Hallo, wir überlegen, ob es sich lohnt, ein Haus zu kaufen (im Gegensatz zum ewigen Mietezahlen). Wie bekomme ich heraus, was für monatliche Kosten bei einem Haus auf uns zukommen würden. Incl. Zinsen für Kredit, Versicherungen und andere anfallende laufende Kosten…
Im Moment führen wir noch einen 2 Personen-Haushalt, aber es sollen mehr werden 
Kann uns da jemand weiterhelfen???
Danke, Larah
Hallo Larah!
wir überlegen, ob es sich lohnt, ein Haus zu kaufen (im
Gegensatz zum ewigen Mietezahlen).
Zu Zinsen, Tilgung und sonstigen monatlichen Belastungen bekommst Du bestimmt noch andere Antworten. Deshalb will ich die Entscheidung eigenes Haus vs. Miete einmal anders betrachten: Ein Blick ins Mietbrett bietet Einblick ins Mieterleben: Ein Mieter kann sein Lebensumfeld kaum nach den eigenen Bedürfnissen gestalten. Ob Hausmeister, Verwalter, Vermieter, an irgendeiner Stelle ist immer brav Männchen zu machen. Wer neben, über oder unter Dir einzieht, weißt Du nicht. Es können verträgliche Zeitgenossen sein, es können aber auch Ekelpakete sein. Ob und welche Instandsetzungen oder Veränderungen durchgeführt werden, Du wirst nicht gefragt. Du hast weitgehend ein duldsames Schaf zu sein, denn Du nutzt ständig fremdes Eigentum. Deine Mietzahlung berechtigt Dich, das fremde Eigentum zu benutzen, aber Du erwirbst kein Eigentum. Du wirst nach einem ganzen Leben als Mietezahler ein abhängiger armer Teufel sein, bei dem sich von Zeit zu Zeit fremde Leute das Recht herausnehmen, Deine Wohnung zu besichtigen, um zu sehen, ob Du anderer Leute Eigentum pfleglich behandelt hast. Kurz: Die eigene Immobilie bietet Unabhängigkeit und Freiheit. Na gut, man muß sich die Unabhängigkeit und Freiheit leisten können…
Gruß
Wolfgang
Da sind zunächst mal die Gemeindeabgaben: Grundsteuer, Kanalgebühren, Grundgebühren, Einheitsgebühren pro Bewohner, Müllgebühren…, dann natürlich die Gebäudeversicherung und die Heizkosten, sowie Wasserversorgung und Strom.
Die Höhe der Beträge kann je nach Region unterschiedlich ausfallen. Weiter fallen die üblichen Wartungskosten an und natürlich Instandhaltungskosten. Extrem teuer können Erschließungskosten werden, wenn etwa ein Ausbau der Strasse ansteht.
Ob sich die Rechnug im Einzelnen lohnt, kommt nicht zuletzt auch auf die persönlichen Verhältnisse an.
Gruß!
Horst
Hallo Wolfgang,
eigenen Bedürfnissen gestalten. Ob Hausmeister, Verwalter,
Vermieter, an irgendeiner Stelle ist immer brav Männchen zu
machen.
Die Enflussmöglichkeiten in einer Eigentümergemeinschaft beschränken sich faktisch manchmal auch nur auf das Bezahlen von Rechnungen.
Wer neben, über oder unter Dir einzieht, weißt Du
nicht. Es können verträgliche Zeitgenossen sein, es können
aber auch Ekelpakete sein.
Das ist bei einer ETW auch nicht anders. Der Unterschied: Du kannst nicht einmal kündigen und ausziehen (oder Du ziehst aus, dann bist Du aber erst einmal Mieter, bzw. Du musst erst einmal einen Käufer/Mieter finden …)
Ob und welche Instandsetzungen oder
Veränderungen durchgeführt werden, Du wirst nicht gefragt.
Bei einer ETW wirst Du zwar gefragt, aber Deinen Stimmanteil kann
Hallo!
Die Enflussmöglichkeiten in einer Eigentümergemeinschaft
beschränken sich faktisch manchmal auch nur auf das Bezahlen
von Rechnungen.
U. a. deshalb würde ich mir keine ETW kaufen. Aber hier ging es um ein eigenes Haus.
Wer neben, über oder unter Dir einzieht, weißt Du
nicht. Es können verträgliche Zeitgenossen sein, es können
aber auch Ekelpakete sein.
Das ist bei einer ETW auch nicht anders.
Genau. Siehe oben. Soll jeder halten wie er möchte, aber meinem Geschmack entspricht eine ETW nicht.
Packt man es falsch an
(falsche Gegend, zu teuer, :schlechte Finanzierung), ist :man an die Immobilie gebunden
Solche Probleme lassen sich vermeiden, wenn man sich vorher sachkundig macht. Das gilt aber für jeden Schritt im Leben.
und mit der :Arbeitnehmermobilität ist
es vorbei …
Ja. Aber wie weit ist es i. a. mit der Mobilität her? Es gibt div. soziale Bindungen, der Lebenspartner hat eine Anstellung, die Kinder gehen zur Schule oder befinden sich in der Berufsausbildung. Ein Ortswechsel ist dabei unabhängig von den Eigentumsverhältnissen der Behausung schwierig.
