Miete wird unpünktlich gezahlt

Hallo,

nehmen wir mal an man hat eine Eigentumswohnung vermietet, der Mieter hat einen Standardmietvertrag abgeschlossen und es gibt keine Mängel bzw. Reklamation.

Nun steht im Mietvertrag das die Miete innerhalb 3 Arbeitstagen angewiesen sein soll.

Frage: Was soll man als Vermieter machen wenn die Miete seit dem ersten Tag unpünktlich gezahlt wird? Mal ist es eine Woche verzug mal sind es 3 Wochen. Wenn man als Vermieter dann nachfragt kommen dann Aussagen wie „ich habe es noch nicht geschafft zur Bank zu gehen, war zuviel zu tun…, etc.“

Welche Möglichkeiten hat man einen solchen Mieter besser zu erziehen? Oder soll man dies so tolerieren und froh sein das überhaupt die Miete gezahlt wird?

Vielen Dank für Eure Tipps

Hallo

Frage: Was soll man als Vermieter machen wenn die Miete seit
dem ersten Tag unpünktlich gezahlt wird? Mal ist es eine Woche
verzug mal sind es 3 Wochen. Wenn man als Vermieter dann
nachfragt kommen dann Aussagen wie „ich habe es noch nicht
geschafft zur Bank zu gehen, war zuviel zu tun…, etc.“

Die Erfahrung zeigt, dass dies die ersten Vorboten davon sind, dass bald die erste Miete komplett fehlen wird, und dann das übliche Spiel einsetzt. Insoweit sollte bei regelmäßig verzögerter Zahlung deutlich gemacht werden, dass diese nicht akzeptiert, und in Zukunft Konsequenzen haben wird. D.h. Mieter anschreiben und mitteilen, dass man zukünfig für jeden Tag Überschreitung Verzugszinsen fordern wird, und dass er sich bei weiteren Verzögerungen auf erneute Wohnungssuche begeben darf.

Ganz ehrlich: Ich würde versuchen so einen Mieter so schnell wie möglich los zu werden. Ich kenne keinen einzigen Fall, wo dies längerfristig gutgegangen wäre. Kein Thema: Wenn ein ansonsten korrekter Mieter mal ein akutes Problem hat, soll man zusehen, wie man ihm entgegen kommen kann. Gute Mieter sind rar, und sollte man sich nicht unnötig vergraulen, wenn aber jemand vom ersten Tag an die Spielregeln nicht einhalten will/kann, dann muss man sich leider darauf einrichten, dass der richtige Ärger erst noch kommt.

Gruß vom Wiz, der da an eine ältere Mandantin denkt, deren Altersvorsorge aus zwei geerbten Einfamilienhäusern bestand, in denen sie es vor zwei Jahren parallel mit Mietnomaden zu tun hatte, bei denen es auch so anfing, und die viel zu lange gewartet hat, bis sie mal richtig zugeschlagen hat. Der Gesamtschaden dürfte bei über € 10.000,-- gelegen haben, denn neben den Mietausfällen hatte sie auch alle Verfahrenskosten zu tragen, nebst Räumung, da die „Mieter“ natürlich nichts auf der Naht hatten

Hallo,

entweder wie schon gesagt Verzugszinsen,

oder

Einzugsermächtigung. Sichert einem zwar auch nicht die Miete, wenn das Konto nicht gedeckt ist, aber in diesem Fall heißt es ja wohl, dass der Mieter keine Zeit hatte zur Bank zu gehen.

Gruß vom Stiefel, der die selben Problem früher hatte und seid dem überall eine Einzugsermächtigung hinterlässt, damit erst gar keine Mahnungen entstehen.

Hi Andreas,

ein gutes Instrument zur Erziehung dürfte eine Abmahnung mit der Androhung der fristlosen Kündigung sein.

Allerdings nur, wenn Du in Anbetracht aller übrigen Umstände willens bist, das auch durchzuziehen.

Ich bin da ganz bei Wiz’ Ausführungen, trotzdem muß man wohl im Einzelfall abwägen.

