch schon seit längerem an ihm aufgefallen. Ich weiß nur, als ich ihn vor 13 Jahren aus den Augen verlor, war er sehr viel aufgeschlossener und lebenslustiger als heute. Seit ich ihm vor einem halben Jahr wieder begegnet bin, ist seine Verfassung parallel zu seinen Lebensumständen stetig tiefer in den Keller gerutscht.
Ich selbst (36) habe ebenfalls das Gefühl, gerade ziemlich in der Krise zu stecken, wobei es bei mir auch am PMS liegen könnte. Bin mir da nicht so sicher, denn bevor wir zusammen gekommen sind, hatte ich diese Effekte eigentlich nie, jedenfalls nicht so massiv, dass sie mir aufgefallen wären.

Tatsache ist, dass es für uns beide derzeit jobmäßig und entsprechend finanziell alles andere als rosig aussieht, also auch handfeste Gründe vorhanden sind, den Blick in die Zukunft zu scheuen.

Ich frage mich, ob es bei ihm wirklich die Midlife Crisis sein könnte, wie man das positiv beeinflussen kann und wie lange dieser Prozess für gewöhnlich so anhält und ob es bei mir wirklich das PMS ist und was dagegen hilft… oder ob es sich vielleicht doch bei uns beiden um echte Depressionen handelt.
Woran erkennt man, was einen so runterzieht und was kann man in solch einer Situation tun? Momentan scheinen wir uns gegenseitig nicht gerade positiv zu beeinflussen, dabei würde ich mir gerade das wünschen.

Greetings,
Marla

Hallo Marla,
alle Fragen mit Sicherheit beantworten kann dir sicher nur ein entsprechender Arzt. Also sprich, nur der kann feststellen ob es bei dir an PMS liegt, oder ob ihr beide eine echte Depression habt. Die entsprechenden Symptome für alles findest du mit den richtigen Schlagworten sicher im Netz.
Wenn für euch beide momentan die Zukunft nicht so rosig aussieht, kann ich gut nachvollziehen, dass ihr dementsprechend auch nicht so gut drauf seid. Ohne vernünftige Perspektive und eigene Ziele ist es sicher schwer.

Ich frage mich, ob es bei ihm wirklich die Midlife Crisis sein könnte, wie :man das positiv beeinflussen kann … Woran erkennt man, was einen so :runterzieht und was kann man in solch einer Situation tun?

Da ich mit der Methode des Focusing arbeite, möchte ich dir auch da ein paar Tipps geben. Sicher gibt es noch unzählige andere Wege.
Ich würde dir (und deinem Freund) erst einmal vorschlagen, sich einen Augenblick Zeit zu nehmen und in euren Körper zu spüren. Da ist etwas in dir, das sich anfühlt als würde es runter gezogen. Beachte bitte auch meine Wortwahl. Nicht du fühlst dich, sondern Etwas in dir fühlt sich. Versuche dieses Etwas zu erspüren und in allen Details wahrzunehmen. Wenn es geht auch zu beschreiben. Schenke diesem Etwas für ein paar Augenblicke deine ganze Aufmerksamkeit, ohne es bewerten zu wollen oder es zu verdrängen. Es ist da, wie fühlt es sich an in deinem Körper?
Wenn dir das gelungen ist, hast du bereits einen großen Schritt getan den du feiern solltest.
Im Anschluss kannst du dieses Etwas versuchen zu fragen, was es so …(deine Beschreibung)… macht. Die Antworten sollten von deinem Körper, nicht von deinem Kopf kommen, denn dann kannst du nachspüren, ob sich der Teil in dir, der sich so runter gezogen fühlt auch wirklich angesprochen fühlt. Wenn ja wirst du es mit einem Gefühl der Erleichterung spüren.
Auch an dieser Stelle ist es wieder ein großer Schritt, wenn du es bis dahin geschafft haben solltest. Wieder ein Grund zum feiern :wink:
Jetzt kannst du diesem Teil Angebote machen, was zu ändern wäre, was er bräuchte um sich richtig gut zu fühlen - manchmal kommt es auch wie von selbst. Wichtig ist, dass du alle Angebote in deinem Körper absicherst und nachspürst wie sich diese anfühlen – so wirst du erfahren, was dich in solchen Situationen herunter zieht. Und auch wenn du dann noch keine fertige Lösung gefunden haben solltest, wird sich mit Sicherheit alles etwas leichter und verstandener anfühlen.
So ich hoffe es klingt nicht zu abgehoben. Es ist im Prozess ganz einfach zu begleiten, aber total schwer auf zu schreiben. Wenn du willst kannst du es ja einfach mal probieren.
Liebe Grüße Andreas

Hallo Marla,

ich habe im Net was für dich gefunden.

http://www.angst-depressionen-alkoholerkrankung.de/h…

So kannst du mal testen ob es Depressionen sind. Dieser Test ersetzt nicht den Gang zum Arzt oder Psychologen, er soll dir nur mal einen Einblick geben.

Hoffe ich konnt dir helfen?

Liebe Grüße Manuela

auf der Suche nach sich selbst
Hallo Marla,

manchmal ist es nicht sehr hilfreich einem schlechtem Lebensgefühl einen Namen zu geben, weil die Gefahr besteht sich mehr mit den Symptomen zu beschäftigen als mit dem Problem selbst. Ich habe den Eindruck, dass es einen Zusammenhang zwischen der Niedergeschlagenheit deines Freundes und deiner Niedergeschlagenheit gibt. Ihr bedingt Euch.
Midlifecrises kenne ich im Bekanntenkreis eher anders. Da starten manche nochmal durch, weil sie ihrem Jungsein nachtrauern, gehen fremd und wollen neue Partner kennenlernen, geben einen guten Job aus, weil sie nach 15 Jahren die Nase voll haben, fangen gefährliche Sportarten an um die „alten“ Knochen auf ihre Leistungsfähigkeit auszutesten…das hat mit Lebenshunger und nichts mit Depression zu tun.
So wie du bisher in deinen Postings deinen Freund beschrieben hast, scheint er ein ernster und schweigsamer Mann zu sein. Es mag eine Krise sein, in der er steckt, aber keine der gängigen Sorte, wie sie Menschen im bestimmten Alter bekommen, sondern eine höchst persönliche, die mit seinem Lebenslauf zu tun haben. Ich stelle mir bei ihm ein Ausgebranntsein vor, mit Fragen wie „will ich das noch“ oder „wozu das Ganze“, mit einer Resigniertheit sich keine Antworten geben zu können, keine Ziele mehr vor Augen zu haben. Das sind Grübelgedanken, mit denen man sich im Kreis dreht, die einem Appetit (auf was auch immer) nimmt und Schlaf und Kraft kosten.

