Sei „Haus“ ein Mietshaus mit 7 Wohnungen. Seien ferner vor „Haus“ drei Mülltonnen aufgestellt. Eine davon eine Biotonne und zwei Restmüll. Seien zusätzlich gelbe Tonne, Altpapier- und Glascontainer nicht weiter von „Haus“ entfernt als 30m.
Nun nehmen wir mal an, es gibt Mietspartei A, die immer Biomüll mit Restmüll verwechselt und alles in die braune Tonne wirft, egal ob Restmüll, Flaschen oder gelber Sack.
Nehme wir außerdem an, dass Mietspartei B immer sämtlichen Müll in den Restmüll wirft und die Tonnen dadurch immer übervoll sind.
Könnten Mietsparteien C bis G dagegen etwas unternehmen? Weniger Müll würde für alle weniger Kosten verursachen und Umwelt A schonen. Welche Möglichkeiten haben Mietsparteien C bis G?
Mietspartei D hat übrigens schon mehrfach mit Mietsparteien A und B geredet und auch schon öfter Zeug aus dem Biomüll geholt. Ein langfristiger Erfolg ist nicht zu verzeichnen.
Nach dem Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz ist die Mülltrennung vorgeschrieben. In dessen § 9 findet sich die gesetzliche Verpflichtung auch für die Mieter, sich ausschließlich der aufgestellten Abfuhrbehälter zu bedienen.
§ 11 benennt die Abfallarten: Papier, Glas, Kunststoffe, organische Abfälle, Metalle, Elektrogeräte, Sperrmüll. Soweit hierfür jeweils gesonderte Müllsammelbehälter aufgestellt sind, muss der Mieter seinen Müll entsprechend getrennt darin entsorgen. Eine andere Frage ist, ob die Entsorgungskosten ohne weiteres über die Betriebskosten umlagefähig sind, was beispielsweise hinsichtlich des Sperrmülls dann ausgeschlossen ist, wenn der Verursacher bekannt ist oder die Kosten nur einmalig anfallen.
unquote
Die Pflicht den Müll zu trennen, hat also jeder. Die Stadt oder wer auch immer würden sich mit Sicherheit im Zweifelsfall an den Vermieter wenden. Gerade bei der gelben Tonne (Verpackungen etc.) wird in manchen Städten bereits der VM zur Kasse gebeten wenn falscher Müll eingefüllt wurde.
Durchsetzen kann man diese Pflicht also entweder nur durch weitere gütliche Vorstöße in Richtung der Mieter oder aber ggf. über den VM.
Im übrigen würde ich an deiner Stelle hier im Archiv noch mal etwas stöbern. Gerade vor einiger Zeit war das Thema schon hier heissdiskutiert.
Sei „Haus“ ein Mietshaus mit 7 Wohnungen. Seien ferner vor
„Haus“ drei Mülltonnen aufgestellt. Eine davon eine Biotonne
und zwei Restmüll. Seien zusätzlich gelbe Tonne, Altpapier-
und Glascontainer nicht weiter von „Haus“ entfernt als 30m.
Nun nehmen wir mal an, es gibt Mietspartei A, die immer
Biomüll mit Restmüll verwechselt und alles in die braune Tonne
wirft, egal ob Restmüll, Flaschen oder gelber Sack.
Nehme wir außerdem an, dass Mietspartei B immer sämtlichen
Müll in den Restmüll wirft und die Tonnen dadurch immer
übervoll sind.
Könnten Mietsparteien C bis G dagegen etwas unternehmen?
Weniger Müll würde für alle weniger Kosten verursachen und
Umwelt A schonen. Welche Möglichkeiten haben Mietsparteien C
bis G?
Mietspartei D hat übrigens schon mehrfach mit Mietsparteien A
und B geredet und auch schon öfter Zeug aus dem Biomüll
geholt. Ein langfristiger Erfolg ist nicht zu verzeichnen.
Viel kann man nicht tun, denn es kann der Frömmste…
Eigentümer oder Verwalter einschalten, sie können ertappte Müllsünder im Wiederholungsfall abmahnen.
Versuchen, Müllgemeinschaft aufzuheben: jeder bekommt eigene abschließbare Bio- und Restmülltonnen.
Hi,
bei manchen (allen?) Städten gibt es Abfallberater (oder so ähnlich), die könnte man bitten, mal mit den Umweltsündern zu reden. Diese müssen ja nicht erfahren, wer das veranlasst hat. Vielleicht bewirkt das mehr, als wenn Nachbarn meckern.