Ich persönlich habe seit mittlerweile 5 Jahren einen(!) Mieter, der generell unpünktlich bezahlt. Der Mietvertrag sieht ebenfalls den Geldeingang für den dritten Werktag vor, erhalten tue ich es zwischen dem 8. und 17. Kalendertag. Ein einmaliger Ausreißer war eine Zahlung am 25. Seit ein paar Monaten zahlt er allerdings megapünktlich. Vielleicht liegts daran, weil er etwas von mir möchte und ich dem Vorhaben bisher noch nicht zugestimmt habe? Nun scheint ihm allerdings der Kragen geplatzt zu sein: Die März-Miete ist bis heute noch nicht da :wink:
Mittlerweile habe ich mich mit seinem eigenwilligen Umgang mit den unterschriebenen Regeln arrangiert.
Allerdings bin ich momentan auch in Hab-Acht-Stellung. Sollte er wieder mit dem Trödeln anfangen, gibts spätestens im Herbst die Abmahnung.

Viele Grüße
Horst

Hallo an alle hier, die zu diesem Thema schon was gepostet haben,

also ganz ehrlich - so richtig verstehe ich Euer Problem ehrlich gesagt nicht:

Nun steht im Mietvertrag das die Miete innerhalb 3
Arbeitstagen angewiesen sein soll.
Frage: Was soll man als Vermieter machen wenn die Miete seit
dem ersten Tag unpünktlich gezahlt wird? Mal ist es eine Woche
verzug mal sind es 3 Wochen.

Na und??? Mal ganz ehrlich: was bitte ist daran sooo schlimm? Wichtig ist doch eigentlich nur, dass die volle Miete gezahlt wird, und zwar möglichst noch bevor die nächste Miete wieder fällig wird?!

Aus meiner Sicht sehen Vermieter das unverhältnismäßig eng. Immerhin ist es doch so noch wesentlich besser, als für die leerstehende Wohnung nach einer Kündigung durch den Vermieter eventuell über Monate gar keinen Cent Miete mehr zu bekommen?

Ich würde es durchaus verstehen, wenn es hier darum ginge, dass Mietzahlungen komplett oder zum Teil ausbleiben und fehlen, aber so lange innerhalb des Monats alles gezahlt wird, kann ich das echt nicht nachvollziehen.

Was wisst Ihr denn, was den Mieter zu diesem Handeln veranlasst? Vielleicht zahlt ja z.B. sein Arbeitgeber immer sehr unpünktlich seinen Lohn aus und er kann aufgrunddessen vielleicht gar nichts dafür oder so?

Schriftliche Vereinbarung mit dem 3. Werktag gut und schön, aber ich finde, man kann die Kirche auch ruhig mal im Dorf lassen und nicht immer alles so penibelst genau nehmen, sondern auch mal bisschen Verständnis und Großzügigkeit zeigen.

Viele Grüsse

Icequeen

Hallo an alle hier, die zu diesem Thema schon was gepostet
haben,

Auch ein Hallo,

Na und??? Mal ganz ehrlich: was bitte ist daran sooo schlimm?
Wichtig ist doch eigentlich nur, dass die volle Miete gezahlt
wird, und zwar möglichst noch bevor die nächste Miete wieder
fällig wird?!

Was na und??? Ist dir schon mal in den Sinn gekommen, dass Vermieter von der Miete leben!!! Und mit dem pünktlichen Zahlungseingang rechnen. Weil Sie selber offene Rechnungen haben.

Und oh Wunder, man kann auch einen anderen Zahlungseingang vereinbaren, wenn man weiß das man sein Gehalt meist später bekommt.

Weißt du was ich nicht verstehe! Warum unterschreibt man was, wenn man sich sowieso nicht dran halten will?

Aus meiner Sicht sehen Vermieter das unverhältnismäßig eng.
Immerhin ist es doch so noch wesentlich besser, als für die
leerstehende Wohnung nach einer Kündigung durch den Vermieter
eventuell über Monate gar keinen Cent Miete mehr zu bekommen?

Bis auf das unverhälnismäßig gebe ich dir hier recht.

Ich würde es durchaus verstehen, wenn es hier darum ginge,
dass Mietzahlungen komplett oder zum Teil ausbleiben und
fehlen, aber so lange innerhalb des Monats alles gezahlt wird,
kann ich das echt nicht nachvollziehen.

Siehe oben!