Du schreibst:

Ich weiß nur, als ich ihn vor 13 Jahren aus den Augen verlor,
war er sehr viel aufgeschlossener und lebenslustiger als
heute. Seit ich ihm vor einem halben Jahr wieder begegnet bin,
ist seine Verfassung parallel zu seinen Lebensumständen stetig
tiefer in den Keller gerutscht.

Dir ist also sein Zustand schon länger als heute aufgefallen. Vielleicht hast du gehofft ihn durch Eure Beziehung aufzumuntern, seinem Leben ein wenig Glanz zu geben, einen Stellenwert bei ihm einzunehmen. Doch schien er wohl sich immer öfters zurück zu ziehen, denn er weiß vielleicht nicht einmal, ob ihm eine Beziehung gut tut. Wenn er von dir deine Aufmerksamkeiten annimmt, dann er müßte auch dir welche geben - bei all seiner Kraftlosigkeit? Da geht dann in ihm der Gedanke einer ungleichen Rechnung um (ich weiß, diese Überlegung ist dir sehr unsympatisch - wir haben uns darüber schon einmal ausgetauscht). Es ist sehr schwer jemanden, der zu einem lieb ist, um Abstandwahrung zu bitten. So nennt er das Ding Midlifecrises, und hofft dadurch auch eine Erklärung für sein Verhalten gegeben zu haben.

Aber diese Distanz scheint dich ins Schwanken zu bringen. Und so bekommt dein Mitleid im wahren Sinn des Wortes einen Namen und eine größere Dimension:

Ich selbst (36) habe ebenfalls das Gefühl, gerade ziemlich in
der Krise zu stecken, wobei es bei mir auch am PMS liegen
könnte. Bin mir da nicht so sicher, denn bevor wir zusammen
gekommen sind, hatte ich diese Effekte eigentlich nie,
jedenfalls nicht so massiv, dass sie mir aufgefallen wären.

Marla, PMS kennen viele Frauen (und genauso viele Männer). Und dann hat man Schnupfen, etwas Unrechtes gegessen, eine Nacht partout nicht schlafen können… Solche Unpässlichkeiten erledigen sich meist von selbst, und sind nicht oft der Rede wert. Entschuldigung, wenn ich jetzt gefühlslos wirke, dem nicht so ist.

Tatsache ist, dass es für uns beide derzeit jobmäßig und
entsprechend finanziell alles andere als rosig aussieht, also
auch handfeste Gründe vorhanden sind, den Blick in die Zukunft
zu scheuen.

Es wäre schön für dich, wenn ihr Euch zusammen tun würdet, um gemeinsam Eure Probleme (Niedergeschlagenheit, Existenzängste) zu bewältigen, nicht wahr? Das ist die Verbundenheit, die du suchst?

Ich frage mich, ob es bei ihm wirklich die Midlife Crisis sein
könnte, wie man das positiv beeinflussen kann

Meiner Meinung nach solltest du ihm soviel Raum und Zeit gewähren, wie er für sich braucht. Doch frage ihn einfach, ob er mit seiner Krise lieber alleine ist, oder ob du ihm mit deiner Vitalität (so schätze ich dich ein) und trotz deiner Problempäckchen eine Hilfe bist. Dass du ihn suchst und brauchst ist ein anderes Thema.

und wie lange dieser Prozess für gewöhnlich so anhält

solche seelische Verdauungsstörungen können eine lange Zeit dauern, und manchmal ohne einen Profi nicht behoben werden.

und ob es bei mir wirklich das PMS ist und was dagegen hilft… oder
ob es sich vielleicht doch bei uns beiden um echte Depressionen
handelt.

besser wäre es, wenn jeder für sich herausfinden würde, was ihn drückt, und sich unabhängig von seinem Partner damit beschäftigt. Wenn jeder von Euch seine persönliche Standfestigkeit zurückerlangt hat, verschafft sich eine andere Basis für eine Partnerschaft, in der Nähe und Distanz viel leichtgängiger gehandhabt und ertragen wird.

Folgendes habe ich vor kurzem gelesen:
Solange wir in der Liebe nach unserer besseren Hälfte suchen, bleibt die Gefahr bestehen, dass wir uns halbieren. Und wenn zwei halbe Menschen sich zusammentun, bleibt auch auch die Liebe eine halbe Sache.

Übrigens, Andreas hat ein sehr hilfreiches Posting geschrieben, was etwas mit Selbstfindung zu tun hat. Denke lieber erst einmal an dich selbst, egal womit sich dein Freund beschäftigt.

viele Grüße
grilla

Liebe Grilla!

manchmal ist es nicht sehr hilfreich einem schlechtem
Lebensgefühl einen Namen zu geben, weil die Gefahr besteht
sich mehr mit den Symptomen zu beschäftigen als mit dem
Problem selbst.

Ja, Du hast Recht. Es nützt mir nicht wirklich viel, wenn ich weiss, wie das Kind heisst. Um es zu verstehen, muss ich es anschauen.

Ich habe den Eindruck, dass es einen
Zusammenhang zwischen der Niedergeschlagenheit deines Freundes
und deiner Niedergeschlagenheit gibt. Ihr bedingt Euch.

Ja, das tun wir. Wir sind uns in vielen Dingen sehr ähnlich, können gut nachvollziehen und nachempfinden, wie es dem anderen geht, was eben leider auch zur Folge hat, dass wir uns damit oftmals gegenseitig runter ziehen.
Immerhin, dieser Umstand ist uns beiden bewusst.

Midlifecrises kenne ich im Bekanntenkreis eher anders. Da
starten manche nochmal durch, weil sie ihrem Jungsein
nachtrauern, gehen fremd und wollen neue Partner kennenlernen,
geben einen guten Job aus, weil sie nach 15 Jahren die Nase
voll haben, fangen gefährliche Sportarten an um die „alten“
Knochen auf ihre Leistungsfähigkeit auszutesten…das hat mit
Lebenshunger und nichts mit Depression zu tun.

