Midterms 2018

Servus,

die Midterms sind schon ein bisschen her, aber ich wollte zumindest noch auf das Ergebnis in Arizona warten :smile:

Also, wie schaut’s aus?

House of Representatives
Hier kam es zu der erwarteten Wende, da die Partei des amtierenden PrĂ€sidenten bei den Midterms traditionell Sitze einbĂŒĂŸt. Der Zuwachs fĂŒr die Dems mit 38 bis 40 Sitzen ist ganz ordentlich, aber bei weitem kein Rekord. Eine blue wave sah ich hier nicht.

Gouverneure
Ein Wahlkampf, der gerne ĂŒbersehen wird, aber gerade fĂŒr die kommenden Wahlen Ă€ußerst wichtig ist (Gerrymandering). Auch hier gewannen die Dems, aber auch hier gab es wenige Überraschungen. Die meisten der acht neuen blauen Gouverneure sind in (hell)blauen Staaten, nur Kansas sticht hier raus. Auf der anderen Seite konnten die Republikaner Ohio halten und werden wohl auch in Florida und Georgia gewinnen. Allerdings sind die AbstĂ€nden bei den letzten beiden Rennen sehr knapp, was eigentlich ein Warnsignal fĂŒr die GOP sein sollte.

Senat
Hier gab es ein paar spannende Rennen wie zB in Florida (wird wohl an GOP gehen) und Texas. Arizona ging wie gesagt an die Dems, die Republikaner konnten aber ihre Mehrheit halten und vermutlich auch ausbauen.

Man kann von Trump halten, was man möchte, aber er animiert die Menschen dazu, sich fĂŒr Politik zu interessieren :smile:
Die Wahlbeteiligung scheint die höchste seit 100 Jahren gewesen zu sein und das ist auf jeden Fall mal etwas Gutes. Weniger gut sind die Aussichten fĂŒr Trump. Mit dem House ĂŒbernehmen die Dems eine Reihe von mĂ€chtigen AusschĂŒssen und können nun dem PrĂ€sidenten ordentlich auf die Finger schauen (genau wie es die GrĂŒndervĂ€ter beabsichtigt hatten). Im Senat hat er etwas mehr Luft, wodurch neue Bestellungen auch in den nĂ€chsten zwei Jahren kein Problem sein sollten. Allerdings wird es ohne die Dems keine Gesetze mehr geben und auch wenn Trump von einem ‚großen Sieg‘ fĂŒr die GOP sprach sehe ich das ganz anders.

Wie beurteilt ihr die Midterms?

Interessant sind ja auch die Rennen, in denen Demokraten sich „trumpish“ geben mussten, um zu gewinnen, oder auch RepublikanerInnen sich zumindest bei „Frauenthemen“ „un-trumpish“.
Ich denke da an Joe Manchin ( https://eu.usatoday.com/story/news/politics/elections/2018/11/07/kavanaugh-effect-midterm-elections/1915457002/ )
oder auch z.T. an Barbara Comstock ( https://www.washingtonpost.com/local/virginia-politics/how-rep-barbara-comstock-lost-her-northern-va-district/2018/11/07/f2c34e4c-e219-11e8-ab2c-b31dcd53ca6b_story.html?noredirect=on&utm_term=.8a469ff7821a )

Ich finde das alles andere als gut, aber das ist nicht das Threadthema.

Da schließe ich mich eigentlich an, finde aber, dass Trump aus seiner Sicht ziemlich gut davon gekommen ist. Einer, der so polarisiert, dem dann bei den Midterms (die traditionell die oppositionelle Partei begĂŒnstigen) aber so vergleichsweise wenig Gegenwind in Gesicht blĂ€st, der kann sich schon ziemlich bestĂ€tigt fĂŒhlen. Ein anti-Trump-Ergebnis, wie erhofft, haben die Midterms jedenfalls nicht einmal annĂ€hernd geliefert.

Die Frage ist, wie Trump mit der verlorenen Mehrheit nun umgeht.
Ob er noch stĂ€rker spaltet, ob er plötzlich als Einiger auftritt oder ob er als der große Deal-Maker ad-hoc-Mehrheiten sucht, indem er versucht, Teile der Demokraten fĂŒr einzelne Vorhaben auf seine Seite zu ziehen. Letzteres wĂ€re eigentlich ziemlich „trumpish“ finde ich, und könnte ihm sogar eine stĂ€rkere Position in der eigenen Partei verschaffen.