Was wisst Ihr denn, was den Mieter zu diesem Handeln
veranlasst? Vielleicht zahlt ja z.B. sein Arbeitgeber immer
sehr unpünktlich seinen Lohn aus und er kann aufgrunddessen
vielleicht gar nichts dafür oder so?

In diesem fiktiven Fall kam die Ausrede, ich darf zitieren: „Ich habe es noch nicht zur Bank geschafft.“

Oh noch ein Wunder, die Banken gaben uns die Möglichkeit von Daueraufträgen und Einzugsermächtigungen.

Schriftliche Vereinbarung mit dem 3. Werktag gut und schön,
aber ich finde, man kann die Kirche auch ruhig mal im Dorf
lassen und nicht immer alles so penibelst genau nehmen,
sondern auch mal bisschen Verständnis und Großzügigkeit
zeigen.

Sag das mal einen, der von der Miete lebt!

Gruß
Stiefel

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Hallo,

Na und??? Mal ganz ehrlich: was bitte ist daran sooo schlimm?
Wichtig ist doch eigentlich nur, dass die volle Miete gezahlt
wird, und zwar möglichst noch bevor die nächste Miete wieder
fällig wird?!

Klar, die Bank, bei der der Vermieter ggf. die Finanzierung des Hauses laufen hat sieht es sicher auch ganz locker, wenn da regelmäßig die Termine für die Kreditraten überzogen werden. Schon mal daran gedacht, dass dies die Finanzierung gefährdet, und auf jeden Fall Verzugszinsen kostet?

Aus meiner Sicht sehen Vermieter das unverhältnismäßig eng.

Es mag Vermieter geben, die 50 abbezahlte Wohnungen haben, irgendwo in der Sonne des Südens leben, und maximal dann eine Woche länger auf den Einkauf des nächsten dicken Klunkers warten müssen. Der Großteil der privaten Vermieter ist anders aufgestellt. Er hat die Wohnungen als Altersvorsorge erworben, hat sie ggf. teilweise finanziert und ist kein zweiter Dagobert, sondern ein durchschnittlicher Mittelständler, der jede Woche einmal im Supermarkt einkaufen geht, und da auch gleich bar bezahlen muss.

Immerhin ist es doch so noch wesentlich besser, als für die
leerstehende Wohnung nach einer Kündigung durch den Vermieter
eventuell über Monate gar keinen Cent Miete mehr zu bekommen?

Wenn man es sich so einfach machen will. Die Erfahrung lehrt aber dass es eben nicht bei konstant verspäteter Zahlung bleibt. Und während man ggf. bei einem Mieter noch mal für zwei Wochen die Augen zudrücken kann, gibt es auch so etwas wie Gleichbehandlung. Und ehe man sich versieht, wollen alle Mieter nicht mehr pünktlich zahlen. Und das kann für den Vermieter dann schnell sehr böse werden. Und der Schaden geht schnell rapide nach oben, denn da für eine Räumung als Streitwert die Jahresmiete genommen wird, läppert es sich ganz schön zusammen. Zudem dauern die Verfahren, und es kommt dadurch ohnehin zu längerfristigem Mietausfall. Dann noch die Kosten für den Gerichtsvollzieher vorstrecken, und der Mieter verdünnisiert sich, …

Ich würde es durchaus verstehen, wenn es hier darum ginge,
dass Mietzahlungen komplett oder zum Teil ausbleiben und
fehlen, aber so lange innerhalb des Monats alles gezahlt wird,
kann ich das echt nicht nachvollziehen.

Dann solltest Du dich mal in die Lage eines Vermieters versetzen, der zum 3. € 5.000,-- an Mieteinnahmen erwartet, am 15. € 4.000,-- an seine Bank zahlen muss, und die restlichen € 1.000,-- fest in seiner privaten Haushaltsführung verplant hat.

Was wisst Ihr denn, was den Mieter zu diesem Handeln
veranlasst? Vielleicht zahlt ja z.B. sein Arbeitgeber immer
sehr unpünktlich seinen Lohn aus und er kann aufgrunddessen
vielleicht gar nichts dafür oder so?

Sorry, aber das ist doch Unfug. Der alte Grundsatz gilt weiterhin: Geld hat man zu haben, sonst darf man eben keine Verbindlichkeiten eingehen. Der Vermieter ist nicht die Heilsarmee, und im Supermarkt wird auch nicht nach Lust und Laune später bezahlt.