Genau das war mein erster Gedanke auch, als er davon sprach.

So wie du bisher in deinen Postings deinen Freund beschrieben
hast, scheint er ein ernster und schweigsamer Mann zu sein.

Dann habe ich wohl ein falsches Bild von ihm abgeliefert.
Er ist zwar oft allein, weil er allein sein will und denkt dann sehr viel nach. Er spricht mich häufig noch nach Tagen, manchmal nach Wochen auf eine bestimmte Wortwahl an, auf irgendeinen Satz, der manchmal nur beiläufig gefallen ist und ich sehe, wie intensiv er sich damit auseinandergesetzt hat. Er macht sich über Gott und die Welt Gedanken, ist sehr sensibel…
Bei all dem jedoch wundert es mich manchmal, wie fröhlich er trotz seiner wirklich besch… Situation teilweise noch ist. Eine der Eigenschaften, die ich besonders an ihm liebe ist seine Begeisterungsfähigkeit. Er ist auch sehr mitteilungsbedürftig, spricht mit mir über alles und nichts, spricht von sich aus Probleme an (die für mich teilweise gar keine sind, bzw. die ich gar nicht so empfunden habe)… beklagt sich dann aber merkwürdigerweise im Anschluss, dass wir stundenlang diskutieren würden, dabei hakt er immer wieder nach und greift die Problematik wieder auf.

Es
mag eine Krise sein, in der er steckt, aber keine der gängigen
Sorte, wie sie Menschen im bestimmten Alter bekommen, sondern
eine höchst persönliche, die mit seinem Lebenslauf zu tun
haben.

Das denke ich auch.

Ich stelle mir bei ihm ein Ausgebranntsein vor, mit
Fragen wie „will ich das noch“ oder „wozu das Ganze“, mit
einer Resigniertheit sich keine Antworten geben zu können,
keine Ziele mehr vor Augen zu haben. Das sind Grübelgedanken,
mit denen man sich im Kreis dreht, die einem Appetit (auf was
auch immer) nimmt und Schlaf und Kraft kosten.

Ja, all das. Du triffst es auf den Punkt!

Du schreibst:

Ich weiß nur, als ich ihn vor 13 Jahren aus den Augen verlor,
war er sehr viel aufgeschlossener und lebenslustiger als
heute. Seit ich ihm vor einem halben Jahr wieder begegnet bin,
ist seine Verfassung parallel zu seinen Lebensumständen stetig
tiefer in den Keller gerutscht.

Dir ist also sein Zustand schon länger als heute aufgefallen.
Vielleicht hast du gehofft ihn durch Eure Beziehung
aufzumuntern, seinem Leben ein wenig Glanz zu geben, einen
Stellenwert bei ihm einzunehmen.

Ja richtig.

Doch schien er wohl sich
immer öfters zurück zu ziehen, denn er weiß vielleicht nicht
einmal, ob ihm eine Beziehung gut tut.

Auch das. Er weiss nicht, ob sie ihm selbst gut tut, nicht zuletzt deshalb, weil er weiss, dass er mich quasi in die Situation mit hineingezogen hat - zwar war es meine freie Entscheidung, aber er denkt wohl, wenn er es von vornherein angeblockt hätte, dann würde es mir nun besser gehen. Er merkt natürlich auch, dass er mich mit hinunterzieht, wenn es ihm selbst schlecht geht… fühlt sich verantwortlich dafür, hat ein schlechtes Gewissen, Schuldgefühle…
Er sagte schon ganz zu beginn, als wir uns wieder trafen, er hätte mir gewünscht, ich wäre inzwischen glücklich verheiratet und hätte Kinder… womit es ihm mit dieser Aussage nicht um seine eigenen sondern ausschließlich um meine Interessen gehen würde. Was er am allerwenigsten wollte, sei mir weh zu tun.

Wenn er von dir deine
Aufmerksamkeiten annimmt, dann er müßte auch dir welche geben

  • bei all seiner Kraftlosigkeit?

Ja genau. Er kann teilweise an nichts anderes als an seine Probleme denken. Für mich ist da eben oftmals kein Platz. Er sagt selbst, er würde mir gerne das zurück geben, was ich verdient hätte, aber er könne das nicht.

Da geht dann in ihm der
Gedanke einer ungleichen Rechnung um (ich weiß, diese
Überlegung ist dir sehr unsympatisch - wir haben uns darüber
schon einmal ausgetauscht). Es ist sehr schwer jemanden, der
zu einem lieb ist, um Abstandwahrung zu bitten.

Wobei ich ihm diesen Abstand wirklich zugestehe.
Sicher fällt es mir nicht immer leicht, wenn er ein Date absagt und das nächste dann auch wieder… Wir sehen uns derzeit meist nur ein Mal pro Woche für ein paar Stunden. Sicher frage ich mich dann, wieviel ihm eigentlich an mir liegt, wenn sein Bedürfnis mich zu sehen so gering ist. Ich habe dann manchmal Angst, wir könnten uns entfremden. Selbst Paare, die eine Fernbeziehung führen, führen diese intensiver als wir. Mir geht es so, ich bin verhältnismäßig gesprächig, wenn ich einen regen Kontakt habe, denn dann sind die Leute mit meinen Themen vetraut und ich muss nicht erst groß erklären, warum und wieso, dann kann ich erzählen und man weiss sofort, ja klar, dem ist dies und das vorausgegangen, ist ja logisch, dass sie sich nun so oder so fühlt… manchmal passiert in der Zwischenzeit so viel, dass ich es gar nicht mehr erzähle, weil es mir dann auch schon wieder zu weit weg vorkommt. Verstehst Du, was ich meine? Dabei waren es Dinge, die mich aktuell sogar sehr stark beschäftigt haben und dann sogar zu bedeutungsvoll waren, als dass ich sie in einem kurzen Telefonat mal eben so abhandeln möchte.

