Mieter entsorgen Hausstand im Hausmüll - was tun

Hallo
Mal angenommen man wohnt in einem Hochhaus. Nun ziehen dort in einem Monat gleich drei Wohnparteien aus. Eine Mulde für alten oder unnötigen „Hausstand“ wird aber in keinen der Fälle bestellt. Stattdessen wird alles in die Hausmulden für den Restmüll geworfen, so das diese Überquellen und kein Platz mehr für normalen Müll bietet.

Der Müll wird gewogen und anteilig auf jeden Mieter heruntergerechnet.
Aber dies ist doch überhaupt nicht gerecht, oder? Zumal die Mieter schon zum Ende des Monats ausziehen und der Müll erst im nächsten Monat abgeholt wird und sie somit bei der Aufteilung überhaupt nicht mehr dabei sind.

Der Hausmeister interessiert sich nicht dafür und der Hausverwaltung ist ohnehin schon alles egal, da sie das Haus eh verkommen lassen.

Was könnte/sollte man in diesem Fall tun?

Vielen Dank für die Meinungen

Gruß
Andreas

Nebenkostenabrechnungen sind ungerecht, bleiben ungerecht und werden immer ungerecht sein.
Mal beim Entsorger nachfragen, ob Sperrmüll wirklich Restmüll ist.

vnA

Nebenkostenabrechnungen sind ungerecht, bleiben ungerecht und
werden immer ungerecht sein.

Stimmt 100%ig.

Mal beim Entsorger nachfragen, ob Sperrmüll wirklich Restmüll
ist.

Zum Sperrmüll zählen sperrige Einrichtungsgegenstände aus Haushalten, die wegen ihrer Größe oder Beschaffenheit nicht in die zugelassenen Abfallbehälter passen und daher nicht mit dem Hausmüll in einer Mülltonne entsorgt werden können.

(http://de.wikipedia.org/wiki/Sperrm%C3%BCll)

Gruß

S.J.

Problem hierbei ist ja, dass die Mülltonnen solche „Großmüllcontainer“ sind, die man oft bei Hochhäusern findet. Dort passen sie ja rein und werden - wenn sich noch Mühe gegeben wird - zerkleinert dort hereingezwängt. Problem bliebe dabei ja bestehen, zumal dies ja nicht „öffentlich“ gemacht wird, sondern Nachts, bzw. wenn es dunkel ist (was zur Zeit ja recht früh ist).

Auf die Kosten bleiben die Mieter dann so oder so sitzen

Hallo

Problem hierbei ist ja, dass die Mülltonnen solche
„Großmüllcontainer“ sind, die man oft bei Hochhäusern findet.
Dort passen sie ja rein und werden - wenn sich noch Mühe
gegeben wird - zerkleinert dort hereingezwängt. Problem bliebe
dabei ja bestehen, zumal dies ja nicht „öffentlich“ gemacht
wird, sondern Nachts, bzw. wenn es dunkel ist (was zur Zeit ja
recht früh ist).

Im Prinzip darf in die Tonnen was rein passt und brennbarer Restmüll ist. Ein Mieter zieht ja nur einmal aus.

Auf die Kosten bleiben die Mieter dann so oder so sitzen

Die Tonnen werden nicht nach Gewicht bezahlt sondern nach Volumen und Abfuhrintervall. Eine Tonne kostet immer, egal ob voll oder nicht. Wenn die Mieter also sparen wollen müssen sie eine oder mehrere der 1100 l Tonnen einsparen. Geht aber nicht so einfach, da pro Wohnung nach einem bestimmten Schlüssel eine bestimmte Müllkapazität vorhanden sein muss.

Natürlich wäre es besser die Mieter hätten die Sperrmüllabfuhr bestellt, ist ja meist auch kostenlos für die ausziehenden Mieter. Obwohl, auch diese Abfuhr kostet und wird wieder auf die Müllgebühren umgelegt, bzw. von den Gebühren (zumindest teilweise, Rest über Steuern) bezahlt.

Gruss vonsales

Ein Mieter zieht ja nur einmal aus. Ja, gut. In diesem Monat ziehen aber 3 Mieter aus. Und es ist ja nicht so, das „Jeder mal dran ist“. Es gibt Wohnparteien, die wohnen schon 20 Jahre oder mehr dort und zahlen für die ausziehenden ständig mit.