Ansonsten: Ich hab den Eindruck, die Midterms haben die demographische Spaltung weiter vertieft hinsichtlich Geschlecht, Alter, Hautfarbe und SES. Das ist fĂŒr die Demokraten keine so gute Aussicht in Bezug auf die kommenden PrĂ€sidentschaftswahlen, finde ich, weil das Trump die ZĂŒgel gut in die Hand gibt, wenn er seinen festen Stamm fest im Sack hat, und gemĂŒtlich je nach Umfragelage dem bunten Haufen (Metropolen, Frauen, Latinos) der Anderen ein paar Köder hinwerfen kann.

Gruß
F.

Die Midterms sind halt doch immer noch Wahlen auf LĂ€nderebene und beim Senat war die Ausgangsposition der GOP einfach viel besser. Wenn man von 33 Sitzen nur 9 verteidigen muss, sind Zugewinne ungleich einfacher. Zumal es bei den letzten Wahlen 2012 ein paar sehr knappe Siege der Dems gab (zB Indiana mit 50,04% oder North Dakota mit 50,2%), die dieses Jahr verloren wurden.
Aber auch fĂŒr die Republikaner wurde es in manchen Staaten ziemlich knapp, von denen das nicht zu erwarten gewesen wĂ€re (zB Texas oder Georgia). Das bedeutet dann, dass sie 2020 wohl auch in tiefroten Staaten Geld fĂŒr Werbung ausgeben mĂŒssen.

Imho ist eher die Frage, wie die Demokraten mit ihrer gewonnen Mehrheit umgehen :stuck_out_tongue:
Sollten sie anfangen, Trump genauer auf die Finger zu schauen und beispielsweise seine SteuererklĂ€rung verlangen. Trump selber versprach in dem Fall ja eine “war-like posture” und diese Möglichkeit fĂ€nde ich wiederum sehr „trumpish“.

Ich bin da auch etwas zwiegespalten. Im Grunde geht’s beim US Wahlkampf um ein Dutzend Bundesstaaten und da kann viel passieren. Es hĂ€ngt aber auch viel vom Gegenkandidaten ab. Beto O’Rourke wĂŒrde ich beispielsweise sehr gute Chancen einrĂ€umen. Jemand, der in Texas so gute Werte abliefert, könnte auch landesweit konservative Stimmen bekommen.
Entscheidend wird das nÀchste Jahr. Mal sehen ob Pelosi sich durchsetzt und dann hoffentlich keinen Gingrich baut :wink:

Business as usual.

Obama musste 2010 auch zusehen, wie ein grosser Teil der Felle davonschwamm.

Nicht unĂ€hnlich lief es frĂŒher in D, wenn die Parteien der Bundesregierung bei nachfolgenden Landtagswahlen einen gewissen Oppositionseffekt verschmerzen mussten. Wobei ich explizit die Zeit ab 2015 wg. bedeutend heftiger Effekte ausklammere.

Nur kurz was zur Demographie:

:wink:

1 Like

Mir gings zwar um die WÀhler, nicht um die GewÀhlten, aber prÀgnanter kann man das auf einen Blick kaum veranschaulichen :wink:

Gruß
F.

Eh schon wissen :stuck_out_tongue:

Also hier kommen die WĂ€hler:

Und ehrlich gesagt schaut es da ganz dĂŒster bei der GOP aus. Die fĂŒhrt nĂ€mlich nur bei Weißen, Alten und wenig Gebildeten.
Die Alten haben die Angewohnheit zu sterben und der Anteil der weißen Bevölkerung nimmt immer weiter ab. 1990 waren noch ca. 75,6% der US Bevölkerung 'non-hispanic whites’. 2000 waren es noch 69,1% und 2012 62,8%.
Ungebildete wird es immer geben, da mĂŒssen sie sich also keine Sorgen machen :smile:

Dass die GOP ĂŒberhaupt noch was zu sagen hat, liegt einerseits an dem Wahlsystem (Stichwort WahlmĂ€nner). Andererseits versuchen die Republikaner auf LĂ€nderebene seit Jahren alles, um die eigenen Stimmen aufzuwerten (Gerrymandering) und gleichzeitig die Stimmabgabe fĂŒr Nichtweiße durch immer neue Gesetze möglichst schwierig zu gestalten. Hillary bekam fast 3 Millionen Stimmen mehr als Trump und jetzt bei den Midterms liegen die Dems sogar 12 Millionen Stimmen vorne.

