Hallo zusammen,
angenommen ein neuer Partner entschließt sich zum Kauf einer Eigentumswohnung, die auch gemeinsam bezogen werden soll. Er hat Eigenkapital, aber wenn ihm seine Freundin einen Kredit gibt, um das Eigenkapital zu erhöhen, wird der Finanzierungskredit noch einmal günstiger. Es wird ein Vertrag zwischen den beiden geschlossen, dass der Kreditnehmer jährlich Zinsen an den Kreditgeber zahlen soll, der Kredit ist jährlich kündbar. (Sonst gibt es keine weiteren Sicherheiten.)
Dann ziehen die beiden in die neue Wohnung ein. Die Freundin zahlt monatlich Miete an ihren Partner, so wurde das auch abgesprochen.
Der Mietspiegel in dieser Gegend ist relativ hoch, die Wohnung relativ groß, die Freundin verdient relativ wenig. Es handelt sich um eine große Wohnung, alleine würde sie solch eine Wohnung also nicht beziehen, geschweige denn, zahlen können.
Die Miete für sie beläuft sich also auf ca. die Hälfte der Kosten der Warmmiete. Der Kreditnehmer zahlt keine Zinsen mehr, da er denkt, die Freundin lebt damit relativ günstig in der neuen Wohnung.
Eckdaten:
Eigenkapital des Mannes: 90.000 (davon AG-Kredit 30.000)
Kreditsumme Frau: 40.000
Kosten ETW: 400.000
Warmmiete lt. Mietspiegel: 2000 (gesamte Wohnung)
Warmmiete abgesprochen: 500 Euro.
Fragen:
Haltet ihr diese Lösung für angemessen?
Welche andere Lösungsmodelle/ Rechnungsmodelle kämen in Frage (auch in Bezug auf die Kreditrückzahlung)?
Sollte man irgendwie noch die Zins-Ersparnisse des Mannes durch den Kredit von der Frau berücksichtigen?
Wäre es für die Frau besser, die Wohnung im Grundbuch anteilig vermerken zu lassen, insbesondere wenn Kinder geplant sind (und wie ist es aber im Hinblick darauf, dass sie sich die Wohnung alleine nicht leisten kann?)
Ich freue mich über viele Anregungen, Tipps oder Erfahrungsberichte!
Das sie sich an den Kosten beteiligt ist völlig klar, aber bei Partnern sollte auch immer die jeweilige finanzielle Situation und in dieser Hinsicht der finanziell schwächere berücksichtigt werden.
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