Zum Volumen:
Es stehen 6 solcher Großcontainer zur Verfügung. Da das Haus nur zur Hälfte etwa vermietet ist, kommen die Mieter in der Regel mit 2,5 Container aus (Mal Papier, Leichtstoff und Bio nicht mitgerechnet!). Pro Abholintervall natürlich.
In diesem Monat aber sind 5 Tonnen „gefüllt“ mit alten Kinderwagen, defekten Mikrowellen, Lampenschirmen, Autobatterien, Kleidersäcken, Kleinen Möbelstücken und so weiter. Eben alles, was beim Auszug so „nicht mehr gebraucht wird“. Sogar ein alter Auspuff liegt drin.

Ich kann mir irgendwo nicht vorstellen, das dies durch die „ganz normalen Müllgebühren“ abgetan wird.

Und ich weiß nicht wirklich, ob die Sperrmüll-Abfuhr EINES Mieters (oder Familie) vom gesamten Mieter-Stab gezahlt werden muss. Wenn dies so ist, habe ich mich wohl Jahrelang falsch verhalten, wenn ich zum Amt gelaufen bin und dort „Sperrmüll-Coupons“ beantragt hatte…

Aber ich kann mich ja auch irren… :wink:

Gruß
Andreas

Ein Mieter zieht ja nur einmal aus. Ja, gut. In diesem Monat
ziehen aber 3 Mieter aus. Und es ist ja nicht so, das „Jeder
mal dran ist“. Es gibt Wohnparteien, die wohnen schon 20 Jahre
oder mehr dort und zahlen für die ausziehenden ständig mit.

Zum Volumen:
Es stehen 6 solcher Großcontainer zur Verfügung. Da das Haus
nur zur Hälfte etwa vermietet ist, kommen die Mieter in der
Regel mit 2,5 Container aus (Mal Papier, Leichtstoff und Bio
nicht mitgerechnet!). Pro Abholintervall natürlich.

Tja, die Container sind eben für ein volles Haus berechnet.

In diesem Monat aber sind 5 Tonnen „gefüllt“ mit alten
Kinderwagen, defekten Mikrowellen, Lampenschirmen,
Autobatterien, Kleidersäcken, Kleinen Möbelstücken und so
weiter. Eben alles, was beim Auszug so „nicht mehr gebraucht
wird“. Sogar ein alter Auspuff liegt drin.

Ich kann mir irgendwo nicht vorstellen, das dies durch die
„ganz normalen Müllgebühren“ abgetan wird.

Die Müllgebühren werden in der Regel für 1 Jahr oder 1/2 Jahr im Voraus berechnet und zwar für alle Behältnisse, egal ob voll oder leer. Aber es kann noch ganz andere Probleme geben wenn im Restmüll Mikrowellen oder anderes ist. Die Entleerung kann verweigert werden. Seit der ElektroAltgeräteVerordnung sind Elektrogeräte weder Müll noch Sperrmüll. Autobatterien sind sogar Sonderabfall.

Und ich weiß nicht wirklich, ob die Sperrmüll-Abfuhr EINES
Mieters (oder Familie) vom gesamten Mieter-Stab gezahlt werden
muss. Wenn dies so ist, habe ich mich wohl Jahrelang falsch
verhalten, wenn ich zum Amt gelaufen bin und dort
„Sperrmüll-Coupons“ beantragt hatte…

Es geht nicht um die Mieter oder Bewohner eines Hauses. Die kostenlose Sperrmüllabfuhr muss ja schliesslich auch bezahlt werden. Und von wem? Natürlich aus den Gebühren für die Mülltonnen. Dass man dafür Karten oder coupons beantragen muss soll die Sache etwas gerechter machen. Damit nicht einige Sperrmüll im Übermass abholen lassen oder zur Beseitigung anliefern. Bei über 200 € pro t Müll haben solche Berechtigungen einen gewissen Geldwert.

Aber zur Entsorgung von Umzügen.

Alle! Elektrogeräte (alles was ein Kabel hat, auch Kühlschränke usw) können kostenlos bei Sammelstellen abgegeben werden. Ebenso alles was Metall ist ebenfalls, auch Batterien.

Sperrmüll, dazu zählen Möbel, Teppiche, Tapeten, usw. werden meist kostenlos abgeholt oder können kostenlos auf Wertstoffhöfen abgegeben werden wenn man einen Berechtigungsschein hat.

Kleineren brennbaren Sperrmüll (Kleidung, Schuhe, Tapeten, usw.) kann man getrost in die Mülltonne stecken wenn der Platz dafür vorhanden ist, d.h. wenn der Platz für den Müll bis zur nächsten Leerung ausreicht.