Ich sehe bei der Demographie ganz klare Vorteile bei den Dems. Jedenfalls so lange, wie die GOP nicht in der Lage oder Willens ist, sich mal zur Mitte hin zu bewegen.

Wenn man nur die OberflĂ€che betrachtet, stimmt das natĂŒrlich. Wenn man genauer hinschaut, findet man schon ein paar interessante Dinge:

  • Aktuell haben die Dems ein Plus von 38 Sitzen. Das ist der beste Wert seit 1974 (Nixon) und von den 5 offenen Rennen werden die Dems vermutlich 2 gewinnen.
  • Bei den gewonnen Sitzen waren ein paar große Überraschungen dabei wie zB South Carolina 1. Den Staat gewann Trump damals mit 14% Vorsprung und die Kandidatin dort wurde von ihm persönlich ausgewĂ€hlt und massiv unterstĂŒtzt. Der Sitz ging mit 1,4% Vorsprung an die Dems.
  • Bei der popular vote sind die Dems um ca. 12 Millionen Stimmen vorne. Das mag jetzt und 2020 wenig nĂŒtzen, ist aber ein klares Signal.
  • In Arizona gibt es den ersten demokratischen Senator seit 24 Jahren
  • in Texas holten die Dems mit 48% das beste Ergebnis seit 1934

Das ist nur ein Teil der Erkenntnisse aus der Wahl und Trump hat allen Grund nervös zu sein.

Der Unterschied ist, dass die USA 2010 noch massiv unter der Wirtschaftskrise litten und das Jobwachstum gerade erst einsetzte. Außerdem wurde mit dem Affordable Care Act eine massive und umstrittene Reform umgesetzt.
Außerdem sahen die Vorzeichen ganz anders aus. Von den 37 SenatsplĂ€tzen hielten die Dems 19 und die GOP 18. Dieses Jahr mussten die GOP von 33 Sitzen gerade mal 9 verteidigen. Auch hier lohnt sich also ein genauerer Blick, wenn man das Ergebnis verstehen möchte.

Auf beides wĂŒrde ich nicht zu sehr setzen.
Alte sterben weg - und Junge werden Àlter.
Diese ParteiprÀferenzen haben ja weniger fix mit den Alterskohorten zu tun, sondern mit dem aktuellen Lebensalter, speziell der sich verÀndernden Stellung im ganzen Getriebe. Als Unistudent Ende 20 siehst du die politische Welt halt anders denn als Junior Executive Anfang 40 usw.

Auf „race“ gehe ich nicht ein, weil mir das zu komplex erscheint. Klar ist nur, dass die Republikaner auch langfristig keinen Fuß in die Gruppe der Schwarzen reinbringen werden. Sonst sehe ich da keine langfristigen Gegebenheiten.

Wenn man die Demographie und nicht die politische Programmatik betrachtet, dann gehts ja nicht um die Bewegung hin zur politischen Mitte, sondern schlicht darum, dass die Republikaner nach Trump eine stĂ€rkere AnnĂ€herung an die Hispanics (eh nicht wirklich eine annĂ€hernd heterogene Gruppe, sondern mehr statistisches Artefakt) suchen werden mĂŒssen. Das werden sie und da sehe ich auch kein nennenswertes Hindernis. Da gibts dann halt, sehr lapidar gesagt, ein paar spanische Wahlkampfreden mehr, was aber durch die allgemeine Hispanisierung der USA eh erforderlich werden wird.

Gruß
F.

Ich stimme dir teilweise zu, aber ich denke, das PhĂ€nomen geht tiefer als nur bis zum Geldbeutel. Die GOP hat große Probleme damit, neue gesellschaftliche Strömungen aufzunehmen. Themen wie Abtreibungen, Rassismus oder LGBT sind imho eine fixe Konstante und hier Ă€nderst du deine Meinung eher seltener, wenn du Ă€lter wirst. Zudem macht die GOP imho keine Politik fĂŒr die obere Mittelschicht (falls du das mit ’ Junior Executive’ meintest). Trumps KernwĂ€hler sind (ĂŒberspitzt formuliert) einerseits die weiße Unterschicht und andererseits die weiße Elite. Klar darf man den Bildungsgrad alleine nicht als Indikator hernehmen, aber die Zahlen hier sprechen BĂ€nde. Auch darf man nicht vergessen, dass die Bevölkerung in den USA anders aufgebaut ist, als etwa bei uns:

Wer junge WĂ€hler mobilisieren kann, hat hier einen großen Vorteil.