Letztlich ist alles eine Mentalitätsfrage. Wenn irgendwo Radau ist, soll es mein eigener Radau sein. Wenn ich Ruhe haben will, möchte ich nicht fremde Leute bitten müssen. Ich habe keine Lust, andere Leute zu fragen, bevor ich mein persönliches Umfeld umgestalte. Mir liegt unendlich viel daran, jeden, dessen Nase mir nicht gefällt, ohne jeglichen Rechtfertigungsbedarf aus dem Gesichtsfeld entfernen zu können. Ich brauche keinen Hausmeister, keine Verwaltung und hasse es wie die Pest und werde richtig unglücklich, wenn an mir vorbei und über meinen Kopf hinweg entschieden wird. Die primitivste Behausung - aber ich entscheide selbst, wie primitiv sie ist und wen ich notfalls mit der Doppelläufigen zum Teufel jage - ist mir lieber als jede noch so schöne Mietwohnung oder ETW.
Manche Leute sind froh, wenn sich für alle Dinge des Lebens ein Zuständiger findet. Ich betrachte es als Freiheit, für die defekte Heizung, den Wasserrohrbruch oder das undichte Dach selbst zuständig zu sein.
Gruß
Wolfgang
Hallo,
für euch sollte es so reichen:
Zinsen 500,–
Versicherung 105,-- Euro (nur für das Haus)
Grundsteuer 50-80 Euro
Dazu normale Kosten wie Strom, Gas, Wasser usw.
Neben Geld für das Haus sollten mindestens 10.000,-- Euro vorhanden sein, für Anwalts- und Gerichtskosten, ggfls. Renovierung, Einrichtung uws. Je mehr, desto besser.
Das mag auf den ersten Blick viel erscheinen, ist es eber nicht. Ohne das Geld entweder höhere Hypothek vereinbaren (das machen aber nur wenige Banken) oder gleich aufhängen 
Gruss
Andreas
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Hallo,
Ich glaube, wir sind uns ziemlich einig, nur:
Die Enflussmöglichkeiten in einer Eigentümergemeinschaft
beschränken sich faktisch manchmal auch nur auf das Bezahlen
von Rechnungen.U. a. deshalb würde ich mir keine ETW kaufen. Aber hier ging
es um ein eigenes Haus.
Das oben gesagte gilt natürlich auch für ein Reihenhaus.
Selbst wenn Du ein freistehendes Haus kaufst, kann es Dir passieren, dass Dein Haus durch Zuzug in der Nachbarschaft (Strassen, Industrie oder was auch immer) oder die wirtschaftliche Lage in der Region praktisch unverkäuflich wird und Du dann mit Deinen Nachbarn auf Gedeih und Verderb zusammenleben musst. Aus Freiheit kann auch eine (manchmal gar nicht) goldene Kette werden. Mehr wollte ich damit eigentlich nicht sagen.
Grüsse
R.
Hallo Larah,
zunächst ist ja die Frage wieviel das Haus Kosten soll. Da kommt es neben Größe und Zustand vor allem auf die Lage an.
Da selbe Haus kostet in guten Lagen der Großstädte locker das doppelte wie in Randlagen einer Kleinstadt.
Ich gehe mal von einem einfachen Haus von rund 120qm in mittlerer Lage aus. Kaufpreis 200000,-€
Dazu kommen noch Grundsteur, Notar und meist auch noch ein Makler.
Gesamtkosten rund 220000,-.
Bei 4,5% kostet euch das 9900,-€ im Jahr, oder 825,-€ im Monat.
Und zwar unabhängig davon, ob ihr das Geld finanzieren müsst oder da liegen habt (Im ersten Fall zahlt ihr es der Bank, im 2ten Fall verzichtet ihr auf entsprechende Zinsen).
Dazu kommen dann:
Grundsteuer, städtische Abgaben (Müll, Abwasser, etc): 80,-€
Heizung, Strom, Wasser: 150,-€
Versicherung: 50,-€
Instandhaltungsrücklage: 100,-€
Macht monatliche Kosten von ca. 1200,-€
Das ist das, was das Haus tatsächlich kostet. Wenn ihr , wie die meisten, finanziert, sieht die monatliche Belastung etwas anders aus.
ann stellt sich das ganze etwa so dar:
Die laufenden Kosten von rund 380,- bleiben.
50000,- Eigenkapital (damit stündet ihr schon ganz gut da).
Kreditsumme 170000,€. Macht 11050,-€ im Jahr, oder 920,-€ im Monat.
Damit beläuft sich eure monatliche Belastung auf 1300,-€.
Liebe Grüße,
Max
Hallo,
so im groben kann ich deiner Rechnung folgen, nur im letzten Abschnitt stimmt irgendwas nicht, oben schreibst du:
Gesamtkosten rund 220000,-.
Bei 4,5% kostet euch das 9900,-€ im Jahr, oder 825,-€ im
Monat.