Schriftliche Vereinbarung mit dem 3. Werktag gut und schön,
aber ich finde, man kann die Kirche auch ruhig mal im Dorf
lassen und nicht immer alles so penibelst genau nehmen,
sondern auch mal bisschen Verständnis und Großzügigkeit
zeigen.

Die muss man sich erlauben können. Viele Vermieter sind auch durchaus bereit, es auszuprobieren. Leider geht dies in den seltensten Fällen gut. Der Regelfall sieht so aus, dass dem Vermieter dann gleich der ganze Arm abgerissen wird, wenn er mal freundlich den kleinen Finger reicht. Wenn ein Mieter mal ganz konkret ein Problem hat, dann sollte er damit offen umgehen und dem Vermieter gegenüber eine verlässliche Aussage machen, wie und was möglich ist. Aber einfach in eigener Gottherrlichkeit die Miete zahlen, „wenn es gerade passt“ ist einfach eine ganz üble Sauerei. Und Sprüche wie „nicht zur Bank gekommen“ sind im Zeitalter von Online-Banking und Daueraufträgen ohnehin der letzte Hohn.

Gruß vom Wiz

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Hallo Stiefel,

Was na und??? Ist dir schon mal in den Sinn gekommen, dass
Vermieter von der Miete leben!!! Und mit dem pünktlichen
Zahlungseingang rechnen. Weil Sie selber offene Rechnungen
haben.

Sorry, aber ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass Menschen, denen ganze Wohnungen gehören, wirklich nur ein Barvermögen von 3,50€ auf dem Konto haben und daher wirklich jeden Monat am 3. Werktag auf 450,-€ Miete angewiesen sind, um dann davon ihr eigenes gesamtes Leben zu finanzieren. Das erscheint mir persönlivch doch reichlich überzogen, denn wer so wirtschaftet, wird kaum in der Lage sein, sich eine eigene Wohnung anzuschaffen. Selbst wenn diese auf Kredit angeschafft wurde, würde eine Bank so einem Menschen den benötigten Kredit doch niemals gewähren.
Und ich betone nochmal: es geht mir hier nicht um jene, die ihre Mieten gar nicht oder in Teilen nicht bezahlen, sonern nur um Leute, die dann und wann erst irgendwann mitten im Monat zahlen, dann aber vollständig.

Und oh Wunder, man kann auch einen anderen Zahlungseingang
vereinbaren, wenn man weiß das man sein Gehalt meist später
bekommt.

Ich rede nicht von Leuten, die ihr Gehalt erst später bekommen, sondern von denen, die ihre Gehaltszahlungen vom AG selbst immer unregelmäßig und unpünktlich bekommen.
Schonmal dran gedachr, dass dem Mieter das sehr unangenehm sein könnte und er eventuell auch Angst vor der Reaktion des Vermieters hat, der ihm dann eventuell die Kündigung schicken würde, was er so, wenn der Mieter dann doch zahlt, ja nicht tun wird.

Weißt du was ich nicht verstehe! Warum unterschreibt man was,
wenn man sich sowieso nicht dran halten will?

Wieso gehst Du denn von Wollen aus? Ich glaube nicht, dass ein Mieter sich gut damit fühlt, wenn er nicht rechtzeitig zahlen kann. Das zeigt sich doch in genau dem Punkt, dass er trotzdem immer die gesamte Miete bezahlt, wenn auch manchmal erst später als zum 3. Wäre ihm das schnuppe, würde er doch eher gar nicht zahlen, oder?

In diesem fiktiven Fall kam die Ausrede, ich darf zitieren:
„Ich habe es noch nicht zur Bank geschafft.“

Oh noch ein Wunder, die Banken gaben uns die Möglichkeit von
Daueraufträgen und Einzugsermächtigungen.

Na sicher, das stimmt definitiv und diese „Ausrede“ ist wirklich überholt, aber wie gesagt, ich kann es durchaus nachvollziehen, wenn ein Mieter sich eventuell schämt und nicht die Karten aufdecken möchte und stattdessen dann eher zu dieser „Notlüge“ greift. Ob das korrekt ist, ist eine andere Frage, aber irgendwo verständlich ist es doch.

