Hallo,
Ein Modellenthusiast kauft sich für wenig Geld eine kleine gebrauchte Modell Dampflok von M, bei der das Getriebe und ein Lager verschlissen sind.
Der Lok Besitzer findet im Internet einen Reparaturservice für Modelleisenbahnen verschiedener Hersteller. Er ruft den Service an und beschreibt dem Mitarbeiter vom Reparaturservice das Problem. Der Mitarbeiter behauptet, das Modell zu kennen. Er versichert dem Lok Besitzer, dass verschlissene Teile nachbestellt werden können oder ggf. angefertigt werden können. Der Mitarbeiter teilt dem Lok Besitzer mit, dass er kontaktiert wird, sobald die Lok untersucht wurde, um dem Besitzer telefonisch einen Kostenvoranschlag zu machen.
Der Lok Besitzer schickt dem Reparaturservice seine Dampflok mit einer Fehlerbeschreibung, der Bitte den Fehler zu beheben und seinen Kontaktdaten.
Weil der Lok Besitzer nach Tagen nichts vom Reparaturservice hört, hakt er telefonisch nach, ob seine Dampflok gut angekommen ist und ob schon Ergebnisse vorliegen.
Schließlich teilt der Mitarbeiter der Reparaturservices dem Besitzer mit, dass ein Getriebelager kaputt ist, aber die Zahnräder wären in Ordnung. Die Reparatur würde 45 Minuten dauern und kann in einem Monat angegangen werden. Der Mitarbeiter schlägt einen Preis von 36€ vor und der Besitzer willigt ein.
Nachdem der Besitzer nach einem Monat nachhakt, bekommt er nach zwei Wochen die Kontodaten genannt. Nachdem er das Geld für Reparatur und Versand überwiesen hat. Bekommt er seine Lok zugeschickt.
Die Lok fährt nicht einmal eine Stunde. Der Fehler ist wieder da. Der Lok Besitzer untersucht seine Lok und stellt fest:
-Die Räder sind nicht im richtigen Winkel aufgesteckt.
-Fast alle Schrauben sind nur lose hinein gedreht worden.
-Am Motorlagerschild fehlt eine Schraube.
-Eine Kupplung ist an der Befestigung leicht verbogen.
-Das verschlissene Lager wurde so erneuert, dass der Abstand zweier Zahnräder zu groß ist. Die Zahnräder haken und greifen nicht richtig.
Der Lok Besitzer ruft den Reparaturservice an, beschreibt das Problem und fordert sein Geld zurück. Der Mitarbeiter streitet alle beschriebenen Fehler ab. Er behauptet, dass die Zahnräder doch kaputt sind und er habe vergeblich versucht Neue bei M zu bestellen. (Der Lok Besitzer fand in kurzer Zeit eine Firma S, die die Zahnräder nach nur zwei Tagen an den Lok Besitzer sendete.)
Der Lok Besitzer erhielt einen Brief vom Reparaturservice, in dem der Reparaturservice ein Bedauern ausdrückt und den Besitzer bittet, seine Lok wieder an den Reparaturservice zu senden, damit die Lok untersucht und Mängel ggf. behoben werden. Eine Erstattung des Portos wird nicht erwähnt.
Der Lok Besitzer hat kein Vertrauen in den Reparaturservice und will nur sein Geld zurück.
Was kann der Lok Besitzer tun?
Viele Grüße
Andre