Miene Tochter leidet unter der Trennung von Vater

Mein noch Ehemann ist drogenabhängig.
Ich dachte er wäre clean, habe den Kontackt zum Kind vor 2 1/2 Jahren wieder aufgebaut. Vor 6 Wochen musste ich dies sehr bereuhen.
Er hatte unsere Tochter (4) zum ersten mal für ein ganzes Wochenende. Ich kam etwas früher als geplant zurück, & musste feststellen, dass er die Kleine vor dem Fernseher geparkt hatte & am helligten Tag im Bad einen Joind rauchte.
Er darf das Kind jetzt erst mal nicht mehr sehen. es gibt einen Sorgerechtsstreit & er droht mir immer wieder.
Katharina, so heist meine Tochter vermisst ihren Vater sehr. Immer wenn
sie nach ihm fragt sage ich ihr dein Papa ist sehr krank & wenn er wieder gesund ist darfst du ihn besuchen.
Aber ich habe jedliche Hoffnung verlohren, dass er eine Terpie machen wird.
Letzte Woche sagte sie der Papa sei doff.
Was soll ich tun.

Hi Daemon!

Zunächst möchte ich sagen, daß ich keine Expertin bin und deshalb nur eine Mutter-zu-Mutter Meinung geben möchte.

Ich finde eure Situation sehr schwierig.

Meine Meinung nach, darfst du dem Kind niemals schlecht über seinen Vater reden. Da die Aussage „Vater ist krank“ stimmt (er ist ja süchtig) würde ich sie weiter verwenden. Erst in ein paar Jahren, wenn das Kind in der Lage ist, dies zu verstehen, würde ich es genauer erklären was die Erkrankung ist. Jetzt wäre es m.M.n. schlichtweg überfördert, würde es jetzt nicht verstehen und evtl wurde es verhindern, daß später richtig nachvollzieht weshalb und warum alles so ist/war, wie es jetzt ist.

Ansonsten im Bezug auf die Besuchsregelungen Vater-Tochter, wurde ich in erster Linie mit dem Jugendamt sprechen und meine Ängste schildern. Da Du ja allein erziehend bist, warst Du bestimmt schon mal im JA und hast deshalb schon einen zuständigen Beamter und eine Akte. Bei solchen Behörden lege ich persönlich viel Wert auf Ehrlichkeit, denn idR, dadurch daß sie auch Menschen sind, könenn evtl die Ängste der verzweifelten Eltern auch nachvollziehen (zumindest im Idealfall…).

Auf alle Fälle finde ich richtig, daß dem Kind der alleinigen Zugang zum Vater gesperrt wird. Ein anderes Thema wäre, wenn jemand aus dem JA oder du selber dabei seid, bei diesen Besuche.

Das war aber nur eine gutgemeinte Meinung von mir! Ich hoffe ich habe Dir damit ein bißchen weiter geholfen!

Schöne Grüße und Kopf hoch wünscht Dir
Helena

Hi Daemon,

Er darf das Kind jetzt erst mal nicht mehr sehen. …
Katharina, so heist meine Tochter vermisst ihren Vater sehr.

Letzte Woche sagte sie der Papa sei doff.

und Katharina ist auch doof (wird sie denken), denn was sonst sollte ein Kind von einem doofen Vater sein als auch doof? Du betrafst also eure Tochter gleich mit, und fügst ihr großen Schaden für die Zukunft zu.

Sicher, die Situation ist nicht einfach. Und ich würde mein Kind auch nicht mit so einem Elternteil alleine lassen. Ich würde an deiner Stelle beim Jugendamt um „betreuten Umgang“ bitten. Möglichst aber nicht mit dir als Betreuungs-Person, denn dann kann Katharinas Vater kaum er selbst sein.

Dass du Katharina sagst, ihr Vater sei krank, ist aber schonmal sehr gut. Denn schlecht über ihn reden, würde ihr noch mehr Schaden zufügen, und den wird man vermutlich erst in oder gar nach ihrer Pupertät bemerken, wenn nicht sogar noch später.