Ich gebe ihm den Abstand, weil ich weiss, dass er ihn braucht und meistens bin ich wirklich nicht böse darum. Komischerweise unterstellt er mir eigentlich immer genau dann, wenn es mir nichts ausmacht, dass es anders sei und ihm nun wieder ein schlechtes Gewissen bereiten würde… ich reagiere gelassen, denke mir, gut, besser wir sehen uns ein anders Mal, als dass er mich aus reinem Pflichtgefühl trifft, besser er freut sich dann beim nächsten Mal wirklich auf mich… und er meint, ich sei sauer oder enttäuscht und bin es dann aber in diesen Momenten gar nicht. Dann denke ich mir immer: wenn ich wirklich enttäuscht bin, passt es ihm nicht, bin ich es aber nicht, passt es ihm auch nicht.

So nennt er
das Ding Midlifecrises, und hofft dadurch auch eine Erklärung
für sein Verhalten gegeben zu haben.

Klar, wird es für ihn einfacher, greifbarer und (zumindest in der Illusion) auch kontrollierbarer, wenn er, wie Du schreibst, eine Erklärung für sein Verhalten anbringen kann.

Aber diese Distanz scheint dich ins Schwanken zu bringen.

Richtig.

Und
so bekommt dein Mitleid im wahren Sinn des Wortes einen Namen
und eine größere Dimension:

Ich selbst (36) habe ebenfalls das Gefühl, gerade ziemlich in
der Krise zu stecken, wobei es bei mir auch am PMS liegen
könnte. Bin mir da nicht so sicher, denn bevor wir zusammen
gekommen sind, hatte ich diese Effekte eigentlich nie,
jedenfalls nicht so massiv, dass sie mir aufgefallen wären.

Marla, PMS kennen viele Frauen (und genauso viele Männer). Und
dann hat man Schnupfen, etwas Unrechtes gegessen, eine Nacht
partout nicht schlafen können… Solche Unpässlichkeiten
erledigen sich meist von selbst, und sind nicht oft der Rede
wert. Entschuldigung, wenn ich jetzt gefühlslos wirke, dem
nicht so ist.

Ich verstehe was Du meinst. Würde es sich wirklich darum handeln, wäre es für mich nicht groß ein Thema. Wobei es mir zumindest im entsprechenden Zeitraum immer besonders auffällt und ganz andere gefühlsmäßige Ausmaße annimmt als gewöhnlich.

Tatsache ist, dass es für uns beide derzeit jobmäßig und
entsprechend finanziell alles andere als rosig aussieht, also
auch handfeste Gründe vorhanden sind, den Blick in die Zukunft
zu scheuen.

Es wäre schön für dich, wenn ihr Euch zusammen tun würdet, um
gemeinsam Eure Probleme (Niedergeschlagenheit, Existenzängste)
zu bewältigen, nicht wahr? Das ist die Verbundenheit, die du
suchst?

Richtig.

Ich frage mich, ob es bei ihm wirklich die Midlife Crisis sein
könnte, wie man das positiv beeinflussen kann

Meiner Meinung nach solltest du ihm soviel Raum und Zeit
gewähren, wie er für sich braucht. Doch frage ihn einfach, ob
er mit seiner Krise lieber alleine ist, oder ob du ihm mit
deiner Vitalität (so schätze ich dich ein) und trotz deiner
Problempäckchen eine Hilfe bist. Dass du ihn suchst und
brauchst ist ein anderes Thema.

In den Zeiten, in denen ich mich selbst stark fühle, glaube ich mit allem wunderbar klar zu kommen: meine Probleme, seine Probleme, sein Wunsch, seine Probleme alleine zu bewältigen… alles kein Thema. Wenn es aber bei mir auch mal wieder knüppeldicke kommt und ich mir wünschen würde, dass er mich einfach mal nur in den Arm nimmt, scheint er mir unerreichbar. Ich habe ihn mal gefragt, ob ich in solch einem Moment dann einfach zu ihm kommen könnte, auch ohne dass wir vorab etwas ausgemacht habe. Er meinte, klar könne ich das machen, aber den Eindruck habe ich nicht und so bin ich gestern z.B. dann nicht zu ihm, sondern zu meiner Freundin gefahren.
Er meinte mal zu mir, ich würde bestimmt die Sicherheit vermissen, die ich in meiner vorigen Beziehung ganz selbstverständlich hatte, aber es ist nicht die fehlende Sicherheit, mit der ich Schwierigkeiten habe (eine Garantie gibt es schließlich eh nicht wirklich), es ist die ständige Unsicherheit. Wenn er geht, denke ich öfter: ob ich ihn jemals wiedersehe… Und das macht mich dann schon sehr traurig. Manchmal glaube ich, wäre ich von jetzt auf gleich nicht mehr da, würde sich kaum was für ihn ändern, es wäre ihm egal. Dann wieder denke ich, er muss sogar sehr viel für mich empfinden, sonst hätte er sich neben all seinen Problemen eben nicht auch noch auf mich eingelassen (und sei es eben auch nur in diesem kleinen Maß, wie momentan, nicht zu 100%, wie er selbst sagt, weil er das nicht könne),
sich keiner zusätzlichen Belastungsprobe ausgesetzt…

und wie lange dieser Prozess für gewöhnlich so anhält

solche seelische Verdauungsstörungen können eine lange Zeit
dauern, und manchmal ohne einen Profi nicht behoben werden.

und ob es bei mir wirklich das PMS ist und was dagegen hilft… oder
ob es sich vielleicht doch bei uns beiden um echte Depressionen
handelt.

besser wäre es, wenn jeder für sich herausfinden würde, was
ihn drückt, und sich unabhängig von seinem Partner damit
beschäftigt. Wenn jeder von Euch seine persönliche
Standfestigkeit zurückerlangt hat, verschafft sich eine andere
Basis für eine Partnerschaft, in der Nähe und Distanz viel
leichtgängiger gehandhabt und ertragen wird.

Im grunde hat er, bevor wir zusammen gekommen sind auch gesagt, dass es der falsche Zeitpunkt sei… Sicher kann man sich denken, wir sollten erst mit uns selbst im Reinen sein, bis wir uns vernünftig aufeinander einlassen können, aber die Aussichten dafür, dass sich in absehbarer Zeit etwas an seinen Lebensumständen ändert sind alles andere als gut. Ihm fehlt die Perspektive und damit die Motivation etwas zu ändern. Ich hatte gehofft, ich könne eine Motivation für ihn sein, aber ich glaube, das bin ich nicht wirklich. Wahrscheinlich müsste er Hilfe annehmen, um aus diesem Loch wieder herauszukommen, aber genau dieser gedanke widerstrebt ihm völlig, so nach dem Motto: ich habe mich da selbst reingeritten und wenn ich es nun nicht mal schaffe, da alleine wieder raus zu kommen, andere noch mit hineinziehe, dann ist es um so schlimmer für mich.