Weiter unten kommt dann
Die laufenden Kosten von rund 380,- bleiben.
50000,- Eigenkapital (damit stündet ihr schon ganz gut da).
Kreditsumme 170000,€. Macht 11050,-€ im Jahr, oder 920,-€ im
Monat.
Damit beläuft sich eure monatliche Belastung auf 1300,-€.
da hast du dann mit einem Zinssatz von 6,5% gerechnet und das ist zur Zeit doch recht hoch. Wenn wir mal weiterhin mit 4,5% rechnen kommt das ganze auf 7650 im Jahr bzw. 637,5 im Monat und so insgesamt auf 1017,5 im Monat.
Raul
allgemein Finanzierung
Hallo Larah,
ich will mal noch kurz was allgemeines zur Finanzierung sagen (Ich hoffe doch, dass es bei euch soweit kommt). Das Darlehen mit dem niedrigsten Zins ist nicht unbedingt das günstigte. Solche Sachen wie Sondertilgungen, Bereitstellungszinsen und flexibler Umgang mit veränderten Situationen sollte auf jeden Fall auch in Betracht gezogen werden.
Raul
Hallo Raul,
das kommt davon wenn man seine postings nachbearbeitet und noch ein paar Absätze verschiebt. Da ist etwas auf dem Weg velroren gegangen. Mea culpa.
Die 6,5% ergeben sich, weil die Bank ja auch Tilgung will. Ich bin dabei von 2% ausgegangen, so daß sich aus den 4,5% für den Kredit dann 6,5% als Gesamtzahlung ergeben.
Liebe Grüße,
Max
Hallo Larah,
Deine Frage ist eine Frage die zur Zeit viele Menschen beschäftigt.
Wenn Du magst ruf mich einfach an ich helfe Dir gern weiter.
Du erreichst mich unter Handy : 0173/6262410
Weitere Informationen zu diesem Thema findest Du unter :
http://www.mieten-nein-danke.de
Mit den besten Wünschen
Jens Erdmann
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Hallo Jens,
es ist nett daß Du Larah helfen willst.
Du bist ja noch recht neu hier und weisst es deshalb vielleicht noch nicht. Bitte gib doch Larah hier im Brett eine Antwort auf ihre Frage und verweise sie nicht auf deine Homepage. Rein kommerzielle Angebote sind hier unerwünscht.
Liebe Grüße,
Max
Hi Larah,
übern Daumen,monatliche Belastung bei einem Häuschen : 1500 €
(30 % Anzahlung,20 Jahre abzahlen)
Bei einer Wohnung würde ich so rechnen: KaltMiete mal 2 + Nebenkosten
Miete oder Miet(Zins) zahlst Du immer ausser ihr habts bar.Beim Mieten bekommts der Vermieter , beim eigenen Haus die kreditgebende Bank.
Der finanzielle Vorteil einer eigenen Immobilie wird meiner Meinung nach überschätzt.
Machts doch so:Lebt weiterhin in Miete,spart die gleiche Summe und legt sie an,und wenn Ihr dann das nötige Kleingeld habt kauft euch eure Wohnung oder Häuschen.( Oder gebts gleich Vater Staat, damit er euch wenn ihr alt seit die Pflege bezahlt.Dann müsst ihr wenigstens euer Haus nicht verkaufen…)
Feudelio
Apropos Nachwuchs:
Vergleich Kosten zwischen Doppelverdiener ohne Kinder und Alleinverdiener-Familie mit 2 Kinder in 18 Jahren.
(Durchschnittsverdiener,Staatliche Hilfen berücksichtigt!)
Doppelverdiener-Ehe ohne Kinder hat nach 18 Jahren etwa 200000 € mehr gespart.
Aber Geld ist bekanntlich nicht alles…
Gruß
Feudelio
Mehr feeling oder mehr Geld
Hallo Larah,
wenn ihr gern ein eigenes Haus hättet, um die beschriebenen Nachteile einer Mietwohnung nicht zu haben (grade mit Kindern ist es nicht so lustig umziehen zu müssen weil jemand Eigenbedarf anmeldet), lohnt sich ein Haus.
Wenn es nur ums Geld geht und euch alles andere egal ist, bleibt lieber in Miete. Alle Berechnungen gehen nur vom Abzahlen ab, das ist Blödsinn, denn du zahlst nicht nur 30 Jahre lang ab, sondern du renovierst, besserst aus, baust an, baust um, baust Zäune, Außentreppen und Schuppen, musst für alles selbst aufkommen was sonst der Vermieter übernimmt, schliesst Feuer- und Wasser/Sturmschadenversicherungen ab, verlegst teure Böden, richtest dir eine Werkstatt ein um dein Häuschen selbst in Schuss halten zu können, baust einen Kachelofen oder sonstiges Schnickschnack ein… wenn dir ein Haus selbst gehört, steckst du viel mehr Geld rein als wenn du in Miete wohnst.
Und denk ja nicht du machst das alles nicht. Zumindest am renovieren kommst du nicht vorbei.
Viele Grüße,
Matilda