Viele Grüsse

Icequeen

Hallo Wiz,

Klar, die Bank, bei der der Vermieter ggf. die Finanzierung
des Hauses laufen hat sieht es sicher auch ganz locker, wenn
da regelmäßig die Termine für die Kreditraten überzogen
werden. Schon mal daran gedacht, dass dies die Finanzierung
gefährdet, und auf jeden Fall Verzugszinsen kostet?

Siehe mein Posting an Stiefel. Ich kann mir das einfach nicht vorstellen, dass Vermieter überwiegend Menschen sind, die so eng kalkuliert haben, dass sie das nicht erstmal abfedern können und wie gesagt, mir geht es hier wirklich nur um die Mieter, die zwar immer alles zahlen, nur eben nicht immer am 3. Werktag.

Es mag Vermieter geben, die 50 abbezahlte Wohnungen haben,
irgendwo in der Sonne des Südens leben, und maximal dann eine
Woche länger auf den Einkauf des nächsten dicken Klunkers
warten müssen. Der Großteil der privaten Vermieter ist anders
aufgestellt. Er hat die Wohnungen als Altersvorsorge erworben,
hat sie ggf. teilweise finanziert und ist kein zweiter
Dagobert, sondern ein durchschnittlicher Mittelständler, der
jede Woche einmal im Supermarkt einkaufen geht, und da auch
gleich bar bezahlen muss.

Und auch ein durchschnittlicher Mittelständler wird über ein gewisses Barvermögen verfügen, was es ihm erlaubt, aus dem Eigenkapital die Bankraten abzudecken und dann den verspäteten Mieteingang wieder seinem Eigenkapital hinzuzurechnen.
M.E. muss das ja auch genau so sein, denn es gibt ja auch immer für jeden Vermieter das vorher nie kalkulierbare Risiko einer über auch mal für Monate leerstehenden Wohnung, für die bei der Bank ja auch sämtliche Kosten weiterlaufen und wo der Vermieter aber gar keine Mieteinnahmen hat. Was macht er denn dann, wenn dann eben diese Reserven nicht vorhanden wären und würde eine kreditgebende Bank so jemandem, der über dieses Polster nicht verfügt, überhaupt einen Kredit gewähren? Wohl kaum, oder?

Die Erfahrung lehrt
aber dass es eben nicht bei konstant verspäteter Zahlung
bleibt. Und während man ggf. bei einem Mieter noch mal für
zwei Wochen die Augen zudrücken kann, gibt es auch so etwas
wie Gleichbehandlung. Und ehe man sich versieht, wollen alle
Mieter nicht mehr pünktlich zahlen.

Naja, also woher sollen das denn die anderen Mieter erfahren? Aus meiner Sicht ist doch die Überzahl deutscher Mieter eher so veranlagt, dass sie selbst froh sind, wenn die Miete pünktlich gezahlt ist und sie ruhig schlafen können. Ich glaube also nicht, dass Menschen, die die Miete locker auf ihrem Konto rumliegen haben, diese einfach mal so aus Spaß an der Freude erst irgendwann mal bezahlen, warum auch? Das ist doch Nervenstress pur. Ich denke eher, dass es jedem Mieter -und sei insgeheim- sehr sehr unangenehm und peinlich ist, wenn er am Monatsanfang nicht in der Lage ist, die Miete zu zahlen und dafür muss es immer einen Grund geben.

Und das kann für den
Vermieter dann schnell sehr böse werden. Und der Schaden geht
schnell rapide nach oben, denn da für eine Räumung als
Streitwert die Jahresmiete genommen wird, läppert es sich ganz
schön zusammen. Zudem dauern die Verfahren, und es kommt
dadurch ohnehin zu längerfristigem Mietausfall. Dann noch die
Kosten für den Gerichtsvollzieher vorstrecken, und der Mieter
verdünnisiert sich, …

Ja sicher, damit hast Du ganz bestimmt recht, aber das, was Du beschreibst, trifft eher auf Mietnomaden zu, also Leute, die gar nicht zahlen und um die geht es hier ja gar nicht.