Ich bin selbst betroffen, sowohl dass ich als Kind von meinem Vater getrennt wurde als auch dass ich selbst getrennt lebender Vater bin. Aus diesen Perspektiven beurteile ich die Situation als. Wobei weder mein Vater noch diue Mutter unserer Tochter oder ich drogenabhängig sind, oder ähnliche Süchte haben.

Alles Gute wünscht
Michael

Mein noch Ehemann ist drogenabhängig.

musste

feststellen, dass er die Kleine vor dem Fernseher geparkt
hatte & am helligten Tag im Bad einen Joind rauchte.
Er darf das Kind jetzt erst mal nicht mehr sehen. :Was soll ich tun.

Ich habe in einem Fernsehbericht gesehen, dass es die Möglichkeit gibt im Fall der Gefährdung des Kindswohls den Vater in Räumen des Jugendamts zu treffen, quasi unter Aufsicht. So bleibt der Kontakt bis zur hoffentlich erfolgreichen Therapie wenigstens notdürftig erhalten. Wenn dein Ex ein liebevoller Vater ist, lass den Kontakt nicht ganz abreißen. Ich kenne einen Fall, wo ein Vater ein „Quartalssäufer“ ist und dennoch dem Sohn ein guter Vater ist. Der Junge lebt bei der Mutter, so dass er in die Exzesse nicht involviert ist und den Vater die meiste Zeit positiv erlebt.

Gruß
Lexi

Danke für eure Hilfe, Rat & Verständnis!
Ihr glaubt nicht wie sehr mir das hilft.

Danke daemon

Zwei Möglichkeiten

Hallo
Also die Frage ist erstmal wieviel und welche Drogen er nimmt und ob das unbedingt der Grund dafür ist ,dass er nicht klarkommt.Eventuell kommt er auch nicht klar im Leben ,wenn er keine nimmt.

Keine Frage ,offensichtlich sorgt er nicht gut genug für das Kind.

Dazu hab ich verschiedene Ideen. Die erste wurde hier schon erwähnt ,er trifft seine Tochter in Anwesenheit einer dritten Person. Dass das jemand vom Jugendamt sein soll ,finde ich nicht so gut ,das stört die private Athmosphäre des Treffens. Es wird nur künstlich sein . Besser finden würde ich ,wenn es bei einer eurer Omas oder einer vertrauenswürdigen Freundin (die sollte loyal sein und euch beide mögen) stattfinden kann.
Zweite Idee:lass ihn mit der Kleinen alleine ,aber nur paar Stunden. Das schafft er sicher .Offensichtlich ist er mit einem ganzen Wochenende überfordert.Dafür kann er sie vielleicht öfter treffen ,dann bitte ihn aber ,dir zu sagen ,was er geplant hat. Das stellt sicher ,dass er sich auch vorher Gedanken macht ,was er machen kann mit der Kleinen (Zoo,spazieren gehen und Kino oder Spielplatz oder so).
Die Zweite Möglichkeit würde ich schon besser finden ,weil die Situation einfach entspannter ist für alle.

Warscheinlich musst du keine grosse Angst haben ,dass irgendwas mit seiner Tochter passiert.
Sicher ist er auch darauf bedacht ,das gut zu machen .

Gruss
Kosmokatze

Warscheinlich musst du keine grosse Angst haben ,dass

irgendwas mit seiner Tochter passiert.

Woher nimmst Du diese Sicherheit? Ich hätte keine ruhige Minute, wenn ich so ein kleines Kind bei jemandem lassen müßte, der Drogen nimmt.

Sicher ist er auch darauf bedacht ,das gut zu machen .

Ja sicher…und wenn es schief geht zählte wenigstens der gute Wille???

Drogen verändern das Bewußtsein, da ist der gute Wille leider kein Kriterium mehr.

Gruß Maid

Gut hingucken

Warscheinlich musst du keine grosse Angst haben ,dass

irgendwas mit seiner Tochter passiert.