Folgendes habe ich vor kurzem gelesen:
Solange wir in der Liebe nach unserer besseren Hälfte suchen,
bleibt die Gefahr bestehen, dass wir uns halbieren. Und wenn
zwei halbe Menschen sich zusammentun, bleibt auch auch die
Liebe eine halbe Sache.

Da steckt sicher ein haufen Wahrheit drin. Auf unsere Situation gemünzt, passt es aber nicht.

Ich fühle mich alleine im Grunde sehr wohl, wenn ich davon absehe wie es jobmäßig und finanziell aussieht, und sehe einen Partner als zusätzliche Bereicherung an.
Als wir uns wiederbegegnet sind war ich finanziell unabhängig, hatte meine Hobbys udn Interessen, meine Freunde… habe mich dann von meinem vorigen Partner getrennt, bin ausgezogen, eigene Wohnung… nun steht mein Job auf der Kippe und die Finanzen sind durch Umzug und Anschaffungen extrem abgesackt, selbst meinem Hobby und anderen Aktivitäten kann ich nun rein finanziell nicht mehr nachgehen. Ich bin nicht mehr ich selbst, bin nicht mehr so, wie ich gerne wäre, aber das hängt nicht direkt mit ihm zusammen. ich definiere mich nicht über ihn, falls Du das meinst und doch fühle ich mich an seiner Seite besser, denn dann habe ich das Gefühl stark zu sein.

Ich habe aber das Gefühl, für ihn keine Bereicherung sondern im Gengenteil, oftmals eine Belastung zu sein und dieser Gedanke ist schon sehr erdrückend.

Übrigens, Andreas hat ein sehr hilfreiches Posting
geschrieben, was etwas mit Selbstfindung zu tun hat. Denke
lieber erst einmal an dich selbst, egal womit sich dein Freund
beschäftigt.

Ja, ich schätze auch, wenn sich meine Situation stabilisiert, ich wieder ich selbst sein kann, dann kann ich auch ihm wieder ganz anders begegnen und ihm damit vielleicht dann doch auch ganz automatisch eine Hilfe sein.

Vielen Dank, Du hast mir wirklich sehr geholfen!!!

Liebe Grüße,
Marla

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Hallo Andreas!

alle Fragen mit Sicherheit beantworten kann dir sicher nur ein
entsprechender Arzt. Also sprich, nur der kann feststellen ob
es bei dir an PMS liegt, oder ob ihr beide eine echte
Depression habt. Die entsprechenden Symptome für alles findest
du mit den richtigen Schlagworten sicher im Netz.
Wenn für euch beide momentan die Zukunft nicht so rosig
aussieht, kann ich gut nachvollziehen, dass ihr
dementsprechend auch nicht so gut drauf seid. Ohne vernünftige
Perspektive und eigene Ziele ist es sicher schwer.

Mein Freund beschreibt die Situation immer mit dem Berg, der inzwischen so hoch ist, dass er den Gipfel nicht sieht, den es zu überwinden gilt. Er hat das Gefühl, ihn nie mehr erreichen zu können, um dahinter endlich mal wieder eine Aussicht auf Besserung zu erfahren.

Da ich mit der Methode des Focusing arbeite, möchte ich dir
auch da ein paar Tipps geben. Sicher gibt es noch unzählige
andere Wege.
…So ich hoffe es klingt nicht zu abgehoben. Es ist im Prozess
ganz einfach zu begleiten, aber total schwer auf zu schreiben.
Wenn du willst kannst du es ja einfach mal probieren.

Das hört sich sehr vielversprechend an.
Heute geht es mir bedeutend besser als gestern und ich fühle mich momentan nicht so, als würde ich oder als würde etwas in mir runtergezogen, ich kann also Deine Methode gerade nicht anwenden. Aber wenn es mir das nächste mal schlecht geht, werde ich es tatsächlich gerne ausprobieren. Danke für den Tipp!

Liebe Grüße,
Marla

Hi Manuela!

Ich habe den Test gemacht und das Ergebnis wundert mich nicht. Mir wird dort eine leichte bis mittelschwere Depression ausgerechnet.
Ich denke bei meinem Freund würde es ehr schlechter aussehen, zumal ich ja einen großen Teil seiner Einstellungen kenne.
Er sprach auch letztens selbst schon davon, dass er das wahrscheinlich behandeln lassen müsse und ich habe ihm zugestimmt. Mehr kann ich wohl leider nicht tun, der nächste Schritt muss von ihm selbst kommen.

Liebe Grüße,
Marla

Hallo Marla,
du könntest mit ihm zusammen zu euren Hausarzt gehen und mit dem über euer Problem reden, der kann euch dann vielleicht sogar ne Überweisung für einen Therapeuten geben, das hört sich schlimmer an als es ist. Aber solche Menschen können eine wirklich weiter helfen. Eine Depression sollte immer behandelt werden, egal wie schlimm.
Liebe grüße Manuela

Hi Manuela!

h habe den Test gemacht und das Ergebnis wundert mich nicht.
Mir wird dort eine leichte bis mittelschwere Depression
ausgerechnet.
Ich denke bei meinem Freund würde es ehr schlechter aussehen,
zumal ich ja einen großen Teil seiner Einstellungen kenne.
Er sprach auch letztens selbst schon davon, dass er das
wahrscheinlich behandeln lassen müsse und ich habe ihm
zugestimmt. Mehr kann ich wohl leider nicht tun, der nächste
Schritt muss von ihm selbst kommen.

Liebe Grüße,
Marla

Hallo Andreas!

alle Fragen mit Sicherheit beantworten kann dir sicher nur ein
entsprechender Arzt. Also sprich, nur der kann feststellen ob
es bei dir an PMS liegt, oder ob ihr beide eine echte
Depression habt. Die entsprechenden Symptome für alles findest
du mit den richtigen Schlagworten sicher im Netz.
Wenn für euch beide momentan die Zukunft nicht so rosig
aussieht, kann ich gut nachvollziehen, dass ihr
dementsprechend auch nicht so gut drauf seid. Ohne vernünftige
Perspektive und eigene Ziele ist es sicher schwer.

