Hallo,
bei uns steht über kurz ode rlang ein Umzug an. da haben wir uns überlegt ob wir uns weiter in Miete zwängen wollen ode rob wir uns mal über ne Finanzierung schlau machen sollen. Momentan zahlen wir ca. 700 euro WM
Jetzt meine Frage, an eigenkapital siehts sehr schlecht aus, d.h keines vorhanden. Aber von Mietkauf liest man immer mehr. Jetzt meine Frage, ist es denn überhaupt möglich ohne EK eine Wohnung zu kaufen / Finanizieren? Wie läuft das mit dem Mietkauf, bzw. wo liegt da das Problem…
Hallo,
entscheidend ist nicht das Eigenkapital, sondern das Einkommen. Wenn dein/euer Einkommen ausreicht, um eine Eigentumswohnung oder ein Haus zu finanzieren, dann brauchst du kein Eigenkapital.
Mit einer vergleichbaren Belastung wie heute (700 Warmmiete) kannst du ein Objekt im Bereich 100 bis maximal 150T € finanzieren, je nach Baukindergeld, Nebenkosten und Finanzierungskonditionen (supergrobe Überschlagsrechnung). Ob du damit eine Eigentumslösung realisieren kannst, hängt von den regionalen Gegebenheiten (Grundstückspreise!) und deinen Ansprüchen ab. Für eine Wohnung oder eine Gebrauchtimmobilie reicht es vielleicht, ein Neubau Einfamilienhaus ist mit solchem Volumen kaum zu machen.
Gruß
Der Häuserprofi
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Hallo,
entscheidend ist nicht das Eigenkapital, sondern das
Einkommen. Wenn dein/euer Einkommen ausreicht, um eine
Eigentumswohnung oder ein Haus zu finanzieren, dann brauchst
du kein Eigenkapital.
Da die Bank nicht 100% des Hauses finanziert, sondern normalerweise maximal 80% wüßte ich jetzt nicht wie man ohne Eigenkapital hinkommen sollte, außer über Mietkauf, von dem ich allerdings auch noch keinen konkreten Fall kenne und deshalb nichts sagen kann.
???
Grüße
Andrea
Solltest Du ein Haus kaufen wollen (ich habe keine Ahnung was Mietkauf ist), dann musst Du DRINGEND EK haben. Denn allein schon Nebenkosten (Notar, Eintrag ins Grundbuch, Steuern) musst Du bezahlen.
Und die finanziert IM NORMALFALL keine Bank.
Mach es nicht.
Kay
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Hallo,
die Beleihungsgrenzen (60%, 80%) sind eher fiktiv. Man kann das immer darstellen, z.B. wird in der Finanzierung unterstellt, die Außenanlagen (Garten, PKW-Stellplatz) würden in Eigenleistung erbracht, der Keller würde in Eigenleistung ausgebaut oder ähnliches, und der fiktive Wert der Eigenleistung wird dann als Eigenkapital gewertet. So kann man immer die 80% erreichen. Es gibt auch noch andere, etwas windigere, Tricks (z.B. ein Nachlaß des Hausverkäufers auf den Listenpreis als Eigenkapitalersatz). Die Bank läßt sich solange auf solche Rechenspielereien ein, solange dein Einkommen und deine Bonität ausreichend sind, so daß du die monatliche Belastung tragen kannst.
Gruß
Der Häuserprofi
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Nö, da habe ich andere Erfahrungen…
Die Bank läßt sich
solange auf solche Rechenspielereien ein, solange dein
Einkommen und deine Bonität ausreichend sind, so daß du die
monatliche Belastung tragen kannst.
Hallo Häuserprofi,
da musste ich keider andere Erfahrungen machen. Wir haben ein Haushaltsnettoeinkommen von 7000 Euro (2 Personen), keine nennenswerten Belastungen, lastenfreie Immobilie vorhanden.
Von allen großen deutschen Banken haben wir Absagen für eine 100%-Finanzierung bekommen (NK hätten wir selbst gezahlt), Objekte ca. 200-250 K€. Und zwar bevor der jeweilige Berater auch nur die Unterlagen gesichtet hatte. Begründung: hausinterne Vorschriften (die ich aus eigener Erfahrung auch so kenne).
Vielleicht haben wir nur nicht bei der richtigen Bank angefragt?
Gruß
Ramona
Hallo,
das Problem war wohl eher die Darstellung des Antrags. Wenn du ohne Antrag telefonisch nach 100% fragst, dann sagen die natürlich nein, da es da bankrechtliche Vorschriften gibt (Refinanzierung). „100%“ darf da also nicht erscheinen. Es muss so dargestellt werden, daß 80% beliehen werden, also müssen 20% entweder aus Eigenkapital oder durch Eigenleistung o.ä. abgedeckt werden. Gerade der Bereich der Eigenleistung ist aber ein „weicher“ Bereich, den man mit einer geschickten Darstellung ein wenig „aufblasen“ kann.
Also lass dich nicht ins Bockshorn jagen, mit 7000 € netto bekommst du eine Finanzierung im Volumen von 250.000 € immer hin.
Das Problem der unterschiedlichen Vergabepraxis bei Banken besteht natürlich auch, das wird ja meist zentral gesteuert, ein Jahr ist der Vertrieb angehalten, möglichst viele Immobilienfinanzierungen einzuwerben, ein anderes Jahr wird der Bereich dann wieder abgedreht, meist nach schwer nachvollziehbaren Kriterien. Deswegen empfielt sich gegebenenfalls, die Finanzierung über einen unabhängigen Vermittler zu machen, der weiß wie er deinen Finanzierungsantrag darstellt und auch bei welchem Institut (und welchem Bearbeiter) er mit welchem Schäfchen anklopft und wo er es besser läßt. Wenn du zu viele Banken abklapperst hast du nämlich jedesmal den Schufaanfragevermerk und die nächste Bank sieht, daß du hier und da schon abgeblitzt bist und läßt dann vorsichtshalber die Finger von dir.
Gruß
Der Häuserprofi
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