Woher nimmst Du diese Sicherheit? Ich hätte keine ruhige
Minute, wenn ich so ein kleines Kind bei jemandem lassen
müßte, der Drogen nimmt.

naja man kann Drogen nehmen schon unterscheiden. Sie hat das Kind ja auch mit ihm so bekommen . Nicht jeder der mal kifft ist ein schlechter Vater .

Sicher ist er auch darauf bedacht ,das gut zu machen .

Ja sicher…und wenn es schief geht zählte wenigstens der gute
Wille???

Das traue ich ihr schon zu ,zu unterscheiden.

Drogen verändern das Bewußtsein, da ist der gute Wille leider
kein Kriterium mehr.

…verschiebt aber nicht alles. Locker bleiben,auch Drogenabhängige sind Menschen und zwar Besondere.Man kann ihnen schon was zutrauen. Gut hingucken.

Grundsätzlich noch mal eins.
Menschen die Drogenprobleme haben sind zwar „strange“ für normale Menschen ,haben aber immer noch Impulse ,und die sind zwischenmenschlich oft akzeptabel. Man muss nicht gleich ,weil jemand abhängig ist denken ,alles ist auf dem Nullpunkt.
Ich kenne genug Heroinabhängige, die wenig anderes im Sinn haben ,als ihre Kinder gut zu versorgen.Und das machen sie dann gut,wirklich.

Gruss
Kosmokatze

1 „Gefällt mir“

Hallo Daemon,
ohne Dir zu nahe treten zu wollen (ich kenne Deine Situation natürlich nicht genug!), hast Du Dein Kind noch nie „vor dem Fernseher geparkt“, als Du etwas im Haushalt zu erledigen hattest oder im Internet gesurft hast und hast Du noch nie Alkohol konsumiert und zwar VOR den Augen Deines Kindes? Zur Erinnerung: Alkohol ist auch eine Droge…
Wie ist denn Dein Mann sonst zu seiner Tochter? Liebt er sie, ist sie ihm wichtig? Gib der Familie eine Chance - in Deutschland trennen sich meiner Meinung nach zu viele Ehepartner zu schnell - und die Kinder sind die Leidtragenden.
Gruss,
PECOS

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

leicht offtopic
Hallo Pecos,

und hast Du noch nie
Alkohol konsumiert und zwar VOR den Augen Deines Kindes? Zur
Erinnerung: Alkohol ist auch eine Droge…

würde hier aber einen Unterschied darin sehen, ob man nun vor den Augen eines Kindes
a) ein Bier/ ein Glas Wein trinkt und hinterher noch „normal“ ist
oder
b) sich betrinkt und dann das Kind einen mit einem Rausch erlebt.

Grüße,
Nina

…verschiebt aber nicht alles. Locker bleiben,auch
Drogenabhängige sind Menschen und zwar Besondere.Man kann
ihnen schon was zutrauen. Gut hingucken.

ICh habe gefragt woher Du die sicherheit nimmst, daß es im geschilderten Fall so harmlos ist. Ich glaube nicht, daß eine Mutter, die sich KEINE Sorgen macht und die den Drogenkonsum des Kindsvaters für normal hält hier einen entsprechenden Hilferuf startet.

Grundsätzlich noch mal eins.
Menschen die Drogenprobleme haben sind zwar „strange“ für
normale Menschen ,haben aber immer noch Impulse ,und die sind
zwischenmenschlich oft akzeptabel.

Es geht um ein Kleinkind…wenn der Vater sich nicht mal das eine WE zusammenreißen kann, dann wäre mir Wurst welche Impulse da bestehen.

Man muss nicht gleich ,weil

jemand abhängig ist denken ,alles ist auf dem Nullpunkt.
Ich kenne genug Heroinabhängige, die wenig anderes im Sinn
haben ,als ihre Kinder gut zu versorgen.Und das machen sie
dann gut,wirklich.

Na supi…fragt auch einer danach, wie es Kinder verändern kann, mit solchen Eltern BELASTET zu sein???