Dann solltest Du dich mal in die Lage eines Vermieters
versetzen, der zum 3. € 5.000,-- an Mieteinnahmen erwartet, am
15. € 4.000,-- an seine Bank zahlen muss, und die restlichen €
1.000,-- fest in seiner privaten Haushaltsführung verplant
hat.

Siehe oben: was ist, wenn durch dumme Umstände mal 7 seiner 10 Wohnungen für etwa 6 Monate leerstehen??? Ohne dass ein Mieter Schuld hat, sondern weil zufällig 7 Parteien innerhalb kurzer Zeiträume einfach ihr Mietverhältnis gekpndigt haben und sich die Neuvermietung der Wohnungen einfach schwierig gestaltet???

Sorry, aber das ist doch Unfug. Der alte Grundsatz gilt
weiterhin: Geld hat man zu haben, sonst darf man eben keine
Verbindlichkeiten eingehen. Der Vermieter ist nicht die
Heilsarmee, und im Supermarkt wird auch nicht nach Lust und
Laune später bezahlt.

Wie schon gesagt glaube ich nicht, dass ein Mieter sowas aus Böswilligkeit tut und vor allem, dass er breits bei Unterzeichnung des Mietvertrages genau wusste, dass er eh immer Schwierigkeiten haben wird, die Miete zu zahlen.

Die muss man sich erlauben können. Viele Vermieter sind auch
durchaus bereit, es auszuprobieren. Leider geht dies in den
seltensten Fällen gut. Der Regelfall sieht so aus, dass dem
Vermieter dann gleich der ganze Arm abgerissen wird, wenn er
mal freundlich den kleinen Finger reicht.

Wenn Deine Erfahrung das so zeigt, dann tut mir das auf alle Fälle sehr leid und das ist nicht ok. Vielleicht sehe ich ja auch doch zu viel Gutes im Menschen, aber ich kann mir das auch immer sehr schwer vorstellen, dass die Leute so eingestellt sind und immer alles ausnutzen.

Wenn ein Mieter mal
ganz konkret ein Problem hat, dann sollte er damit offen
umgehen und dem Vermieter gegenüber eine verlässliche Aussage
machen, wie und was möglich ist.

Auch darin gebe ich Dir zweifellos Recht, sber wie ich schon an Stiefel schrieb, es kann auch gut sein, dass es dem Mieter einfach sehr peinlich ist und er sich nicht traut, mit dem Vermieter offen zu sprechen, so lange die Mieter dann überhaupt noch gezahlt werden kann.

Aber einfach in eigener
Gottherrlichkeit die Miete zahlen, „wenn es gerade passt“ ist
einfach eine ganz üble Sauerei. Und Sprüche wie „nicht zur
Bank gekommen“ sind im Zeitalter von Online-Banking und
Daueraufträgen ohnehin der letzte Hohn.

Das lasse ich mal so stehen.

Viele Grüsse

Icequeen

Hallo,

vielen Dank für Eure Tipps. Nur um kein Missverstaändniss entstehen zu lassen, ich bin bestimmt kein „Korinthenkacker“ der unbedingt auf ein bestimmten Tag fixiert ist, wo das Geld auf meinem Konto sein muss. Aber ich erwarte das sich ein Mieter selbstständig bei mir meldet uns sagt „sorry es gab das Problem X/Y und ich mache jetzt die Überweisung klar“. Es kann halt nicht sein das man als Vermieter fast ein schlechtes Gewissen haben muss wenn man wieder nachfragen muss woran es jetzt wieder liegt oder sogar dem Mieter bzgl. einer Antwort nahezu hinterherlaufen muss.

Fazit: Wenn es nur solche Mieter geben würde, hätte ich keine Lust mehr zu vermieten und würde die Wohnung selber lieber als Büro nutzen bzw. wieder verkaufen.

Danke nochmals für Eure Unterstützung

Hallo Icequeen,

Ich kann mir das einfach nicht
vorstellen, dass Vermieter überwiegend Menschen sind, die so
eng kalkuliert haben, dass sie das nicht erstmal abfedern
können

Ich kann es mir einfach nicht vorstellen, dass es Menschen gibt, die eine regelmäßige finanzielle Verpflichtung eingehen (Miete zu zahlen), die sie nicht erst einmal abfedern können…

In diesem Sinne,
Tinchen

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