Da wird es aber nicht genĂŒgen, dass Trump weg ist, sondern da mĂŒsste ein großer Teil der jetzigen FĂŒhrungsriege abtreten. Nur darf es dann eben nicht bei Lippenbekenntnissen bleiben. Wenn ich mir als non-white die GOP Kandidaten anschauen muss ich mich (jetzt) schon fragen, ob ich von dieser Partei tatsĂ€chlich reprĂ€sentiert werde. Aber gut, das sollte eigentlich jetzt schon bei den Frauen auch zutreffen :smile:

Auf jeden Fall (wobei damit ja auch nicht nur der Geldbeutel gemeint ist; z.B. Elternschaft verÀndert den politischen Blick sehr; auch andere Faktoren des Alterns).

Da bin ich nicht so sicher, dass die sooo fix sind, aber a) zweifellos gibts kohortentypischen politische Haltungen, und b) zweifellos tun sich die Republikaner bei solchen Themen schwerer bzw. nehmen sie, wenn ĂŒberhaupt, spĂ€ter und halbherziger auf.
Da gebe ich dir absolut recht.

Sicher richtig.
Ich wollte sagen, dass Trump, so sehr er bereits ein Symptom der Krise der Republikaner ist, diese Neuausrichtung verhindert und die Krise noch weiter verschÀrft. Darum wird vor dem Ende Trumps keine Neuausrichtung möglich sein, danach aber unabdingbar.

Ich halte den Begriff non-white hier fĂŒr problematisch. Wenn damit Black gemeint ist, dann ist die Frage eh lĂ€ngst und ganz klar mit Nein beantwortet, und fĂŒr die Hispanics stellt sich diese Frage m.E. so nicht. Dass die Hispanics derzeit deutlich demokratischer wĂ€hlen, hĂ€ngt fĂŒr mich ganz klar nicht so sehr mit ihrem „non-white-Sein“ zusammen, sondern mit Drittvariablen: deutlich jĂŒngeres Duchrschnittsalter, wohnen eher in den Ballungsgebieten.

Gruß
F.

Da habe ich mich unsauber ausgedrĂŒckt. Ich meinte damit auch Latinos, obwohl die natĂŒrlich bei den whites (nach US MaßstĂ€ben) dazugerechnet werden.

Da muss man aber etwas differenzieren und sich die Kubaner getrennt anschauen. Clinton holte sich 2016 79% der Latinostimmen, wĂ€hrend es bei den Kubaner nur 50% waren. Bei Mexikaner, Mittel- und SĂŒdamerikanern war sie ganz weit vorne und wenn du mich fragst, ist das mit ein Grund dafĂŒr, wieso die GOP so auf diese dĂ€mliche Mauer fixiert ist :stuck_out_tongue_winking_eye:

Schaut man sich die Entwicklung der letzten jahre an, dann merkt man aber schnell, dass die GOP auch hier an Boden verliert:

Imho bestÀtigt das auch eher meine EinschÀtzung, dass die Jungen eine deutlich liberalere Einstellung haben und diese auch (zumindest teilweise) beibehalten. Noch ist die GOP hier relativ stark und es ist kein Zufall, dass die beiden höchsten republikanischen Latinos (Rubio und Cruz) kubanische Wurzeln haben. Aber sollte sich hier nicht massiv etwas Àndern, werden sie Florida in absehbarer Zeit verlieren.

So hatte ich es schon verstanden.
Mir gings nicht um die Sauberkeit des Ausdrucks, sondern darum, dass es in diesem Kontext keinen Sinn macht, Hispanics und Schwarze unter „non-whites“ zu subsummieren.
Die Hispanics sind ZĂŒnglein an der Waage und die Schwarzen sind paradoxerweise ausgerechnet durch ihre starke Anbindung an die Demokraten ziemlich macht- und bedeutungslos.

Absolut.
Nicht nur die Kubaner ĂŒbrigens, auch die Puerto Ricaner sind von den Mexikaner deutlich getrennt zu betrachten, v.a. weil die von Immigrations-Themen nicht so stark berĂŒhrt werden.

Ist richtig, und m.E. zum Teil so ein Kohorten-Effekt, den wir ein paar Ebenen weiter oben diskutiert haben. Die Kubaner, die die Republikaner wegen ihrer harten Haltung im Kalten Krieg gewÀhlt haben, sterben weg.

Da, mit der Parenthese, stimme ich voll zu.
Aber auch Partei-Programmatiken Ă€ndern sich und können mit den WĂ€hlern „alt werden“.