Sorry, ich habe nur Verständnis, wenn jemand seine Probleme aktiv angeht. Kinder haben ein Recht auf eine weitesgehend unbelastete Kindheit. In diesem Fall muß sicher abgewägt werden,aber nicht abgewiegelt!

Die Variante mit Treffen unter Aufsicht finde ich dabei die angemessenste.

Gruß Maid :smile:

Gut hingucken

ICh habe gefragt woher Du die sicherheit nimmst, daß es im
geschilderten Fall so harmlos ist. Ich glaube nicht, daß eine
Mutter, die sich KEINE Sorgen macht und die den Drogenkonsum
des Kindsvaters für normal hält hier einen entsprechenden
Hilferuf startet.

Ja sich Sorgen machen ist schon gut ,keine Frage ,aber ich denke ,es ist schon gut ,jemandem ,der sich zu grosse Sorgen macht auch mal zu vermitteln ,dass es auch noch andere Lösungen als die gern gewählten rigorosen gibt. Meistens läuft es darauf hinaus ,dass das Kind den Vater nur noch unter Stress oder garnicht mehr sehen kann. Meine Absicht ist ,der Fragenden Anstösse zu geben ,dass es auch die Möglichkeit gibt ,die Treffen weiterhin gut zu gestalten ,aber unter Bedingungen ,die seinen Möglichkeiten entsprechen.

Es geht um ein Kleinkind…wenn der Vater sich nicht mal das
eine WE zusammenreißen kann, dann wäre mir Wurst welche
Impulse da bestehen.

Naja.Auch ein Kleinkind braucht seinen Vater und eine "ist mir Wurst "- Haltung läuft sicher auf eine erhebliche Störung der Beziehung hinaus.Das will sicher keiner ,denn man will ja auch ,dass das Kind eine möglichst unbelastete Beziehung zu beiden Eltern haben kann. Ich sehe schon die Einschränkungen ,die mit dem Verhalten des Vaters einhergehen ,aber deswegen auch meine o. g. Vorschläge.

Na supi…fragt auch einer danach, wie es Kinder verändern
kann, mit solchen Eltern BELASTET zu sein???

Gut ,diese Entscheidung hat die Mutter getroffen ,mit einem Mann ein Kind zu haben ,der ein Suchtverhalten hat. Das bekommt man nicht von heut auf morgen.Diese Belastung hat das Kind schon länger ,es geht hier darum ,was Gutes aus der schwierigen Situation zu machen . Das macht man sicher nicht mit Panikgedanken.
Kinder von Drogis haben es eh schwerer ,aber ich denke,mit ein wenig Weitblick kann man mehr Gutes draus machen als mit rigorosen Aktionen. Zudem muss man berücksichtigen ,dass Menschen ,die mit Drogen oder Drogenabhängigen zu tun haben ,sowieso unkonventioneller leben ,also konventionelle Lösungen nicht unbedingt immer greifen und ratsam sind .

Sorry, ich habe nur Verständnis, wenn jemand seine Probleme
aktiv angeht. Kinder haben ein Recht auf eine weitesgehend
unbelastete Kindheit. In diesem Fall muß sicher abgewägt
werden,aber nicht abgewiegelt!

Ich wiegele nicht ab ,aber ich urteile auch nicht hart und unerbittlich ,sondern suche nach Möglichkeiten ,die welche sind ,besonders welche zum Wohle des Kindes.Ich spreche aus Erfahrungen ,die ich seit Jahren mache im Umgang mit Drogenabhängigen, deren Kindern und Jugendämtern.

Die Variante mit Treffen unter Aufsicht finde ich dabei die
angemessenste.

Ich auch ,aber zu den von mir genannten Bedingungen.

Und nochmal. Ich möchte echt klarmachen ,dass Menschen ,die ein Drogenproblem haben ,nicht fern von allen Werten sind .Nur sie schaffen es oft nicht ,sich über grössere Zeiträume clean zu halten . Darum halte ich es für gut ,den Zeitraum klein zu halten ,aber enicht komplett zu beschränken oder zu überwachen.Die Erfahrung hat gezeigt ,dass das funktionieren kann.

Gruss

Kosmokatze