Mein Freund beschreibt die Situation immer mit dem Berg, der
inzwischen so hoch ist, dass er den Gipfel nicht sieht, den es
zu überwinden gilt. Er hat das Gefühl, ihn nie mehr erreichen
zu können, um dahinter endlich mal wieder eine Aussicht auf
Besserung zu erfahren.

Das ist ein gutes Bild um damit zu arbeiten. Nur muss darauf geachtet werden, den berg nicht nur als Bild vor sich zu haben, sondern auch körperlich zu spüren. Wenn er zu groß zu sein scheint, dass es einen überwältigt, einfach einen Schritt zurück gehen, damit er einen nicht mehr erdrückt und man in ganz wahrnehmen kann.

Da ich mit der Methode des Focusing arbeite, möchte ich dir
auch da ein paar Tipps geben. Sicher gibt es noch unzählige
andere Wege.
…So ich hoffe es klingt nicht zu abgehoben. Es ist im Prozess
ganz einfach zu begleiten, aber total schwer auf zu schreiben.
Wenn du willst kannst du es ja einfach mal probieren.

Das hört sich sehr vielversprechend an.
Heute geht es mir bedeutend besser als gestern und ich fühle
mich momentan nicht so, als würde ich oder als würde etwas in
mir runtergezogen, ich kann also Deine Methode gerade nicht
anwenden. Aber wenn es mir das nächste mal schlecht geht,
werde ich es tatsächlich gerne ausprobieren. Danke für den
Tipp!

Gut, wenn das mit dem „runter ziehen“ nicht mehr passt ist das okay. Aber es ist ein Irrtum zu glauben, man kann Focusing nur anwenden, wenn es einem schlecht geht. Das ist glaube ich wie mit dem Zahnartzt, zu dem man in der Regel auch nur geht, wenn es weh tut.
Es ist auch spannend auf ein angenehmes körperliches Gefühl, bzw. eine glückliche Situation zu focusieren.

Liebe Grüße Andreas

Die Unabhängigkeits-Fahne
Hallo Manuela!

Ein wichiger Aspekt scheint mir zu sein, dass mein Freund sich generell enorm schwer tut, Hilfe anzunehmen, so natürlich auch nicht die eines Arztes. Er macht sich damit das Leben selbst schwer.
Unabhängigkeit steht für ihn ganz weit oben - kommt mir manchmal so vor, als wäre das die Fahne, die er noch verbissen hochhält und die ihm noch Antrieb gibt, überhaupt etwas zu tun. Die möchte ich ihm nicht aus der Hand reißen. Anfängliche Versuche, ihm z.B. bei der Suche nach einem Job behilflich zu sein, ihm mit Gebrauchsgegenständen auszuhelfen, die ihm fehlen… sind immer dankend abgelehnt worden.

Er betont öfter, dass er gut alleine zurecht käme, niemanden bräuchte. Natürlich ist das nicht so, er ist im Grunde - wie jeder von uns - in so vielen Lebensbereichen dann doch auf die Hilfe und das Wohlwollen anderer Menschen angewiesen, aber er redete sich diesen Umstand gerne schön. In Situationen, in denen ihm bewusst wird, dass er eben doch auf irgendeine Art und Weise von anderen Menschen abhängig ist, macht ihn sehr wütend und trotzig. Aber ich denke mir, Wut und Trotz sind zumindest Reaktionen mit viel Energie. Das ist besser, als wenn er saft- und kraftlos alles über sich ergehen ließe.

Es wäre schön, wenn ich eine Möglichkeit hätte, seine Energie in positive Bahnen umzulenken.
Wenn ich einen guten Rat als solchen anbringe, dann heißt es eigentlich immer: ja Mama, ich weiss, dass es besser ist… oder ich weiss, ich sollte… aber dann passiert nichts weiter. Da ich ihm aber oft mit meinen Äusserungen stark zu denken gebe, würde es vielleicht was bringen, wenn ich Lebensweisheiten nicht wirklich als Ratschlag verpacke.

Als mal die Äußerung kam: „ich bin eben so“ habe ich ihn gefragt, ob er sich denn so wohl fühlen würde, wie er sei oder ob es Dinge gäbe, die ihm an sich selbst nicht gefallen würden. Da gäbe es so viele, dass er den ganzen Abend damit füllen könnte. Ich denke, dort könnte ich vielleicht ganz gut ansetzen.
So wie es derzeit ist, ist er unglücklich. Das hängt in großem Maße auch mit seinen Lebensumständen zusammen, so viel ist klar, aber auch daran lässt sich nur etwas ändern, wenn er die Hoffnung auf Besserung nicht aufgibt, wenn er daran glaubt, noch etwas bewegen zu können, denn ohen diesen Glauben, macht es natürlich keinen Sinn gegen den Berg anzurennen. Ich möchte ihm gerne dabei helfen, diesen Glauben an sich selbst wieder zu erlangen.

Greetings,
Marla

Hallo Andreas!

Das ist ein gutes Bild um damit zu arbeiten. Nur muss darauf
geachtet werden, den berg nicht nur als Bild vor sich zu
haben, sondern auch körperlich zu spüren. Wenn er zu groß zu
sein scheint, dass es einen überwältigt, einfach einen Schritt
zurück gehen, damit er einen nicht mehr erdrückt und man in
ganz wahrnehmen kann.

Auf meinen Freund bezogen, könnte ich ihm vielleicht raten, sich einen Überblick über die Probleme zu verschaffen, indem er sie mal alle im einzelnen für sich auflistet, sie nicht als geballtes Problem an sich ran lässt, sondern realisiert, dass es mehrere kleine Probleme gibt, die sich vielleicht gegenseitig bedingen und fördern, aber eben isoliert betrachtet einen Ansatzpunkt liefern. Und wenn er sich dann eins dieser Probleme vorknöpft, dort wo er am einfachsten einen Erfolg erzielen kann, ist schon mal wieder ein Teilerfolg erzielt, auf den er stolz sein kann und der ihn motiviert, das nächste Teilproblem anzugehen. Und da sich manche Probleme gegenseitig bedingen, nimmt die Bewältigung des einen Problems einem anderen auch automatisch schon wieder einen Teil seines Gewichtes.
Hört sich, jetzt wo ich’s schreibe, so easy an. Für mich zumindest. Die Frage ist, wie ich ihm das nahelegen kann, ohne dass es an ihm abprallt.