Gruss vonsales

Müllsatzungen unterscheiden sich erheblich. Es gibt Gemeinden in denen nach Anzahl der Tonnen, nach Anzahl der Leerungen, nach Gewicht oder nach einem beliebigen Mix daraus abgerechnet wird. Kostenfreier Sperrmüll, kostenpflichtig, mit Abholservice oder Selbstablieferung. Alles da.
Daher erscheint es nicht zielführend hier die eigene Situation als Antwortgrundlage vorauszusetzen.
Ich wiederhole meinen Rat: Beim Entsorger erkundigen.
Klar Batterien und Elektrogeräte gehen gar nicht.
Aber man sollte sich klar sein, dass man seine Vorwürfe auch beweisen kann. Sonst sitzt man irgendwann selbst auf dem Sondermüll und muss selbst (zumindest anteilig) die Entsorgung bezahlen.

vnA

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Die ganzen Antworten sind für mich nicht zufriedenstellend.
Das Elektrogeräte nicht in den Hausmüll gehören weiß ich selber. Das man Sperrmüll abholen lassen muß weiß ich ebenfalls. In der nächsten Stadt gibt es einen Recycling Hof, bei dem man Alles mögliche kostenlos entsorgen kann. Für eine Geringe Summe räumen sie sogar die ganze Wohnung aus. Auch habe ich selbst schon mehrmals Mulden bestellt um in 2 Wohnungen und Keller eine „Entrümplungen“ vorzunehmen.

Dies weiß ich doch alles, das ist doch eben auch der Kern der Frage.

Ebenfalls sagte ich, das bei uns im Ort der Sperrmüll gegen Wertcoupons abgeholt wird und vor allen Dingen, das bei uns der Müll gewogen wird, da es in unserem Haus stets zu Fehlverhalten in der Abfallentsorgung gekommen ist (eben viele Ausländer, die nicht wissen, was Mülltrennung ist und viele Kinder, denen es schlichtweg egal ist, wo sie den Müll hineinwerfen, bzw. sie zu klein sind und nur an die kleinen Biotonnen heranreichen).
Daher wird der Müll bei uns ausgewogen und teuer berechnet.

Und nun entsorgen mehrere Familien beim Auszug ihre „Restbestände“ im Hausmüll.

Vielleicht war die Frage aber auch zu überfordernd…

Aber beweisen kannst du es nicht.

vnA

Hallo

Daher wird der Müll bei uns ausgewogen und teuer berechnet.

Jetzt interessiert mich aber schon in welchem Gebiet du wohnst, bzw. welcher Entsorgungverband zuständig ist. Evtl. entsorgt der Eigentümer auch selbst. Das Wiegen der Tonnen ist sicher die vernünftigste Methode um die Kosten zu erfassen, aber auch die Umständlichste. Für die Entsorger auch schlecht zu kalkulieren, da die Kosten für Anlagen und Personal fix sind. Zudem bewährt sich das meist nicht, da die Gefahr besteht dass der Müll anderweitig entsorgt wird um Kosten zu sparen. Diese Situation gibt es auch bei Eigenheimen wo die kleinste und billigste Tonne geordert wird und dann laufend überquillt.

Und nun entsorgen mehrere Familien beim Auszug ihre
„Restbestände“ im Hausmüll.

Es wird keine Möglichkeit geben die erlaubte Menge oder erlaubten Müll zu deklarieren. Wie soll das gehen? Es ist in jeder grösseren Hausgemeinschaft so dass die Gemeinschaft für die Beseitigung bezahlt, genauso bei allen zugänglichen vollgestellten Dachböden oder Kellern. Bei einem grossen Haus fällt das aber kostenmässig auch nicht stark ins Gewicht.

Gruss vonsales

Mülltonne voll von Exmietern
Hallo

Mal angenommen man wohnt in einem Hochhaus. Nun ziehen dort in
einem Monat gleich drei Wohnparteien aus. Eine Mulde für alten
oder unnötigen „Hausstand“ wird aber in keinen der Fälle
bestellt. Stattdessen wird alles in die Hausmulden für den
Restmüll geworfen, so das diese Überquellen und

Könnte es sein, dass dies das erstere - Kernproblem - wäre:

kein Platz
mehr für normalen Müll bietet.

ZB für den eigenen, den vom Nachbarn geht einem ja nichts an.
Würde die eigene Mühe nun höher bewertet als die vermeintlich eingesparte Mühe der Sperrmüller?

Der Müll wird gewogen und anteilig auf jeden Mieter
heruntergerechnet.

Soviel Umstand, der auch nur zusätzlich kostet. Volumen würde bei so einer groben Umlage auch gut reichen.

Aber dies ist doch überhaupt nicht gerecht, oder?