Nein, das ist kein Zufall.
(Wie wichtig die Latino-Karte ist, zeigt ĂŒbrigens auch der Wahlkampf von Beto O’Rourke in Texas)
Das Problem der Republikaner ist aber, dass sie insgesamt und auf unteren Ebene zu wenige Hispanics in ihren Reihen haben. Das wird sich deutlich Ă€ndern mĂŒssen, weil die Hispanics-Gruppen logischerweise dazu tendieren, Kandidaten „ihrer Gruppe“ zu bevorzugen.
Ich denke aber, dass sich die allgemeine „Hispanisierung“ der USA ganz naturwĂŒchsig auch in der republikanischen Partei niederschlagen wird.

Gruß
F.

Ich habe mich hier an die Umfragen zur Wahl von 2016 (House of Representatives Vote) orientiert:
Mexican: 86%
Puerto Rican: 84%
Cuban: 53%
Dominican: 91%
Central American: 85%
South American: 83%

Angesichts dieser Zahlen halte ich es schon fĂŒr zulĂ€ssig, die Latinos exklusive Kubaner als ziemlich homogenen WĂ€hlerblock zu sehen.

Ich sehe ĂŒbrigens gerade, dass es auch schon fĂŒr 2018 Zahlen gibt:
2018 American Election Eve Poll

In the election for U.S. House of Representatives, (did/will) you vote for the
?
Democratic candidate: 74%
Republican candidate: 24%
Someone else: 2%

In Florida alleine waren es 59%/37%/3%

Spannend finde ich folgende Punkte:

Congress should enact stricter gun laws.
TOTAL AGREE 75%
TOTAL DISAGREE 14%

Congress should pass the DREAM Act, to allow young undocumented immigrants who came to this country as children the chance to live and work legally in the United States and eventually earn a path to citizenship.
TOTAL AGREE 84%
TOTAL DISAGREE 8%

During the 2018 election candidates said many different things about immigration. Which statement on immigration do you agree with more?

America has too many illegal immigrants, they hurt the economy, bring crime and gang violence to our cities. We have to crack down on illegal immigration. 18%

Immigrants just want to provide a better life for their families, just like you and me. I support legislation to make America more welcoming to immigrants. 77%

Hier geht es also zum Teil um Kernelemente der republikanischen Parteilinie und ich sehe da keine große Schnittmenge.

Seit Jahrzehnten ist es im Mittel normal, dass die Partei des amtierenden PrÀsidenten bei den Midterms Verluste einfÀhrt. https://www.stern.de/politik/ausland/midterms--wie-die-parteien-der-us-praesidenten-bislang-abgeschnitten-haben--8434956.html

Trump kann, berĂŒcksichtigt man die verkrustete Ausgangssituation der fast schon grotesken LagerverhĂ€rtung, mit dem Ergebnis sehr zufrieden sein.

Dies unter Anwendung normaler MaßstĂ€be. Es mag sein, dass er in Wahrheit gekrĂ€nkt ist, weil „er“ nicht haushoch hinzugewann.

Die Ausgangslage fĂŒr den nun langsam beginnenden PrĂ€sidentschaftswahlkampf ist fĂŒr DT sicher deutlich besser, als man sich das (hier in D bei den Empörten) nach den ersten Monaten im Amt ertrĂ€umte/ersehnte.

Und wenn die DEMs entweder auf einen Linksaußen oder auf eine mehrfach Gescheiterte setzen, dann hat er tatsĂ€chlich gar nicht so schlechte Karten. Evtl. findet sich aber auch im Interesse der DEMs noch brauchbareres Personal.

Einerseits schon, aber wenn man nur mal die beiden grĂ¶ĂŸten Gruppen, die Mexikaner und die Puerto Ricaner vergleicht, wird man sehen:

  • durchschnittlich nicht nur auf andere Staaten verteilt, sondern sogar auf ganz andere Großregionen
  • die Mexikaner sind stark, die Puerto Ricaner so gut wie gar nicht vom wichtigen Thema Immigration betroffen
  • ein Teil der Puerto Ricaner sind Black Hispanics, die als solche auch Anschluss an die Black Community haben

Demographisch sind das schon wichtige Unterschiede, die sich natĂŒrlich in Wahlergebnissen (auch) deshalb nicht niederschlagen, weil bei den Puerto Ricanern (jung, OstkĂŒste, z.T. schwarz) natĂŒrlich ohnehin die wichtigsten Faktoren fĂŒr WĂ€hler der Demokraten gegeben sind.

Gruß
F.