Gut, wenn das mit dem „runter ziehen“ nicht mehr passt

die „Gelegenheit“ wird ganz sicher wieder kommen ;o)

ist das
okay. Aber es ist ein Irrtum zu glauben, man kann Focusing nur
anwenden, wenn es einem schlecht geht. Das ist glaube ich wie
mit dem Zahnartzt, zu dem man in der Regel auch nur geht, wenn
es weh tut.
Es ist auch spannend auf ein angenehmes körperliches Gefühl,
bzw. eine glückliche Situation zu focusieren.

Stimmt eigentlich. Warum sich erst dann auf sich selbst besinnen, wenn es einem schlecht geht.

Liebe Grüße,
Marla

Hallo Marla,

ich kann gut verstehn das du dir in dieser Situation ziemlich hilflos vorkommst.
Auch ist eure momentane Lage, wenn ich richtig gelesen habe, (Arbeitslos?) auch nicht gerade zum Freudensprünge machen.
Du könntest auch alleine zu einem Arzt gehen und ihm die Lage deines Freundes erklären, er kann dir dann auch sagen wo du dir helfen lassen kannst, weil du als Angehörige sehr viel Kraft aufbringen mußt.
Wenn du das nicht willst, weil du lieber Anonym bleiben möchtest. könntest du dir auch Hilfe auf dieser Seite holen:

http://portal-intern.seelenpfade.com

Die könntest du auch deinen Freund empfehlen, damit er sieht das es auch noch andere gibt, den es genauso geht.

dort gibt es Betroffene und Angehörige, die dir auch helfen können und sagen was du alles tuen kannst.
Jede Depression ist heilbar! Das darfst du nie vergessen.

Liebe Grüße Manuela

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Hi Marla

Auf meinen Freund bezogen, könnte ich ihm vielleicht raten,
sich einen Überblick über die Probleme zu verschaffen, indem
er sie mal alle im einzelnen für sich auflistet, sie nicht als
geballtes Problem an sich ran lässt, sondern realisiert, dass
es mehrere kleine Probleme gibt, die sich vielleicht
gegenseitig bedingen und fördern, aber eben isoliert
betrachtet einen Ansatzpunkt liefern. Und wenn er sich dann
eins dieser Probleme vorknöpft, dort wo er am einfachsten
einen Erfolg erzielen kann, ist schon mal wieder ein
Teilerfolg erzielt, auf den er stolz sein kann und der ihn
motiviert, das nächste Teilproblem anzugehen. Und da sich
manche Probleme gegenseitig bedingen, nimmt die Bewältigung
des einen Problems einem anderen auch automatisch schon wieder
einen Teil seines Gewichtes.
Hört sich, jetzt wo ich’s schreibe, so easy an. Für mich
zumindest. Die Frage ist, wie ich ihm das nahelegen kann, ohne
dass es an ihm abprallt.

Ja, für Ausenstehende hört sich manches easy an, nur muss jeder seine Schwierigkeiten letztendlich selbst lösen. Und ich bin mir dabei sicher, das jeder, der das möchte, auch einen für sich stimmigen Weg findet. Wenn man dabei so eine Unterstützung bekommt wie du sie scheints lieferst, um so besser :smile:
Liebe Grüße Andreas

Liebe Marla

Er macht sich über Gott und die Welt Gedanken, ist sehr
sensibel…

Sinnfragen etc beschäftigen Menschen zurecht und je sensibler sie sind (was ich grundsätzlich als positiv erachte) desto mehr prägen diese offenen Fragen das Leben, die Gedanken und somit das Sein.

Denke es wäre gut, wenn er oder noch besser Ihr Beide zusammen, Antworten auf diese latenten Fragen sucht und findet, sonst werden diese latenten Fragen zumindest ihn immer wieder und ein Leben lang beschäftigen und vielleicht sogar quälen.
Erwarte, dass er nach der Klärung seine positiven Eigenschaften die Du an ihm liebst, voll entfalten kann.

Antworten auf solche Fragen würdet Ihr zB an einem Alphaliveseminar bekommen. Ist interessant und einen Versuch wert

Gruss
Beat

Hallo Beat!

Sinnfragen etc beschäftigen Menschen zurecht und je sensibler
sie sind (was ich grundsätzlich als positiv erachte) desto
mehr prägen diese offenen Fragen das Leben, die Gedanken und
somit das Sein.

Denke es wäre gut, wenn er oder noch besser Ihr Beide
zusammen, Antworten auf diese latenten Fragen sucht und
findet, sonst werden diese latenten Fragen zumindest ihn immer
wieder und ein Leben lang beschäftigen und vielleicht sogar
quälen.

Erwarte, dass er nach der Klärung seine positiven
Eigenschaften die Du an ihm liebst, voll entfalten kann.

Der Sinn des Lebens… ja, wenn er den für sich gefunden hätte, würde ihm das bestimmt wirklich helfen.

Antworten auf solche Fragen würdet Ihr zB an einem
Alphaliveseminar bekommen. Ist interessant und einen Versuch
wert

Was ist das für ein Seminar? Habe ich noch nie von gehört.

Greetings,
Marla

Liebe Manuela!

ich kann gut verstehn das du dir in dieser Situation ziemlich
hilflos vorkommst.
Auch ist eure momentane Lage, wenn ich richtig gelesen habe,
(Arbeitslos?)

Er war früher selbstständig, bis die Agentur den Bach runter ging, nun ist er verschuldet und findet nicht mal mehr ne Anstellung.
Ich habe noch bis Ende März eine volle Stelle, danach voraussichtl. nur noch eine halbe Stelle.

auch nicht gerade zum Freudensprünge machen.
Du könntest auch alleine zu einem Arzt gehen und ihm die Lage
deines Freundes erklären, er kann dir dann auch sagen wo du
dir helfen lassen kannst, weil du als Angehörige sehr viel
Kraft aufbringen mußt.