Am gerechtesten wäre es, wenn jeder genau weiss wieviel Müll einjeder täglich produzieren darf. Leider kollidiert dies mit unserer freien Lebensweisen.

Zumal die
Mieter schon zum Ende des Monats ausziehen und der Müll erst
im nächsten Monat abgeholt wird und sie somit bei der
Aufteilung überhaupt nicht mehr dabei sind.

Hmm, bei einer Gewichtsumlage tätsächlich ggf. ein Vorteil für die ExM. Das wäre wohl das zweite Kernproblem.

Der Hausmeister interessiert sich nicht dafür

Der bezahlt dies ja auch nicht.

und der
Hausverwaltung ist ohnehin schon alles egal,

Ja, bei diesen schwachsinnigen Mülltrennungsverordungen und Pfandverordnungen in der BRD, an der sich sowieso nur wenige halten, auch eher verständlich.

da sie das Haus
eh verkommen lassen.

Kann hier nicht kommentiert werden.

Was könnte/sollte man in diesem Fall tun?

Zunächst einmal nicht davon ausgehen, das die eigene eingesparte Mühe mehr wert wäre als die eingesparten Mühen anderer Leute.

Das Müllsystem scheint nach dem Prinzip - wer zuerst kommt, hat den meisten Platz - zu abzulaufen. Wer also gleich nach der Leerung sein Zeugs unterbringt wäre klar im Vorteil. Wenn alles schon vollgemüllt wäre, müsste man eben bis zum nächsten mal seinen Müll wegstellen. Dieses System wäre wohl im MV geregelt (Mülltonnen zur Mitbenutzung)und wurde damit vom M akzeptiert.

Beim zweiten Kernprobelm lägen wohl die Kosten. Wie hoch wäre die wohl?

Hier wäre auch zu berücksichtigen, das die fixen Bereitstellungskosten der Tonnen unberührt bleiben, da die monatlich gleich bleiben. Weiterhin alle Leerungen zum Monatsende auch die ExM treffen.

Ein erhöhter Satz würde bei zB einer zusätzlich Gewichtseinheit zB eine Tonne zusätzlich monatlich sich über die Umlageparteien verteilen. Bei zehn Parteien also um 1/10. Da dies wohl nicht jeden Monant vorkommt wird die Jahresrechnung bei zB vierteljährlichen gleichen Vorkommen also
1/10 * 1/4 = 1/25 der Jahresgebühren ausmachen können.

Bei ca. 250 € pro Umlagepartei sind dies 10 €/a oder 0,83 €/mtl. und der Fixkostenanteil etc. blieb dabei unberücksichtigt.

Man merkt schon, das es hier wohl nicht um wirklich gravierende Beträge (diese Beträge dürften wegen Geringfügigkeit nicht einforderbar sein) geht…sondern wohl eher umd das erstere Kernproblem.

Vielen Dank für die Meinungen

Ja, einfach mal Verständnis für ander Leute aufbringen, dann bleibt auch der Magensaft wo er hingehört und der Mageneingangskrebs hat vorzeitig kaum Chancen… :wink:

vlg MC

PS:
Einfach das System auch für sich selber nutzen und übers Jahr stetig Stück für Stück Sperrmüll in die Restmülltonne entsorgen…
…so zeigts man den anderen erst recht. ;-D

Hi,

http://www.mietrechtslexikon.de/a1lexikon2/a1/abfall…
-> weitere Verlinkungen
http://www.mietrechtslexikon.de/a1lexikon2/u1/umzugs…

TM

Hi,

evtl. dürfen derlei Gegenstände nicht in die Tonnen eingeworfen werden und verstoßen gegen die Abfallsatzung.

Wenn der Verursacher zu ermitteln ist, könnte ich mir vorstellen, dass der dann Probleme bekommt.

Nutzt aber evtl. nicht viel, außer „Rache“.
Es sein denn, die Müllentsorgungsfirma erstattet die Entleerung, weil der Verursacher diese zu übernehmen hat.

Keine Ahnung, nur eine Idee.

TM

auch Hi

hier leider

http://www.mietrechtslexikon.de/a1lexikon2/a1/abfall…

keine Hinweise für -Sperrmüll - in Restmülltonnen

hier wird leider auch nur von Müll ausgegangen

-> weitere Verlinkungen
http://www.mietrechtslexikon.de/a1lexikon2/u1/umzugs…

Ein Vorposter meinte, das Sperrmüll sowieso nur Müll sei, der nicht in das aufgestellte Behältnis paßt. Wer also seinen Sperrmüll zerkleinert und dort regelkonform unterbringt spart sich so manchen Extraeuro.

vlg MC