Ja, nachdem ich mich nun intensiver mit dem Thema beschäftigt habe, scheinen die meisten seiner Probleme tatsächlich mit der Depression zusammen zu hängen und wenn er selbst diesen Schritt noch nicht schafft… Ja, ich werde es zumindest versuchen.

Wenn du das nicht willst, weil du lieber Anonym bleiben
möchtest. könntest du dir auch Hilfe auf dieser Seite holen:

http://portal-intern.seelenpfade.com

Ich habe inzwischen dort etliches gelesen, dass mir leider sehr vertraut vorkommt. Hätte nicht gedacht, dass es wohl doch so ernst ist.

Die könntest du auch deinen Freund empfehlen, damit er sieht
das es auch noch andere gibt, den es genauso geht.

Mein Freund hat zu Hause keinen Internetanschluss und ich auch nur übers Büro.

dort gibt es Betroffene und Angehörige, die dir auch helfen
können und sagen was du alles tuen kannst.
Jede Depression ist heilbar! Das darfst du nie vergessen.

Ich bin zumindest noch voller Zuversicht, die IHM leider fehlt.
Sofern ich die Gelegenheit habe, werde ich dort auch Kontakt zu Betroffenen und Angehörigen knüpfen. Und wohl wirklich einen Arzt konsultieren.

Greetings,
Marla

Hallo Marla,
ich hoffe ich konnte dir damit ein wenig helfen. Ich selber weiß wie schwer es ist wenn man Depressionen hat. Ich wollte das auch sehr lange nicht wahr haben und hab mir gedacht na ja so schlimm ist es nicht.
Seit dem ich die Hilfe eines Therapeuten angenommen habe, merke ich eigentlich wie viel wertvolle Zeit ich dadurch verloren habe. Ich hatte nicht mal mehr Lust mich mit meinen Freunden zu treffen oder irgenwas aus mir machen.
Was auch sehr hilfreich ist, einfach seine ganzen Gedanken aufschreiben, alles was einen ärgert aber auch die Dinge an den man sich erfreut. Ich wünsche dir und deinem Mann das ihr die Kraft habt das zu überstehn.

Liebe grüße Manuela

kann gut verstehn das du dir in dieser Situation ziemlich

hilflos vorkommst.
Auch ist eure momentane Lage, wenn ich richtig gelesen habe,
(Arbeitslos?)

Er war früher selbstständig, bis die Agentur den Bach runter
ging, nun ist er verschuldet und findet nicht mal mehr ne
Anstellung.
Ich habe noch bis Ende März eine volle Stelle, danach
voraussichtl. nur noch eine halbe Stelle.

auch nicht gerade zum Freudensprünge machen.
Du könntest auch alleine zu einem Arzt gehen und ihm die Lage
deines Freundes erklären, er kann dir dann auch sagen wo du
dir helfen lassen kannst, weil du als Angehörige sehr viel
Kraft aufbringen mußt.

Ja, nachdem ich mich nun intensiver mit dem Thema beschäftigt
habe, scheinen die meisten seiner Probleme tatsächlich mit der
Depression zusammen zu hängen und wenn er selbst diesen
Schritt noch nicht schafft… Ja, ich werde es zumindest
versuchen.

Wenn du das nicht willst, weil du lieber Anonym bleiben
möchtest. könntest du dir auch Hilfe auf dieser Seite holen:

http://portal-intern.seelenpfade.com

Ich habe inzwischen dort etliches gelesen, dass mir leider
sehr vertraut vorkommt. Hätte nicht gedacht, dass es wohl doch
so ernst ist.

Die könntest du auch deinen Freund empfehlen, damit er sieht
das es auch noch andere gibt, den es genauso geht.

Mein Freund hat zu Hause keinen Internetanschluss und ich auch
nur übers Büro.

dort gibt es Betroffene und Angehörige, die dir auch helfen
können und sagen was du alles tuen kannst.
Jede Depression ist heilbar! Das darfst du nie vergessen.

Ich bin zumindest noch voller Zuversicht, die IHM leider
fehlt.
Sofern ich die Gelegenheit habe, werde ich dort auch Kontakt
zu Betroffenen und Angehörigen knüpfen. Und wohl wirklich
einen Arzt konsultieren.

Greetings,
Marla

H::Antworten auf solche Fragen würdet Ihr zB an einem

Alphaliveseminar bekommen. Ist interessant und einen Versuch
wert

Was ist das für ein Seminar? Habe ich noch nie von gehört.

hi marla,
auf englisch heisst das „bibelstunde“.

viel spaß,
f.

Hallo Marla

Es ist ein Seminar welches Lebensfragen aus christlicher Sicht erklärt und erläutert. Es wird meist in kleineren Gruppen durchgeführt, damit man auch Fragen stellen und diskutieren kann. Es wird von Gemeinden der Landeskirchen (katholische weiss ich nicht) und von diieversen christlichen Freikirchen wie zb das christlioche Zentrum angeboten. Teilnahme ist meist kostenlos oder unkostenbeiteiligung und verpflichtungen daraus ergeben sich keine.

Gruss
Beat

PMFJI

http://portal-intern.seelenpfade.com

Die könntest du auch deinen Freund empfehlen, damit er sieht
das es auch noch andere gibt, den es genauso geht.

Bei einem Angst- und Depressionsportal, bei dem auf der Titelseite das Buch „Autogenes Training“ angepriesen wird, würde ich mit äußerster Vorsicht geniessen. Ungefähr mit der gleichen Vorsicht wie meine klugen Ratschläge :wink:

Autogenes Training gilt für Despressive als zumindest riskant, weil Depressionsfördernd. Besser: Progressive Muskelrelaxation nach Jacobsen, der bei uns viel zu wenig Verbreitung findet:

http://www.pi-wien.at/eakcontent/denkwerkstatt/lerne…

Ich habe beides gelernt, und Jacobsen ist richtig gut wenn man sich mental nicht so im Griff hat.

Übrigens habe ich den Test grade auch mal gemacht, habe das gleiche Ergebnis wie Du, Marla. Also ab zum Psychologen. Ich mache seit einem Jahr wöchentliche Sitzungen und habe schon viel, viel Hilfestellung bekommen.

Viel Glück!

Andy